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Fr, 11:00 Uhr
26.02.2021
Thüringer LINKE kritisiert fehlenden bundesweiten Tarifabschluss

Harter Rückschlag für die Pflege

Der durch den Deutschen Gewerkschaftsbund angestrebte bundesweit gültige Tarifvertrag für Beschäftigte in der Altenpflege wird vorerst nicht kommen. Dies kritisieren die Abgeordneten der LINKEN Landtagsfraktion... Ralf Plötner, Sprecher für Gesundheitspolitik und Pflege und Lena Saniye Güngör, Sprecherin für Arbeits- und Gewerkschaftspolitik:

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„Es ist ein herber Rückschlag für die Menschen, welche in der Altenpflege tätig sind. Der hohe Altersdurchschnitt der Thüringer Bevölkerung wird den Bedarf an Pflegekräften weiter steigen lassen. Der vorgeschlagene Tarifvertrag hätte mit einer deutlichen Anhebung des Mindestlohnes den Beruf der Pflege aufgewertet“, zeigt sich Ralf Plötner enttäuscht.

Hintergrund ist die Ablehnung der Caritas zur Bestätigung des ausgehandelten Tarifvertrags. Vorausgegangen waren Verhandlungen zwischen den Tarifvertragsparteien, welche zum 1. August 2021 greifen sollten.

Güngör konstatiert ergänzend: „Dieses Ergebnis ist den vielfachen Ausführungen zur sogenannten Systemrelevanz der Pflege während der Corona Pandemie unwürdig. Ein bundesweit gültiger Tarifvertrag hätte den vielen politischen Ausführungen zur Anerkennung von Pflegekräften endlich Rechnung getragen und auch außerhalb der Pandemie einen wichtigen Beitrag zur Fachkräfteentwicklung geleistet“.
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Kommentare

26.02.2021, 11.20 Uhr
Kobold2
Der Beitrag wurde deaktiviert – Gehört nicht zum Thema des Beitrages
26.02.2021, 11.29 Uhr
Sigmund | Die Linken
Beim kritisieren sind sie ganz groß. Aber schauen wir doch mal auf Thüringen. Hier sind die „LINKEN“ die treibende Traft, so geben sie sich immer, wo bleiben da die ach so großen Erfolge? Warum setzen sie denn in Thüringen keinen eigenen Tariflohn fest? Aber das würde ja Geld kosten, da versteckt man sich lieber hinter der Ausrede, die anderen wollen nicht. So geht die Politik von Ramelow, Ex Gewerkschaftssekretär.

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26.02.2021, 11.52 Uhr
Sigmund | Nachtrag
Zumindest sollten sie in den staatlichen Einrichtungen anständig bezahlen und nicht nur kassieren. Aber da höre ich schon die Ausrede, wenn wir mehr zahlen und von den anderen das Gleiche verlangen, verlassen sie unser Bundesland und gehen dorthin wo sie Viel Geld sparen und die Pflegebedürftigen richtig abzocken können.

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26.02.2021, 12.06 Uhr
Kobold2 | Häh, die Linken?
Im Artikel steht, das es an der Ablehnung der Caritas liegt...
Eine Einrichtung der katholischen Kirche.

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26.02.2021, 13.18 Uhr
Kritiker86 | Ja...
aber die Caritas bezahlen ja schon mit am besten. Und denke der Stundenlohn müsste hier sich schon am Tarifvertrag orientieren. Deswegen verstehe ich den Artikel überhaupt nicht. Die privaten sollten hier mal herangezogen werden...denn das sind die, die am wenigsten Bezahlen. Die Caritas, AWO, Johanniter, generell die Kirchlichen bezahlen doch schon gute Löhne, auch in Sachen Arbeitszeit, Urlaub, Sonderzahlungen, 13. Monatsgehalt haben sie die Nase vorn. Wer in der Pflege ein Gehalt bekommt unter der Schmerzensgrenze ist für mich selbst schuld. Die Pflegenden sind in so einer guten Position das sie überall anfangen können und auch bei den Lohnverhandlungen können sie richtig was einfordern. Ich weiß noch bei meinen alten Arbeitgeber vor vielen Jahren sagte er uns allen wir sind alle ersetzbar...und wir haben nix zu melden...doch da hat er sich geirrt, wir sind nicht mehr ersetzbar. Die die ihre Mitarbeiter schlecht behandeln...rudern im Kreis und sind kurz vorm Ersticken. Und diese werden selektiert. Wir bekommen Tarifvertrag und das ist auch gut und richtig so.

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26.02.2021, 13.20 Uhr
tannhäuser
Der Beitrag wurde deaktiviert – Gehört nicht zum Thema des Beitrages
26.02.2021, 13.27 Uhr
tannhäuser | Und warum...
...hat die Caritas den Tarifvertrag abgelehnt?

Das könnten die Linken eventuell erläutern, bevor sie sich mal wieder öffentlichkeitswirksam als soziales Arbeitnehmergewissen präsentieren.

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26.02.2021, 15.13 Uhr
Marino50 | Tarifvertrag....
Man könnte meinen, dass niemand aus den letzten Monaten irgendwelche Lehren gezogen hat, wie wichtig gerade das Pflegepersonal während Corona ist. Die Anforderungen, besonders in den Pflegeheimen sind enorm. Aber die Pflegekräfte finden einfach keine entsprechende Anerkennung. Offensichtlich gibt es noch zu viel, die für wenig Geld immer mehr arbeiten müssen. PFLEGEKRAFT ist für mich nicht nur ein Beruf, sondern BERUFUNG. Ich ziehe den Hut vor dem Personal. Ich könnte diese Arbeit nicht machen. Nicht nur physisch sondern auch psychisch sind die Anforderungen rund um die Uhr sehr hoch.

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26.02.2021, 17.12 Uhr
unpolitisch47 | Tarifvertrag Pflege
Die Pressemitteilung der Linken ist unvollständig und oberflächlich zugleich. Für die Darstellung des gesamten Zusammenhangs reicht aber die Kommentarfunktion leider nicht:

Die Caritas hat nicht den Tarifvertrag abgelehnt. Der ist zwischen Verdi und dem Bundesverband der Arbeitgeber in der Pflege verhandelt worden und gilt für alle Mitarbeiter bei Mitgliedern des Bundesverbandes.

Nun der Haken: in diesem Bundesverband, der politisch installiert wurde, sind eigentlich nur Dachverbände, die selbst gar keine Mitarbeiter haben. Der Tarifvertrag hilft also nur wenigen Pflegekräften und ist eigentlich eine wirkungslose Hülle.

Es war auch nie Ziel, einen Tarifvertrag für eigene Mitarbeiter und Verdi-Mitglieder zu verhandeln, denn er sollte durch Arbeitsminister Heil für allgemeinverbindlich erklärt werden. Dazu mangelt es diesem Tarifvertrag aber an Anwendungsmasse nach Tarifvertragsgesetz.

Also wurde das Arbeitnehmerentsendegesetz extra dafür geändert. Damit aber dann die Allgemeinverbindlichkeit überhaupt verfassunfskonform ist, müssen die Tarifvertragsparteien die Allgemeinverbindlichkeit beantragen die Kirchenverbände müssen diesem Ansinnen zustimmen. Das hat die Caritas nicht getan.

Warum nicht, kann man vermuten: der Tarifvertrag regelt nur Mindestlöhne, die von Kirchen und allen Tarigebundenen Arbeitgebern sowieso schon überschritten werden. Diesen Tarifvertrag für alle bundesweit gültig zu erklären, hilft also nur sehr wenigen Pflegekräften und vor allem nicht denjenigen, die diesen Job schon länger machen.

Ja, die Pfkegekräfte sollen ordentliche Gehälter bekommen. Aber der Weg über diesen Tarifvertrag war einfach falsch, weil er die Tarifautonomie untergräbt.

Besser ist der Vorstoß aus dem Gesundheitsministerium, dass nur noch Pflegeanbieter mit den Kassen abrechnen dürfen, die nach Tarif vergüten. Dieser Schritt wirkt nämlich bei den richtigen: bei den Anbietern, die keinen Tarif anwenden und nimmt alle vorbildlichen Anbieter nicht in "Sippenhaft".

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