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So, 10:36 Uhr
29.11.2020
Ein Blick in die Statistik

2156 Euro im Schnitt für Thüringer Rentner

In Thüringen nahmen im Jahr 2018 an der bundesweiten Einkommens- und Verbrauchsstich- probe (EVS) freiwillig 473 private Haushalte teil, deren Haupteinkommenspersonen Rentner sind...

Diese stehen stellvertretend für 373 000 private Haushalte in Thüringen. Anhand der Ergebnisse der EVS stellt das Thüringer Landesamt für Statistik fest, dass Privathaushalte mit Rentnern als Haupteinkommensperson im Jahr 2018 nach Abzug von Steuern und Sozialabgaben durchschnittlich monatlich über ein Nettoeinkommen von 2 156 Euro verfügten. Das waren 20 Prozent mehr als im Jahr 2013 (1 795 Euro).

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Das monatliche Bruttoeinkommen der Privathaushalte mit Rentnern als Haupteinkommensperson hat sich von 1 960 Euro im Jahr 2013 auf 2 377 Euro im Jahr 2018 gesteigert (+ 21 Prozent). Besonders deutlich fiel der Anstieg bei den Einkommen aus nichtöffentlichen Transferzahlungen, bei den Renten der Zusatzversorgung des öffentlichen Dienstes und bei den Einkommen aus dem Pflegegeld aus.

Die Pflichtbeiträge zur Sozialversicherung haben sich im Vergleich zum Jahr 2013 um rund 27 Prozent erhöht (von 164 Euro auf 208 Euro).
Für den privaten Konsum gaben die oben genannten Thüringer Haushalte im Jahr 2018 durchschnittlich 1 846 Euro im Monat aus, das waren rund 86 Prozent ihres Haushaltsnettoeinkommens. Im Jahr 2013 wurden rund 90 Prozent des Haushaltsnettoeinkommens für private Konsumausgaben verwendet.
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Kommentare

29.11.2020, 11.11 Uhr
Wolfi65 | Der Durschnitt
In Anbetracht dass hier viele Rentner in der Sozialhilfe leben und hier so ein hoher Durchschnitt zustande gekommen ist, muss der Rest Millionen auf dem Konto haben.

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29.11.2020, 13.00 Uhr
Marino50 | Renteneinkommen
Ich gehe davon aus, dass die Nettosumme ein Rentenehepaar betrifft, nicht etwa ein Rentner. Dann würde ja die Rentner eine super gute Rente haben. Ich frage mich, wer da die 473 Haushalte sind. Mich hat keiner befragt und meine Rente beträgt 1000 € Netto. Und das ist wirklich schon gut m.

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29.11.2020, 13.09 Uhr
sputnik | 2156 Euro Rente, ich würde sie auch nehmen
Wie schon im Artikel steht kommt die Zahl u.a. durch "Zusatzversorgung" im öffentlichen dienst zustande, also all die beamten und Angestellten, die durch unsere Steuergelder finanziert wurden und nun witerhin von uns mitfinanziert beachtliche renten kassieren können. Der "Normalo"- Arbeiter mit Zeiten der Arbeitslosigkeit im Erwerbsleben hier im Osten kann nicht mit solchen guten Rentenzahlungen hoffen.

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29.11.2020, 13.47 Uhr
Lotterfee | Lächerlich
Ich frage mich ernsthaft was da für Haushalte befragt wurden? Der Durchschnitt der Rentner lebt unter der Armutsgrenze und ist gezwungen regelmäßig Flaschen zu sammeln oder anderweitig sich Lebensmittel bei der Tafel zu holen. Sicher gibt es noch Rentner 75 aufwärts die noch eine gute Rente haben, aber die Altersgruppen darunter und Rentner die auf Grund von Erkrankung vorzeitig in Rente mussten, haben mehr als zu kämpfen um einigermaßen würdig ihren Lebensabend bestreiten zu können. Mein Mann und ich mussten auf Grund schwerer Erkrankung vorzeitig in Rente und können nur davon träumen. Wir müssen unser Leben mit gerade mal knapp 1300 Euro zu zweit bestreiten ohne staatliche Hilfe, denn um Grundsicherung zu erhalten haben wir noch zu viel Rente.

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29.11.2020, 14.03 Uhr
geloescht.otto | WER
Streicht den größten Teil meiner Rente ein - wer ist das?????

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29.11.2020, 14.39 Uhr
Wolfi65 | Niemand soll es in dem vereinten Deutschland schlechter gehen
Und jetzt?
Rentner, welche sich jeden Morgen durch die Papierkörbe wühlen.
Sich an Suppenküchen anstellen und in Sozialämtern nach Almosen betteln.
Ein Jammer ist das im Lande der Freiheit und Demokratie.
Wenn die versprochene Freiheit und Demokratie so aussieht, dann möchte ich doch lieber in einem totalen Regime leben, ohne froh sein zu müssen, noch Leben zu dürfen.
Und jetzt für die Korea Kasper.
Dieses Land meine ich nicht.
Man hat einfach 1989 zu früh den Automaten Kalaschnikow in die Ecke gelegt, obwohl dessen Arbeit noch gar nicht zu Ende war.

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29.11.2020, 15.47 Uhr
Paulinchen | Bitte nicht...
... falsch verstehen, aber diese Frage sollte doch gestellt werden dürfen. Wer bekommt den Rest meiner Rente, denn bis zum genannten Betrag, fehlen mir mehr als 500 Euro. Kein Wunder, dass mir auf die Frage bei der DRV, wie hoch ist der Zuschlag auf die Grundrente, durch die freiwillige und später zur Pflicht gewordene Zusatzrente in Zahlen, mit dem Satz : darüber dürfen wir keine Auskunft geben. Also ist die Rente ein Bestandteil eines illegalen Basars in Deutschland???

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29.11.2020, 15.54 Uhr
Paulinchen | Ergänzung
Kann man in Deutschland, die Höhe der Rente inzwischen auch schon aushandeln! Warum bekommt man die Rente nicht, wie Herr Zumwinkel (ehem. Chef der Deutschen Post) auf einmal ausgezahlt? Ich werde mit Sicherheit auch so alt wie dieser Herr. Dann baue ich mir ein Haus in Tenno, Italy, neben das Seine. Tolle Lage und fern ab von der Öffentlichkeit.

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29.11.2020, 17.22 Uhr
Demokrit | Überschrift des Artikels ist irreführend
Die 2156 Euro stellen den zur Verfügung stehenden Betrag eines Rentnerhaushalts dar und nicht etwa eines Rentners.
Durchschnittsrente laut Rentenversicherung in Zahlen 2020: West: Männer 1169,- €, Frauen 700,-€
Ost: Männer 1.264,-€ , Frauen 1.033,-€

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29.11.2020, 17.26 Uhr
Demokrit
Der Beitrag wurde gespeichert und die Freigabe beantragt.
29.11.2020, 18.24 Uhr
Psychoanalytiker | Glaube keiner Statistik ...
... die Du nicht selbst gefälscht hast und glaube vor allem keinen Politiker, der Dir weismacht, dass es Rentnern in Deutschland gut geht:

Die Brutto-Altersrente berechnet sich eigentlich ganz einfach. Der jährlich ermittelte bundesdeutsche Durchschnittsverdienst wird zunächst dem eigenen Verdienst gegenübergestellt. Erreicht man exakt beide Verdiensthöhen, gibt es dafür 1,000 Rentenpunkte. Zu gut deutsch: Man wäre der exakte Durchschnittsverdiener und zukünftige Durchschnittsrentner. Läge (nur zur einfacheren Darstellung) der bundesweite Durchnittsverdienst zum Beispiel bei 30.000 Euro und hat man selbst 30.000 Euro verdient, erhält man also (30.000 : 30.000 =) 1,000 Rentenpunkte. Hat man weniger als den Durchschnittsverdienst erhalten, sinkt der Rentenpunkt unter 1, war der eigene Verdienst höher, steigen die Rentenpunkte auf über 1.

Nun muss man (z.B. für die "Rente mit 63") 45 Jahre arbeiten. 45 (Jahre) mal 1,000 (Rentenpunkt) ergibt nach Adam Ries exakt 45 Rentenpunkte, die der (exakte) Durchschnittsrentner erhält.

Diese Rentenpunkte werden mit einem jährlich festgelegten Rentenwert multipliziert. Der beträgt im Osten seit dem 01.07.2020 33,23 Euro. Das ergibt nun: 33,23 Euro mal 45 Rentenpunkte = 1.495,35 Euro (BRUTTO), und dies ist der Rentenbetrag, der sich ergibt, wenn man 45 Jahre lang EXAKT den Durchnittsverdienst verdient hat.

Wenn hier suggeriert wird, dass man hier durchschnittlich 2.156 Euro erhält, kann man errechnen, wieviel man über dem jährlichen Bundesverdienst gelegen haben muss. Und daran glauben die Politiker. Dann braucht man sich nicht zu wundern, dass die Rentenpolitik so ist, wie sie ist: verlogen ...

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29.11.2020, 18.42 Uhr
diskobolos | Einige Irrtümer
Die angegebenen Beträge beziehen sich auf Haushalte, nicht auf Einzelpersonen.
Einkommen heißt nicht nur Rente, sondern Rente + private Altersvorsorge (einschl. Riester-Rente) + Mieteinnahmen + Kapitalerträge.
Wenn einen Durchschnittsbetrag gibt, heißt das nicht, dass der jedem zusteht.
Die Mehrheit der mehr als 10 000 Rentner in NDH sammelt keine Flaschen oder ist auf Hilfe der Tafeln angewiesen.
Man sollte nicht von seinem persönlichen Umfeld auf die Allgemeinheit schließen. Bin ich selbst arm, sind es meist auch meine Bekannten.

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29.11.2020, 19.25 Uhr
Marco Müller-John | .....@wolfi65 Unerträgliches Geschwafel
Ihr Gejammer nervt. Ich möchte sehen, wie fürstlich sie mit Ihrer Rente im Vergleich zu einem Rentner hinter dem Ural dastehen. Der braucht eine AK47, damit er im Wald jagen gehen kann, um sein Leben zu meistern. Alles andere ist doch nur Neid und Knatz, weil sie die eigene Freiheit und die Selbstbestimmung lieber für ein in Schäfchen geschnittenes Butterbrot wegwerfen, anstatt selbst zu Schmieren.

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29.11.2020, 19.27 Uhr
Psychoanalytiker | Sehen Sie ...
... Der diskobolos hat höchstwahrscheinlich Recht, wenn er schreibt, dass sich die angegebenen Beträge auf Haushalte und nicht auf Einzelpersonen beziehen.
Aber genau DAS meine ich als "Suggestion", denn wer den Artikel liest, wird unweigerlich darauf hingeführt, dass ein Rentner der "Hauptverdiener" des Haushalts ist. Wer sich da nicht genau auskennt glaubt so, dass dieser Rentner weit über 2.000 Euro Rente (Netto) bekommt. Wieder Beeinflussung, denn eine Friseurin, ein Wachdienst, ein Maler bekommt nicht so viel Geld, sieht nur diese 2.156 Euro Netto und schlussfolgert, dass Rentner sehr, sehr viel Geld erhalten. Nicht jeder Leser kennt sich mit der Rente so gut aus, wie z.B. der Diskuswerfer.

Auch die "Entscheider" (Politiker) denken so. Dies weiß ich aus persönlichen Kontakten, Medienberichten, Aufsätzen und Reden im Bundestag. Genau so, wie es diskobolos beschreibt ist es nämlich. Diese Politiker rechnen nicht nur mit der gesetzlichen Altersrente, sondern zählen private Altersvorsorge, Riester-Rente, Mieteinnahmen und Kapitalerträge einfach mit, und begründen am Ende, dass und warum die Rente nur noch 42 Prozent des "Durchschnittsverdienstes" (vereinfacht ausgedrückt) betragen muss. "Der Rentner hat ja 2.156 Euro Netto zur Verfügung, der braucht nicht mehr.

Es geht mir dabei nicht um meine private Rente, die ist nicht schlecht (aber nicht so hoch, wie sie entsprechend des Artikels sein sollte). Es geht mir um die "Dummheit" der Entscheidungsträger, die am Ende auch glauben, dass ein Rentner durchschnittlich 2.156 Euro Netto erhält und dies nicht korrigieren wollen. Ich schrieb es hier schon mehrmals: Österreichische Politiker sind zumindest diesbezüglich intelligenter ...

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29.11.2020, 21.50 Uhr
Marino50 | Psychoanalytiker/Rente
Ich stimme voll zu. Welcher "normale"Rentner hat denn Mieteinnahmen, Riesterrente oder eine große Vorsorge. Für Riester zu alt, Vorsorge oder Betriebsrente ging nicht. Na und die wenigsten Rentner haben ja wohl Mieteinnahmen. Ein Rentner kann ja kaum sein Haus noch halten mit der Rente. Also kommen nur Beamte usw. in Betracht zur Berechnung. Die komplette Statstik ist Müll weil sie nicht der Realität entspricht.

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30.11.2020, 08.38 Uhr
tannhäuser | Traumschloss...
...Immobilienbesitz und damit einhergehende Mieteinnannahmen als Sahnehäubchen für den Altersruhestand.

Das war, bevor die Luxussanierungskaufhaie und wirtschaftlichen Totalschaden anrichtende Mietnomaden auf der Bildfläche erschienen.

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30.11.2020, 09.37 Uhr
Wolfi65 | Lieber MMJ
Sie brauchen hier nicht unverschämt werden, nur weil ihre wirren Gedanken keine großen Freunde finden.
Finden Sie sich lieber damit ab, dass Ihre Pseudodemokratie mit über 2,2 Billionen Euro Schulden so langsam sich östlicher als der Ural befindet.
Nämlich fast am Ende.
Und das ist gut so!

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30.11.2020, 10.30 Uhr
Psychoanalytiker | Nicht dass ich nicht damit leben kann ...
... aber ich wüsste von dem "Daumen-runter-Geber" meines Kommentars "Glaube keiner Statistik" zu gerne, warum er/sie/es- chen so abstimmte.

Ich habe weiter nichts getan, als die derzeitige Rentenpolitik bzw. Rentengrundlage darzustellen, wie sie ist. Im Artikel selbst wurde durch eine nicht klar dargestellte Formulierung, was tatsächlich gemeint ist suggeriert, dass "Hauptverdiener" eines Rentnerhaushaltes 2156 Euro Rente erhalten. Ich kenne mich im Rentenrecht sehr gut aus, glaube zu wissen, was gemeint sein könnte, aber andere lesen, dass "Rentner 2156 Euro bekommen", das wars.

2156 Euro (hier Netto) wären rund 661 € (fast 45 Prozent) mehr, als es der zugrunde liegende bundesdeutsche Durchschnittsverdienst (Brutto) tatsächlich ermöglichen würde.

Die Darstellung im Artikel gefällt MIR nicht und ist GENAU DAS, was den "Otto Normalverbraucher" letztendlich dazu veranlasst, das Wort "Lügenpresse" in den Mund zu nehmen.

Kann man nicht mit einfachen Worten sagen, dass derzeit die sich aus dem Durchnittsverdienst (das entspricht 1,0 Rentenpunkte) heraus nach 45 Arbeitsjahren ergebende Brutto-Durchschnittsrente 1495,35 € (im Osten der Republik) beträgt ? Hat man mehr Rente, hat man über dem Durchschnitt verdient, ist die Rente geringer, war der Durchschnittsverdienst geringer. Hinzu kommen noch die Abzüge durch Sozialabgaben und Steuern, wobei es für mich noch die Frechheit gibt, die Steuerfreibeträge geburtsjahrabhängig jährlich abzusenken. Aber vor dem Gesetz sind ja alle gleich(er).

Mehr als unfair ist es auch, private Renten, Kapitalerträge, Mieteinnahmen u.s.w. mit einzubeziehen, die gehören hier nicht hin, weil sie die tatsächlichen Renten verfälschen und auch "Entscheidungsträger" (Politiker) letztendlich falsch beraten. Die "nicken ab" und rechnen nicht nach. Dumm nur, dass ich dies sehr genau weiss ...

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30.11.2020, 11.51 Uhr
Flitzpiepe | Das kann ich Ihnen schreiben
wer den Daumen runter gegeben hat - das war ich.
Das mache ich an einem Satz fest: '... glaube vor allem keinen Politiker, der Dir weismacht, dass es Rentnern in Deutschland gut geht'
Denn das stimmt nicht! Dem Großteil der Rentner geht es gut!
Ich habe inzwischen 5 Rentner in meiner engsten Familie.
- 2 Männer, 3 Frauen.
- ca. 30 Jahre Altersunterschiede
- alle mit normaler DDR-Vergangenheit
- alles ehemalige Angestellte, einmal ÖD
- keiner hat 45 Jahre gearbeitet
- nicht alle mit Partner und Kindern
Bei allen 5 betrachte ich nur die Einzelrente( einmal + Witwenrente)!
2 von den 5 Rentnern landen fast genau bei dem genannten Durchschnitt.
1 Rentner liegt gut darüber.
2 darunter ( davon einmal nur 1/3 des Durchschnitts)

Selbst letzterer Rentner kann sich damit allein lebend eine gute Wohnung leisten und kommt damit aus.

Diese Polemik und Panikmache kotzt mich halt an. Es wird alles schlechter geredet als es in Wirklichkeit ist.
Natürlich ist das Rentensystem in Deutschland Mist. Es müssten alle einzahlen. Andere Länder haben deutlich bessere Systeme.
Aber trotzdem ist es in Deutschland nicht so schlecht, wie es oft gemacht wird.

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30.11.2020, 12.56 Uhr
Wie Bitte | Renten in Thüringen
Ich verstehe trotz der Kommentare nicht, wo diese Zahl herkommt.
Ich verdiene nicht mal annähernd Brutto, was hier als Netto-Rente angegeben wird. Da kann ich mich ja richtig auf die Rente freuen, wenn ich dann plötzlich 2156€ bekomme.

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30.11.2020, 14.01 Uhr
Psychoanalytiker | Hoffentlich gilt es nicht als Chat ...
... ich versuche, es allgemein zu formulieren:

Ich lehne es einfach ab, in die Rentenberechnung "Pflicht-Zusatzrenten" (z.B. öffentlicher Dienst), private Renten, Mieteinnahmen oder Kapitalerträge einzubeziehen. Der Grund ist, dass viele (auch zukünftige) Rentner im Osten der Republik solche Altersvorsorge-Maßnahmen garnicht bewerkstelligen konnten.

Ich betrachte hier ausschließlich die Altersrente, die unter guten Voraussetzungen mit 63 Jahren und x Monaten und erst nach 45 Arbeitsjahren einsetzt. Schwerbehinderte oder Kranke betrachte ich deshalb nicht, weil deren Rentenanspruch meist unter Umständen entsteht, die ich nicht erleben möchte.

Wie diese Rentenansprüche berechnet werden, habe ich bereits ausführlich erläutert. Das Ergebnis 1.495,35 Euro BRUTTO für einen Rentner (im Osten), der über 45 Jahre exakt den bundesdeutschen Durchschnitt verdiente und dafür pro Jahr 1,0 Rentenpunkte erhielt, sind für mich einfach eine Frechheit.

Offiziell (2015) bekommt der "Durchschnittsrentner" 47,9 Prozent dessen, was ein "Durchschnitts-Arbeitnehmer" verdient. Bis 2030 fällt diese Zahl voraussichtlich auf 44,3 Prozent, Tendenz 42 Prozent. Zur Erinnerung!!!!!: Sozialverbände wie der VdK, Der Paritäische u.s.w. haben eine Armutsgrenze von 60 Prozent des durchschnittlichen Arbeitnehmer-Verdienstes definiert.

Das bedeutet nichts anderes, als dass das Rentenniveau des exakten "Durchschnittsrentners" schon 2015 rund 12 Prozent (!!!!) UNTER der ARMUTSGRENZE liegt, Tendenz weiter sinkend.

DAS sind die Fakten, die unsere Politiker nicht sehen, erkennen und erkennen wollen. Und glauben Sie mir, ich weiss es "aus erster Hand". Daher auch meine Einstellung zur "Verlogenheit der Entscheider", wenn diese behaupten, dass unser Rentensystem so angelegt ist, dass die Lebensleistung derer, die 45 Jahre gearbeitet haben, geehrt wird.

Wenn ich dann zusätzlich in Erfahrung bringe, dass in diesem Land Menschen leben, die "Null Jahre" hier gearbeitet haben, aus "anderen Töpfen" aber insgesamt auch so viel Geld (bzw. auch Leistungen) erhalten, wie der Durchschnittsrentner nach 45 Jahren, dann habe ich wenig Verständnis für "diese Politik", denn da stimmt etwas nicht ....

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30.11.2020, 17.18 Uhr
Marco Müller-John | ....@Schafspelz56
Im besten Tschekisten Deutsch verfasst, deute ich, Ihre Einlassungen dahingehend, das sie an der Ihnen verhassten demokratischen Solidargemeinschaft nicht mehr teilhaben wollen. Also keinerlei Rentenerhöhungen, Pflegegeldzuschüsse und Vorsorgeuntersuchungen mehr. Finde ich persönlich konsequent, wer die demokratische Solidargemeinschaft ablehnt, sollte auch deren Leistungen ablehnen. Chapeau vor dieser Courage.

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30.11.2020, 17.43 Uhr
tannhäuser | Psychoanalytiker...
...erst mal meinen Respekt, dass Sie so in der Materie stecken und Ihr Wissen hier verständlich darlegen.

Ich habe mal versucht, allein das Thema Witwenrente und deren Anrechnung zu verstehen, leider umsonst.

Was ich weiß, wer einen Angehörigen pflegt und selbst noch nicht Rentner ist, sammelt gehörig Punkte.

Aber ebenso wie könig_gerhard und andere verstehe ich die angegebene Zahl nicht, selbst wenn damit ein gesamter Haushalt mit einem oder zwei Rentnern gemeint ist.

Das war wohl möglich mit Mieteinnahmen. Aber diese damals angepriesene Blase sicherer Einnahmen durch Immobilienbesitz ist doch u. a., aber nicht nur durch die von mir weiter oben erwähnten Erschwernisse geplatzt.

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30.11.2020, 18.59 Uhr
diskobolos | Ein Blick in die Zukunft
Dass die Zahlen im Artikel schon hinkommen wurde schon hinreichend erläutert.
Bei jeder Rentendiskussion ist zu beachten, dass die Renten durch die einzahlenden Jahrgänge aufgebracht werden müssen. Seit 25 Jahren weiß jeder, der sich sich dafür interessiert hat, dass das schwierig wird. Nun kommen noch die Mrd. dazu, die Corona kostet. Die Kinder und Enkel der jetzigen Rentner werden es nicht leicht haben. Die Haltung, der Staat möge es richten, verstärkt sich in der Krise, wird aber nicht aufgehen. Zukünftige Generationen werden nicht bereit sein mehr als 50% ihres Einkommens abzugeben. Sie wandern dann aus oder in die Schwarzarbeit ab. Wer glaubt, man kann die Rente zu einem größeren Teil aus Steuern finanzieren, glaubt wohl, dass Google, Facebook, Amazon, Uber usw. in der Zukunft hier richtig Steuern zahlen. Ich glaube das nicht. Dass die Rente in 20 Jahren immer noch auf dem heutigen Niveau gezahlt werden kann, halte ich für eine zu optimistische Prognose.

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