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Sa, 09:07 Uhr
13.08.2022
Handwerkercamp Kinderkirchenladen - Tag 7

Warum sollt ich mich denn grämen

Fast 100 Mädchen und Jungen verbringen eine spannende Zeit im Handwerkercamp des Kinder-Kirchen-Ladens in Eggerode. Im Mittelpunkt des Camps steht in diesem Jahr die Lebensgeschichte von Paul Gerhardt aus Gräfenhainichen. In der nnz schreiben die Jungs und Mädels Ihr Camp-Tagebuch...

Handwerkercamp Tag 7 (Foto: D.Buntfuß) Handwerkercamp Tag 7 (Foto: D.Buntfuß)

„Morgenstund` hat Gold Mund“, das ist kein Vers von Paul Gerhardt, jedoch ist es wohl auch hier im Camp das Motto. Neugierig erwarten die ersten Kinder die Ereignisse des Tages noch vor der Morgenbesprechung der Mitarbeiter. Wieder beginnen wir das Theater mit einem Choral. Heute ist es „ Warum sollt ich mich grämen“. Nicht nur der einfache Gesang ertönt im Zelt, sondern mit unseren Stimmen, verschieden eingesetzt und unterstützt von den einsaitigen Instrumenten geben wir diesem Kirchenlied wieder einen ganz besonderen Klang.

Im Theaterstück befinden wir uns im Jahr 1658. Paul Gerhardt und seine Frau Anna Maria sind ein glückliches Ehepaar. Gerhardt nimmt seine Aufgaben als Gemeindepfarrer an der Nikolaikirche in Berlin sehr ernst und zusammen mit seiner Frau sorgen sie gut für die Gemeinde. Die Lieder die Paul Gerhardt weiterhin schreibt werden nicht nur von seiner Gemeinde gern angenommen. Sie sind in deutscher Sprache geschrieben, für die Menschen dieser Gemeinden verständlich und drücken aus, was die Menschen empfinden und selbst erleben. Mit seinem Freund Johann Crüger, der viele seiner Lieder vertont, sorgt Gerhardt dafür, dass die Lieder auf Liedblättern auch in anderen Kirchen der Stadt zum Einsatz kommen.

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Doch auch im Familienleben der Gerhardts gibt es Veränderungen. Das erste Kind wird geboren und erfreut die Herzen aller. Aber zum großen Unglück ist die kleine Maria Elisabeth krank. Die Säuglingssterblichkeit der damaligen Zeit ist hoch und so geschieht es, dass die erste Tochter der Gerhardt`s bald nach der Geburt stirbt. Ein schwerer Schicksalsschlag für Paul Gerhardt und seine Frau. Gerhardt hält fest am Glauben, er vertraut auch in dieser schweren Zeit auf die Führung und Kraft Gottes. Das Gebet gibt ihm, seiner Frau und auch seinem Freund Crüger die nötige Kraft, seinen Weg weiter zu gehen.

Dieser Weg bedeutet die Veröffentlichung seiner Lieder im neuen Kirchengesangbuch.
Auch dem Kurfürsten liegt die Erneuerung der Kirchengesangbücher am Herzen, und er ordnet an, Gerhardts Lieder in den neuen Inhalt der Bücher aufzunehmen. Höchstpersönlich besucht der Kurfürst Gerhardt und Crüger und bittet diese um Unterstützung. Fehlen darf hier nicht Kathedrix. Als Vorsitzender der Gesangbuchkommission überschreitet er gern seine Kompetenzen. Zu gern möchte er unterbinden, dass Gerharsdt`s Lieder in die neuen Gesangbücher gelangen. Er meint sein Einfluss sei groß genug um dies verhindern zu können. Doch was wird der Kurfürst dazu sagen? Unterdessen erleidet die Familie Crüger einen schweren Schicksalsschlag. Die Pest flammt noch immer wieder auf in der Stadt, und so erkrankt die Frau und die Kinder und die Frau von Johann Crüger. Auch sie sterben an dieser tückischen Krankheit. Jetzt ist der Kantor am Ende seiner seiner Kraft. Paul und Anna Maria Gerhardt sind jetzt da für ihren Freund, die unterstützen ihn und beten mit ihm und für ihn.Denn sie sind sicher, Gott ist ihn jeder Stunde bei uns, und gibt uns Kraft.
In der Bibelarbeit beschäftigen auch wir uns mit der Frage: Wie ist das jemanden zu verlieren? Es tut gut miteinander zu reden, und die Möglichkeit Trost im Gebet zu Gott zu finden, zu entdecken oder davon zu erzählen.

Erquicklich ist das kühle Nass
Die Sonne brennt heut` gar zu heiß
zum abkühlen hilft nicht mal Eis.
Drum denkt der schlaue Mitarbeiter
schon lange vorher auch schon weiter.
Er plant mit Wasser das ein oder andere Spiel,
komplette Erfrischung, das ist heut` das Ziel.
So ist auf dem Platz hier ganz mächtig Krawall,
wenn einer nach dem andern überrascht wird vom kühlen Wasserschwall. Wer das nicht will nimmt die Beine in die Hand und rennt,
weil der Wasserspritzer kein halten kennt.
Wem das zu wild ist, der zieht sich zurück
und spielt Schach im Zelt, das ist auch ein Glück. Am Abend sitzen wir alle frisch,
sauber und hungrig am Abendbrottisch.
i.A. Dennis Buntfuß

Handwerkercamp Zag 7 (Foto: D.Buntfuß)
Handwerkercamp Zag 7 (Foto: D.Buntfuß)
Handwerkercamp Zag 7 (Foto: D.Buntfuß)
Handwerkercamp Zag 7 (Foto: D.Buntfuß)
Handwerkercamp Zag 7 (Foto: D.Buntfuß)
Handwerkercamp Zag 7 (Foto: D.Buntfuß)
Handwerkercamp Zag 7 (Foto: D.Buntfuß)
Handwerkercamp Zag 7 (Foto: D.Buntfuß)
Handwerkercamp Zag 7 (Foto: D.Buntfuß)
Handwerkercamp Zag 7 (Foto: D.Buntfuß)
Handwerkercamp Zag 7 (Foto: D.Buntfuß)
Handwerkercamp Zag 7 (Foto: D.Buntfuß)
Handwerkercamp Zag 7 (Foto: D.Buntfuß)
Handwerkercamp Zag 7 (Foto: D.Buntfuß)
Handwerkercamp Zag 7 (Foto: D.Buntfuß)
Handwerkercamp Zag 7 (Foto: D.Buntfuß)
Handwerkercamp Zag 7 (Foto: D.Buntfuß)
Handwerkercamp Zag 7 (Foto: D.Buntfuß)
Autor: red

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