nnz-tv Nachrichten aus Nordthüringen Eichsfelder Nachrichten Kyffhäuser Nachrichten Mansfeld-Südharz-Zeitung Unstrut-Hainich Zeitung
Di, 10:48 Uhr
13.04.2021
CDU schlägt fünf Maßnahmen vor

Schul-Wirrwarr endlich beenden

Die CDU-Landtagsfraktion hat ein Positionspapier vorgelegt, dessen Umsetzung den Präsenzunterricht an Thüringer Schulen unabhängig von den aktuellen Inzidenzwerten ermöglichen soll...

„Die Landesregierung muss das unerträgliche Schul-Wirrwarr endlich beenden. Thüringen braucht klare Vorgaben, um das verlorene Vertrauen bei Schülern, Eltern und Lehrern zurückzugewinnen“, erklärte der bildungspolitische Sprecher der Fraktion, Christian Tischner.

„Die kopflose Last-minute-Entscheidung zur Maskenpflicht ist genauso gescheitert wie der Versuch, mit Wischi-Waschi-Vorgaben zu verschleiern, dass schlicht nicht genügend Tests für alle da sind”, sagte Tischner. Der CDU-Fraktionsvorsitzende Mario Voigt sieht das gesamte Pandemiemanagement an den Thüringer Schulen als gescheitert an: „Wir sind mittlerweile an einem Punkt angekommen, wo sich die Landesregierung die Frage gefallen lassen muss, wer die Verantwortung für dieses permanente Schulchaos übernimmt“, so Voigt.

Neben zwei verpflichtenden Tests pro Woche ist aus Sicht von Tischner entscheidend, bei hohen Inzidenzwerten eine Maskenpflicht ab Klasse 5 mit Wechselunterricht zu kombinieren. “Alle Jahrgangsstufen müssen endlich zurück in den Präsenzunterricht”, ist der CDU-Bildungspolitiker überzeugt. „Es gibt in Thüringen Schüler ab Klassenstufe 7, die haben seit vier Monaten kein Schulgebäude von innen gesehen. Diesen Zustand müssen wir beenden.” Dazu gehöre auch, den Lehrern an weiterführenden Schulen endlich ein Impfangebot zu unterbreiten, so der Unionsabgeordnete.

Für die Grundschulen sei kein Wechselmodell vorgesehen, weil die Schüler, die gerade Lesen, Schreiben und Rechnen lernen, auf einen kontinuierlichen Lernprozess mit den Lehrern angewiesen seien. Durch das strikte Einhalten des Klassenprinzips in Grund- und Förderschulen könnten unnötige Kontakte mit anderen Lerngruppen und Lehrern vermieden werden, machte Tischner deutlich.

Eltern dürften jedoch nicht gezwungen werden, ihre Kinder in die Schule zu schicken, wenn das Infektionsgeschehen so hoch sei wie derzeit in weiten Teilen Thüringens. Dies entbinde Eltern und Schüler jedoch nicht davon, die Aufgaben zu Hause zu erledigen. „Schulpflicht ja, Präsenzpflicht nein”, fasste Tischner seine Forderung zusammen. Die Entscheidung, wo und wie mit Blick auf bestätigte Corona-Fälle an Thüringer Schulen ganz allgemein kein Präsenzunterricht mehr stattfinden könne, müsse beim Gesundheitsamt liegen, so Tischner. „Oberste Priorität hat die Öffnung aller Thüringer Schulen unabhängig von einem Inzidenzwert. Gleichwohl darf auf keinen Fall das Infektionsgeschehen an der einzelnen Schule aus dem Blick geraten. Schulleitung und Gesundheitsamt haben den besten Blick auf die Situation vor Ort”, sagte der CDU-Abgeordnete.
→ Druckversion
← zum Nachrichtenüberblick

Kommentare

13.04.2021, 16.08 Uhr
Jäger53
Der Beitrag wurde deaktiviert – Gehört nicht zum Thema des Beitrages
→ Kommentar hinzufügen



Es gibt kein Recht auf Veröffentlichung.
Beachten Sie, dass die Redaktion unpassende, inhaltlose oder beleidigende Kommentare entfernen kann und wird.

Anzeige MSO digital
 
Wir verwenden Cookies um die Zugriffe auf unsere Website zu analysieren und geben hierzu Informationen zu Ihrer Nutzung unserer Website an Partner weiter. Mehr Informationen hierzu finden Sie im Impressum und der Datenschutzerklärung.