Hintertür für Gipsabbau
Montag, 28. Juli 2003, 19:23 Uhr
Harzungen/Nordhausen (nnz). In Harzungen soll eine Brücke erweitert werden. Die führt über den Karrenbach und soll nun auch für Schwerlastverkehr freigegeben werden. Das allerdings gefällt dem Bunde für Umwelt und Naturschutz in Deutschland überhaupt nicht.
Im Zuge der Erneuerung der Brücke über den Karrenbach im Ort Harzungen, plant das Nordthüringer Straßenbauamt auch eine Verbreiterung und eine damit verbundene Erhöhung der Belastbarkeit durch den Schwerverkehr. Diese Planung lehnt der BUND in der vorgelegten Form strikt ab. Viele der Gründe, die eine Verbreiterung erforderlich machen, können vom BUND nicht nachvollzogen werden. So soll es laut den Planungen zu einer Infrastrukturverbesserung in diesem Bereich kommen, da mit einer Erhöhung der Leistungsfähigkeit der L 1037 dem angeblich erwarteten höheren Verkehrsaufkommen, auch des Schwerlastverkehrs, Rechnung getragen werden soll.
Das Gegenteil sollte der Fall sein. Maßnahmen zur Verkehrsberuhigung wären hier die geeigneteren Instrumente, denn der ganze Verkehr (auch Schwerlast) muß auch den Luftkurort Neustadt passieren. Mit einem Entgegenkommen an den Schwerlastverkehr würde gerade diese, auf touristischen Entwicklung ausgerichtete Region, schweren Schaden nehmen.
Die Erhöhung der Brückenbelastbarkeit ist ein wichtiger Faktor für die von der Gipsindustrie favorisierte Abfahrtsroute A des angestrebten Gipsabbaus am Winkelberg. Der BUND bittet daher die Stadt und den Landkreis Nordhausen, die sich mehrfach gegen den Gipsabbau am Winkelberg ausgesprochen haben, hier dringend zu intervenieren. Es darf nicht passieren, das quasi durch die Hintertür dem Abbau des Winkelberges Tür und Tor geöffnet werden.
Autor: nnzIm Zuge der Erneuerung der Brücke über den Karrenbach im Ort Harzungen, plant das Nordthüringer Straßenbauamt auch eine Verbreiterung und eine damit verbundene Erhöhung der Belastbarkeit durch den Schwerverkehr. Diese Planung lehnt der BUND in der vorgelegten Form strikt ab. Viele der Gründe, die eine Verbreiterung erforderlich machen, können vom BUND nicht nachvollzogen werden. So soll es laut den Planungen zu einer Infrastrukturverbesserung in diesem Bereich kommen, da mit einer Erhöhung der Leistungsfähigkeit der L 1037 dem angeblich erwarteten höheren Verkehrsaufkommen, auch des Schwerlastverkehrs, Rechnung getragen werden soll.
Das Gegenteil sollte der Fall sein. Maßnahmen zur Verkehrsberuhigung wären hier die geeigneteren Instrumente, denn der ganze Verkehr (auch Schwerlast) muß auch den Luftkurort Neustadt passieren. Mit einem Entgegenkommen an den Schwerlastverkehr würde gerade diese, auf touristischen Entwicklung ausgerichtete Region, schweren Schaden nehmen.
Die Erhöhung der Brückenbelastbarkeit ist ein wichtiger Faktor für die von der Gipsindustrie favorisierte Abfahrtsroute A des angestrebten Gipsabbaus am Winkelberg. Der BUND bittet daher die Stadt und den Landkreis Nordhausen, die sich mehrfach gegen den Gipsabbau am Winkelberg ausgesprochen haben, hier dringend zu intervenieren. Es darf nicht passieren, das quasi durch die Hintertür dem Abbau des Winkelberges Tür und Tor geöffnet werden.
