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Fr, 09:48 Uhr
25.09.2020
Ein neuer Radweg soll perspektivisch von Bad Sachsa bis Nordhausen führen

Lange Wege verkürzen

Zu einem ersten informellen Treffen kamen gestern Nachmittag zwischen Branderode und Neuhof Verwaltungsvertreter aus Niedersachsen und Thüringen zusammen, um über die Möglichkeiten eines neuen Radweges zu sprechen. Vor ihnen liegt ein langer Marsch durch die Instanzen, ehe der Weg für die Radler Realität wird…

Heiko Maulhardt, Andreas Gerbothe, Werner Bruchmann,Marlies Biernat und Anastasia Schulz (v.l.n.r.) stecken die Köpfe zusammen, um einen gemeinsamen Weg zu finden (Foto: E.-M. Wiegand) Heiko Maulhardt, Andreas Gerbothe, Werner Bruchmann,Marlies Biernat und Anastasia Schulz (v.l.n.r.) stecken die Köpfe zusammen, um einen gemeinsamen Weg zu finden (Foto: E.-M. Wiegand)


Weil aller Anfang schwer ist, wollten Bad Sachsas stellvertretender Bürgermeister Werner Bruchmann und sein Kollege aus der Landgemeinde Hohenstein, Bürgermeister Andreas Gerbothe, von Beginn an das Thema öffentlich behandeln und luden neben der Presse auch den Nordhäuser Planer und Ingenieur Heiko Maulhardt ein, der ohnehin schon mit den Hohensteinern über ein Radwegekonzept spricht.

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Direkt an der Straße nach Branderode fand das Gespräch in der kleinen Gemeinde Neuhof statt, die bis zum Kriegsende 1945 noch unter Nordhäuser Verwaltung stand.

Den Niedersachsen geht es darum, den von Bad Sachsa bis Neuhof bestehenden Radweg in den Landkreis Nordhausen zu verlängern und mit diesem Lückenschluss den schnellsten Weg in die Thüringische Kreisstadt per Fahrrad zu ermöglichen. Dieser führt über Branderode, Obersachswerfen und Guderdsleben und hat in Richtung Nordhausen auch noch den Vorteil, dass es ein permanentes Gefälle gibt. Über die CDU-Kreistagsfraktion will Bruchmann in Göttingen entsprechende Anträge einbringen.

Bei Andreas Gerbothe rennt er mit dieser Idee offene Türen ein, denn durch den Umbau der B 243 werden Wege für einen ökologisch geprägten Verkehr auf zwei Rädern frei. Viele vorhandene landwirtschaftliche Wege könnten dafür genutzt und ein verzweigtes Radwegenetz erschaffen werden. Mit seinem Ellricher Kollegen Henry Pasenow ist Gerbothe in der Sache ebenfalls schon seit einiger Zeit im Gespräch. Hoffnung macht Gerbothe auch die Zusage der Kreisverwaltung, das bestehende Radwegekonzept fortzuschreiben.

Werner Bruchmann freut sich darauf, dass ein solches Projekt auch einen intensiveren Kontakt der Nachbarn im Landkreis befördert und erzählt, dass jetzt schon einige mit ihren Rädern unterwegs sind, um in Bad Sachsa einzukaufen. „Wir sollten nicht an Kreis- oder Landesgrenzen Halt machen und darüber hinaus denken“, fordert der CDU-Mann. Zur Verstärkung hat er sich den Bürgermeisterkandidaten Sven Jung und als sachverständige aus seiner Neuhofer Ortsgruppe Anastasia Schulz mitgebracht. Andreas Gerbothe wurde von seiner Verwaltungsleiterin Marlies Biernat zum Treffen begleitet.

Jetzt sollen die Hohensteiner Ortsteilbürgermeister Vorschläge machen, wo ein länderübergreifender Radweg auch im Zuge der aktuellen Flurbereinigungsverfahren entlang führen könnte, ehe sachte die Fördermöglichkeiten ausgelotet werden sollen.

Der Weg zum ausgebauten Radweg von Bad Sachsa nach Nordhausen ist noch ein weiter und wird mit Sicherheit steinig werden, aber er könnte die idyllische Südharzer Landschaft weiter in den Fokus der Bewohner und ihrer touristischen Gäste rücken. Und diese Anstrengung lohnt sich allemal.
Olaf Schulze
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Kommentare

25.09.2020, 13.33 Uhr
emmerssen | Mein Vorschlag
ist den heute noch vorhandenen Bahndamm der ehemaligen Helmetalbahn von Mackenrode aus beginnend bis nach Osterhagen als Rad- und Erinnerungsweg auszubauen. Die Trasse ist schon da. Alles weitere liegt in den Händen der Politik.

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