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Fr, 15:10 Uhr
20.05.2022
Der FSV Wacker muss zum Abstiegskrimi nach Martinroda

Folgt morgen „Peßos“ zweiter Streich?

Er hat für namhafte Vereine wie Energie Cottbus, Rot-Weiß Erfurt, den Chemnitzer FC, Carl Zeiss Jena und eben auch fünf Jahre für Wacker Nordhauen gespielt. Seine letzte Station war in der Kreisliga der SV Witterda. Und nun ist er wieder da…

Zeigt wieder an, wo es langgeht: Matthias Peßolat, hier noch als Spieler in Diensten des FSV wacker 90.  (Foto: B.Peter) Zeigt wieder an, wo es langgeht: Matthias Peßolat, hier noch als Spieler in Diensten des FSV wacker 90. (Foto: B.Peter)


Als Trainer soll Matthias Peßolat dem abstiegsbedrohten FSV Wacker 90 die nötigen Impulse gegen, um auch in der nächsten Spielzeit in der Oberliga zu verbleiben.

Am Sonntag letzter Woche erreichte ihn der Anruf von Wacker-Präsident Torsten Klaus mit dem Angebot, das Team bis zum Saisonende für die letzten sechs Spiele zu übernehmen. Nach einem kurzen, aber gründlichen Familienrat erhielt der junge Vater von seinen „Frauen“ grünes Licht und leitete am Dienstag das erste Training an vertrauter Stätte. Auch die Trainerbank im AKS ist dem gebürtigen Cottbusser noch vertraut, betreute er doch interimsweise und mit Tino Berbig dann hauptverantwortlich die damalige Profi-Truppe in der beginnenden Insolvenz.

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Am Mittwoch bestand er seine Feuertaufe souverän und holte einen klaren 3:0-Sieg gegen Inter Leipzig mit seinem Team. Viel Vorbereitungszeit war ihm dafür nicht geblieben und „Peßo“ gesteht im nnz-Gespräch, dass er vorrangig damit beschäftigt war, seine Jungs etwas kennen zu lernen. „Einige kannte ich noch von früher, aber die Namen der vielen jungen Spieler musste ich schnell erst einmal lernen“, berichtet er. „Sie haben es sehr ordentlich gemacht“, schätzt der Coach das Match in Torgau ein. „Schönspielen ist in unserer Situation absolut zweitrangig, jetzt kommt es auf die Courage in jedem Spiel an. Taktisch waren sie sehr diszipliniert und die Sieger-Mentalität war zu spüren.“

Verändert hat Peßolat in der Kürze der Zeit nicht viel am Spielsystem und hat im klassischen 4-4-2 spielen lassen mit zwei Spitzen. Letztlich erfolgreich, was allen Beteiligten und Fans in der Parkallee Mut macht für die verbleibenden fünf Spiele. „Wenn die Mannschaft die Leistung immer so abrufen kann wie gegen Inter, dann bin ich zuversichtlich, dass wir die Klasse halten und Wacker auch dorthin gehört.“ Die Qualität sei da, konstatiert der Trainer und unterstreicht, wie wichtig es ist, die Entscheidung über Abstieg oder Verbleib in den nächsten Spielen selbst in der Hand zu haben.

Der nächste Meilenstein dazu soll morgen um 14 Uhr in Martinroda gesetzt werden. Heute Abend wird es ein Abschlusstraning geben, bei dem Matthias Peßolat seine Jungs aber kaum quälen wird. „Nur etwas locker machen und noch einmal mental einstellen für das wichtige Spiel“, umreißt er seine Pläne. „Wenn wir morgen wieder unsere Basics auf den Platz bringen können und mit einer geschlossenen Mannschaftsleistung griffig und aggressiv agieren, dann rechne ich mir dort auch etwas aus.“

Doch egal, wie es morgen im Thüringenderby ausgeht, am kommenden Samstag gehen die „Rettungsspiele“ gleich weiter, wenn Blau-Weiß Zorbau in den Südharz kommt. Ein weiterer Verein, der für Wacker noch in Reichweite und selbst noch nicht gesichert ist.
Olaf Schulze
Autor: red

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