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Sa, 07:15 Uhr
15.05.2021
Stellungnahme der Deutsch-Israelischen Gesellschaft

Die drei Dimensionen des Antisemitismus

In einem offiziellen Statement nimmt für die Deutsch-Israelische Gesellschaft Nordhausen deren Vorsitzender Arndt Schelenhaus Stellung zum Brandanschlag auf die israelische Flagge am Nordhäuser Rathaus. Ein sehr lesenswerter Beitrag...

77 Jahre nach der Befreiung der Überlebenden aus dem Konzentrationslager Mittelbau-Dora in Nordhausen und 74 Jahre nach der Gründung des Staates Israel, der den oftmals weltweit verfolgten und diskriminierten Juden endlich eine sichere Heimat geben sollte, ist eine solche Tat wie das Verbrennen der Flagge mit Davidstern in Nordhausen durch nichts zu rechtfertigen!

Die Flagge ist noch vom Anschlag gezeichnet (Foto: oas) Die Flagge ist noch vom Anschlag gezeichnet (Foto: oas)

Doch leider begehen nicht nur Menschen eine solche Tat feige im Schutz der Dunkelheit, sondern stets melden sich wieder mehr oder minder offen agierende Antisemiten und rechtfertigen solche Taten mit den Vorkommnissen im Nahen Osten.
Hierbei sei dieser Vergleich erlaubt:
Das nationalsozialistische Deutschland hatte 1939 einen Krieg unter der Maxime Lebensraum begonnen und verloren. In dessen Folge wurden Millionen unschuldiger Menschen aus ihrer Heimat vertrieben und fanden in beiden deutschen Staaten Aufnahme, Hilfe und Schutz. Man male sich nun aus, dass nun - ebenfalls über 70 Jahre her - die Nachfahren dieser Heimatvertriebenen immer noch von ihren Landsleuten in Flüchtlingslagern eingepfercht würden, ihnen Bildung vorenthalten aber Hass auf die "Vertreiber" eingetrichtert würde. Hass auch auf jene "Vertreiber", die selber infolge des 2. Weltkrieges vertrieben worden waren (s. die Annexion Ostpolens durch die UdSSR).

Nun stelle man sich vor, die Nachfahren unserer Heimatvertriebenen hätten in den letzten Tagen von deutschem Boden aus fast 2.000 Raketen auf ebenso unschuldige Polen, Tschechen und Slowaken abgefeuert.

Etwas Ähnliches passiert gerade in Israel. Natürlich können und dürfen die Reaktionen des Staates Israel hierauf hinterfragt und kritisiert werden. Leider erfolgen aber statt dessen viele gewaltsame Aktionen in Deutschland gegen israelische Institutionen und gegen Juden in Deutschland. Und dies vor allem aufgrund eines traditionellen Judenhasses, der gerade in vielen arabischen Kulturen zur Staatsraison gehört und regelrecht gezüchtet wird.

Wir Deutsche haben mehrheitlich solchen Hass aber nicht kultiviert, sondern uns mit unseren ebenfalls stark unter dem 2. Weltkrieg gelittenen Nachbarn versöhnt. Hierüber bin ich froh und sehr stolz!

Leider ist dies dem Nahen Osten bis heute nicht vergönnt. Der heutige Hass in Deutschland auf "diese Juden" in Israel, aber auch auf Juden in Deutschland, kommt heutzutage aus drei Richtungen:

Von muslimischen Migranten, die in ihren Heimatländern nicht mehr leben können oder wollen. Diese Flüchtlinge importieren aber zugleich jenen Judenhass nach Deutschland, mit dem arabische Staaten seit Jahrzehnten von ihren eigenen Verfehlungen ablenken. Dabei werden seit Jahren permanent mehr andersdenkende Menschen in arabischen Staaten hingerichtet und gefoltert, als es Opfer im Nahostkonflikt zu beklagen gibt. Diese Tatsache ignorieren leider sowohl die Mehrheit der muslimischen Migranten, die meisten Medien und leider oft auch unsere Politik.

Von verblendeten, linksgerichteten Anhängern einer falsch verstandenen „Internationalen Solidarität“ mit den ausschließlich als Opfern gesehenen arabischen Einwohnern Israels und in deren besetzten Gebieten. Dabei vergessen diese Menschen zwei wesentliche Dinge: Muslimische Einwohner Israels genießen in diesem Land im Durchschnitt mehr Rechte, einen höheren Lebensstandard und mehr Bildung als ihre Glaubensbrüder in fast allen arabischen Staaten. Zugleich scheren sich diese deutschen Solidaritätsheuchler parallel seit Jahrzehnten einen Dreck um das Leid von Zivilisten in anderen Krisengebieten dieser Welt: Das Leid der Menschen in Tibet, Uiguren, Afghanistan, zahlreiche afrikanische Bürgerkriegsländer oder Nordkorea ist diesen „Internationalen“ keine Silbe wert. Wie anders als antisemitisch kann diese Doppelmoral bezeichnet werden? Die sogenannte „Antifa“ stellt hierbei eine traurige Speerspitze dieser Anhängerschaft dar. Die Anhänger dieser angeblich antifaschistischen Bewegung sind sich in ihrem Judenhass nicht einmal zu blöde, gemeinsam mit Terroristen der Hamas und deutschen Neonazis in Berlin gegen Israels Staatsgründung zu demonstrieren. Gerade die Früchte dieser inkonsequenten Weltanschauung prägen einen großen Teil des modernen deutschen Antisemitismus.

Von völkischen Rechtsradikalen, die immer noch der nationalsozialistischen Rassenlehre folgen. Demnach sind Juden per´se minderwertige Menschen und von „Natur“ aus bösartig. Lange Zeit schien dieses unsäglichen Gedankengut in unserem Land stetig an Nährboden zu verlieren. Denn selbst viele „stramme" Nationalisten konnten und wollten das Leid und den Genozid an Juden in unserem Land nicht mehr ignorieren. Doch die jüngsten Wirrungen im Cyberspace sorgen wieder für mehr Zulauf für diese Art Gedankengut. Vergessen scheint der 1943 ermordete jüdische Schuhmacher aus der Altstadt. Soros, Zuckerberg und die Rothschilds stehen wieder Pate für „das weltumspannende" Judentum. Es erscheint wieder begründbar, „den Juden" allgemein gültige Attribute zuzuschreiben. Dabei ist genau dies die Basis jeglichen Antisemitismus und Rassismus. Leider taugt diese antisemitische Ideologie aber anscheinend als Puzzlestück im wirren Weltbild der aktuellen Verschwörungstheoretiker, die weil sie die Komplexität der Welt nicht begreifen, die Juden wieder zum Sündenbock machen.

Alle diese drei Antisemitentypen sorgen dafür, dass es Taten wie der Brandanschlag auf die israelische Flagge am Nordhäuser Rathaus gibt, solche Taten gutgeheißen oder gerechtfertigt werden.

Antisemitismus erklärt somit teilweise auch, warum es nach der Ermordung von Mister Floyd keine Brandanschläge auf amerikanischen Flaggen in Deutschland gab, warum chinesische Studenten in Deutschland trotz Uigurenverfolgung keine Belästigungen drohen oder warum guineanische Männer in Deutschland nicht von Frauen bedroht werden, obwohl fast alle Frauen in diesem Land systematisch genital verstümmelt werden. Neben der verständlichen Ursache, dass nicht alle Staatsangehörigen Schuld für Taten in ihren Heimatländern haben, liegt die ausbleibende Gewalt nach solchen Taten oft daran, dass die vermeintlichen Täter eben keine Juden waren!

Denn wie groß war das weltweite Entsetzen über das Foto der Babyleiche aus dem Gazastreifen, obwohl zeitgleich unbeachtet dutzende Zivilisten in Afghanistan unter Beschuss starben? Zeitnah prangte an meinem Nachbarhaus die Schmiererei: „Israel = Kindermörder". Doch wie klein war die Empörung, als herauskam, dass das Baby in Gaza an plötzlichem Kindstod verstorben war und nicht an israelischen Vergeltungsmaßnahmen? Ich ziehe daher meinen Hut vor den arabischen Eltern des toten Säuglings, die durch eine Veröffentlichung verhindert haben, dass ihr persönliches Leid für die Hasspropaganda der Hamas missbraucht wurde.

Der Nahostkonflikt ist sehr kompliziert und eignet sich nicht für Schwarz-Weiß-Malerei. Auf beiden Seiten geschah und geschieht durch Fanatiker böses Unrecht.

Als Mitglied der Deutsch-Israelischen Gesellschaft und als Vorsitzender der Arbeitsgemeinschaft Nordhausen stehe ich aber bedingungslos dafür, dass die Juden, mit denen wir Deutsche in jüngster Geschichte viel Leid, zuvor und hoffentlich auch in Zukunft aber Jahrtausende lang Kultur, Wissenschaft und Freude teilten und verdanken, das uneingeschränkte Recht auf diesen eigenen Staat namens ISRAEL haben.

Ebenso hoffe ich, dass unsere Gesellschaft und somit unser Staat dem wieder aufkeimendem Antisemitismus nicht nur mit Worten begegnet. Solange deutsche Politiker das Kopftuchtragen weiblicher Muslima verteidigen, Juden aber vom Tragen einer Kipa abraten, ist das Wertesystem in unserem Land auf den Kopf gestellt. Wen wundert es dann noch, dass noch kein einziger überführter antisemitischer Gewalttäter in sein arabisches Heimatland abgeschoben wurde? Bislang reichten hierfür weder Brandanschläge auf eine Synagoge (Wuppertal), das Anbringen von Sprengstoffattrappen an der eigenen Tochter (!) auf einer antiisraelischen Demonstration (Neukölln) noch das Auspeitschen von Juden mittels Gürtel in aller Öffentlichkeit (Berlin Mitte). Wer nun glaubt, dass wenigstens einer dieser ermittelten Straftäter eine Haftstrafe hat antreten müssen, täuscht sich gleichermaßen.

Sollten die Täter des Brandanschlages auf die israelische Flagge und das Nordhäuser Rathaus gefasst werden, hege ich ungeachtet der Nationalität der Täter zumindest die leise Hoffnung, dass die Strafe wenigstens höher ausfällt als diese des Nordhäuser Wirtes der gegen das Bewirtungsverbot der Coronaverordnung verstoßen hatte.
Arndt Schelenhaus, Deutsch-Israelische Gesellschaft Nordhausen
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Kommentare

15.05.2021, 08.30 Uhr
Achim 00 | Solidarität mit Frieden
Man hätte ein Zeichen für Frieden setzen sollen und nicht nur eine Seite den Rücken stärken.

Wie immer ...

12   |  4     Login für Vote
15.05.2021, 08.36 Uhr
sima | Vom Verfasser alles sehr richtig benannt.
Leider werden einige Vorzeigeethnien von unterschiedlichen politischen Strömungen und Akteuren stets aufs Neue zur Bedienung der "politischen Korrektheit" missbraucht oder gar instrumentalisiert, um bestimmte ureigene Ziele zu erreichen. Meist sind es nur bei Worthülsen und gewäsch, ohne echtes Engagement für die zitierten Ethnien.

13   |  4     Login für Vote
15.05.2021, 08.53 Uhr
geloescht 20210614 | der Artikel hat mir gefallen
Die 3 herausgearbeiteten Richtungen für den Hass auf Juden sind wirklich lesenswert.
Es ist so wie Herr Schelenhaus schreibt.
Soros, Zuckerberg und die Rothschild sind die Paten für ein weltumspannendes Judentum.
Sie tun damit den Juden nichts Gutes .
Zitat:
"Es erscheint wieder begründbar, „den Juden“ allgemeingültige Attribute zuzuschreiben".
Dabei ist genau dies die Basis jeglichen Antisemitismus und Rassismus."

10   |  8     Login für Vote
15.05.2021, 09.42 Uhr
Leser X | So wird das nichts
Auch in diesem Beitrag kommt sofort wieder der stereotype "Zusammenhang" : Du bist gegen die hegemonistische und völkerrechtswidrige Politik Israels? Na dann kannst Du doch nur Antisemitist, Fascho, Kommunist, Araber sein.

Mich hat das gar nicht überzeugt.

12   |  12     Login für Vote
15.05.2021, 10.35 Uhr
Detlef | Fahne
Ich wundere mich das keinem aufgefallen ist das die Deutschlandfahne falsch geflaggt wurde.
Die richtige Reihenfolge der Flagge ist von links nach rechts,
Schwarz , Rot , Gold. Ist halt Nordhausen!

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15.05.2021, 10.40 Uhr
Real Human | Völkisches Denken – einer der Hauptgründe für den baldigen Untergang der Menschheit!?
Zunächst:
Vielen Dank, Herr Schelenhaus, für Ihren Artikel!

Ich oute mich hier ausdrücklich nochmals als gelernter Esperantist, Humanist und Weltbürger. Wahrscheinlich muss ich aber auch gegenüber gebildeten Menschen noch einmal herausstellen, dass der Begründer der Plansprache Esperanto, Ludwik Lejzer Zamenhof, ein jüdischer Augenarzt aus Polen war.

Er und seine später im KZ ermordeten Angehörigen haben selbst erfahren, was GEGENSEITIGER VÖLKER-hass anrichten kann, konnte und noch können wird. Er hat den ANTISEMITISMUS aber immer nur als eine SPEZIELLE Ausprägung des Hasses auf andere Völker betrachtet. Er meinte, mit der Konstruktion einer möglichst leicht erlernbaren Sprache eine wichtige Grundlage für den Völkerhass beseitigen zu können. Denn die Beherrschung einer gleichen Sprache ist die wohl wichtigste Voraussetzung für eine elementare Verständigung überhaupt? Englisch als Weltsprache bevorteilt einseitig englische Muttersprachler und ist deshalb als Weltsprache für Menschen auf gleicher Augenhöhe nur bedingt geeignet.

War bisher das gegenseitige Überfallen, Ausrauben, Vertreiben und Versklaven schon schlimm genug, so wird ein solches Verhalten im Zeitalter der Massenvernichtungswaffen heute für den Fortbestand der Menschheit insgesamt zur Gefahr.

Auch wenn es manchen provinziellen Holzköpfen schon wehtut, verweise ich hier nochmals auf das Fermi-Paradoxon als MENETEKEL (geheimnisvolles Anzeichen eines drohenden Unheils) für alle, die sich zur Spezies Homo „sapiens“ zählen. (Fermi-Paradoxon 100SekundenPhysik bisher 1.105.325 Aufrufe)

Antisemitismus ist eben nur wie ein faulender Zeh, der oft auf eine Grunderkrankung, nämlich z.B. Diabetes bzw. VÖLKISCHES DENKEN hinweist.

Von völkischem Denken ist aber auch die israelische Gesellschaft tief durchsetzt.

Ich würde gern einen „leibhaftigen“ „Juden“ einmal fragen, als was er sich zuerst fühlt – als Mensch (Homo sapiens) oder als Teil eines „auserwählten“ Volkes.

„P.S.“:
Ich muss irgendwie „Leser X“ ausdrücklich Recht geben: „So wird das nichts“ … mit EINSEITIGEN Schuldzuweisungen, gegenseitigen narzisstischen Kränkungen und ethnozentristischem Denken! Die religiöse und soziale Dimension, … nicht auch noch! ...

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15.05.2021, 11.02 Uhr
Marino50
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15.05.2021, 12.44 Uhr
H.Freidenker | Gleiches Recht, dann aber auch für alle
und nicht immer nur einseitige Betrachtung.

Ich möchte nur folgendes Verhalten der deutschen Regierung ins Gedächtnis rufen.
Was geschieht, seit Russland die Krim annektierte?
Was geschieht, wenn Israel arabische Gebiete annektiert?

In beiden Fällen gilt die Anwendung des Völkerrecht.
Das Verhalten Deutschlands ist bekannt und das lässt sich nicht mit Geschehnissen der Vergangenheit begründen!

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15.05.2021, 14.23 Uhr
Betrachter | Der Beitrag
greift einiges auf, vermischt aber Ereignisse und Strömungen weltweit, um das eigentliche Anliegen in die für den Autor richtige Richtung zu befördern. Und in ihrer eigenen Geschichte waren Juden oft auch nicht zimperlich wenn es um die Umsetzung ihrer Pläne ging. Zu den Beispielen aus jüngerer Vergangenheit gehören auch die Bombardierung der palästinensischen Botschaft in Tunesien 1985 oder des im Bau befindlichen Atomreaktors im Irak 1981 - ohne Rücksicht auf (zivile) Verluste. Zur selben Zeit arbeitete Israel zusammen mit Südafrika in militärischen Dingen bis hin zur Entwicklung von Waffen (Atombombe, Raketen, Flugzeuge, Fahrzeuge) zusammen, dem Land wo seinerzeit noch die Rassentrennung gesetzlich verankert war. Für mich absolut widersprüchlich, hatte doch ein großer Teil der israelischen Bevölkerung mit Rassentrennung genug schlechte Erfahrung gemacht. Klar ist es für die Betroffenen in Israel Terror, wenn zig Raketen auf einen niedergehen, Zerstörung und menschliches Leid anrichten. Israel aber stets in der Opferrolle zu sehen ist auch nicht in Ordnung. Aus den neueren Tagesnachrichten war gestern schon zu vernehmen, dass Vermittlungsversuche durch die USA abgelehnt werden. Israel geht eben seinen eigenen Weg.

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15.05.2021, 14.41 Uhr
harzwj | Anerkennung,...
sehr geehrter Herr Schelenhaus für Ihren Beitrag, dem ich aus meiner bescheidenen Kenntnis "historischer Ereignisse um das Judentum" uneingeschränkt als Jahrgang 1946 zustimme. Ihrem Beitrag " Die drei Dimensionen des Antisemitismus" würde ich gern, wenn es die Redaktion der NNZ zuläßt, in einem gesonderten Beitrag eine "vierte Dimension" hinzufügen. Hier an dieser Stelle vermisse ich in der Reihe der Sachkommentatoren eine Position von Herrn Dr. Manfred Schröter, ehemaliger OB von Nordhausen, der mehrfach auf Staatskosten Israel als Repräsentand Nordhausen´s bereist hat. Und während seiner Amtszeit viel zur Deutsch-Israelischen Freundschaft zu berichten hatte. Seine Haltung zu dem jüngsten Vorfall in Nordhausen würde mich aktuell interessieren.
Shalom, W. Jörgens

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15.05.2021, 18.01 Uhr
Gehard Gösebrecht | Herr Schelenhaus
Haben wir es jetzt wieder hinter uns?
Nicht jeder, der das Judentum nicht zu seinen absoluten Freunden zählt, ist unbedingt ein Judenhasser.
Auch bin ich kein Freund der Araber.
Deswegen bin ich auch nicht unbedingt ihr Feind.
Meine Freunde sind Deutsche, welche Sonntags vielleicht noch in die Kirche und danach ins Wirtshaus gehen.
So ist Deutschland.
Und so bleibt es auch!
Und es heißt auch nicht Shalom, wenn man sich begrüßt oder verabschiedet.
Weil wir hier in Deutschland sind...

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15.05.2021, 18.09 Uhr
Leser X | Komisch nur...
... dass überall auf der Welt gegen den israelischen Terror demonstriert wird. Die Leute können doch nicht alle blöd sein.

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15.05.2021, 22.00 Uhr
Harzer66 | Haben die da unten alle nix zu arbeiten?
Seit ich Nachrichten verfolge kracht es da unten nur. Kann man sich nicht mal mit oder Bierchen an einen Tisch setzen und reden was geht und was nicht ? Der Rest ist nur blöder Religionsblödsinn!

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15.05.2021, 22.50 Uhr
grobschmied56 | Sehr dankbar für...
... diesen Beitrag! Es ist richtig, was Herr Schelenhaus über das Verhältnis zu unseren Nachbarn sagt. Meine Mutter stammt aus Breslau in Schlesien. Als die Rote Armee 1944 näher rückte, mußte die Familie flüchten. Ein ansehnliches Grundstück mit Zweifamilienhaus mußte man zurücklassen. Bei einem Besuch der Stadt anfangs der 80' Jahre haben meine Eltern das Haus besichtigt, es war in recht gutem Zustand, mit gepflegtem Garten und Blumenbeeten. Die neuen Bewohner waren kultivierte und freundliche Menschen, die sich über ein paar historische Photos und einige 'kulinarische Mitbringsel' sehr freuten.
(das war die Zeit, in der in Polen Lebensmittel sehr knapp waren, besonders über ein paar Thüringer Knackwürste freute man sich ehrlich).
Der Hausherr war ein netter, älterer Herr, Elektroingenieur bei den Breslauer (jetzt Wrotzlawer) Stadtwerken mit beeindruckend guten Deutschkenntnissen. Kein Hass, kein Übelnehmen, statt dessen Einladung zu Kaffee und Kuchen. In der nächsten Zeit haben meine Eltern die polnische Familie mit etlichen 'Freßpaketen' unterstützt. Das war für die Leute in dieser kritischen Zeit fast so, wie für den Ossi ein 'Westpaket'.
Was bei uns Deutschen kaum im Gedächtnis haften geblieben ist, die Polen waren nach dem 2. Weltkrieg fast genau so mies dran wie wir Deutschen. Viele sehen nur, daß Schlesien und Pommern für uns verloren waren und dann eben von Polen besetzt wurde. Aber die armen 'Pollacken' waren ja selbst oftmals Heimat - Vertriebene.
Ein Viertel ihres Landes wurde ihnen von Stalin abgeknöpft, entschädigt wurden sie mit den 'deutschen Ostgebieten'. Was sie dort bekamen, waren Städte, die kaum mehr als rauchende Trümmerhaufen waren.
Um so bewundernswerter, daß sich die Polen die Mühe machten, zahlreiche historische Gebäude, ja ganze Straßenzüge und Stadtkerne in Stettin, Danzig und anderen Städten möglichst originalgetreu wieder aufzubauen. Gut auch, daß es zwischen uns und unseren östlichen Nachbarn keine nennenswerte Feindschaft mehr gibt. Schlimm, daß sich Juden in Deutschland zunehmend bedroht fühlen müssen.
Ein Teil der Bedrohung ist alt und latent vorhanden.
Ein zunehmender Teil ist leider neu und 'importiert'.

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15.05.2021, 22.56 Uhr
Harzer66 | Mal
Udo Lindenberg " Wozu sind Kriege da" 24 Stunden am Stück in beiden Ländern in Landessprache spielen . Vllt . Geht da mal dem einen oder anderen ein Licht auf. Ansonsten Schönes Sterben für Nichts.

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16.05.2021, 00.33 Uhr
diskobolos | Kaum Hoffnung auf eine Lösung
Solange ich denken kann Gewalt zwischen Israelis und Palestinensern. Meine Sympathie ist dabei auf der Seite der Schwachen. Und das ist nicht Israel. Dieser Staat lässt den Palästinensern keinen Platz zum Leben. Jedes einigermaßen fruchtbare Stück Land wurde ihnen genommen. Der Staat Israel glaubt sich stark genug jeden Widerstand zu zerschlagen.
Wer den Terror beklagt, sollte sagen, welche Möglichkeiten die jungen Palestinenser denn sonst haben für eine Änderung der unerträglichen Lage einzutreten.
Die realen Zahlen habe ich nicht parat, aber die Opfer unter den Palestinensern sind seit Jahrzehnten um ein Vielfaches höher als die auf der anderen Seite.
Nein, wer die Politik des Staates Israel verurteilt ist kein Antisemit. Da irrt A.S. Da wird die Antisemitismus-Keule geschwungen um Kritik an Israel zu diskreditieren.
Ich habe wirklich nichts gegen Juden, ich kenne nicht mal einen persönlich. Wobei schon die Begriff nicht ganz klar ist: Ist ein Jude ein Angehöriger eines Volkes oder doch einer Religion?
Wenn ein Volk in der Vergangenheit Unterdrückung erlitten hat (wie die Juden), sollte es doch wissen, wie sich das anfühlt und nicht ebenso handeln.
Wie immer wird ein Konflikt dann besonders gewaltätig ausgetragen, wenn sich beide Seiten noch auf religiöse Grundlagen stützen.

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16.05.2021, 06.58 Uhr
Gehard Gösebrecht
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16.05.2021, 08.19 Uhr
Jäger53
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16.05.2021, 10.44 Uhr
grobschmied56 | Verhältnismäßigkeit der...
... Mittel scheint nicht die Stärke der 'Freiheits-Kämpfer' zu sein. Etwa 2900 Raketen haben sie bislang auf Israel abgeschossen. Wegen einem halben Dutzend Zwangsräumungen? Klingt für mich etwa so logisch, als wenn ein wütender Falschparker sich für ein 'Knöllchen' rächt, indem er mit einer Maschinenpistole wild um sich ballert. So erwirbt man sich Sympathien!
Nur eben nicht bei mir.

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16.05.2021, 12.02 Uhr
Trüffelschokolade | Vermischung und Ausblendung
Es ist schade, wie wenig Gefallen sich Herr Schelenhaus tut mit seinem Beitrag. Der Beitrag mischt viele verschiedene Sachen durcheinander, spricht manche wichtige Punkte an, manche machen eher weniger Sinn.

Er hat insofern Recht, dass es eine ganze Bandbreite verschiedener antisemitischer Stoßrichtungen gibt.
Was er allerdings komplett unterschlägt ist der alltägliche Antisemitismus der deutschen Gesellschaft. Für Herrn Schelenhaus scheint es diesen nur bei Muslimen, Linken und Völkischen zu geben. Gleichzeitig sind antisemitische Einstellungen weit in der Gesellschaft verbreitet. Und eben nicht nur bei den von ihm genannten Gruppen. Und gerade dieser weit verbreitete, oft subtile Antisemitismus, ist zum Teil auch das Gefährlich.

Die bewusste Ignoranz gegenüber der Alltäglichkeit des Antisemitismus und die Verschiebung von Antisemitismus auf ganz bestimmte Untergruppen ist letztendlich antisemitismus-verharmlosend.
Jüdische Menschen merken das in Deutschland immer wieder an. In der sehr sehenswerte Rede von Marina Weisband im Bundestag Anfang des Jahres bspw. redet sie über solche Sachen:
"Es bedeutet vor allem zu verstehen, dass es geschehen ist und folglich wieder geschehen kann. Es bedeutet zu verstehen, dass Antisemitismus nicht da beginnt, wo auf eine Synagoge geschossen wird. Dass die Shoa nicht mit Gaskammern begann. Es beginnt mit Verschwörungserzählungen. Es beginnt mit Tiraden über eine angebliche jüdische Opferrolle. Nur um es mal klar zu sagen: Wir können den Anfängen nicht wehren, weil es ein stetiger Prozess ist. Weil jetzt gerade Waffen gesammelt werden. Weil jetzt gerade rechte Strukturen in der Polizei und beim Militär nicht konsequent aufgedeckt werden. Weil Menschen wie ich jetzt und heute Morddrohungen bekommen."

Oder man denke an den viel diskutierten Artikel von Fabian Wolff vor kurzem in der Zeit, der sich u.a. auch mit einem in der Politik verbreiteten antisemitischen Philosemitismus auseinandersetzt, durch den jüdisches Leben instrumentalisiert wird, aber konkrete jüdische Stimmen, die den Finger in die Wunde legen, oft eher als störend empfunden werden..

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16.05.2021, 22.11 Uhr
grobschmied56 | Trüffel und Co...
... mögen sich die Aufmärsche der 'RECHTEN' gegen jüdische Synagogen mal genau betrachten. (gutes Beispiel:Gelsenkirchen)
Man beachte besonders, wie listig sich die Nazis und Rechts-Extremen tarnen!
Die sehen oftmals täuschend echt wie 'Jungmänner mit südländischem Äußeren' aus. Wie die das immer so hinbekommen?

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16.05.2021, 23.41 Uhr
tannhäuser | Die Quadratur der Moral...
...ist eine Chimäre.

Es funktioniert weder moralisch noch politisch motiviert einfach nicht, potenzielle Faschisten und andere AfDler wie Höcke demaskieren zu wollen und gleichzeitig Bombenangriffe auf wen auch immer zu rechtfertigen und sich zu den Guten (Linken) zu zählen.

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17.05.2021, 11.54 Uhr
Real Human | „Wozu sind Kriege da?
Diese Frage aus einem Lied von Udo Lindenberg wirft „Harzer66“ mal wieder auf.

Darauf gibt es eine konkrete uralte Antwort von einem sehr intelligenten aber vielleicht auch sehr „bösen Philosophen“?

„Der Krieg ist der Vater aller Dinge und der König aller. Die einen macht er zu Göttern, die anderen zu Menschen, die einen zu Sklaven, die andern zu Freien.“

Diese denkwürdige Einsicht stammt von Heraklit von Ephesos, der etwa von 520 vor Chr. bis etwa 460 vor Chr. gelebt haben soll.

Der Titel des Buches von Björn Höcke „NIE ZWEIMAL IN DENSELBEN FLUSS“ ist übrigens auch von einem Heraklit-Zitat abgeleitet. Heraklit verlieh man bereits in der Antike den Beinamen „der Dunkle“, weil angeblich Viele viele seiner Botschaften nicht richtig entschlüsseln konnten. (Besteht da „Verdunklungsgefahr“?)

Die These „Die Quadratur der Moral ist eine Chimäre.“, von „tannhäuser“ sollte er vielleicht zu Lebzeiten noch genauer erläutern. Googeln hat außer einem Rückverweis leider nichts gebracht.

Mehr Licht ins Dunkle lässt sich bringen, wenn man (mensch) mal nach Zitaten von Konrad Lorenz googelt, z.B. auf „gutezitate“

„Die Fähigkeit eines Tieres, Schaden zu stiften, ist proportional zu seiner Intelligenz. Der Mensch hält auch hier die Spitze.“

Ein anderes von ihm auf jener Webseite habe ich umgestellt:

Die Gefährdung der heutigen Menschheit entspringt der Tatsache, dass die Spezies zwar die Physik und neuerdings auch die Genetik zu nutzen weiß, sozial aber immer noch der alte verschlagene Schimpanse ist, der sein kleines Stückchen Urwald für die ganze Welt hält.

Oder noch mal original K. Lorenz:

„Die Triebausstattung des Menschen hat sich seit der jüngeren Steinzeit nicht geändert - und wir werden von Steinzeitmenschen regiert.“

Noch mal zu Nietzsche, der auch von Björn Höcke interpretiert wird:

„Der Mensch ist ein Seil, geknüpft zwischen Tier und Übermensch – ein Seil über einem Abgrunde. Ein gefährliches Hinüber, ein gefährliches Auf-dem-Wege, ein gefährliches Zurückblicken, ein gefährliches Schaudern und Stehenbleiben.“

Wer sich allerdings wie ein HERREN-mensch aufführt, indem er z.B. andere Mitmenschen aus ihren Häusern vertreibt, entwickelt sich zum gewalttätigen Moses zurück.

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17.05.2021, 20.12 Uhr
tannhäuser | Lieber Real Human...
...keine Sorge, da steht es jetzt Unentschieden zwischen uns.

Ich frage mich, warum Sie sich Sorgen über meine noch verbleibende Lebenszeit machen und Sie sich, was ein unlösbares mathematisches Rätsel mit einem mythologischen Mischwesen zu tun haben könnte oder ob ich den Begriff nicht nur als Synonym für "Trugbild" verwendete.

Der Israel-Palästina-Konflikt ist von Deutschland aus weder durch an Rathäusern aufgezogene noch bei Demos brennende Fahnen zu lösen.

Die Stadt Hagen in NRW hat übrigens vorsorglich kapituliert: Hinweisen der Polizei folgend, die den Schutz des dortigen Rathauses nicht bewerkstelligen konnte/wollte, wurde die Israel-Flagge vorsorglich gekappt.

Noch Fragen zur "Unterwerfung" im eigenen "Heimat"land?

Was uns beide vereint: Wann wird unser Gedankenaustausch zum unerwünschten Chat?

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18.05.2021, 13.39 Uhr
Real Human | „Wenn zwei das Gleiche tun, so ist das nicht dasselbe.“
Diese Erkenntnis geht nach APHORISMEN.DE auf einen gewissen Publius Terentius Afer (195 - 159 v. Chr.) zurück. Der philosophisch veranlagte Teil der Menschheit hat sich also schon lange mit Fragen der gerechten Beurteilung von Tun und Lassen beschäftigt.
Ironisch schreibt ein Tier an die Wand: „All animals are equal, but some are more equal than others.“

„Nach dem deutschen Überfall auf Polen im September 1939 nahmen die Nationalsozialisten in den annektierten westpolnischen Gebieten eine ethnische Neuordnung vor. Im neu geschaffenen »Reichsgau Wartheland« wurde ein bedeutender Teil der Bevölkerung – Hunderttausende polnische Bürger, unter ihnen zahlreiche Juden – vertrieben oder deportiert und Deutsche angesiedelt.“, steht auf der webseite von „stiftung-denkmal“.

„Bereits innerhalb eines Monats nach Kriegsende [Sechstagekrieg vom 5. bis 10. Juni 1967] entstand auf den Golanhöhen mit dem Kibbuz Merom Golan die erste Siedlung. Die ersten, von Awoda-Regierungen bis 1977 gebauten Siedlungen des Westjordanlands wurden mit dem ausdrücklichen Ziel errichtet, eine jüdische Mehrheit in wichtigen strategischen Gebieten wie dem Tel-Aviv-Jerusalem-Korridor zu sichern. Die erste nach dem Sechstagekrieg dort gegründete Siedlung war Kfar Etzion. Sie entstand im September 1967. 1968 gab es nur fünf dünn besiedelte Siedlungen jenseits der Grünen Linie“, weiß Wikipedia unter „Israelische Siedlung“ zu berichten.

Gibt es Unterschiede zwischen der Annexion der westpolnischen Gebiete nach 1939 und der Annexion des Westjordanlands nach 1967?

Die möge uns Herr Schelenhaus von der Deutsch-Israelischen Gesellschaft Nordhausen bitte mal erklären!

Oder meint der liebe „tannhäuser“ mit „Die Quadratur der Moral ist eine Chimäre.“, dass man Annexionen nie deckungsgleich gleichsetzen SOLLEN darf. Geht es also um zeitgeistbedingte Borniertheit gespickt mit Denktabus?

Ich bin für maximal klare Definitionen der Begriffe, bevor man sie auf Sachverhalte anwendet. Noch lieber ist mir die Herausarbeitung der Ursachen von Übeln bevor man sie eventuell noch verschlimmbessert.

„Israels Sicherheit als deutsche Staatsräson“ führt in noch tiefere Abgründe.

Wäre Mose heute eigentlich ein "Kriegsverbrecher"?

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18.05.2021, 14.49 Uhr
Paulinchen | In Deutschland...
... wehen zu wenig die Farben schwarz, rot und gold. Geht man durch schweizer Städte und Dörfer, da wehen die Fahnen der Kantone und die Staatsflagge überall.
Genau das fehlt in Deutschland! Dann würden die unzähligen Ausländer aller Nationen immer wieder darauf hingewiesen, in welchem Land sie Gäste sind. Auch ist die Europaflagge nicht hässlich.
Aber um es mit der Aussage von Herrn Claus Kleber zu vergleichen, hier wehen weniger Deutschlandfahnen auf unseren Straßen, als ausländische.
Was steht heute in der Zeitung mit den 4 Buchstaben? Wir haben uns den Antisemitismus importiert. Ich bin kein Fan von Herrn Spahn, aber hier ist er mir tatsächlich mal sympathisch gewesen.

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18.05.2021, 15.10 Uhr
Trüffelschokolade | Perfide
Die Phrase "importierter Antisemitismus" im Land der Shoa, des Anschlags von Halle und Co. ist immer wieder eine der zynischsten denkbaren Aussagen vorstellbar.

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18.05.2021, 15.26 Uhr
Real Human
Der Beitrag wurde deaktiviert – Gehört nicht zum Thema des Beitrages
18.05.2021, 15.59 Uhr
Real Human | Es ging um Flaggen am Rathaus!
Flaggen stehen auch für Nationalstolz! Oder?

Dazu sage ich nur, dass sie auch oft für nationale Borniertheit – ein anderes Wort für Dummheit stehen! Wie sagt ein bekanntes DEUTSCHES Sprichwort?

„Dummheit und Stolz wachsen auf einem Holz!“

Fahnen stehen fast immer für beides.


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Anm. d. Red.: Nein, es geht in diesem Artikel um Antisemitismus und nicht um Flaggen und nicht um Liedertexte.

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18.05.2021, 16.46 Uhr
ndhmann | Phrasen Trüffel....?
Man könnte das Wort ,,importiert" durch ,, ohne Kontrolle eingewanderten" Antisemitismus ersetzen, aber auch das ändert nichts an seiner Existenz.
Wie stellte heute der Landesverschaffungspräsident Stephan Kramer fest: ,, Für Islamisten sei Judenfeindschaft ein integraler Bestandteil des religiösen Selbstverständnisses."
Hoffentlich hat er sich für diese Aussage die ,, Erlaubnis" von BK Merkel und ihren Sprachrohr Seibert eingeholt!?
Manch ein wahrer Demokrat könnte diese Aussage als rassistisch, diskriminierend, stigmatisierend, menschenverachtend..............einstufen.
Dann blieben ihm nur der Weg des Herrn Maaßen!

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20.05.2021, 02.29 Uhr
grobschmied56 | Falls es den Realen Menschen...
... noch erreicht. Es gibt klitzekleine Unterschiede zwischen Israel und Hitlers Drittem Reich. Der Überfall des Deutschen Reichs auf Polen 1939 war nur durch einen miesen Propaganda-Trick gerechtfertigt.
Der Überfall der arabischen Staaten Ägypten, Transjordanien, Syrien, Libanon und Irak auf Israel ab 15. Mai 1948 (einen Tag nach Staatsgründung) war ganz real und ernst gemeint. Der Staat der Juden sollte vernichtet werden, noch bevor er eine Chance zur Manifestation hatte. Wer Erklärungen sucht, für das Mißtrauen der Israelis zu ihren Nachbarn, der wird im Mai 1948 fündig.
Das Recht der Juden auf einen eigenen Staat war von den Vereinten Nationen mit Zweidrittelmehrheit bestätigt worden. Nur wenige Tage nach Staatsgründung wurde Israel von den Vereinigten Staaten und der UdSSR diplomatisch anerkannt.
Nachforschen.
Nachlesen.
Nachdenken.

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20.05.2021, 12.47 Uhr
Real Human | Nachgeforscht, nachlesen, nachgedacht ...
Wir sind uns vielleicht näher als wir denken, Sie feinsinniger „Grobschmied“?! In der Tat denke ich nicht zum ersten Mal daran, meinen Accout bei der nnz endgültig zu löschen. Aber das wäre wohl ähnlich undiplomatisch wie ein endgültiger Abbruch von diplomatischen Beziehungen. Was danach oft passiert, ist bekannt.

Ihrer Darstellung der Gründung Israels stimme ich zu legendären 100% zu. Mehr noch, ich kann sie als „gelernter Esperantist“ 100prozentig nachvollziehen, denn auch innerhalb unserer movado (Bewegung) gab es Überlegungen, einen esperantosprachigen Staat zu gründen.

Für den Charakter des Staates Israel ist aber bezeichnend, dass Esperanto als Staatssprache im neugegründeten Israel wohl nicht einmal in Erwägung gezogen wurde. Vielleicht äußert sich mal jemand von der Deutsch-Israelischen Gesellschaft dazu? Hauptgrund ist wohl die Verwurzelung großer Teile der israelischen Gesellschaft in einer tief narzisstischen Religion mit dem extrem hybriden Dünkel, ein von einem fiktiven Schöpfer des Universums privilegiertes, auserwähltes Volk zu sein.

Man entschied sich eben für das Ewiggestrige, Ressentimentgeladene und nicht für das Heilende des „Doktoro Esperanto“ (L. Zamenhof)! Die Feinde Israels sind deswegen nicht besser! Alle abrahamitsichen Religionen gehen schließlich auf das Judentum zurück! (Hätten sich die moskauhörigen Vasallen etwas mehr mit Religionen beschäftigt, wäre 1989 vielleicht nie passiert?)

Beim Googeln wurde ich übrigens auf https://www.kyffhaeuser-nachrichten.de/news/news_lang.php?ArtNr=166426 verwiesen. Damals konnte ich in meinem Kommentar auch noch auf ein interessantes jpg verweisen.

Ich bin fast überzeugt, dass es ohne den Holocaust 1948 nie zur Gründung des Staates Israel gekommen wäre. So waren deutsche Nazis wider Willen wichtige Geburtshelfer des Staates Israel, so wie sie auch unwissentlich die Weichen zur Gründung der „DDR“ stellten.

Ansonsten schließe ich mich als Humanist dem luxemburgischen Außenminister Jean Asselborn an, der heute im Deutschlandfunk u.a. gesagt hat:

„Ich bin weder propalästinensisch, noch proisraelisch. Ich bin promenschlich.“

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20.05.2021, 21.36 Uhr
grobschmied56 | Für pro-menschlich...
... gibt es allemal einen Daumen hoch! Ansonsten sollte man schon mal genauer hinsehen, wer sich wie äußert und verhält. In Israel leben etwa 1.9 Millionen Araber mit israelischer Staatsbürgerschaft, welche allem Anschein nach die Köpfe noch alle dran haben.
Der ziemlich wahllose und kaum gezielte Beschuß Israels durch die Raketen der Hamas bedroht auch diese Menschen, was der Terrororganisation aber ziemlich wurscht ist. Hauptsache - für Stimmung sorgen!
Man möchte sich nicht ausmalen, wie es den Juden ergeht, wenn die Hamas die Oberhand gewinnt!

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20.05.2021, 21.56 Uhr
grobschmied56 | Kleiner Nachtrag...
... zum Gedanken, den account zu löschen.
Davon kann ich nur dringend abraten! Jeder, der sich abwendet, ist einer der dann fehlt. Nur selten stimme ich mit Kommentatoren wie Trüffel, dem Kobold oder Ihnen, real human überein. Das heißt nicht, daß ich Sie nicht schätze und ihre Mitarbeit für mich unerwünscht ist.
Ganz im Gegentum! Schreiben Sie weiter, bleiben Sie präsent und streitbar. Nichts ist tödlicher für eine Gesellschaft, als abgeschottete Blasen, in denen sich ständig alle gegenseitig versichern, wie sehr sie einer Meinung sind.

Anmekung techn. Support
Gehört nicht so wirklich zum Artikel.

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23.05.2021, 23.11 Uhr
grobschmied56 | Dank an technischen...
... Support, für Ihre großzügige Betrachtungsweise. Aber es kam mir darauf an, klarzumachen, daß man diskutieren kann, ohne Feindschaft zu pflegen.

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25.05.2021, 21.39 Uhr
Paul | Detlef
Ja es ist beschähmend, daß SOWAS nicht mal den Leuten im Rathaus auffällt. Aber den meisten Disskutierern hier wohl auch nicht. Oder vielleicht ist das ja auch Absicht gewesen vom Rathaus???
Aber zur Debatte, es wird ein riesen Aufgebot hier dargebracht für die Israelis. Vielleicht haben viele die Entstehunmgsgeschichte dieses Krieges vergessen. Aber das wäre auch nicht verwunderlich, denn immerhin geht dieser Krieg ja auch schon 70 Jahre lang. Nur das in der Entstehung dieses Krieges Israel der entscheidende Auslöser war, und nicht das heute so dargestellte Opfer. Israel wollte schon seit der Nachkriegszeit die Palestinenser aus dem heutigen Gaza-Streifen vertreiben. Nun ist das durch "Enflüsse" von Außen immer wieder verhindert worden. Aber ein alter Schwehlbrand läßt sich eben nicht so einfach löschen. Und die EU ist in der Sache Null und Nichtig,

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