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Sa, 09:00 Uhr
26.09.2020
Lichtblick der Woche:

Runter vom Baum hin zu Gott!

Haben Sie sich schon mal einen Vorteil verschafft, indem Sie nur die halbe Wahrheit erzählt haben? Haben Sie schon mal gesehen, wie sich einer einen Schokoriegel aus dem Regal nahm und haben Sie es dann doch nicht dem Marktleiter gemeldet?...

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Oder haben Sie sich einfach mal in einer Warteschlange vorgedrängelt? Das alles sind kleine Betrügereien des Alltagslebens. In der Bibel steht eine Geschichte von einem, der viel größere Betrügereien begangen hat: der Zöllner Zachäus, der die Menschen abzockte, wo er nur konnte. Aber als eines Tages Jesus in die Stadt kommt, merkt er, dass da etwas Besonderes passiert. Und so macht er sich auch auf den Weg, ihn zu sehen.

Doch die Menschen rächen sich an ihm, bilden gewissermaßen eine lebendige Mauer, sodass Zachäus nicht einen Blick auf den werfen kann, der der „Sohn Gottes“, der „Heiland“ sein soll. Zachäus klettert auf einen der zahlreichen Maulbeerbäume, die in seiner Heimatstadt stehen. Von dort müsste er ja den besten Blick haben. Und tatsächlich: er sieht Jesus. Und obwohl Zachäus im dichten Blätterwerk des Baumes zu verschwinden droht, bemerkt ihn Jesus und ruft ihm zu: „Komm herunter, Zachäus, ich will heute in deinem Haus einkehren.“ Verrückt: einer, dem königliche Würden gebühren, will bei dem Zöllner, dem Sünder zu Abend essen.

Das zeigt uns: Gott will alle Menschen suchen. Jesus selbst sagte: „Die Starken bedürfen keines Arztes, sondern die Kranken. Ich bin gekommen, die Sünder zu rufen, nicht die Gerechten.“ Jesus holt Zachäus vom Baum herunter. Jesus möchte mich von meinen Erhöhungen herunterholen. Er möchte mich auf den Boden der Tatsachen zurückholen. Er will mich und Andere versöhnen: Nachbarn, Familien, Eltern und Kinder, aber eben auch Zachäus und uns mit Gott. Er ruft jedem Einzelnen zu: „Komm runter von deinem Baum! Versteck dich nicht! Ich will heute bei dir zu Gast sein!“
Helfried Maas
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