Präzisionsarbeit ohne Zuschauer
Sonntag, 03. August 2003, 06:47 Uhr
Nordhausen (nnz). Eigentlich waren es zwei kleine Pressemitteilungen, eine von der Stadtverwaltung und eine von der Bahn AG, die auf eine Sperrung der Bahnstrecke zwischen Erfurt und Nordhausen hinwiesen. An der neuen Zeppelinbrücke herrscht in der Nacht zum Samstag rege Betriebsamkeit.
Erst vor zwei Monaten wurde die Stahlträgerkonstruktion der alten Zeppelinbrücke in einer spektakulären Nachtschicht mit einem 1000-Tonnen-Kran demontiert. Zahlreiche Bahnfans aus Nordhausen und Umgebung hatten sich dazu eingefunden. Der Neubau der Brücke, nicht weniger spektakulär und wieder nachts, lockte kaum mehr als zehn Interessierte an.
Mit Hilfe von mehreren Kränen wurden in der Nacht vom Freitag zum Samstag die Stahlträger auf die Brückenpfeiler aufgelegt. Parellel dazu wurde begonnen, Betonplatten über dieses Gerüst zu legen. Das es sich um eine absolute Präzisionsarbeit handeln muß, was die Kranführer hier leisteten, das kann sich jeder beim Blick auf die Oberleitungskabel der Bahn vorstellen. Die Strecke mußte für die Bauarbeiten von 22.00 bis 1.00 stillgelegt werden. Reisende auf der Strecke Nordhausen-Kassel konnten nur Schienersatzbusse nutzen.
Die Durchführung dieser Arbeiten bei Bahnbetrieb ist jedoch zu riskant und wird von den Bundesaufsichtsbehörden sowieso nicht genehmigt. Um den Übergabetermin der 350 Meter langen Brücke im Spätherbst dieses Jahres einzuhalten, sind solche Nachtschichten nötig. Außerdem ist es bei der derzeitigen Außentemperatur sowie angenehmer zu später Stunde zu arbeiten.
Mit der neuen Zeppelinbrücke soll nach ihrer Fertigstellung der Innenstadtverkehr deutlich entlastet werden. Das neue Bauwerk wird nach Informationen der nnz rund zehn Millionen Euro kosten, mehr als 90 Prozent davon sind Fördermittel des Landes Thüringen.
Autor: nnz
Erst vor zwei Monaten wurde die Stahlträgerkonstruktion der alten Zeppelinbrücke in einer spektakulären Nachtschicht mit einem 1000-Tonnen-Kran demontiert. Zahlreiche Bahnfans aus Nordhausen und Umgebung hatten sich dazu eingefunden. Der Neubau der Brücke, nicht weniger spektakulär und wieder nachts, lockte kaum mehr als zehn Interessierte an. Mit Hilfe von mehreren Kränen wurden in der Nacht vom Freitag zum Samstag die Stahlträger auf die Brückenpfeiler aufgelegt. Parellel dazu wurde begonnen, Betonplatten über dieses Gerüst zu legen. Das es sich um eine absolute Präzisionsarbeit handeln muß, was die Kranführer hier leisteten, das kann sich jeder beim Blick auf die Oberleitungskabel der Bahn vorstellen. Die Strecke mußte für die Bauarbeiten von 22.00 bis 1.00 stillgelegt werden. Reisende auf der Strecke Nordhausen-Kassel konnten nur Schienersatzbusse nutzen.
Die Durchführung dieser Arbeiten bei Bahnbetrieb ist jedoch zu riskant und wird von den Bundesaufsichtsbehörden sowieso nicht genehmigt. Um den Übergabetermin der 350 Meter langen Brücke im Spätherbst dieses Jahres einzuhalten, sind solche Nachtschichten nötig. Außerdem ist es bei der derzeitigen Außentemperatur sowie angenehmer zu später Stunde zu arbeiten. Mit der neuen Zeppelinbrücke soll nach ihrer Fertigstellung der Innenstadtverkehr deutlich entlastet werden. Das neue Bauwerk wird nach Informationen der nnz rund zehn Millionen Euro kosten, mehr als 90 Prozent davon sind Fördermittel des Landes Thüringen.
