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Mi, 12:00 Uhr
13.10.2021
Städtische Wohnungsbaugesellschaft will bis Jahresende fertig sein

Im Oktober wird das Schwesternwohnheim abgerissen

Die Städtische Wohnungsbaugesellschaft (SWG) beginnt im Oktober mit dem Abriss des ehemaligen Schwesternwohnheims in der Albert-Traeger-Straße in Nordhausen. „In der zweiten Oktoberwoche haben die Abrissarbeiten begonnen“, kündigt der Projektverantwortliche Karsten Grüneberg in einer Pressemitteilung der SWG an...

Der seit Jahresanfang leerstehende Wohnblock in der Albert-Träger-Straße in Nordhausen soll abgerissen werden und durch einen Neubau ersetzt werden. (Foto: Susanne Schedwill) Der seit Jahresanfang leerstehende Wohnblock in der Albert-Träger-Straße in Nordhausen soll abgerissen werden und durch einen Neubau ersetzt werden. (Foto: Susanne Schedwill)

Zum Einsatz kommt nicht die große Abrissbirne - Ziel ist es, einen möglichst großen Recycling-Anteil der alten Materialien zu erreichen. Deshalb wird in einem ersten Schritt der Wohnblock im Inneren entkernt, außerdem wird die Fassadendämmung per Hand zurückgebaut. „Für diese Arbeiten muss das Haus eingerüstet werden“, erklärt Grüneberg. Erst wenn die Wohnblockplatten wieder komplett freigelegt sind, wird der Wohnblock mit einem Spezial-Langarmbagger Platte für Platte demontiert. „Die Platten werden dann hier auf dem Gelände zwischengelagert, auf Transportgröße zugeschnitten, anschließend nach Hamma transportiert und dort recycelt“, erklärt Ulf Thelemann, Geschäftsführer der Firma Aurin, die den Abbruch durchführt.

Ziel ist es, dass der Wohnblock inklusive Bodenplatten bis zum Jahresende komplett verschwunden sein wird. „Wir bitten alle Anwohner um Verständnis, die Abbrucharbeiten werden nicht ganz ohne Lärm vonstattengehen“, sagt Grüneberg. Das Baufeld wird zur Albert-Traeger-Straße mit einem Bauzaun gesichert. Der Fußweg bleibt begehbar.
Der Rückbau der 52 Jahre alten DDR-Platte ist Teil des klimagerechten Quartiersumbaus im Ossietzky-Hof. Der ursprüngliche Plan, die Ein-Raum-Wohnungen in dem Schwesternwohnheim zu größeren Wohnungen umzubauen, musste aus Kostengründen verworfen werden. „Wir haben hier ausschließlich Ein-Raum-Wohnungen in Größen zwischen 22 und 25 Quadratmetern, die in der Form keine Nachfrage mehr hatten. Um diese zu heute vermietbaren Wohnungsgrößen umzubauen, wäre der Eingriff in die Statik so enorm geworden, dass die Kosten explodiert wären“, erklärt SWG-Geschäftsführerin Inge Klaan die Entscheidung pro Abriss.

Karsten Grüneberg von der SWG bespricht mit Ulf Thelemann, Geschäftsführer der Gebrüder Aurin GmbH aus Hamma die letzten Details vor dem Rückbau des 52 Jahre alten DDR-Blocks. (Foto: Susanne Schedwill) Karsten Grüneberg von der SWG bespricht mit Ulf Thelemann, Geschäftsführer der Gebrüder Aurin GmbH aus Hamma die letzten Details vor dem Rückbau des 52 Jahre alten DDR-Blocks. (Foto: Susanne Schedwill)

An der Stelle der DDR-Platte soll ein modernes, barrierefreies Mehrfamilienhaus mit 2-, 3—und 4-Raum-Wohnungen errichtet werden. Der Baustart für das Mehrfamilienhaus mit ca. 20 WE ist nach jetzigen Planungen für 2022/2023 vorgesehen.
Susanne Schedwill
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Kommentare

13.10.2021, 13.04 Uhr
Flitzpiepe | Schämt euch, SWG
Die Energie, die zum Bau dieses Hauses bisher aufgewendet werden musste, wird bei einem Neubau, wie immer der auch aussehen wird, nie und nimmer eingespart werden.
Das rechnet sich nur für die SWG durch die sinnlosen Fördergelder und den höheren Mietpreis der neuen größeren Wohnungen.
Das ist eine Dekadenz, die einer Städtischen Wohnungsbaugesellschaft nicht zusteht.
Nachhaltigkeit ist das jedenfalls nicht, schämt euch!

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13.10.2021, 13.04 Uhr
BigBen | Kennt ihr das?
Wir bauen auf und reißen nieder und das immer wieder.

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13.10.2021, 15.08 Uhr
Bummelhumse | Vielerorts, ...
werden Plattenbauten aus DDR Beständen umgebaut. Das funktionierte bisher prima, weil sich die DDR Platte als flexibel erwies. Nun aber soll es aus statischen Gründen nicht möglich gewesen sein? SWG, Ihr glaubt doch selber nicht an den Unsinn, den Ihr uns hier weis machen wollt. Hier soll eher etwas unbequemes aus der Welt geschaffen werden, koste es was es wolle. Ich hätte solch einen Unsinn nie genehmigt. In den letzten 32 Jahren wurden genügend Bauten der ehemaligen DDR aus Bequemlichkeit, sinnlos aus der Welt geschafft. Liebe SWG, lernt erstmal mit vorhandener Substanz vernünftig zu wirtschaften, anstatt sie zu zerstören.

ES HAT ALLES EINMAL VIEL GELD GEKOSTET !!!

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13.10.2021, 15.09 Uhr
Sprengmeister | Das ist Nordhausen!
Ein völlig intakter Block wird abgerissen, weil es Frau Klaan so gefällt und dies angeblich nachhaltig ist.
Völliger Unsinn und ökologische Scharlatanerie.

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13.10.2021, 15.54 Uhr
GerKobold | ja und dann Mietwucher ab 9,50 Euro der m²
das hat man doch schon an dem neuen Wohnblock der SWG gesehen,erst schön geredet und dann Mietwucher für den neuen "moderen" Plattenbau,alleine für einen PKW Stellplatz im "Freien" 45,00 Euro zu verlängen ist unverschämt ,wenn man an zwei arbeitendenPersonen mit zwei Autos in einer Famile denkt,das ind schon 90,00 Euro nötig nur um das Auto abzustellen...unglaublich von den Nebenkosten ganz zu Schweigen...SWG???

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13.10.2021, 16.25 Uhr
Tora
Der Beitrag wurde deaktiviert – Wir können solche unbewiesenen Behauptungen nicht veröffentlichen.
13.10.2021, 16.47 Uhr
Kama99 | Warum .....
nutzt man den nicht für Migranten? Man möchte doch gerne noch viele aufnehmen, so hätte man schon mal keine Wohnungsnot. Aber geht ja nicht, in der Oberstadt wohnt zu viel "Prominenz" da passen keine Migranten dazu.

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13.10.2021, 16.48 Uhr
Tora | Nachtrag
Der Baubeginn des Gebäudes soll ja erst 22/ 23 sein. Vielleicht ist Frau Klaan dann nicht mehr am Ruder? Da gibt es doch noch Hoffnung auf etwas Sinnvolles, mal sehen?

6   |  3     Login für Vote
13.10.2021, 19.41 Uhr
Paulinchen | Da kann ja....
... mein Urenkel durchaus die Hoffnung hegen, dass der Betonklotz hinter dem Rathaus, so um 2066 mit seinem Abriss rechnen muss.
Ein echtes Privatunternehmen könnte solch einen Irrsinn sich nicht leisten, nach ca. 50 Jahren ein derartiges Objekt /Gebäude der Abrissbirne preiszugeben.
Es ist schon bemerkenswert, wozu Mietpreiserhoehungen verwendet werden. Das Geld, was man ohne große Gegenleistung bekommt, gibt sich leichter aus.

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14.10.2021, 00.05 Uhr
grobschmied56 | Soviel mal zum Thema Nachhaltigkeit...
... unsere Vorfahren haben Gebäude errichtet, die Jahrhunderte überdauert haben und einem Dutzend Generationen Heimstatt waren. Heutzutage kann einem Bauarbeiter die zweifelhafte Ehre widerfahren, kurz vor der Rente mit der Abrißbirne kaputtzukloppen, was er als Jungfacharbeiter errichtet hat.
Schöne neue Welt.

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