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Fr, 08:06 Uhr
20.05.2022
Lebens- und Berufserfahrung statt pädagogischer Zeigefingers

Guest Day am Herder-Gymnasium

Was 2019 erstmals im Herder-Gymnasium durchgeführt wurde, konnte nun nach einer durch Corona bedingten längeren Pause wieder stattfinden, der Guest Day. Der Englischlehrer und Initiator der Veranstaltung, Uwe Lumm, war es, der die Idee im Gespräch mit Ehemaligen der Schule reifen ließ...

Aufmerksame Elftklässer im Herder-Gymnasium (Foto: H.Roeder) Aufmerksame Elftklässer im Herder-Gymnasium (Foto: H.Roeder)


Deren Erfahrungen bzgl. der Ausbildungs- oder Berufserfahrung im Ausland zu nutzen, um Oberstufenschüler zu informieren bzw. sie an Erkenntnissen teilhaben zu lassen, sah er als Gewinn und Chance an. Natürlich in englischer Sprache. Neben dem kommunikativen Aspekt sollen die Präsentationen auch einen kleinen Einblick in das Studium oder die Entwicklung nach der Schule außerhalb Deutschlands geben.

Aufgerufen waren im Vorfeld ehemalige Schüler oder Eltern, die in ihrem Job täglich mit Englisch zu tun haben. So lautete in diesem Jahr die zentralen Fragen: Wozu benötigen wir die englische Sprache im ganz normalen Berufsalltag? Wird sie später noch intensiver genutzt als im Schulalltag?

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Schnell war den anwesenden Schülerinnen und Schülern der Klassenstufe 11 klar, dass es schon Vorteile bringt, wenn man nach Mallorca, Rom oder Oslo reist, doch wichtiger scheint, später mit seinen internationalen Kollegen im Job zu kommunizieren, die Fachpresse im Original zu verstehen oder sogar in Englisch bei den Geschäftsreisen mit den Handelspartnern Vertragsgespräche zu führen oder Projekte zu leiten. Das führten Lumms Gäste eindrucksvoll aus und gaben im Anschluss dazu die Möglichkeit, Fragen zu stellen und ins Gespräch zu kommen.
Auf dem Podium fanden sich hochkarätige Besucher, die genau wissen, was der derzeitige Arbeitsmarkt auch bzgl. sprachlicher Kompetenz erwartet: Bernd Gulden von der zweitgrößten Nordhäuser Firma Feuer Powertrain und Sebastian Gerecke von der größten Softwareentwicklungsfirma Aturis der Stadt.

In beiden Vorträgen verstanden es die Sprecher, mit einem Einblick in ihren Arbeitsalltag zu begeistern. Und es wurde sehr deutlich: Ohne gutes Englisch und qualifizierte Mathematik gehe es dabei nicht mehr. Anschauliche Powerpoint-Vorträge luden dazu ein, ganz konkret Dinge zu hinterfragen, ganz persönliche Erkundigungen einzuholen bzw. Fragen aller Art zu stellen. So kam man, natürlich in Englisch, schnell ins Gespräch über technische und wirtschaftliche Themen, über Erlebnisse bei der Arbeit in Afrika, Australien oder den USA, bis zu den persönlichen Erfahrungen der Gäste beim Englischlernen.

Nach der Veranstaltung standen die Präsentierenden (nach persönlichen Gesprächen mit Elftklässlern) noch mit Uwe Lumm zusammen, werteten ihre Eindrücke aus und entwickelten bereits weitere Ideen. Und das scheint auch wichtig, denn dieses Projekt soll ab sofort wieder zu einem festen Bestandteil des Schullebens werden. 
Mehrjährige und konkrete praktische Erfahrungen und eine intensive Verbindung der Gäste zu ihrer ehemaligen schulischen Wirkstätte - Uwe Lumm ist sich sicher, damit nicht nur die Bereitschaft zum Gebrauch des Englischs vor Ort, also während der Veranstaltung bzw. in der Schule, zu erhöhen, sondern auch wichtige Tipps für die Zeit nach dem Abitur bzw. zur Gestaltung eines Auslandsaufenthaltes geben zu können. „Es gibt nichts Praktischeres als das gelebte Beispiel“, konstatiert der auch in der Lehrerausbildung für das Fach Englisch aktive Lumm und spricht damit vielen Schülern aus dem Herzen. Und bereits jetzt reifen bereits neue Ideen für das nächste Jahr.
Heike Roeder
Autor: red

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