Überfrierende Nässe hat den Landkreis Nordhausen am Dienstagmorgen eiskalt erwischt. Auf der A 38 gab es einen Unfall. Nebenstraßen und Fußwege sind teilweise spiegelglatt. Die beiden Gymnasien der Stadt Nordhausen stellen spontan auf Distanzunterricht um…
Der BMW überschlug sich auf der A38. (Foto: Sebastian Henning, Feuerwehr Windehausen)Als Grund nannte die Schulleitung von Herder- und Humboldtgymnasium die aktuelle Wettersituation. Schulhof, Treppen und Wege seien auf den Schulgeländen stark vereist. Im Herder-Gymnasium ist zudem in einem Teil des Schulgebäudes die Heizungsanlage ausgefallen, teilt die Schulleitung mit.
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Beide Schulen stellen aus Sicherheitsgründen für Dienstag deshalb auf Distanzsunterricht um. Der Schülerverkehr lief im Landkreis am morgen aber wie gewohnt ab, teilt das Landratsamt mit.
Streusalz war in den vergangenen Tagen im Landkreis gut nachgefragt. (Foto: Susanne Schedwill)Der Deutsche Wetterdienst warnt für den Landkreis Nordhausen noch bis 10 Uhr vor einer erhöhten Glättegefahr durch gefrierende Nässe.
BMW überschlägt sich auf der Autobahn
Glättebedingte Unfälle in der Stadt Nordhausen blieben laut Rettungsleitstelle bisher aus. Auf der A 38 ereignete sich in den frühen Dienstagmorgenstunden ein Unfall.
Nach ersten Informationen der Autobahnpolizei befuhr der Fahrer eines BMW gegen 4.30 Uhr die linke Fahrspur der A38 von Leipzig kommend in Fahrtrichtung Göttingen.
Ungefähr einen Kilometer nach der Anschlussstelle Heringen verlor der Fahrer auf winterglatter Fahrbahn die Kontrolle über sein Fahrzeug und kam nach rechts von der Autobahn ab. Im Anschluss rutschte das Fahrzeug eine Böschung hinunter und über einen Acker. Hier überschlug sich das Fahrzeug mehrfach.
Der Fahrer wurde bei dem Unfall zum Glück nur leicht verletzt. Zur weiteren Behandlung wurde er ins Südharz-Krankenhaus gebracht.
Der Gesamtunfallschaden wird mit 10.000 Euro beziffert. Als Unfallursache nannte die Autobahnpolizei eine dem Weter nicht angepasste Geschwindigkeit.
Im Einsatz waren die Feuerwehr aus Windehausen und die Nordhäuser Berufsfeuerwehr.
Ja schließlich vom Wetter nicht vorschreiben, wie man zu fahren hat und schon gar nicht wenn die Warnmeldungen, neudeutsch Panikmache, dazu noch vom ÖR verbreitet werden.
Früher ist man halt mit Bus und Bahn gefahren, wenn sie denn gefahren sind, denn Autos waren nicht in jedem Haushalt vorhanden und Winterreifen Mangelware. Wer zu Fuß unterwegs war, zog sich abgeschnittene Strümpfe über die Schuhe und ging einfach los. Man hat sich der Situation angepasst verhalten und nicht auf die da oben geschimpft.
Bei der Beschreibung der Fahrbahnverhältnisse . . .
macht es einen Unterschied, ob es sich um überfrierende Nässe (also erst Regen und dann Frost) oder Blitzeis (durch Regen auf den gefrorenen Boden) handelt. Letzteres ist deutlich gefährlicher.
Auch glatte Fahrbahnen führen in der Regel nicht automatisch zu Unfällen. Meist kommen dann noch falsche Reifen oder zu hohe Geschwindigkeit hinzu. Über den konkreten Fall weiß ich natürlich nichts Genaues.