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Sa, 16:50 Uhr
11.07.2020
Ein Blick in die Statistik

Was wurde teurer, was wurde billiger

Das Thüringer Landesamt für Statistik hat sich wieder einmal die Preisentwicklung im Freistaat vorgenommen. Von Mai zu Juli stiegen die Preise vor allem für Obst und Fleisch, Gemüse wurde hingegen billiger...

Die Verbraucherpreise erhöhten sich nach Mitteilung des Thüringer Landesamtes für Statistik gegenüber dem Vormonat Mai um 0,8 Prozent und erreichten einen Indexstand von 107,2 Prozent
(Basis 2015=100).

Die Jahresteuerungsrate verzeichnete einen leichten Anstieg von 0,9 Prozent im Mai auf 1,1 Prozent im Juni. Sie verharrt aber weiterhin auf einem sehr niedrigen Niveau. Verantwortlich dafür sind die weiterhin im Jahresvergleich rückläufigen Preise der Mineralölprodukte, Heizöl und Kraftstoffe (-17,4 Prozent). Heizöl wurde im Juni 2020 um 21,3 Prozent günstiger angeboten als im Juni 2019 und die Kraftstoffe um 15,3 Prozent. Betrachtet man den Gesamtindex ohne die Entwicklung der Preise für Heizöl und Kraftstoffe würde die Inflationsrate 2,0 Prozent betragen.

Für Nahrungsmittel und alkoholfreie Getränke wurden Preiserhöhungen um durchschnittlich 4,5 Prozent beobachtet. In diesem Bereich verteuerten sich im Vergleich zum Vorjahr insbesondere Obst (+14,8 Prozent), Fleisch und Fleischwaren (+9,3 Prozent) sowie alkoholfreie Getränke (+2,8 Prozent).
Günstiger als im Vorjahr wurden Speisefette und Speiseöle (-1,3 Prozent) sowie einige Gemüsesorten wie z. B. Weißkohl (-29,9 Prozent), Zwiebeln (-26,4 Prozent) oder Kartoffeln (-10,3 Prozent) angeboten. Die Preise für alkoholische Getränke und Tabakwaren (+3,9 Prozent) stiegen weiter kontinuierlich an.

Insbesondere die Preise der Tabakwaren verteuerten sich binnen Jahresfrist um 6,2 Prozent. Im Vergleich zum Vormonat erhöhten sich die Verbraucherpreise um durchschnittlich 0,8 Prozent. Einen wesentlichen Anteil an dieser Entwicklung verursachten die Preiserhöhungen im Dienstleistungsbereich (+1,2 Prozent). So verteuerten sich die Dienstleistungen der Altenwohnheime um 2,7 Prozent, die Dienstleistungen der häuslichen Pflege um 1,8 Prozent sowie Friseurdienstleistun- gen und andere Dienstleistungen für die Körperpflege um 0,6 Prozent. Bei den Mineralölprodukten gaben die Preise für Heizöl im Monatsvergleich um 2,3 Prozent nach. Die Preise der Kraftstoffe stiegen um 5,8 Prozent.
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