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Fr, 11:52 Uhr
20.05.2022
Sonderausstellung mit Holzarbeiten im Schloss Heringen

Hier steckt der Teufel nicht nur im Detail

„Vom Harz in die Welt. Sagen und Legenden in Holzbildern von Tura Jursa“ Die Nordhäuser Künstlerin Tura Jursa verewigt sagenhafte Erzählungen aus dem Harz und den umliegenden Regionen in ihren aufwändig geschnitzten Holzbildern...

Das Holzbild zum Heringer Schloss (Foto: S.Kamprad) Das Holzbild zum Heringer Schloss (Foto: S.Kamprad)


Tura Jursa stellt ihre Holzschnitzkunst im Museum Schloss Heringen aus. Die gelernte Zahntechnikerin musste durch einen Schicksalsschlag den Beruf aufgeben und wandte sich der Natur zu. Gemeinsam mit ihrem Ehemann wanderte sie durch den Harz und sammelte dabei mehrfach alle Stempel der Harzer Wandernadel.

Diese Ausflüge boten reichlich Inspirationsquelle die Schönheit der Natur in Eichen-, Eschen- oder anderen einheimischen Hölzern einzufangen. Erforderliche Kenntnisse und praktische Fertigkeiten erwarb sie sich autodidaktisch.

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Ihr Schaffen teilt Tura Jursa in drei Perioden ein. Sie begann, all das was ihr lieb und teuer war in Holz zu fassen, schuf viele Naturbilder und Stadtansichten und beschäftigt sich aktuell mit Sagen und Legenden rund um den Harz und darüber hinaus.

Für das Schloss Heringen begab sich Tura Jursa gemeinsam mit dem Museumsteam auf die Suche nacheiner weiteren Geschichte. Gräfin Clara von Schwarzburg-Frankenhausen hat zu ihren Lebzeiten das vor allem unter Schulkindern beliebte Brezelexamen etabliert. Bis ins 20. Jahrhundert soll dieser weitergeführt wurden sein. „Vertreter des Magistrats, der Stadtverordneten und die Geistlichkeit gingen jeweils am Montag nach Reminiscere, also Ende Februar, Anfang März, durch alle Klassen der
Stadtschule und ließen sich von jedem Lehrer einige Lektionen vorführen. An einem der nächsten Tage erschienen dann zur größten Freude der Kinder die Stadtväter mit großen Waschkörben voll Brezeln, sogenannte Knochen, und verteilten sie an die Kinder. Je nach dem Alter erhielt ein Kind 6 bis 25 „Knochen“, die an ein mitgebrachtes buntes Band gereiht wurden.“ (P. Kuhlbrodt, 2008) Das dazugehörige Holzbild wurde eigens für diese Ausstellung angefertigt und kann danach als Dauerleihgabe im Museums verbleiben.

Die Ausstellung im Museum Schloss Heringen vereint alle Schaffensperioden miteinander. Die Besucher können die Unikate, in denen sich Hexe und Teufel aber auch Goethe und Heine, Landgrafen, Ritter und Tiere aller Art tummeln, bis zum 8. Oktober erleben.
Autor: red

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