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Do, 12:20 Uhr
18.02.2021
Tim Schäfer stellt sein neues Werk in der nnz vor:

Neues Buch über Mittelbau Dora

Der Nordhäuser Tim Schäfer legt ein neues Buch vor, das den Komplex "KZ Mittelbau: Hitlers Mittelwerk & V-Waffen" behandelt. Es spannt einen Bogen bis ins Jahr 1949 zu den Sprengungen, die die sowjetische Militärverwaltung befahl...

Auszug von der Titelseite des Buches (Foto: T.Schäfer) Auszug von der Titelseite des Buches (Foto: T.Schäfer)

Vor den Toren Nordhausens befand sich in Nazideutschland das KZ des „totalen Kriegs“ der SS, das KZ Mittelbau-Dora. Die letzte große Gründung eines KZ der SS. Den Opfern dieser grauenvollen nationalsozialistischen Verbrechen ist dieser Sammelband gewidmet. Eng verbunden damit sind riesige Stollenanlagen und weltweit bekannte V-Waffen und das Grauen katastrophaler Bedingungen für KZ- Häftlinge der SS, die den Endsieg sichern sollten. Mittelbau, mit dem KZ Mittelbau sowie die Projekte dazu, besonders das Mittelwerk bei Nordhausen und Niedersachwerfen, war der größte bombensichere Produktionskomplex der wichtigsten drei Wunder-Waffen Nazideutschlands.

Doch was war Mittelbau 1945? Der Autor definiert Mittelbau neu- als NS- SS- Militär-Industriellen Komplex (NS-SS-MIK Mittelbau), der sozusagen von der Gewinnung des Ausbruchsmaterials der Stollen und dessen Weiterverarbeitung zu insbesondere Sprengstoffen, der Waffenproduktion, der Eigenverwaltung, der Bauvorhaben usw. unter verbrecherischer Ausnutzung von KZ- Häftlingen den Endsieg sichern sollte. Waren es diese sogenannten V-Waffen, V1 und V2 der Nazis aus dem Mittelwerk, die den Alliierten 1945 militärisch noch Sorgen bereiteten? Im Sammelband werden die drei wichtigsten Wunderwaffen der Nazis aus dem Mittelwerk bei Nordhausen herausgearbeitet.

Überraschend, für die Alliierten bestand eine militärische, besondere Gefahr 1945 nicht mehr aus V2! Sondern es bestand objektiv eine andere Gefahr, die sich sogar auf die Strategie der Alliierten sich entscheidend auswirken konnte.

Adolf Hitler selbst gab Befehle, insbesondere mit tausenden Juden die hochgeheimen Rüstungsprojekte der V-Waffen und Flugzeuge, unter Leitung des Deutschen Reiches, delegiert wiederum auf die SS-Sonderinspektion II unter Verantwortung des Generalbevollmächtigten SS-General Dr. Kammler, schnellstmöglich und enorm im Mittelbau/Mittelwerk bei Nordhausen zu beschleunigen und zu skalieren. Mit vielen weiteren Projekten, wie der Fertigung von Motoren für Junkers-Flugzeuge, FlA-Raketen (Flugabwehr), Treibstoffen, Infrastruktur und dem Volksjäger Heinkel 162. Letztlich inklusive einer Entwicklungsgemeinschaft, die in Bleicherode noch kurz vor Kriegsende Ihren Sitz fand.

Wer war der SS-General Kammler final wirklich? Diese Frage beantwortet der Sammelband in neuer Weise: Wenn Nazideutschland versuchte, mit den Briten und Amerikanern geheim zu verhandeln, die Waffentechnik des Reiches, gebündelt auf insb. SS-General Kammler als Pfand einzubringen, um sich frei zu kaufen, dann war Kammler der geeignetste Doppelagent erster Güte! Legenden und Mythen werden aufgeklärt, sogar eine offensichtliche Fake-Information des SS-Führungsstabs Chef, General der Waffen-SS Dr. Ing. Kammler im Jahre 1945. Die Thematik wird 1944-45 chronologisch eingeordnet, wobei die Phase Kriegsende mit Ihrer Dramatik und Ambivalenz angesichts des Untergangs im Fokus steht.

1945. Die Befreiung durch die Amerikaner, Ihr intensives Wirken, ergänzend dann der Sowjet-Armee. Der Sammelband bietet viele Dokumenten und Abbildungen bedeutender Natur, wie „Leaving Nordhausen 1945“ oder dem Foto vom ersten Start einer V2 in den USA, Originalbefehlen zu den Sprengungen im Mittelbau bis 1949 der Sowjets (SMAD), in einem digital verfügbaren Teil. Mit dem Foto: „Leaving Nordhausen 1945“– Nordhausen verlassen 1945. Dieser Sammelband bietet auch neue Quellen-Info zur eigenen Nachforschung aus russischen wie US-Archiven an, auch aus DDR-Zeiten, dann 1991 ff. -2021.

Der Sammelband kostet 24,95 € und ist im Handel in Kürze und im Internet bestellbar.
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Kommentare

18.02.2021, 15.05 Uhr
Kaleida | Wie immer...
...aufgrund der Grammatik extrem schwer zu lesen.

Wenn das Buch vom selben Autor in gleicher Art und Weise der Beiträge in der nnz geschrieben wurde, kann man wohl ob der wertvollen Informationen nur sagen: Schade - leider nicht lesbar.

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18.02.2021, 15.43 Uhr
Envites | Sind viele Bilder drin... Wirklich.
Also muss Betrachter/ in nicht so viel lesen.

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