Netzwerk gegen Schwänzen
Dienstag, 23. August 2011, 14:11 Uhr
Um der Schuldistanzierung von Jugendlichen - zu gut deutsch: dem Schulschwänzen - effektiver zu begegnen, ist ein Netzwerk mit beteiligten Fachkräften geplant. Dies ist ein Ergebnis des jüngsten Treffens der Koordinierungsstelle des ESF-Modellprogramms "Jugend stärken - Aktiv in der Region" mit Anbietern von Jugendsozialarbeit, Jugendintegration und beruflicher Bildung.
In diesem Netzwerk Schuldistanzierung sollen sich beispielsweise Schulsozialarbeiter, Beratungslehrer an Berufsschulen und der Fachbereich Recht und Ordnung des Landkreises, der für die Bußgelder fürs Schwänzen zuständig ist, treffen, um besonders die frühzeitige, präventive Arbeit weiterzuentwickeln. Denn die Fachleute waren sich einig, dass die betroffenen Kinder und Jugendlichen oft schon in der Grund- und Regelschule nicht regelmäßig zum Unterricht gehen.
Laut dem Thüringer Kultusministerium haben zwei Prozent der Schüler von Allgemeinbildenden Schulen unentschuldigte Fehltage, in den Berufsschulen waren es fast neun Prozent. Eine Idee der Arbeitsgruppe, die sich mit diesem Thema auseinandersetzte, war, die Bußgelder für Schulbummelei in präventive, erlebnispädagogische Projekte zu investieren.
In der Diskussion zur beruflichen Integration und Bildung kamen die Vertreter der Träger und anderer Institutionen zu dem Schluss, dass eine engere Kommunikation und Kooperation wichtig sei, um mehr Transparenz in der Angebotsvielfalt zu schaffen. Zielgruppen, die bislang noch nicht deutlich im Fokus standen, seien Jugendliche mit ungeklärten Aufenthaltsstatus ohne Schul- und Berufsschulabschluss über 21 Jahre, Jugendliche mit Problemen in der dualen Ausbildung sowie junge Menschen ohne Schulabschluss.
Die Koordinierungsstelle hat zum Beispiel die Aufgabe, insbesondere beim Übergang von Schule zur Ausbildung zu schauen, welche Projekte es für welche Zielgruppen gibt. Sollten dabei einzelne Zielgruppen durchs Raster fallen, sollen Lückenschlussprojekte initiiert werden.
Konkret geht es im Landkreis Nordhausen darum, Angebote für Jugendliche bis 27 Jahre zu erfassen und dabei insbesondere die "schuldistanzierten" Jugendlichen im Blick zu behalten. Dieser Zielgruppe widmen sich auch die beiden Projekte, die in diesen Jahr gestartet sind: Your Day und die Integrationscoachs in Berufsschulen. Ein Ziel ist es zu verhindern, dass Jugendliche dauerhaft in eine Erwerbsunfähigkeit abrutschen. Vielmehr soll auch über eine bessere Alltagsbewältigung der Weg in eine Ausbildung oder Beschäftigung geebnet werden.
Erreichbar ist die Koordinierungsstelle telefonisch unter 03631/911 537 oder per E-Mail mahoffmann@lrandh.thueringen.de.
Autor: nnz/knIn diesem Netzwerk Schuldistanzierung sollen sich beispielsweise Schulsozialarbeiter, Beratungslehrer an Berufsschulen und der Fachbereich Recht und Ordnung des Landkreises, der für die Bußgelder fürs Schwänzen zuständig ist, treffen, um besonders die frühzeitige, präventive Arbeit weiterzuentwickeln. Denn die Fachleute waren sich einig, dass die betroffenen Kinder und Jugendlichen oft schon in der Grund- und Regelschule nicht regelmäßig zum Unterricht gehen.
Laut dem Thüringer Kultusministerium haben zwei Prozent der Schüler von Allgemeinbildenden Schulen unentschuldigte Fehltage, in den Berufsschulen waren es fast neun Prozent. Eine Idee der Arbeitsgruppe, die sich mit diesem Thema auseinandersetzte, war, die Bußgelder für Schulbummelei in präventive, erlebnispädagogische Projekte zu investieren.
In der Diskussion zur beruflichen Integration und Bildung kamen die Vertreter der Träger und anderer Institutionen zu dem Schluss, dass eine engere Kommunikation und Kooperation wichtig sei, um mehr Transparenz in der Angebotsvielfalt zu schaffen. Zielgruppen, die bislang noch nicht deutlich im Fokus standen, seien Jugendliche mit ungeklärten Aufenthaltsstatus ohne Schul- und Berufsschulabschluss über 21 Jahre, Jugendliche mit Problemen in der dualen Ausbildung sowie junge Menschen ohne Schulabschluss.
Die Koordinierungsstelle hat zum Beispiel die Aufgabe, insbesondere beim Übergang von Schule zur Ausbildung zu schauen, welche Projekte es für welche Zielgruppen gibt. Sollten dabei einzelne Zielgruppen durchs Raster fallen, sollen Lückenschlussprojekte initiiert werden.
Konkret geht es im Landkreis Nordhausen darum, Angebote für Jugendliche bis 27 Jahre zu erfassen und dabei insbesondere die "schuldistanzierten" Jugendlichen im Blick zu behalten. Dieser Zielgruppe widmen sich auch die beiden Projekte, die in diesen Jahr gestartet sind: Your Day und die Integrationscoachs in Berufsschulen. Ein Ziel ist es zu verhindern, dass Jugendliche dauerhaft in eine Erwerbsunfähigkeit abrutschen. Vielmehr soll auch über eine bessere Alltagsbewältigung der Weg in eine Ausbildung oder Beschäftigung geebnet werden.
Erreichbar ist die Koordinierungsstelle telefonisch unter 03631/911 537 oder per E-Mail mahoffmann@lrandh.thueringen.de.
