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So, 14:45 Uhr
02.05.2021
Studie

Arbeiten in Zeiten der Pandemie

Die derzeitige Pandemie hat die Welt nach wie vor fest im Griff. Das wirkt sich nicht nur auf das Privatleben der Deutschen aus, sondern auch auf ihren Arbeitsalltag. Die Arbeitssituation von 65 Prozent der Bundesbürger mit einem Arbeitsplatz im Büro hat sich seit März letzten Jahres verändert. Viele vermissen die Kollegen...

Der Großteil befindet sich nun zumindest teilweise im Home-Office. Doch wie fassen die Berufstätigen die extreme Umstellung auf? Und können sie sich vorstellen, auch zukünftig „remote“ zu arbeiten?

Das Zuhause als Arbeitsplatz
Wie die Tankstellenkette HEM in einer repräsentativen Studie1 zum Thema „Wie wollen die Deutschen zukünftig arbeiten?“ herausfand, ist lediglich ein Fünftel aller Teilnehmer mit den derzeitigen Änderungen im Berufsleben zufrieden. Befragt wurden ausschließlich Menschen mit einem Arbeitsplatz im Büro.

Nur 12 Prozent könnten sich vorstellen, in Zukunft dauerhaft von zu Hause zu arbeiten, und 78 Prozent fehlt der direkte Austausch mit den Kollegen. Mehr als jeder Zweite (59 Prozent) vermisst vor allem den sozialen Kontakt und knapp jeder Dritte die räumliche Trennung von Beruf und Privatleben. Ein weiterer Kritikpunkt ist das fehlende Arbeitsklima (58 Prozent) sowie der mangelnde Informationsfluss (46 Prozent).

Doch das mobile Arbeiten von zu Hause bringt auch Vorteile mit sich. So sehen 80 Prozent aller Befragten einen wesentlichen Pluspunkt im Wegfall des täglichen Arbeitsweges. Auch die freie Zeiteinteilung und die Möglichkeit des flexiblen Arbeitens werden von mehr als der Hälfte besonders geschätzt.

Zwischen Produktivität und Belastbarkeit
Während jeder Dritte angibt, dass die Produktivität nicht unter der derzeitigen Situation leidet, teilen sich bei insgesamt 40 Prozent der Berufstätigen die Meinungen: 21 Prozent geben an, dass sie im Home-Office produktiver sind, während 20 Prozent verstärkt abgelenkt und unkonzentriert sind. Rund ein Drittel der Teilnehmer hat das Gefühl, mehr arbeiten zu müssen, da durch die räumliche Distanz nur die Ergebnisse gesehen werden.

Arbeiten in Zeiten der Pandemie (Foto: Tamoil GmbH) Arbeiten in Zeiten der Pandemie (Foto: Tamoil GmbH)


Für jeden Vierten entstehen zusätzliche Belastungen durch die fehlende Struktur im Arbeitsalltag zuhause. Auch die Abgrenzung von Beruflichem und Privatem spielt eine große Rolle: Mehr als ein Drittel vermisst diese und meint, aufgrund dieses Aspekts auch nach Dienstschluss nur schwer abschalten zu können, was die Work-Life-Balance in ein Ungleichgewicht bringt. Während die Büroausstattung, wie Schreibtisch, Computer oder auch die Kantine, jeweils nur 15 Prozent fehlt, sehnen sich knapp ein Drittel der Umfrageteilnehmer nach der klassischen gemeinsamen „Kaffee-Pause“.

Wünsche an das Arbeiten der Zukunft
Es bleibt die Frage, wie sich die Beschäftigten ihren Alltag nach der Pandemie vorstellen, wenn die Arbeit zukünftig gänzlich neu organisiert werden würde. Fest steht, dass die Hälfte der Befragten unter keinen Umständen ihre Kolleginnen und Kollegen nur noch über einen Bildschirm sehen oder ein Leben lang von zuhause arbeiten will.

Die ideale Vorstellung für 40 Prozent der Berufstätigen ist es stattdessen, von überall auf der Welt am Computer arbeiten zu können und Familie und Beruf durch optionales Home-Office an zwei bis drei Tagen in der Woche in Einklang zu bringen. Wichtig ist für 43 Prozent aber vor allem, Face-to-Face mit Kollegen zu reden, zu lachen und zu diskutieren. 38 Prozent der Befragten sehen außerdem feste Arbeitszeiten als überflüssig an und würden es bevorzugen, die Aufgaben und Termine frei über die Wochen und Tage verteilen zu können.

Ganze 67 Prozent haben einen Wunsch, der sich wohl weniger an den Arbeitgeber, als an die Politik richtet: Sie möchten am liebsten auf den täglichen Stau verzichten.
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Kommentare

02.05.2021, 22.41 Uhr
Halssteckenbleib | Meine Nerven liegen blank
Was bedeutet Home- Office, Work-Life-Balance und Face-to-Face? Also letzteres könnte evtl. Fresse zu Fresse heißen. Aber die anderen Wörter....Dachte immer ich bin in Deutschland. Zu meiner Schulzeit gab's solche Wörter aber nicht. Was ist denn mant mit der deutschen Sprache los? Hab ich da vielleicht was verpasst? Bei solchen Wörtern kriegt man ja ein Stimmbandbruch .

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02.05.2021, 23.01 Uhr
Oberstudienrat | ich bin seit...
...mehr als einem Jahr überwiegend im Homeoffice. Natürlich ist es anfangs schön, nebenbei die Waschmaschine anzustellen und andere private Dinge nebenher zu erledigen. ...auf Dauer fühlt man sich ausgeschlossen und abgehängt.

Es fehlt der Kontakt zu den Kollegen... der Disput , die Konfrontation. ... man hört den Flurfunk eben nicht.

Auf der anderen Seite spare ich viel Zeit (2 Stunden Fahrzeit täglich) und auch einiges an Sprit....etwa 4500 kg CO2 weniger in die Luft geblasen...mein Auto wird weniger beansprucht.

Ich denke, eine gesunde Mischung aus Heimarbeit und Präsenz wäre für alle und für unsere Umwelt gut.

zu dem obigen Kommentar äußere ich mich mal nicht...

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03.05.2021, 06.50 Uhr
Jäger53 | Halssteckenbleib
Wenn die Grünen einmal an die Macht kommen würden müssen wir uns noch auf ganz andere Sachen einstellen. Gott bewahre uns davor.

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03.05.2021, 08.27 Uhr
Pe_rle | Oberstudienrat
so ganz Unrecht hat Halssteckbleib wohl nicht
Wir sind hier in Deutschland und nicht in England.
Die Deutsche Sprache kommt immer mehr Menschen hier abhanden.
Es befasst sich nun mal nicht jeder mit Englisch.
Aber man kann ja mal arrogant rüber kommen, stimmts
Oberstudienrat !
Früher war das HEIMARBEIT, mehr nicht

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03.05.2021, 08.56 Uhr
Oberstudienrat | verstehe nicht...
Hinweis an die nnz: Ich wurde angesprochen und reagiere - allerdings nur einmal.

Ich verstehe nicht, was an einer Nichtäußerung arrogant sein soll und auch nicht, was Begrifflichkeiten mit dem Inhalt des Artikels zu tun haben.

Ich habe ausgeführt, welche Vor- und Nachteile ich beim Homeoffice sehe - mehr nicht.

Back to work...

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03.05.2021, 09.35 Uhr
Psychoanalytiker | Und @ Halssteckenbleib ...
... da fehlen sogar noch die Umfrageteilnehmer*Innen und *Außen ...

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03.05.2021, 10.09 Uhr
Paulinchen | Da hat aber jemand total...
.... ins Schwarze getroffen! Wir Deutschen sollten uns schämen, wie leichtfertig wir mit unserer MUTTERSPRACHE umgehen und wie schnell wir sie gegen eine Misch - und Mistsprache opfern.

Kaum eine andere Sprache ist in der Lage, Dinge so präzise zu bezeichnen, wie die deutsche Sprache. Aber die Generation DENGLISCH hat jegliche Bindung zur deutschen Sprache und Kultur verloren. Da lobe ich mir Frankreich. Hier wurde die Landessprache per Gesetz geschützt. Es kotzt mich an, dass wir alles was hinter dem großen Teich passiert, für das Beste und Schönste halten. Eine Bekannte von mir, hat 2 Jahre in den USA gelebt. Von ihr habe ich erfahren, dass sie sich an keine Fernsehnachricht im US Fernsehen aus Deutschland erinnern kann. Denen geht unser Heimatland ganz weit hinten vorbei! Aber täglich schütten uns die öffentlich rechtlichen Rundfunk und Fernsehanstalten mit deren Müll zu. Das hat mit dem Bildungsauftrag gar nichts zu tun. Das Brauchtum in Deutschland kommt dabei nicht vor und verschwindet langsam. Das kann und darf nicht passieren!!!! Man kann doch keinen Radiosender mehr ohne diesen englischen Scheiß mehr hören, aber für den Scheiß muss ich bezahlen. Das ist Erpressung und Körperverletzung.

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03.05.2021, 11.40 Uhr
Trüffelschokolade | Meine Nerven liegen blank.
Ich bin entsetzt wie Leute hier die deutsche Sprache verteidigen wollen, dabei aber hierfür Worte nutzen, die nicht dem Deutschen entstammen!

Hier ist von der "präzisen" Sprache die Rede, obwohl das die Übernahme eines fremdländischen Wortes ist! Wer mithilfe des fremdländischen "Generationen" seine Klage führt, hat offensichtlich die Verbindung zur deutschen Sprache und Kultur bereits verloren! Statt sich ordentlich zu erbrechen, wird hier gekotzt, obwohl das Wort auf das Hebräische zurückzuführen ist und über Jiddisch ins Deutsche kam.

Ich erkenne an, dass die Pandemiezeit für alle schwierig ist. Aber das ist Körperverletzung für die teutsche Seele und Sprache!!!11!!1!!

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03.05.2021, 11.42 Uhr
Oberstudienrat | Fremdwörter, Begriffe und deren Bedeutung
im Letzten Beitrag - einer glühenden Fürsprache für unsere tolle Muttersprache - fand ich im Übrigen einige Fremdwörter, die ursprünglich nicht aus der Deutschen Sprache kommen:

präzise
Generation
USA
US
Radio

also wenn schon, dann bitte richtig.

Sprache verändert sich und im Zuge des Zusammenwachsens der Welt wachsen eben auch Sprachen zusammen. Das Englische ist nun mal weltweit im Geschäftsleben, aber auch im nicht geschäftlichen Umgang die führende (das meint nicht, die von den meisten als Muttersprache gesprochenen - sehr wohl aber die von den meisten verstandene) Sprache. Natürlich kann man englische Bezeichnungen durch deutsche ersetzen, was jedoch im alltäglichen Sprachgebrauch zum einen nicht üblich und zum anderen häufig nicht förderlich ist. Wir alle ziehen doch Vorteile aus eingerissenen Sprachhemmnissen.

normalerweise hätte ich Wörter wie "Kommentar", "privat" und "profitieren" und "Barriere" verwendet...es geht auch ohne...ist aber schon etwas sperrig, oder ?

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03.05.2021, 13.23 Uhr
henry12 | Belehren in Zeiten der Pandemie
Hier kommt man sich manchmal vor wie bei der "Versteckten Kamera" . Diese Ballung von oberlehrerhaften Belehrungen zu Dingen, die eigentlich als Macke zu behandeln sind, ist gerade hier bei den Kommentaren überdeutlich.
Scheiß auf neudenglische Bezeichnungen und auf den CO2 Ausstoß. Lasst doch einfach mal die Leute mit dem Mist in Ruhe . Diese ewigen
Belehrungen nerven nur noch und haben nichts mit einer Meinung zum Thema zu tun.

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03.05.2021, 14.00 Uhr
Oberstudienrat | jetzt wird es richtig sperrig...
....irgendwer muss hier ja als "etwas, das dazu dient, einen Fehler oder Mangel oder eine Einseitigkeit bei einer Person oder zwischen Personen auszugleichen" also als - Vorsicht Fremdwort- Korrektiv dienen.

Wir entfernen uns aber vom eigentlichen Thema:

Ich denke, die "neue, aber zeitlich begrenzt in Erscheinung tretende, weltweit sich stark ausbreitende Ansteckungskrankheit" - oder kurz "Pandemie" hat unseren Arbeitsalltag nachhaltig verändern und damit auch der "Umwandlung von durch sinngemäßes Übertragen vergleichbarer Nachrichten in durch zwei Zustände beschreibbare Nachrichten" - also "Digitalisierung" einen spürbaren Schub verliehen.

auch in Zukunft werden wir öfter am Heimarbeitsplatz an der Rechenvorrichtung sitzen. ("Computer" und "Maschine" geht leider nicht), weil einfach für ein vorgegebenes Ergebnis ein kleinerer Aufwand betrieben werden muss - oder kurz , weil es "effizienter" ist. - das fängt an, mir Spaß zu machen *lach*.

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03.05.2021, 14.13 Uhr
grobschmied56 | Kurzer Einwurf...
... zum Thema 'Sprache verändert sich'. Die Feststellung, daß sich Sprache im Laufe der Zeit verändert, ist völlig korrekt. Man braucht nur mal ein paar alte Wälzer aus dem 18. und 19. Jahrhundert zur Hand zu nehmen und einige Seiten zu lesen. Schon wird klar, daß damals anders geschrieben - und gesprochen wurde als heute.

Es ist aber ein dezenter Unterschied, ob die Veränderung der Sprache aus dem allgemeinen täglichen Sprachgebrauch heraus erfolgt oder von wenigen Leuten, die sich für besonders klug, dolle und fortschrittlich halten dem Rest der Menschheit aufgenötigt oder regelrecht aufgezwungen wird!
Das wird es wohl sein, was einige Leute so in Rage bringt.
Neben der 'Denglisch-Seuche' sind es zunehmend nun auch das unsägliche Herumgegendere und die graupenzählende 'Politische Korrektheit', die sich bald verbiegt und umbringt, nur um ja einem jeden Grüppchen sein Süppchen zu köcheln.
Leute, denen das nicht gefällt kann ich schon verstehen.

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03.05.2021, 22.14 Uhr
Halssteckenbleib | Also liebe Kommentartoren
Ich habe ja nichts gegen englische Begriffe im privaten Gebrauch . In Medien, Ämter, Behörden usw. sollten derartige Wörter nicht gebraucht werden. Ich möchte doch wenigstens in einer Behörde beispielsweise verstehen wie was gemeint ist. Dort sollte man doch Bitteschön bei der deutschen Sprache bleiben. Im Arbeitsamt habe ich wenn englisches gebraucht wurde einfach ganz was anders gemacht. Wenn dann gefragt wurde.... ich eben nicht verstanden. Hat man sich sogar manchmal verbessert und Englisch vermieden. Na geht doch ...

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