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Do, 15:17 Uhr
28.03.2013

Holzernte im Nonnenteich

In einem reichlich fünf Hektar großen Waldstück, direkt neben dem Fußballplatz von Wacker Nordhausen, unterhalb von Wildes Hölzchen, im sogenannten Nonnenteich, wurde ein Holzeinschlag durchgeführt. Dazu ein Bericht von Klaus-Wilhelm Brüggemann...

Holzernte am Nonnenteich (Foto: Klaus-W. Brüggemann) Holzernte am Nonnenteich (Foto: Klaus-W. Brüggemann)
Die vollmechanisierte Holzernte wird nur von den Rückegassen aus vollzogen, die Arbeitsfelder dazwischen bleiben zum Bodenschutz unbefahren.

Diese Teilfläche ist im Eigentum der Altendorfer Kirche. Es handelt sich um eine aufgegebene Weidenplantage. Durch Naturverjüngung von Birke und anteilig Eschenpartien sind 63 Jahre alte Laubhölzer herangewachsen. Auf diesem frischen, kräftigen Standort mit Nässe im Unterboden, hat sich eine erste Ertragsklasse etabliert. Die

letzte Forsteinrichtung 1988 errechnete einen Holzvorrat von 841 Festmeter. Das Kronendach war teilweise noch unterbrochen. Die Inventurmenge hat sich seit dem mehr als verdoppelt. Die Bäume haben einen guten Volumen- und Qualitätszuwachs, besonders die Esche. Die Birke wirkt als Vorwald und kann die die Bodenkraft nicht völlig ausnutzen. 1989 ist unter Verantwortung des damals zuständigen Revierleiters Fritz Hoffmann eine Jungbestandespflege realisiert worden.
Am Ausgang des Gumpetales, neben dem Fußballplatz stockt der Laubholzbestand Nonnenteich (Foto: Klaus-W. Brüggemann)
Holzernte am Nonnenteich (Foto: Klaus-W. Brüggemann)
Unter der Leitung des zuständigen Revierleiters, Michael Weißleder, sind durch den Bestands-aufschluss 220 Festmeter Laubindustrieholz angefallen. Der Hieb erfolgte pfleglich. (Foto: Klaus-W. Brüggemann)
Der Nonnenteich war dem Revier Neustadt der Oberförsterei Ilfeld zugeordnet. Der erfahrene Revierförster hat sich 1989 mit einer Nutzungsmenge von 184 Festmeter für eine sehr pflegliche Variante, aufgrund des späten ersten Eingriffs, entschieden. Das Rohholz wurde an das Spanplattenwerk in Gotha verkauft.

2013 wurde eine Pflegedurchforstung mit einem Bestandesaufschluss begonnen. Diese Rückegassen mit einem Abstand von 20 Metern sind Arbeitsgassen für Forstspezialmaschinen des Holzeinschlages und der Holzrückung, Harvester und Forwarder, genannt. Der Förster spricht von einer voll mechanisierten Holzernte. In einer späteren Maßnahme, nach Stabilisierung des Gassentraufes folgt eine Pflegenutzung auf den Arbeitsfeldern, die aus Gründen des Bodenschutzes nicht befahren werden.

Bei dieser Hochdurchforstung werden so genannte „Z“-Bäume („Z“ für Zukunft) durch die Entnahme der Bedrängerbäume begünstigt und in ihrem Wachstum evident gefördert. Sehr wahrscheinlich werden die letzten von ihnen mit einem Durchmesser von ungefähr sechzig Zentimetern nach dem Jahre 2100 geerntet. Waldbauliches Ziel ist es, die eventuell zwischenzeitlich angesamten einheimischen Laubhölzer wie Bergahorn, Kirsche, Erle und Stieleiche gezielt zu fördern. Der erste Baumzyklus hat sich dann vollendet. Voraussetzung dafür ist allerdings eine forstfachliche korrekte Hiebsmaßnahme mindestens einmal im Dezennium, nach dem Prinzip, mäßig, aber regelmäßig.
Klaus-W. Brüggemann
Autor: red

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