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So, 17:00 Uhr
22.02.2026
Autohandel in der Krise?

Fehler sind oft "hausgemacht"

Dem Wirtschaftsstandort Deutschland im Allgemeinen und dem in Thüringen geht es nicht sonderlich gut. Nahezu täglich tröpfeln von Nordhausen bis Sonneberg, von Eisenach bis Altenburg die Insolvenzmeldungen in die wirtschaftliche Gemengelage hinein. Eine Momentaufnahme aus der automobilen "Welt"...

Autos warten auf Käufer (Foto: Pixabay) Autos warten auf Käufer (Foto: Pixabay)
Natürlich sind die Meldungen über das Aus des Logistik-Zentrums von Zalando in Thüringen in aller Medien-Munde. Doch es sind die kleinen und zum Teil auch mittleren Unternehmen, die sich still und leise auf den letzten Weg begeben.

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In den ersten drei Quartalen des vergangenen Jahres gab es 1.779 Unternehmensinsolvenzen im Freistaat, acht Prozent mehr als 2024. Und es geht “munter” weiter. Im den ersten beiden Monaten dieses Jahres meldeten zum Beispiel im Handel von Autos gleich mehrere Unternehmen in Nordthüringen den Gang zum Amtsgericht an, darunter mit der Firma Schnorr ein Schwergewicht mit Standorten in Mühlhausen und Erfurt und zwei weiteren im Thüringer Westen. Insgesamt stehen mit den Standorten Arnstadt und Eisenach 150 Arbeitsplätze auf dem Spiel. In der vergangenen Woche traf es einen Mitsubishi-Händler in Mühlhausen, der außerdem Wohnmobile verkauft und vermietet. Und selbst bei einem Mercedes-Benz-Händler in der Thüringer Mitte mit rund 600 Miarbeitern laufen laut eines Zeitungsberichts aktuell Restrukturierungsmaßnamen, von Freistellungen ist die Rede.

Was sagt der Präsident des Thüringer Kfz-Landesverbandes, Helmut Peter, dazu? “Uns allen war eigentlich bewusst, dass die Corona Jahre 2020 bis 2022 eine wirtschaftliche Zäsur waren und dass wir nach dem danach einsetzenden Boom beim Verkauf von Fahrzeugen ab 2024/25 wieder eine Konsolidierung zu erwarten hatten. Diejenigen Betriebe, die das immer auf dem Schirm hatten, die haben heute nicht diese eklatanten Probleme. Solides Wirtschaften war immer eine der wichtigsten Voraussetzungen für das sichere Fahren auch bei einem rauen Wetter”, sagt Peter den Nordthüringer Online-Zeitungen.

Natürlich sieht auch Peter die Wirtschaftspolitik der zurückliegenden Jahre sehr kritisch, aber die Regierungen in Berlin oder in Erfurt allein für die aktuellen Probleme verantwortlich zu machen, das sei zu kurz gegriffen. “Natürlich wurden Fehler auch auf dem Feld der Politik gemacht und natürlich wurde vor allem in punkto E-Mobilität eher einer Ideologie denn volkswirtschaftlicher Vernunft gehuldigt, dennoch hätten sich die grundlegenden Dinge im unternehmerischen Handeln nicht geändert. Dazu gehören neben einer soliden Finanzausstattung, gerade in der Eigenkapitalquote, auch und vor allem der Aufbau einer Leitungsmannschaft und die Würdigung der Leistungen aller Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in den Betrieben”.
Peter-Stefan Greiner
Autor: psg

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Kommentare
Echter Sundhäuser
22.02.2026, 17:43 Uhr
Kann ich ja garnicht nachvollziehen.
Da haben wir nun seit Corona und die dadurch herbeigeführte künstliche Verknappung eine gallopierende Inflation, explodierende Mieten dank unkontrollierter Migration von Millionen von "Schutzbedürftigen", horrende Energiepreise bei Strom,Gas, Benzin und Diesel, man musste ja unbedingt den Russen sanktionieren bzw uns selbst und dazu noch die CO2 Bepreisung draufschlagen um das Klima und die Welt zu retten.
Und nun haben die Leute plötzlich keine Lust,oder womöglich kein Geld mehr, um Mondpreise für Neuwagen, die dank EU Vorgaben aus Brüssel vollgestopft sind mit ständig blinkender und piepsender Technik, auf den Tisch zu legen?
Wird wohl für immer ein ungelöstes Rätsel bleiben...
nur_mal_so
22.02.2026, 19:51 Uhr
...aber ständig gegen die Ansiedelung von Industrie jedweder Art -
- vor der eigenen Haustür protestieren, Sundhäuser.
Genau mein Humor.
Malu-Marie
22.02.2026, 20:59 Uhr
@Echter Sundhäuser
@Echter Sundhäuser
Damit ich Sie besser verstehe; Welche künstliche Verknappung meinen Sie genau? Eine galoppierende Inflation gibt es nicht. Die Inflation liegt seit Monaten um 2 Prozent und ein paar gequetschte. - im Januar 2026 2,1 Prozent.
Explodierende Mieten dank unkontrollierter Migration von Millionen von "Schutzbedürftigen" ist eine nicht zu akzeptierende maximale Vereinfachung eines komplexen Problems. Migration erhöht die Nachfrage besonders in den Städten. Sie wirkt verstärkend, ist aber nicht ursächlich. Auch viele Deutsche ziehen in bestimmte bevorzugte Städte. Der Kern des Problems liegt im mangelnden Wohnungsbau seit ca. 15 Jahren. Dieser wiederum wird gebremst durchsteigende Baukosten, Bodenpreise, Zinsentwicklung. Die Mieten steigen aber nicht "explosionsartig".
Die "unkontrollierte Migration von Millionen "Schutzbedürftigen"" ist faktisch mindestens problematisch. Deutschland hatte 2015/2016 ca. 1,2 Millionen Schutzsuchende aufgenommen und dann 2022-24 ca. 1,2 Millionen aus der Ukraine. Wir haben ca. 200.000 bis 350.000 Asylsuchende pro Jahr. Wir haben Grenzkontrollen zu bestimmten Ländern und die Asylverfahren sind gesetzlich geregelt.
Dann beklagen Sie. dass wir aus Russland kein Blutöl kaufen. Ohne den Ukrainekrieg wäre hier einiges billiger hier in Deutschland und der EU. Bitte sagen Sie Herrn Putin, dass er den Krieg den er in der Ukraine begonnen hat jetzt endlich mal beenden soll und dass er den Ukrainern ihr Land wieder zurückgibt und die Schäden, die dort angerichtet hat bezahlt. Dann hätten wir ihr billigeres Öl.
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