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Di, 10:35 Uhr
12.10.2021
VdK stellt Forderungen an künftige Bundesregierung

Ampel auf Beseitigung von Armut umschalten!

Der Sozialverband VdK appelliert an SPD und Grüne, sich an ihre Wahlversprechen zu halten und endlich einen Neustart bei der Bekämpfung der Armut zu wagen...

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„Jetzt ist die Zeit, die Ampel umzuschalten und Armut in Deutschland konsequent zu beseitigen. Das ist dringend notwendig für den Zusammenhalt in der Gesellschaft, davon profitiert aber auch die Wirtschaft“, sagt die Präsidentin des Sozialverbands VdK Deutschland, Verena Bentele, angesichts der Sondierungsgespräche in Berlin.
„Arbeit schützt nur dann vor Armut, wenn es gute Löhne gibt. Deswegen muss der gesetzliche Mindestlohn jetzt erhöht werden“, fordert auch Paul Weimann, der Landesvorsitzende des VdK Hessen-Thüringen. SPD und Grüne sollten ihr Wahlversprechen einhalten und den Mindestlohn sofort auf zwölf Euro anheben. „Das muss ein nicht verhandelbarer erster Schritt zu einem existenzsichernden Lohn sein“, sagt Weimann. Der VdK hält in einem zweiten Schritt die Erhöhung auf mindestens 13 Euro für notwendig, um eine Altersvorsorge oberhalb der Grundsicherung sicherzustellen.

Verena Bentele und Paul Weimann erinnern SPD-Chef Olaf Scholz zudem an sein Versprechen, für stabile Renten zu sorgen: „Wir brauchen ein stabil hohes Rentenniveau, das mindestens bei 50 Prozent liegen muss, besser aber bei 53 Prozent.“ Nur so lasse sich dauerhaft Altersarmut bekämpfen.

Gegen Kinderarmut vorzugehen, hatten alle drei Parteien angekündigt. Dass das aktuelle System der Familienförderung versagt hat, ist Konsens, daraus sind aus Sicht des VdK nun Konsequenzen zu ziehen: „Jedes fünfte Kind in Deutschland ist seit Jahren von Armut betroffen oder bedroht. Deswegen müssen die wichtigsten Leistungen zur Absicherung von Kindern endlich in einer Kindergrundsicherung gebündelt werden“, erklärt VdK-Präsidentin Verena Bentele.
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Kommentare

12.10.2021, 10.57 Uhr
pseudonym | Zuallererst
deutsches Geld in Deutschland behalten:
- Asylalimentierung beenden
- Energiekostenirsinn beenden
- EU Corona Hilfsfonds Zahlungen und Mittelstandsschlachtung zur Förderung von BigTech und Pharma beenden
- Entwicklungshilfegelder in aller Herren Länder beenden, incl. EU Zahlungen
- Target2- Forderungen einfordern und glattstellen lassen
- Rückkehr zur DM und Abschaffung der Euro-Lira
- u.v.m.

Dann klappts auch mit der Verringerung der Armut in Deutschland. Aber nicht durch eine regelmäßige, quartalsweise populistischen Forderung nach Erhöhung des Mindestlohns.

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12.10.2021, 12.54 Uhr
Sigmund | Was wird geschehen??
Wir hatten schon einmal eine Rot Geführte Regierung, im Schlepptau hatte man zu der Zeit die Grünen. Schaut euch an was da geschehen ist: Minijobs, Niedriglohn, Hartz IVUnd nicht zuletzt, zog Deutschland wieder in den Krieg.. Aber das reicht den politischen Gremium noch nicht, jetzt geht man richtig an das Geld der Bürger, aber die Obereschicht hat nichts zu befürchten, denn die meisten Politiker/innen gehören In dazu, durch ihre krummen Geschäfte, oder nicht?

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12.10.2021, 13.10 Uhr
N. Baxter | Gedanken in der MIttagspause
Zitat Disko:
"Die Idee, die die Grünen haben, ist doch die: Wenn man z. B. Benzin und Heizöl um einen bestimmten Betrag verteuert, hat man Geld, dass man pro Kopf an die Bürger zurückgeben kann. (Wie man das praktisch macht, ist noch nicht klar.) Am Ende haben diejenigen, die unterdurchschnittlich verbrauchen, mehr in der Tasche, während die, die einen "Spritfresser" fahren oder ein schlecht isoliertes Haus mit einer uneffektiven Anlage heizen, zahlen zu. Insgesamt ein Nullsummenspiel, aber es gibt einen finanziellen Anreiz zu vernünftigem Handeln. Tendenziell kommt dies Geringverdienern und Familien zugute, denn die verbrauchen pro Kopf weniger."

-> fragt sich wirklich, wie das praktisch umgesetzt werden kann?
Ist es denn nicht ehr so, dass jene Gutverdiener eh schon mit KfW Häusern inkl. WP und vielleicht eigener Solaranlage ausgestattet sind? Auch hier wird vermutlich ehr der Anreiß und auch die Gelegenheit geben auf E-Mobilität umzusteigen. Jene im Plattenbau stehen schon vor dem ganz banalen Problem wie bspw. der Lademöglichkeit.
Das alte Auto als Spritfresser, wobei die Oberschicht auch Spritfresser fahren aber ehr aus Spaß und den holen sie sich eben zukünftig mit unsinnigen Renn-E-Autos mit Leistungen wie Schumi und Co einst hatten. Der Weg zur Arbeit aus der Provinz mit dem eigenen klapprigen PKW, während die Oberschicht im hippen Großstadtviertel per ÖPNV pendeln?
Eigentlich mal ein spanendes Thema für X, denn ich glaube am Ende werden es die unteren bis mittleren Schichten spüren.

Meinen Energie-Versorger angesprochen auf die Phrase, dass fossiles Heizen teurer als bspw mit WP (Strom) werden soll, nachdem ich die nächste Preiserhöhung bekommen habe, hat mir tatsächlich Rabatt gewährt während er mit Argumenten wie Netzendgelte und ähnliche Auflagen auch dazu gezwungen sei... Ob dann wohl Vermieter, Händler, Arbeitgeber etc. auch so kulant sein werden?

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