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Ein Highlight zum Abschluss

Montag, 22. August 2011, 07:39 Uhr
Am kommenden Wochenende ist auf dem Gelände des Sundhäuser Scheunenhofes wieder Triathlon angesagt. Als Favoritin will Anita Marquard beim Scheunenhof-Triathlon um den Sieg kämpfen...

Favoritin für das kommende Wochenende (Foto: privat) Favoritin für das kommende Wochenende (Foto: privat)

Anita Marquart belegte beim letztjährigen Scheunenhof-Triathlon in Nordhausen den zweiten Platz im Damenrennen. Da nun die damalige Siegerin Katja Konschak nicht am Start ist, gilt sie als eine der heißen Favoritinnen auf einen Erfolg über die Halbdistanz in Sundhausen. Dabei hat sie ihr eigentliches Saisonhighlight mit dem Ironman in Regensburg als Altersklassen-Zweite bereits absolviert und stellte erneut ihre gute Form unter Beweis. Im Interview stand Sie der nnz Rede und Antwort.


nnz: Wie haben Sie den Scheunenhof-Triathlon in diesem Jahr mit in Ihre Saisonplanung einbezogen?

A. Marquart: Prinzipiell war mein großes Saisonziel in diesem Jahr der Ironman in Regensburg, den ich vor zwei Wochen absolviert habe. Da der Scheunenhof-Triathlon in diesem Jahr über die Halbdistanz ausgerichtet wird, ist es, da lediglich drei Wochen zwischen den beiden Rennen liegen, ziemlich heftig für mich. Man kann Glück haben, dass man einen guten Tag erwischt und wieder erholt ist. Allerdings kann es auch sein, dass einem der Ironman noch in den Knochen steckt. Es ist ziemlich schwierig, da ich die ersten beiden Wochen nach dem Ironman gar nichts gemacht habe und mich einfach nur regenerierte.

Wo ich nun nächste Woche wieder leicht in das Training einsteige würde kommt also direkt die Mitteldistanz. Ich denke aber, dass das funktionieren wird. Es war im letzten Jahr ein sehr schöner Wettkampf, deswegen war klar, dass ich ihn auch in diesem Jahr absolviere.
Nun ist mit Katja Konschak die letztjährige Siegerin nicht am Start. Sehen Sie sich daher als Favoritin auf den Sieg?

Es kommt immer darauf an, ob noch andere schnelle Frauen am Start sind. Außerdem muss man sehen wie die Tagesform ist, da ich auch noch nicht weiß, ob ich wieder topfit bin. Es wäre natürlich schön, wenn es mit dem Erfolg klappen würde. Aber natürlich habe ich auf der Mitteldistanz auch noch nicht soviel Erfahrung, da habe ich in diesem Jahr meine Erste gemacht und weiß daher damit auch noch nicht so richtig umzugehen. Wenn ich einen guten Tag habe hoffe ich schon im Kampf um die vorderen Plätze eine Rolle mitzuspielen.

nnz: Ist der Scheunenhof-Triathlon ihr letztes Saisonrennen?

A. Marquart: Es ist hinten heraus noch einmal ein Highlight zum Abschluss. Ich werde eine Woche später noch einmal einen Staffel-Triathlon bestreiten, dieser ist dann allerdings absolut der letzte Wettkampf in dieser Saison. Da steht dann aber klar der Spaß im Vordergrund.

nnz: Welches Fazit ziehen Sie aus Ihrem Saisonhöhepunkt, dem Ironman in Regensburg?

A. Marquart: Es hat die ganze Zeit geregnet, das war natürlich nicht so schön. Aber es war ein gelungener Wettkampf und die ersten zwanzig Kilometer des Marathons lief auch noch alles super. Nur die letzten waren ziemlich hart, vor allem auch für den Kopf. Ansonsten bin ich aber zufrieden mit dem zweiten Platz in meiner Altersklasse, muss aber zum Glück nicht nach Hawaii, da sich dafür nur die Erstplatzierte qualifiziert hat.

nnz: Warum zum Glück nicht nach Hawaii? Ist ein Start dort nicht ihr großes Ziel?

A. Marquart: Ich denke das ist ein Ziel von allen die einen Ironman absolviert haben, einmal nach Hawaii zu kommen. Es ist im Kopf, dass man das irgendwann mal machen muss. Aber gerade ist es schwierig. Ich habe mein Studium absolviert und auch gerade gar kein Geld um nach Hawaii zu fliegen. Von daher ist es momentan besser so. Ich würde es aber später gerne noch einmal hinbekommen.

nnz: Was haben Sie studiert?

A. Marquart: Ich habe Biologie studiert, auch wenn das nicht allzu viel mit Sport zutun hat. Wenn man ganz gut organisiert ist, bekommt man den Spagat zwischen Sport und Studium schon hin. Es ist lange noch kein Leistungssport den man betreibt, sondern mehr oder weniger noch Spaß. Der Trainingsaufwand schwankt generell immer. Im Sommer kommen mehr Wochenstunden zusammen, da man am Wochenende noch Fahrrad fährt. Da ist dann teilweise wirklich ein kompletter Tag mit Sport ausgefüllt, wenn man fünf Stunden Rad fährt und noch eine Stunde schwimmt sowie läuft. Aber es macht ja natürlich auch Spaß…

nnz: Welche beruflichen Ziele verfolgen Sie nun?

A. Marquart: Wenn ich das wüsste. Ich bin gerade auf der Suche, es ist nicht so einfach für eine Biologin etwas zu finden. Ich bewerbe mich gerade fleißig und hoffe, dass sich daraus etwas entwickelt.

nnz: Vielen Dank für das Gespräch.
Autor: nnz

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