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Mo, 15:36 Uhr
06.07.2020
Rollende Klimaschützer

Freistaat fördert Lastenräder

Umweltministerin Anja Siegesmund stellt heute eine neue Förderrichtlinie für Lastenräder vor. Damit wird erstmals in Thüringen der Kauf der klimafreundlichen Transport-Alternative zum Auto unterstützt, teilt das Ministerium mit...

Bis zu 3.000 EUR pro Rad sind je nach Ausführung maximal möglich - für Private, Vereine, Kommunen oder Sharing-Initiativen.

„Die Einsatzmöglichkeiten für Lastenräder sind vielseitig und enorm praktisch: Den Wochenendeinkauf nach Hause bringen, die Kinder in Krippe oder Kindergarten chauffieren oder Produkte zur Kundschaft liefern. Die rollenden Klimaschützer sind sauber, leise und erhöhen so die Lebensqualität in den Innenstädten“, so die Ministerin bei der Vorstellung. Weil nicht jeder ständig ein Lastenrad brauche, gebe es für Sharing-Initiativen, das Teilen eines Rades durch eine Vielzahl an Nutzenden, einen extra Bonus, so Siegesmund weiter.

Ob Liefer- oder Handwerkerservice, Einkauf, Kinder-Taxi, Klein-Umzug: Beim Transport in der Stadt haben Lastenräder das Potenzial, ein Auto überflüssig zu machen. Der Markt bietet vielfältigste, kreative und praktische Modelle an. Im Vergleich zum Auto oder Lieferwagen sind sie spürbar günstiger in Anschaffung und Unterhalt - und ganz nebenbei noch gesund für Mensch und Umwelt.

Auch für Firmen oder Gewerbetreibende können Lastenräder im täglichen Lieferverkehr eine praktische Alternative sein. Gerade für die sogenannte „letzte Meile“, die relativ kurzen Strecken zwischen den Stopps und Zieladressen, sind Lastenräder flexibler, kostengünstiger und schneller.

Der Fördersatz für ein Lastenrad liegt bei 40 Prozent, die Maximalbeträge variieren und sind an die Ausführung des Rades gekoppelt. Dabei unterscheidet die Richtlinie drei Arten von Cargo-Bikes:
  • Lastenrad
  • Lastenpedelec
  • Lasten-S-Pedelec

Lastenräder haben keine Unterstützung durch einen Elektromotor. Beim Lastenpedelec hingegen unterstützt ein Elektromotor bis zu einer Geschwindigkeit von 25 km/h, wenn aktiv in die Pedale getreten wird. Ein Lasten-S-Pedelec hat einen Elektromotor, der unabhängig von der Trittleistung unterstützt. Die Räder erreichen damit eine Höchstgeschwindigkeit von bis zu 45 km/h. Für dieses Kleinkraftrad ist der Führerschein der Klasse AM nötig.

Unterstützung gibt es auch für den Kauf von Anhängern und Abstell-Möglichkeiten wie Fahrradständer oder Unterstände. Die Förderunterlagen stehen ab sofort bei der Thüringer Aufbaubank bereit: www.aufbaubank.de/bike Wichtig: Vor dem Kauf muss eine Förderzusage vorliegen. Nach dem Kauf eingereichte Förderanträge können nicht berücksichtigt werden.
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Kommentare

06.07.2020, 19.23 Uhr
Realist 1.0 | Da könnte Frau Siegesmund mit guten Beispiel voran gehen
anstatt 5er BMW, kräftig in die Pedale treten, aber bitte auch bei Wind und Wetter.

7   |  1     Login für Vote
06.07.2020, 20.41 Uhr
Paul | Umwelt???
Da soll doch Fr.Siegesmund voran gehen, und selber JEDEN Tag damit zur Arbeit fahren. Und ich meine JEDEN tag, nicht nur bei Schönwetter !

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07.07.2020, 07.33 Uhr
Wolfi65 | Und was ist mit dem Ur- Grünen?
Der Mann, der für einen Liter Benzin 5 DM haben wollte?
Der lässt sich heute auf Staatskosten mit den größten Kisten herumfahren.
Soll der doch so ein Lastenfahrrad fahren.
Aber ohne Akku-Trethilfe.
Da kommt im strömenden Regen bei 5 Grad Plus, oder bei Schnee aus der Waagerechten bei 15 Grad Minus, so richtig das CO 2 Feeling auf.
Also doch lieber einen Esel-karren?

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07.07.2020, 07.51 Uhr
Ndh09 | Dann machen Sie's doch besser
@Wolfi65 "Neu-Grüne" sind eben anders. Also ich finde das eine tolle, hierzulande längst überfällige Idee. In den Großstädten sieht man solche schon lange. Und immer wieder interessant, was damit alles transportiert wird.

1   |  4     Login für Vote
07.07.2020, 08.35 Uhr
Kobold2 | Wenn man
etwas von anderen verlangt, kann man auch als Kommentator beispielhaft voran gehen.....
Aber das scheint man hier gleich mal auszuschließen.

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07.07.2020, 08.49 Uhr
Wolfi65 | Ja mit dem Fahrrad durch die Großstadt
Das ist schon klar.
Mit dem Fahrrad durch Berlin, Hamburg, Frankfurt oder München.
Wenn genug Zeit und Proviant mitgenommen wird, kann man mit dem Fahrrad auch einmal um die Erde fahren.
Natürlich nicht in 80 Tagen.
Und nach der Wiederkehr ist man höchst wahrscheinlich auch ein anderer Mensch geworden.
Ob man dann unbedingt und automatisch ein Wähler der Neu-Grünen wird, bleibt abzuwarten.

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07.07.2020, 09.29 Uhr
N. Baxter | Vorbild Dänemark
einfach mal googlen unter Christiania Bike.
Aber Achtung, die dortoge linke autonomome Enklave meine ich damit nicht...

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07.07.2020, 14.19 Uhr
Realist 1.0 | @kobold2, das war im Thüringen Journal
Zum schießen, als sich die Flachlandtirolerrin Frau Siegmund auf da E- Bike schwang und 4, 5 Meter zu fahren.Ach ja das mit ihrem, das Kommentaren mit guten Beispiel voran gehen sollen. Ich habe wahrscheinlich in meinem Leben schon mehr km auf den Fahrrad zurück gelegt, als Frau Siegmund je schaffen wird, und das ohne E Antrieb. Ich fahre nur mit dem Auto, bei größeren Einkäufen, aber alles was innerhalb von Nordhausen ist lege ich zu größten Teil mit dem Fahrrad zurück. Wie steht es denn mit ihnen selbst.

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07.07.2020, 14.51 Uhr
Kobold2 | Wir sollen
ja nicht chatten, aber vielleicht lässt man das ja als Ergänzung zum o.g. stehen.
Ich fahre ne Menge Kilometer im Jahr, (~ 120- 130000genau zähle ich das schon lange nicht mehr ) weil es mein Job ist. Den Wahnsinn erlebe ich täglich. Hier in Nordtühringen ist es noch vergleichswese harmlos, aber mit sichtbarer Steigerung.
Alles was privat und Freizeit ist, wird möglichst mit dem Rad erledigt. Sommer wie Winter und wenn es nicht grad sturzflutartig regnet.
Leichter, bis mittlerer Regen ist kein Problem für die paar Meter im Stadtgebiet.
Meine Frau legt ihren täglichen Arbeitsweg in der Stadt ebenfalls mit den Rad zurück und ärgert sich oft , wenn sie wegen den Dingen, die man halt schlecht mit dem Rad erledigen kann, das Auto nehmen muss. Hier hängt noch etwas mehr dran, als nur hin und zurück. Wir sind froh, wenn wir nicht Auto fahren müssen.

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07.07.2020, 20.19 Uhr
Starlight | Ich lache mich schlapp.
Für ebene Großstädte mag es gehen, aber ich möchte mal einen sehen, der damit seinen Wochenendeinkauf zb in Sdh ins Östertal befördert und wenn’s geht noch für mehrere Personen! Dann kommt auch gleich das nächste Problem, wo soll man es abstellen? Vor der Tür dürfte kein Versicherungsschutz vorliegen. In Keller funktioniert im Neubau auch schlecht, wie viele sollen da anfassen? Und dann darf man auch nix anderes mehr in diesen Zwergkellern haben, sonst wird’s eng!

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08.07.2020, 09.37 Uhr
Kobold2 | Ich lache mit
wenn mal wieder versucht wird, sein eignens Leben auf die Allgemeinheit zu übertragen.
Oder wenn die Daumenkinder 2 inhaltliche fast idente Kommentare völlig unterschiedlich beklicken. Da sind scheinbar persönliche Befindlichkeiten wichtiger, als der Inhalt.....
So wird es aber nix, mit einem vernünftigen gesellschaftlichen Zusammenleben!
Ich fahre jetzt mal in eine Großstadt und suche die Vorteile für Fahrräder gegenüber einer Kleinstadt.
Abstellmöglichkeiten werden es wohl nicht sein???

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08.07.2020, 15.17 Uhr
Quallensammler | Ich kann hier gar nicht lachen
@SL - gerade für Bewohner von Wohnsiedlungen, die auf einem Berg liegen, ist die elektrisch unterstützende, oder sogar permanent elektrisch mitfahrende Variante ein prima Ding. Da damit sogar Personenbeförderung machbar ist, sollte es für für den 5nasigen Familieneinkauf auch gehen. Gut, wenn der Einkauf nur aus Bierkisten besteht, könnte es Probleme geben. In der Höhe...

Dass vor 40 Jahren die Erbauer von Plattenbauten keine Glaskugel hatten, um bei Kellern den Planungsbedarf für Lastenräder mit zu bedienen, finde ich verständlich. Nebenbei...es kann als Keller nur die Grundfläche aufgeteilt werden, die so ein "Block" hat. Da ist kein Spielraum. Außen schon. Und dafür ist zu lesen: "Unterstützung gibt es auch für den Kauf von Anhängern und Abstell-Möglichkeiten wie Fahrradständer oder Unterstände." Also den Vermieter fragen und dann ran!

Ansonsten finde ich einige Kommentare seltsam. Hier wird vom Land Thüringen etwas gefördert. Das ist ein Angebot! Da steht nirgends, die Lastenradförderung ist speziell für Sondershausen ausgearbeitet. Da steht auch nicht zu lesen, der Thüringer allgemein muss sich jetzt so ein Ding zulegen. Ich konnte nicht finden, dass es Pflicht irgendwelcher Politiker, oder Wirtschaftsträger, oder Verwaltungsbeamter, oder...ist, so ein Radel als gutes Vorbild zu benutzen. Und es ist auch nicht von irgendwelchen negativen Konsequenzen zu lesen, wenn man sich kein Lastenrad zulegt.

Jeder mag für sich überlegen, ob ihm das Lastenrad Vorteile bringt. Wenn nicht, weil kein Bedarf, keine Lust, kein Geld oder Keller schon voll - dann nicht. Wenn doch, gibt es einen attraktiven finanziellen Anreiz. Also ein Geschenk. Ich sehe das als gutes Angebot.

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08.07.2020, 15.42 Uhr
Kobold2 | So ist es
Man versucht halt immer wieder mit allerlei Gründen eine Sache in Misskredit zu bringen die Schuld anderen zuzuschieben, oder halt andere vorzuschicken, um davon abzulenken, das man selbst nicht gewillt ist, irgendetwas an seinen Gewohnheiten zu ändern.
Die Räder sind schon längst im Alttag angekommen, nur in unserer traurigen Provinz klappt es ja noch nicht mal mit normalen Fahrrädern in vielen Köpfen.

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