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Do, 12:23 Uhr
05.08.2010

Öffentlich ausstellen

Es ist ziemlich ruhig geworden um den Wettbewerb zur Umgestaltung des Blasiikirchplatzes in Nordhausen. Jetzt melden sich die Bündnisgrünen zu Wort und fordern mehr Öffentlichkeit...


Stadtentwicklung ist eine besondere Herausforderung an jede Stadtverwaltung und an jeden Stadtrat. Die Initiative zur langfristigen Stadtentwicklung liegt bei der Stadtplanung. Die Entscheidung für die Umsetzung der Stadtentwicklungskonzepte der Verwaltung verantwortet der Stadtrat. Die Verwaltung und der Stadtrat arbeiten im Auftrag der Bürger für die Bürger. Dies setzt aber Bürgerbeteiligung voraus.

Bürger, die in die Entscheidungsprozesse des wichtigsten Themas Stadtentwicklung einbezogen werden, identifizieren sich mit ihrer Stadt. Sie werden sie lieben und sich für ihre Belange engagieren. Eine Stadt, die auf Dauer attraktiv werden will, braucht solche Bürger, die das Leben in der Stadt weiterentwickeln helfen.

Wenn zur Zeit ein neues Cafe in der Kranichstraße entsteht, entwickelt sich im Bereich Blasii-Kirchplatz /Kranichstraße und um den Märchenbrunnen ein Platz der Kommunikation und Geselligkeit. Er wird bestimmt von der Beschaulichkeit der Altstadt, wie wir sie am vergangenen Wochenende zum Altstadtfest mit vielen Besuchern erleben konnten. Hier wird Nordhausen liebenswert und attraktiv.

Interessierte Bürger wollen in die Entscheidungen heutiger und zukünftiger Stadtplanungen einbezogen werden. Bürger wollen sich über Sachverhalte und Zielvorstellungen informieren, ihre Wünsche und Vorstellungen in die Beratungen einbringen. Nur so kann Stadtentwicklung nachhaltig erfolgreich sein. Beispiele mangelnder Bürgerbeteiligung sind u. a. das Industriegebiet „Goldene Aue“, der Autohof bei Sundhausen und aktuell die bevorstehende Entscheidung zur weiteren Nutzung und Neugestaltung des Blasii-Kirchplatzes.

Am 31. Juli war Abgabetermin für Bewerber im Wettbewerb zum Blasii-Kirchplatz. Das Preisgericht und die Sachverständigen tagen am 31. August. Die Information der Sachverständigen und die Entscheidung für die besten Konzepte durch das Preisgericht werden in einer Sitzung vollzogen.

Das heißt, weder die Stadträte, noch die von den Fraktionen benannten Sachverständigen erhalten zwischen Kenntnisnahme der Unterlagen und Entscheidung eine Bedenkzeit. Sie können weder in Ausschüssen noch mit der Öffentlichkeit kommunizieren. Für ein städtebaulich bedeutendes und finanziell aufwendiges Projekt ist dies ein bedenklicher Vorgang, der dem Demokratieverständnis und -anspruch der Bürger nicht gerecht wird.

Bündnis 90/Die Grünen schlagen deshalb vor, dass die Konzepte der Wettbewerber öffentlich ausgestellt werden, so dass die Bürger sich mit den Ideen für die Neugestaltung des Blasii-Kirchplatzes vertraut machen können. In einem Stadtgespräch sollten die Preisrichter und die Sachverständigen die Möglichkeit haben mit den Bürgern in einen konstruktiven Dialog zu treten. Bündnis 90/Die Grünen halten diese Kultur der Bürgerbeteiligung für vertrauensbildend und zukunftweisend für unsere Stadt.
Gisela Hartmann
Autor: nnz

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