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Sa, 09:24 Uhr
09.10.2021
ANTON ADLERAUGE MEINT: MAN SOLLTE IHN HÖREN:

Hilferuf eines Holzstapels

Unser Wohlbefinden bestimmen zwei Dinge wesentlich mit: Lebensmittel und Holz. Beides ist aus unserem Alltagsleben undenkbar. Ohne Nahrung gingen wir ein. Ohne Holz müssten wir auf so manche Annehmlichkeiten in der Wohnung verzichten. Beides steht uns noch ausreichend zur Verfügung. Derzeit ein Überangebot, weshalb wir überaus verschwenderisch damit umgehen...

Dieser Holzstapel bei Herreden  gammelt vor sich hin. Eine sinnvolle Verwertung hat auch er verdient. (Foto: Anton Adlerauge) Dieser Holzstapel bei Herreden gammelt vor sich hin. Eine sinnvolle Verwertung hat auch er verdient. (Foto: Anton Adlerauge)
Tonnenweise landen Lebensmittel im Müll, derweil so mancher Holzstapel im Wald vor sich hin gammelt. Trockenheit und Borkenkäfer lichteten Wälder. Sägewerke kommen an ihre Kapazitäten, indes sich Forstleute die Haare raufen, wie sie all den anfallenden kostbaren Rohstoff schnell aus Waldungen schaffen. Wir wissen: Zu kostbar sind Nahrungsmittel und Holz, um es dem Schimmel und damit Verderb zu überlassen.

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Unweit des Feldweges, der von der Gaststätte in Herreden nach Süden führt, fällt ein großer Holzhaufen auf. Links daneben mächtige Baumstämme. Für Wanderer und Spaziergänger willkommene Sitzgelegenheiten. Nicht der Borkenkäfer besiegelte ihr Ende. Die einst stattlichen Laubbäume waren womöglich in die Jahre gekommen. Auf Längen gesägt, liegen sie nun da. Moose, Grünspan, Pilzsporen und Unkraut fallen über das Holz her, machen es nicht besser.

Ob Privatbesitz, Kommune oder Forst - wem der Holzstapel samt Stämmen auch immer gehören mag, seinem Schicksal sollte man ihn nicht überlassen. Damit er nicht in Vergessenheit gerät, rufe ich ihn in Erinnerung. Eine sinnvolle Verwertung hat er allemal verdient.
Anton Adlerauge
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