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Sa, 15:45 Uhr
01.05.2021
ADAC-Tipps

Thüringen ist ein teures Pflaster

Thüringen ist ein teures Pflaster – zumindest was die Benzin- und Dieselpreise betrifft. Regelmäßig belegt das Bundesland in der Mitte Deutschlands einen Spitzenplatz bei den Kraftstoffpreisen. Trotzdem können Thüringens Autofahrer mit der richtigen Fahrweise und schlauem Tanken etwas für ihre Geldbörse tun...

„Schon die eigene Fahrweise hat erheblichen Einfluss auf den Kraftstoffverbrauch des Wagens“, erläutert Oliver Reidegeld, Sprecher des ADAC Hessen-Thüringen. „Frühes Hochschalten, vorausschauendes Fahren und flüssiges Mitschwimmen im Verkehr schonen Geldbeutel und Umwelt. Zudem sollten Autofahrer in jedem Fall Preise vergleichen.“

Die Tipps des ADAC im Einzelnen:

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Hoher Gang, niedrige Drehzahl
Es gilt: Je niedriger der Drehzahlbereich des Fahrzeugs, desto geringer der Spritverbrauch. Selbst im Stadtverkehr kann im vierten oder oft sogar im fünften Gang noch gut mitgeschwommen werden. Zurückgeschaltet werden sollte erst, wenn der Motor ruckelt oder kein Gas mehr annimmt.

Vorausschauend fahren
Wer bremst, verliert Energie. Autofahrer sollten daher solange wie möglich die Motorbremswirkung nutzen. Wer beispielsweise an eine Ampel heranrollt, sollte nicht frühzeitig den Gang herausnehmen. Die meisten Autos sind mit einer Schubabschaltung ausgestattet, welche die Kraftstoffzufuhr in dieser Situation absperrt.

Kurzstrecken meiden
Das Auto verbraucht am meisten bei kaltem Motor. Häufige Kurzstrecken erhöhen daher signifikant den Kraftstoffverbrauch. Für die Fahrt zum Bäcker oder zur Post daher besser das Fahrrad nutzen oder zu Fuß gehen.

Im Leerlauf Motor aus
Auch an der Ampel kann der Motor ausgeschaltet werden. Wer keine Start-Stopp-Automatik hat, kann auch selber den Zündschlüssel drehen. Moderne Fahrzeuge haben kein Problem mit dem schnellen Wiederstart des Motors.

Verbraucher ausschalten
Elektrische Verbraucher kosten Strom und damit Sprit. Vor allem Sitz- und Lenkradheizung sowie die beheizbare Heckscheibe verbrauchen viel Energie. Daher gilt: Diese Verbraucher nur solange wie nötig nutzen.

Diät halten
Jedes Kilo Zusatzgewicht im Auto verbraucht zusätzlichen Kraftstoff. Daher sollten Wasserkästen, Einkäufe und sonstige Utensilien, die nicht benötigt werden, zügig aus dem Fahrzeug entfernt werden. Anbauteile wie Dachboxen oder Fahrradträger erhöhen signifikant den Luftwiderstand und tragen zu erheblichem Mehrverbrauch bei.

Druck im Reifen
Zu wenig Luftdruck erhöht den Rollwiderstand und sorgt für schnelleren Verschleiß der Reifen. Daher regelmäßig kontrollieren und entsprechend Luft nachfüllen. Dabei können ruhig 0,1 bis 0,2 bar mehr als die Herstellerempfehlung aufgefüllt werden.

Preise vergleichen
Kraftstoffpreise sind Marktpreise, daher sollten Autofahrer konsequent die günstigste Tankstelle ansteuern. Um die Spritpreise der Anbieter in Ihrer Nähe vergleichen zu können, gibt es verschiedene Sprit-Preis-Apps, unter anderem vom ADAC, die sich alle auf die Daten der Markttransparenzstelle für Kraftstoffe beim Bundeskartellamt berufen. Auch das Tanken zur richtigen Tageszeit kann mitunter bis zu zehn Cent Ersparnis pro Liter bringen. Dabei gilt: In der Regel ist es morgens teurer als abends. Tipp von Oliver Reidegeld: „Möglichst antizyklisch tanken, also dann, wenn viele Autofahrer bereits auf der Arbeit oder wieder zu Hause sind.“
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Kommentare

01.05.2021, 18.02 Uhr
Addi 70 | Sparpotential
Ich danke dem ADAC für die lehrreichen Tips zum Kraftstoffsparen für Thüringer.
Ich gehe aber davon aus das die Spartips auch in anderen Bundesländern funktionieren.
Also bleibt alles beim alten und Thüringen tankt am teuersten.

9   |  2     Login für Vote
01.05.2021, 18.04 Uhr
Knaecke2 | Immer die selben Hinweise...
der "Kleine Mann" muss wie immer sparen, und ist an seinem Verbrauch an Benzin ja selbst Schuld.... diese veralteten Tpps zur Einsparung, werden seit Jahrzehnten gegeben. Da schon jeder zusieht, seinen Verbrauch gering zu halten, sind diese völlig veraltet...... was ich an der Tanke an Geld lasse, kann ich dem Mittelstand nicht mehr zukommen lassen. Das übersehen unsere Studierten Politiker und Grünen Trolle....

12   |  1     Login für Vote
01.05.2021, 21.05 Uhr
Kobold2 | Zum schmunzeln
Autos werden immer schwerer, mit immer mehr Elektronik, und damit auch Verbrauchern, aufgebläht, bekommen als Bonus immer stärkere Motoren und die meisten Kunden fahren drauf ab.
Da kann sich der ADAC die Tips auch als Reserve neben die Toilettenpapierrolle nageln.

6   |  6     Login für Vote
01.05.2021, 22.17 Uhr
Konstantinopel | Strom
Ich habe seit vier Jahren einen Hyundai ionique vollelektrisch und bin jetzt 70000 km umsonst gefahren. Kann ja jeder mal für sein Auto ausrechnen. Es gibt überall Ladesäulen umsonst, Lidl, Ikea, Kaufland, Aldi
In 30 min ist das Auto voll.
In Nordthüringen gibt es allerdings wenig Ladesäulen. Nur Kaufland Sangerhausen und dann Ikea, Kaufland Erfurt. Im Bundesgebiet ist das aber fast überall deutlich besser.
Auch zahle ich keine Steuern und die Vollkasko ist deutlich billiger als vorher für den BMW 3er

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01.05.2021, 22.50 Uhr
Halssteckenbleib | Immer die Selbe Leier
Jeder sieht doch zu so sparsam wie möglich zu fahren. Ich finde solche ADAC Tipps braucht kein Mensch. Die Spritpreise regeln das von selbst. Hab Mal gehört das man immer Mal nen Liter Diesel oder Heizöl mit rein füllen kann. Soll abgehen wie Schmidts Katze.

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02.05.2021, 06.24 Uhr
Gehard Gösebrecht | Genau lieber ADAC
Und wenn der Zündschlüssel überhaupt nicht mehr herumgedreht wird, spare ich am meisten Benzin.
Für was habe ich denn dann noch ein Auto?
Damit es in der Garage steht und Versicherung
und Kfz Steuer kostet?
Also solche Tipps kann sich der Club hinter die Ohren schmieren.

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02.05.2021, 08.29 Uhr
Paulinchen | Tja - der ADAC...
... hat ihn noch, den 7. Sinn. Zumindest sind seine Tips in Sachen Kraftstoff sparen noch die gleichen. Somit glaubt der Club, dass er seinen Mitgliedsbeitrag wert ist. Nur warum hüllt er sich ins Schweigen, wenn es um den Co2 Ausstoß bei der Herstellung von E Autos geht. Wo bleibt der Vergleich zwischen dem Verbrenner mit dem E Auto?

Prof Lesch hat ihn gemacht. Danach darf ich meinen Diesel 177000 km fahren und das E Auto ist erst nur gebaut, aber nicht voll aufgeladen worden. Wie kommt der Mann zu diesem Ergebnis? Füttern wir etwa das falsche Pferd mit Unsummen von Steuergeldern?

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02.05.2021, 08.59 Uhr
Halssteckenbleib | Motor an jeder Ampel ausschalten?
Brauch ich dann alle paar Monate neuen Anlasser. Batterie ist auch dann bald hin. Ne ne mein Motor bleibt schön laufen.Immer noch billiger als neuer Anlasser und Batterie. Wer weiß was noch alles darunter leidet. Ich mag ADAC....

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02.05.2021, 09.32 Uhr
Paulinchen | Nun...
... der Unterschied zwischen Diesel und Heizöl ist bekanntlich nur der Farbunterschied. Aber da gibt es ja auch noch das Finanzamt und das versteht kaum Späße dieser Art. Außerdem denke ich, dass die moderne Einspritztechnik der Benzinmotoren das Mixverhältnis durchaus zu "honorieren" versteht. Diese "Empfehlung" kann man auf keinen Fall zum Geldsparen geben. Das Gegenteil ist der Fall.

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02.05.2021, 09.55 Uhr
Kobold2 | Und noch mal schmunzeln
Das sich hier einige nicht mit den Erfahrungen des Kommentators Konstantinopel abfinden können.
In Wahrheit ist es eher zum heulen und zeigt nur eine "gefestigte" Einstellung, im Sinne von "weiter so, haben wir schon immer so gemacht" alle, die es anders machen sind ja doof......
Kommt davon, wenn der eigene Gartenzaun zu hoch und auch noch blickdicht gebaut wurde.
Die Berechnungsgrundlage des Hernn Lesch hatte ich auch gern gesehen.
Ob da wohl die vielen Tausend LKW Kilometer dabei sind die vor allem quer durch Europa durch zunehmende Auslagerung der Zulieferer generiert werden?
Da wird vorher schon mehr gefahren und verbraucht, als manches fertige Auto beim Endkunden.

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02.05.2021, 10.21 Uhr
Echter-Nordhaeuser | "Teueres Pflaster bei Benzin und Diesel"
Oha ist mir noch gar nicht aufgefallen tanke immer nur für 10€ ;-)
@Kobold2, So ist es auch nicht mehr das Autos immer schwerer werden. Zum größten Teil sind die Autos nur noch aus Trompetenblech und viel Plastik verbaut z.B. Kotflügel und Stoßfänger. Wenige Fahrzeuge werden noch mit großen Maschinen ausgestattet meist nur noch 1,0l, 1,2l, 1,5l. Ob die natürlich bei Volllast spritsparender sind als ein 2,0l weiß der Geier.

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02.05.2021, 11.10 Uhr
Paulinchen | Schon eine große Sichtweise...
...wenn man glaubt dass die PKW immer schwerer werden. Gott sei Dank, dass die Hersteller da doch weiter denken. Deshalb haben sie das Fassungsvermögen der Kraftstofftanks reduziert, das Reserverad und der Wagenheber sind zum größten Teil nicht mehr vorhanden, bei nicht wenigen Modellen gibt es nur noch 3 Zylinder-Motoren, aus vielen 2,0 ltr. Motoren sind 1,5 er geworden, beim Karosseriebau werden teilweise bis zu 100 kg eingespart ohne die Steifheit zu verringern. Es gibt bestimmt noch mehr Beispiele, wenn man sich mit der Materie etwas genauer beschäftigt. Nur einfach etwas zu behaupten, ist ganz einfach zu kurz gedacht. Im Übrigen, hat der Prof. Lesch tatsächlich nur die PKW miteinander verglichen. Was man allerdings auch schon meinem Artikel entnehmen kann, wenn man ein bisschen die Zusammenhänge erfassen kann. Selbst ein 6 oder 8 Zylinder-Motor spart jede Menge Kraftstoff, wenn er sich auf Tour begibt. Denn die Elektronik macht es möglich, dass mindest 2 Zylinder abgeschaltet werden, wenn es dem Fahrverhalten angemessen ist. Ob das schon bei LKW Motoren so ist, entzieht sich meiner Kenntnis. Wenn sich andere Industriezweige so bemühen würden, wie der Straßenfahrzeugbau, wären wir in Sachen CO2 Ausstoß bestimmt noch weiter. Es gibt auch schon große Schiffe, die mit Gasturbinen angetrieben werden, nur gibt es wohl derzeit weltweit 3 bis 5 Seehäfen, welche dafür Tankmöglichkeiten vorhalten. Aber dafür hüpfen die Klimahysteriker nicht auf den Straßen und Plätzen. Im Februar, haben alle nach dem Winterdienst gerufen. Man stelle sich vor, wenn alle diese Fahrzeuge mit Batterien angetrieben werden, wie kurz deren Einsatzzeiten sind und wie lange es dauert, bis dann der Verkehr wieder rollt.

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02.05.2021, 14.13 Uhr
Kobold2 | nur mal schnell
aus der Hüfte geschossen....
Tante Google hilft auch schnell, wenn man gewillt ist.
Golf 3 960- 1380kg
Golf 7 1205- 1615 kg Den Einser lass ich mal besser weg.
Für das Gewicht des 7er hat man mal ausgewachsene Kombis gebaut.....
Da man ja heute mit einem Golf eher zum Sozialfall zählt, noch mal für den Tiguan
Der erste noch mit 1501–1695 kg angegeben
liegt der zweite bei 1490–1980
ließe sich bis für verschiedene Autos beliebig fortsetzen.
fehlende Reserveräder und Trompetenblech helfen da nicht so richtig.
Wir sind mittlerweile bei Kleinlastern mit Leistungen, die man mal in Sportwagen verbaut hat. Das ist bestimmt nicht der Weg, um sparsamer durch Land zu fahren
Paulinchen empfehle ich meinen Kommentar noch mal zu lesen. Weiter am Thema vorbei geht ja kaum.
Glauben konnten sie heute morgen, hier wäre es besser gewesen, mal nach Fakten zu suchen.

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02.05.2021, 17.15 Uhr
diskobolos | Die Autos werden nicht nur schwerer,
sondern auch immer größer z. B. durch den steigenden SUV-Anteil. Dadurch nimmt der Luftwiderstand weiter zu. Auch der Trend zu stärkeren Motoren ist nicht zu leugnen. In den 90-ern hatte ein Auto der unteren Mittelklasse typischerweise 60 oder 75 PS, heute 105 bis 150.
Eine Geschwindigkeitsbeschränkung von z. B. 130km/h auf der Autobahn, würde diese Übermotorisierung als sinnlos entlarven und wäre eine kostenlose Umweltmaßnahme.

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02.05.2021, 21.05 Uhr
Kobold2 | Nun über die Brücke
Würde ich nicht zwingend gehen.....
Wenn ich mir so anschaue was für Autos in der Schweiz bei den dort erlaubten 120km/h umher fahren.....
150 PS sind für eine Menge Leute grad so die untere akzeptierbare Grenze. Mir ist letztens eine Diskussion untergekommen, bei der der Standpunkt vertreten wurde, das selbst ein Dacia Sandro wenigstens 150 PS haben "müsste"....
Da hatte wohl jemand Angst, das die Brötchen auf dem Heimweg zu sehr auskühlen.....

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