Was passiert, wenn angehende Abiturienten beim Abitur-Aufsatz nicht etwas selbst Erdachtes schreiben, sondern vom Nachbarn abkupfern oder sonst wie betrügen? – Dann dürfte es schwierig werden, mit dem Bestehen. Kann Mario Voigt aber Thüringer Ministerpräsident bleiben, wenn er mutmaßlich seine Doktorarbeit plagiiert und einen unter seinen Namen veröffentlichten Zeitungsartikel von KI schreiben lässt?
Ministerpräsident Mario Voigt, KI generiert oder nicht? (Foto: )
Die Erwachsenen sollen Vorbild für ihre Kinder sein. Ehrliches Lernen, ehrliches Studieren, ehrliches Arbeiten. Denn, so hörten wir es schon von unseren Großeltern: Ehrlich währt am längsten, und Lügen haben kurze Beine. Das gehörte zur DNA des Erwachsenwerdens. Gehörte?
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Denn was sollen unsere heutigen Kinder und Jugendlichen von ihrem gegenwärtigen Landesvater lernen, wenn dieser einen mit seinem Namen unterzeichneten Aufsatz nicht selbst geschrieben hat?
Voigt hatte bei der Frankfurter Allgemeinen Zeitung (FAZ) einen Gastbeitrag über Altersgrenzen zum Handygebrauch durch Kinder- und Jugendliche eingereicht, den die Zeitung veröffentlichte. Eine Überprüfung mittels spezieller Software ergab jedoch, dass unter dem Text nicht Mario Voigt, sondern KI hätte stehen müssen. In einem Deutschlandfunk-Interview sprach der FAZ-Mitherausgeber Jürgen Kaube von einem Produktirrtum.
Nur Stunden später schossen zwei ähnliche Meldungen in die Schlagzeilen: Bundesdigitalminister Karsten Wildberger wollte als zuständiger Fachminister für KI offenbar die Leistungsfähigkeit dieser Software am eigenen Beispiel demonstrieren. Die Wochenzeitung Zeit berichtete laut Spiegel über per KI verfasste Reden und Zeitungsartikel. https://www.zeit.de/politik/deutschland/2026-06/karsten-wildberger-bundesdigitalminister-reden-ki-generierung
Pikant: Auch ein Zeitungsmacher verstieß offenbar gegen die guten Sitten des Journalismus‘: So habe laut Spiegel der frühere Chefredakteur und Herausgeber des Tagespiegel, Stephan-Andreas Casdorff, seinen Meinungsartikel zwar mit seinem Namen unterzeichnet, Selbige aber mittels Künstlicher Intelligenz erstellt ohne dies anzugeben.
Vom Tagesspiegel erhielt er erst einmal Schreibverbot.
Offensichtlich ist das Texten mittlerweile landauf landab vom Stilllegen des eigenen Kopfes und vom Auslagern der eigenen Meinung an eine nicht lebende Materie infiltriert. Und damit von Halluzinationen, seltsamen Metaphern und schrägen Vergleichen, wie der FAZ-Mitherausgeber im DLF über den Gastbeitrag von Mario Voigt sagte.
Natürlich weiß jeder, dass unsere Politiker ihre Reden schon immer nicht selbst verfassten, sondern auf Grund ihrer vollen Terminkalender Redenschreiber mit derartigen Aufträgen betrauen. Aber diese Redenschreiber sind menschliche Individuen, die ihre Texte mit ihren jeweiligen Chefs absprechen und abgleichen und die, für etwaige Fehler geradestehen müssen. Die KI macht all das nicht.
Ist Künstliche Intelligenz also auch in den Texten und Reden maßgeblicher Entscheider das neue Normal? Verbessern Politiker so ihre Glaubwürdigkeit gegenüber Jenen, von denen sie gewählt wurden und wieder werden möchten? - Zumal sie nicht selten auch noch durch gebrochene Wahlversprechen und durch Überforderung im Umgang mit den zahllosen selbst geschaffenen, auch systembedingten Problemen auffallen?
Meiner Meinung nach hat sich Ministerpräsident Voigt von den Thüringerinnen und Thüringern mit seinem KI-erstellten Text und nach der vermutlich plagiierten Dissertation in Sachen Glaubwürdigkeit und Authentizität ein weiteres Stück entfernt.
Wie soll man denn Worten des Ministerpräsidenten auch Glauben schenken und ihn ernst nehmen, wenn man beim Lesen oder Hören seiner Auffassungen nun erst überlegen muss, ob er diese tatsächlich als Mario Voigt vertritt oder als jene eines digitalen, unpersönlichen Geistes? Ob Voigt also selbst vor einem steht, wenn er spricht?
Wie sollen Lehrer gegenüber den Kindern reagieren, wenn sie eine Schülerarbeit als KI-generiert identifiziert haben, der zur Rede gestellte Schüler sich aber damit verteidigt, dass der oberste Thüringer das ganz genauso macht?
Verlernen wir so nicht das Lernen, das Vergleichen, das Reflektieren, ja die dem Menschen erst zum Menschen machende Kognition?
Und schließlich: Müssen Politiker, die tagtäglich folgenreiche Entscheidungen treffen, nicht permanent ihre geistigen Fähigkeiten und ihre Empathie trainieren, statt diese im wahrsten Wortsinne entscheidenden menschlichen Eigenschaften an die Künstliche Intelligenz abzugeben? Mit der möglichen Folge von folgenreichen Fehlentscheidungen in einer explosiven Gegenwart?
Die Thüringer Staatskanzlei sollte sich bei "großen" deutschen Zeitungen einmal über deren Richtlinien zum KI-Einsatz informieren: Grundtenor: KI als ein Rechercheinstrument von mehreren, aber niemals als alleiniger Autor.
Die Staatskanzlei reagierte übrigens laut FAZ-Mitherausgeber Kaube schulterzuckend auf die Kritik der Zeitung, die übrigens nie wieder einen Text des Thüringer Ministerpräsidenten veröffentlichen wird.
Wo soll das Problem sein?, sei in etwa die Reaktion aus Erfurt auf die Erkenntnisse der FAZ gewesen. Bodo Schwarzberg
PS Das Foto von Mario Voigt, ist dem Medienbereich der Thüringer Staatskanzlei entnommen. Die Redaktion hat bei der Bearbeitung keine KI eingesetzt.
KI wird inzwischen in allen Arbeitsebenen umfassend eingesetzt.
Ich setze momentan KI zu fast 100% in meiner Arbeit ein und komme damit wesentlich schneller zu korrekten Ergebnissen. Es ist einfach atemberaubend.
Es ist auch nicht mehr möglich alle Texte mit einer KI Kennzeichnung zu versehen, denn dann hätte von Anfang an alles gekennzeichnet werden müssen. Der Zug ist abgefahren!
Hier wird sich wieder über ein Thema aufgeregt, das außerhalb der Provinz kein Thema mehr ist.
Alle wenden KI an, dort wo es möglich ist. Also auch Politiker. Selbst in der Literatur.
Geschätzt von mir, wird die Verwendung von KI zu über 90% nicht gekennzeichnet.
...es ist ein Unterschied, ob man KI zu Hilfe nimmt um zu Recherchieren, Formulierungen zu finden oder ob KI zur Content-Generierung genutzt wird. Das fängt mit Texten an, geht über Bilder bis hin zu Videos. Wer sich also von einer KI helfen lässt bleibt selber kreativ, nutzt die KI nur als Werkzeug.... mache ich täglich - es ist einfach effizient, auch wenn man die Ergebnisse überprüfen muss. Wer hingegen der KI nur einen Prompt gibt und die KI übernimmt die ganze Arbeit, dann bedarf es am Ende eines Hinweises:"KI generiert."
aber bei (persönlichen) politischen Statements meiner Meinung nach nicht angebracht und auch nicht wenn man überhaupt zu politischen Themen schreibt. Das kann man nicht der KI überlassen, auch wenn es schneller geht. Im Zweifelsfall und bei viel Kritik kann sich dann der MP retten indem er meint "Das hab ich nie gesagt oder geschrieben". Es wird schwierig, Grenzen abzustecken. Ich finde es auch traurig, dass es in der Literatur wohl auch schon etliche Versuche gibt, mittels KI eine Geschichte zu schreiben. Kreativität, erzeugt durch das menschliche Gehirn, ist eine wertvolle Gabe, etwas ganz persönliches. Aber möglicherweise denkt der eine oder andere, KI zu verwenden und es schneller abliefern, ist auch eine Form von Kreativität.
Ich verwendet verschiedene KI, um technische Lösungen in meist nicht kritischen Bereichen zu korrigieren, optimieren oder weiter zu entwickeln. Das funktioniert oft recht gut und Fehler werden schnell sichtbar.
Doch in anderen Bereichen kann KI durchaus glaubwürdige Scheinwelten erzeugen, die in der Realität nicht existieren und auch nicht funktionieren. Das wäre alles kein Problem, wenn es nur der Unterhaltung dienen würde.
Leider werden aber immer häufiger weitreichende Entscheidungen auf Basis von KI-Analysen oder Simulationen getroffen oder KI der direkte Zugang zu relevanten Prozessen und Daten gewährt, selbst wenn einfachere Algorithmen die Aufgaben billiger, zuverlässiger und mit weniger Risiken erledigen könnten.
Auch unscheinbare Menschen werden immer häufiger zum Opfer von KI, weil es ihnen kaum noch möglich ist, Fakten von Fiktion zu trennen. Und sie lassen sich nur zu gern von bunten Bildern oder Videos und markigen Sprüchen verführen und dressieren - horizontal und vertikal durch die gesamte Gesellschaft - von arm bis reich, von dumm bis klug, von links bis rechts.
Je mehr wir die Grenzen zwischen ehrlichen menschlichen Leistungen und KI-Fiktion verwischen, desto schneller können dystopische Szenarien Realität werden. Das fürchten auch andere Leute, die mit und an KI arbeiten … und sogar KIs selbst.
Neulich gab es in verschiedenen Medien, wie Welt, Merkur, Spiegel interessante Artikel mit Titeln wie:
"KI-Forscher warnt – Alle Tests schlagen Alarm, die Sirenen heulen. Und wir ignorieren das einfach"
"KI-Pionier warnt vor Menschheitsrisiko: Russisches Roulette mit jedem Leben auf der Erde"
"Was Hitler getan hat, könnte die KI schneller, besser, effektiver"
sollten viel mehr KI nutzen, da wäre wenigstens Intelligenz dabei. Bei vielen Politiker und - innen, gerade an den Rändern rechts und links, läßt es schwer zu wünschen übrig, vernünftige Ideen zu generieren.
Er hat ja direkt Ki übernommen ohne es anzugeben, was er aber hätte tun müssen. Für manchen Politiker scheint die Bedeutung des Wortes Warheit abhanden gekommen zu sein.
Der Beitrag wurde deaktiviert von vgf Sehr schön. Verhalten Sie sich bitte höflich gegenüber Anderen. Auch wenn es hier etwas schmerzt.
RWE
15.06.2026, 16:56 Uhr
so sieht es aus Flitzpiepe
Als ob die Politiker vor der KI jede Rede selber geschrieben hätten. Das haben Ghostwriter gemacht. Vollkommen ohne Kennzeichnung und niemanden, wirklich niemanden hat es interessiert. Der Politiker muss halt nur die Verantwortung für den Inhalt übernehmen. Ob es uns gefällt oder nicht, die KI automatisiert eben auch andere, nicht handwerkliche Berufszweige. Der Job des Ghostwriters fällt wohl zuerst weg☺ Da hilft auch keine Maschinenstürmerei im digitalen Entwicklungsland Deutschland... Im Radio werden nachts schon heute Verkehrsdurchsagen von der KI angesagt, in vielen Kundenservices chatet man schon lange mit einem Chatbot. So wie durch die Automatsation viele Industriearbeitsplätze weggefallen sind oder der Verdandhandel den stationären Handel das Leben schwermacht, werden auch in kreaiven Branchen wie Musik, Journalismus und Werbung Arbeitsplätze wegfallen. Das kann man bedauern, aber nicht aufhalten. Da kann man gern auf KI hinweisen, in 10 Jahren wird es keinen mehr interessieren. Was Voigt betrifft: Genauso wie wie sogenannte Plagiatsvorfürfe, Bonusmeilen oder eben KI-solche Kampagnen sind meist vom jeweiligen politischen Gegner eingefädelt. Unabhängig vom Parteibuch.
In diesem Sinne: Wer nicht mit der Zeit geht, geht mit der Zeit...
zwischen einen "Prompt zu geben" und " Formulierungen zu finden " und "Content zu kreieren"??
Kontrollieren eigentlich die Lehrer die Arbeiten ihrer Schüler? Das sind die verschiedenen KI schon lange etabliert...
Flitzpiepe hat recht. Der Zug ist abgefahren. Und anstatt schnell aufzuspringen und sich nicht von den Chinesen und Amerikanern (wiedereinmal) im Techbereich bahängen zu lassen, wird versucht aufzuhalten, was nicht aufzuhalten ist. Maschinenstürmerei, German Angst...
Und das nur, weil man missliebigen Peersonen eine auswischen will und bestimmte Berusstände nicht wahrhaben wollen, dass auch hier massive Umbrüche im Gange sind.
Ich war vielleicht nicht präzise genug: Eine Kennzeichnung halte ich (aktuell noch) für sinnvoll, wenn ein "Werk" (Text, Bild, Musik, Video...oder was auch immer) komplett oder überwiegend von einer KI generiert wurde. Die Fehlerquote ist bei KI einfach noch zu hoch...deswegen. Natürlich sind dafür Vorgaben (Prompt) durch den Anwender erforderlich. Wer hingegen eigene Ergüsse produziert und die KI nur als Recherche- oder Optimierungstool einsetzt, der könnte m.M.n. auf eine Kennzeichnung verzichten.... natürlich sind die Grenzen fließend, wie fast überall.
Ja, das Ding ist durch, KI wird nicht wieder verschwinden und in viele Bereiche unseres Lebens Einzug halten.
Was möglich ist, wird auch gemacht - das nennt man oft Fortschritt, manchmal auch Verirrung. Ist etwas effizient und nützlich bleibt es i.d.R. erhalten und wird weiter entwickelt. Ich halte KI für sehr nützlich...sie erleichtert mir meinen Job ungemein.
Nun, hat unser Ministerpräsident der Mettbrötchen liebt, von der CDU nach seinen Plagiaten noch mal richtig geliefert, und was ich persönlich ziemlich scheiße finde, auch die Holocaustrede in Buchenwald. Und dann stelle ich mir die Sinnfrage, was ist das für ein Mensch, der schon seine Doktorarbeit gefakt hat, und macht weiter, Leute, der ist der Landesvater! Der Typ will euch erzählen, wie ihr zu ticken habt! K I. Um zum Thema zurückzukommen wird natürlich unser Leben künftig begleiten. Aber wenn Politiker bei solchen emotionalen Anlässen KI sprechen lassen, da muss ich doch auch die Frage stellen können. Kann ich nicht das Mettbrötchen durch eine ki ersetzen? Es wäre billiger, es kostet fast nix und so weiter? dann lassen wir doch die ki des Mettbrötchen.s ständig sprechen. Und dann müssen wir uns ihn nicht mehr auf Steuerzahler kosten bezahlen. Wie seht ihr das? Doktortitel verloren, Honorarprofessor Titel verloren! Und das ist unser Landesvater? Ernsthaft? Ich fühle mich jetzt gerade mit meiner akademischen Vita ziemlich gekniffen!
eine KI mit eigenen Gedanken zu füttern oder einen Ghotstwriter schreiben zu lassen. Die KI sind das, was in der Steinzeit des Internets Wikipedia war. Urheberschaft, Kreativität eigene Leistungen nachzuweisen wird immer schwerer. Übrigens, FragDenStaat, ein Projekt der "progressiven" Zivilgesellschaft, welche zum Beispiel den Grünen wohl nie etwas Böses nachweisen (wollen), nutzte selber eine KI (Pangram) um den KI Einsatz von Voigt nachzuweisen. Genau mein Humor.
Darf man eigentlich einen Taschenrechner benutzen oder oder stimmt das Resultat nur wenn man im Kopf oder schriftlich gerechnet hat? Isz ein Rechenschieber noch erlaubt?
Aber vielleicht sollten wir alle etwas runterfahren, ein Gehacktesbrötchen essen, das Grammophon einschalten und eine Schellackplatte genießen und den Sonnenuntergang mit einer Beiretta festhalten und mit dem Festnetztelefon mit Verwandten plaudern☺
Ich glaube, viele hier sehen das ähnlich: KI ist weder gut noch schlecht… sie ist einfach ein Werkzeug.
Entscheidend ist doch, wie man sie nutzt. Wer damit recherchiert, sortiert, sich bei Formulierungen helfen lässt, ist effizienter – nicht unehrlicher. Das ist in vielen Jobs längst normal.
Problematisch wird es erst, wenn komplette Inhalte übernommen werden und dann als eigene Leistung verkauft werden. Das gilt für Schüler genauso wie für Poltiker… und ja, auch Voigt hätte sich mit einer klaren Kennzeichnung wahrscheinlich einiges erspart.
Für mich ist das kein Widerspruch: KI nutzen ja – aber eben .... nunja, ehrlich.
Und ich denke, damit könnten die Meisten hier (und sicher auch Herr Schwarzberg) ganz gut leben…
Hinweis: Dieser Kommentar ist komplett KI-generiert auf Basis des Artikels und der Kommentare, einschließlich Schreibfehler, Schreibstil und meiner üblichen drei Punkte... Ernsthaft, hätte das hier irgendwer gemerkt ? Nur ein Beispiel dafür, was mit KI möglich ist... und keine Angst, ich schreibe meinen Mist weiterhin selbst...
Das Problem ist nicht, dass Voigt KI einsetzt, das macht jeder. Das Problem ist, dass er mit KI nicht umgehen kann.
Die KI hat Zitate von drei Wissenschaftlern erfunden, die nicht existierten. Voigt hat die ohne Prüfung einfach übernommen. Das ist halt einfach dumm von ihm und faul von seinen Zuarbeitern.
Witzigerweise haben wir erst gestern Abend das Erstellen einer Landtagsrede simuliert. Nach zwei Stunden waren wir soweit, dass wir mit dem Ergebnis zufrieden waren. DANACH hätte der rund zweistündige Kontrollprozess begonnen. Vor KI hätte es circa 10h gedauert, um ein vergleichbares Ergebnis zu erzielen. Den Kontrollprozess hätte man sich in der Vor-KI Zeit natürlich geschenkt, weil man sich und seine Recherche nicht selbst checken muss.
Was dauert 2h beim Erstellen? Letztendlich die Absprachen, wenn 2 Leute an einer Rede arbeiten und der Einsatz mehrerer KI, die man gegeneinander laufen lässt. Und nicht Vergessen: der Prompt mit dem man arbeitet, wenn man ein halbwegs Ergebnis von der KI erwartet, geht über mehrere Seiten, weil die KI vielleicht inhaltlich ein 70% Ergebnis liefert, aber eben keine Ausbildung/Studium/Berufserfahrung ersetzt, die man sich über mehrere Jahre angeeignet hat. Davon abgesehen hat natürlich jeder einen gewissen Schreibstil, lernt man die KI nicht an, liefert sie eben irgendwelche hohlen Phrasen. Mittlerweile rieche ich einen KI-generierten Text gegen den Wind. Kann man dagegen mit der KI umgehen, wird es schwierig.
Es ist mit KI wie ohne KI: wenn man es nicht drauf hat, wird man als Schaumschläger enttarnt. Vorher halt einfach plagiert, hinterher lässt man die KI formulieren und packt seinen Namen drunter. Das ist halt eines MP unwürdig.
Es geht ja nicht um eine einzelne schlampige Pressemitteilung, sondern um einen Gastbeitrag mit fragwürdigen Wissenschaftlerzitaten in einer der angesehensten deutschen Zeitungen, und laut Frag den Staat zusätzlich um neun von elf untersuchten Reden mit einem KI Anteil von wohl über 50 Prozent, drei davon komplett KI generiert, darunter sogar eine Gedenkrede.
Das scheint mir kein einmaliger Ausrutscher, sondern ein Muster, und es ist nicht das erste Mal, dass seine Glaubwürdigkeit auf diese Art beschädigt wird. Schließlich läuft parallel noch das Verfahren um die ihm entzogene Doktorwürde wegen Plagiaten.
Wenn man als Ministerpräsident bei zwei völlig unterschiedlichen Vorwürfen, einmal Plagiat, einmal KI Fake Zitate, im selben Muster landet, ist das kein Pech mehr, sondern im Besonderen sehr traurig.
...je nach dem, wie man es benutzt kann es gefährlich oder nützlich sein.
Entscheidend ist immer der Mensch, der es nutzt. Mit KI kann man manipulieren – ja.
Mit Sprache, Bildern, Politik oder Religion aber genauso (wie wir anhand der dilettantischen Versuche mancher Kommentatoren aus einer bestimmten Ecke hier täglich erleben dürfen). Das Problem ist nicht die Technik, sondern der Umgang damit…
Der Stift und das Papier mit dem die falschen Hitlertagebücher geschrieben wurden, wurden ja auch nicht angeklagt, oder ?
ja, es entstehen neue Risiken aus der KI. Aber das ist bei nahezu jeder neuen Technologie so. Es gilt dann diese Risiken zu erkennen, zu bewerten und so weit wie möglich einzufangen. Ich bin jedoch davon überzeugt, dass der Nutzen, den wir aus KI ziehen können, den potenziellen Schaden überwiegt. Sie glauben gar nicht welchen Aufwand große Unternehmen bereits heute betreiben um Fakes zu erkennen, Cyberangriffe abzuwehren und ihr Personal in Beidem (und vielen Dingen mehr) zu schulen. Aber, Sie haben Recht, wer heute noch auf die Authentizität eines Fotos oder eines Videos vertraut ist selber Schuld. Nur Experten (oder einer KI) gelingt es die Echtheit oder Falschheit zu erkennen - und selbst das nicht immer. Dabei stehen wir ja erst am Anfang der Entwicklung. Aber: Die Katze ist aus dem Sack und keiner bekommt sie wieder rein - also werden wir damit umgehen müssen.
Ich könnte mir vorstellen, dass es früher oder später Standards geben wird, die den Missbrauch wenigstens erkennbar machen. Denken Sie z.B. an die erfolgreiche Verfolgung von Video- Software- und Musik-Piraten (ich erinnere an die Anfänge von Napster, oder dem Portal vom dicken Kim Dotkom - alles Geschichte) oder die Etablierung von DRM. Auch für KI-Fakes wird eine Lösung gefunden werden (müssen)...bleiben Sie zuversichtlich 😉.
das ist ein spannendes thema und ich verstehe worauf Sie hiaus wollen:
Die Schöpfer der KI (also z.B. google, musk, amazon, usw...) könnten die Ergebnisse der KI nach ihren eigenen Interessen gestalten...das meinten Sie doch, oder ? Der Gedanke ist absolut berechtigt macht aber nicht die KI als solche zum Teufelszeug.
Derartiges Vorgehen bliebe nicht unbemerkt. Verschiedenste Interessengruppen nutzen diese KIs. Wenn also Ergebnisse immer nur in eine bestimmte Richtung zeigen würden, stünde das am nächsten Tag in der Zeitung. Die Macht der Schwärme, wenn Sie so wollen.
Es fehlt jedoch - und da bin ich bei Ihnen - eine verbindliche Regulierung und Kontrolle.... noch !