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Do, 12:02 Uhr
14.10.2021
Nordhäuser Aktionsgruppe

Ein Zeichen für Mädchenrechte

Die Nordhäuser Aktionsgruppe der Kinderrechtsorganisation Plan International ruft zum Aktionstag anlässlich des Welt-Mädchentags auf...


In vielen Ländern der Welt haben Mädchen und Frauen noch immer eingeschränkte Rechte, werden benachteiligt und durch die Lebensumstände in ihren Chancen begrenzt. Frühverheiratung, Frühschwangerschaft und sexuelle Gewalt erschweren ihnen den Zugang zu Bildung und hindern sie an einem selbstbestimmten Leben.

So gehen zum Beispiel weltweit rund 130 Millionen Mädchen nicht zur Schule, weil sie nicht dürfen oder helfen müssen ihre Familien zu versorgen. Fast 650 Millionen Mädchen werden vor ihrem 18. Lebensjahr verheiratet und dadurch keine Chance auf eine Ausbildung oder ein selbstbestimmtes Leben.

Um auf die Belange von Mädchen und die Hindernisse, denen sie ausgesetzt sind, aufmerksam zu machen, ernannten die Vereinten Nationen im Dezember 2011 den 11. Oktober zum Welt-Mädchentag. Seitdem gibt es jährlich zahlreiche Aktionen auf der ganzen Welt um Mädchenrechte in den Fokus zu setzen. So wird mithilfe sogenannter Takeover das Führungspotential von Mädchen in den Fokus gerückt. Dabei übernehmen Mädchen einen Tag lang Schlüsselpositionen in Wirtschaft, Politik, Medien und Gesellschaft.

In Deutschland wird neben diversen Informationsveranstaltungen vor allem durch eine bundesweite Illuminisierungsaktion in den Fokus gerückt. So werden in über 40 deutschen Städten am 11. Oktober öffentliche Gebäude und bekannte Wahrzeichen in pinkem Licht erstrahlen. Auch in Erfurt werden das Rathaus, der Landtag sowie die Allerheiligenkirche an diesem Tag in Pink gehüllt.

Die Plan International Aktionsgruppe Nordhausen, die sich Anfang 2021 gegründet hat, nutzt den Welt-Mädchentag als offiziellen Auftakt für ihre AG. Mit einem Infostand in der Stadtbibliothek möchten sie von 13 - 18 Uhr auf den Welt-Mädchentag, die Belange von Mädchen in der Welt sowie auf die Arbeit von Plan International hinweisen und mit Bürgerinnen und Bürgern ins Gespräch kommen.

Zusätzlich ruft die Aktionsgruppe zum Launch ihrer Social Media Arbeit öffentliche Personen, regionale Akteure und jedermann dazu auf sich an der Social Media Kampagne „Girls Get Equal“ zu beteiligen. Es sollen Fotos in den Sozialen Medien verbreitet werden, auf denen ein Gleichzeichen (=) untergebracht ist. Dies kann entweder auf die Wange gezeichnet, mit Zeige- und Mittelfinger gezeigt, auf die Hand gemalt oder kreativ dargestellt werden.

Anschließend soll das Bild mit dem Hashtag #GirlsGetEqual sowie der Verlinkung ‚Plan International Aktionsgruppe Nordhausen‘ (Facebook) bzw. @plan_ag_nordhausen (Instagram) auf dem eigenen Profil oder der Story geteilt werden. Ziel der Aktion ist es ein regionales Zeichen für Mädchenrrechte zu setzen und den Welt-Mädchentag in unserer Region bekannter zu machen.
Katrin Tschernatsch-Göttling
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Kommentare

14.10.2021, 22.44 Uhr
Junge21 | Finde ich gut
anstatt bunt und Regenbogen- Gedöns wird was gemacht für Mädchen!
Ich möchte hier nicht auf Religionen zeigen, aber gerade da liegt der Fokus.
In Anbetracht zunehmender Toleranz gegenüber frauenfeindlicher Religionen sollte das Auge doch mehr auf Mädchen und Frauen gerichtet werden,die es schützen zu gilt.

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15.10.2021, 00.26 Uhr
tannhäuser | Natürlich hat das "Nichts"...
...mit Religionen zu tun.

Wenn eine muslimische Politikerin wie Serap Güler zum Muezzin-Ruf in Köln sagt: "Die Männer gehen in die Moschee, ihre Frauen bleiben zuhause!" und dass er nicht notwendigerweise zur islamischen Religionsausübung gehört, aber die deutsche OB von Köln, Reker, welche schon die Silvesterübergriffe 2015 auf Ihrer Domplatte mit "Eine Armlänge Abstand halten" verharmloste, es besser weiss...

Dann trifft zu, was Michel Houellebecq in "Unterwerfung" beschrieb.

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