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Do, 10:47 Uhr
30.06.2022
Arbeitsmarkt aktuell

"Ukraine Effekt" erreicht den Nordthüringer Arbeitsmarkt

Von Mai auf Juni ist die Arbeitslosigkeit in Nordthüringen leicht gestiegen, liegt aber unter dem Niveau des Vorjahres. Ursache für den Anstieg sei auch der erwartete "Ukraine-Effekt, erklärt Karsten Froböse, Chef der Nordhäuser Arbeitsagentur...

Arbeitsmarkt aktuell (Foto: Agentur für Arbeit Nordhausen) Arbeitsmarkt aktuell (Foto: Agentur für Arbeit Nordhausen)


„Die Jobcenter haben seit 01. Juni die Betreuung übernommen. Die Arbeitslosigkeit ist daher von Mai auf Juni gestiegen.“ 7.295 Arbeitslose waren zum Ende des ersten Halbjahres gemeldet, knapp 500 Personen mehr als im Vormonat. Die Arbeitslosenquote liegt jetzt bei 5,6 Prozent. Knapp 1.300 Männer und Frauen mit ausländischen Wurzeln sind aktuell arbeitslos gemeldet. Vor einem Monat waren es noch knapp 600 weniger.

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Arbeitslosigkeit Deutscher zum Vorjahr weiter rückläufig
„Es gibt aber auch gute Nachrichten im Juni“, sagt Karsten Froböse. Verglichen mit Juni 2021 zeige sich bei der Zahl der Arbeitslosen aktuell noch ein Minus von fast sieben Prozent. „Die Arbeitsmarktlage hat sich für Deutsche zum Ende des ersten Halbjahres keineswegs verschlechtert.“ Beim näheren Hinsehen stelle man fest, dass hier die Arbeitslosigkeit zum Vorjahr um fast 15 Prozent reduziert werden konnte. Rund 6.000 deutsche Arbeitslose waren Ende Juni bei der Nordhäuser Arbeitsagentur und den drei Jobcentern gemeldet.

Generell halte der Arbeitsmarkt für gut qualifizierte Menschen weiterhin viele Ausbildungs- und Beschäftigungsmöglichkeiten bereit. In der Transportbranche, in Verkehr und Logistik würde der Fachkräftemangel immer spürbarer. Im ersten Halbjahr waren durchschnittlich 80 Stellen für Berufskraftfahrer nicht besetzt. Rund 50 Stellen waren für Baugeräteführer gemeldet.

Einmal ohne Führerschein LKW fahren
Einmal ohne Führerschein LKW fahren oder mit Blaulicht über den Parcours – das gibt es nur auf dem Autodrom. Nachdem der Berufsaktionstag des Nordthüringer Netzwerkes Transport, Verkehr, Logistik pandemiebedingt zwei Jahre ausfallen musste, startet die Branche jetzt wieder richtig durch. Am 9. Juli ist es soweit. Von 10.00 bis 16.00 Uhr präsentieren sich Unternehmen und Aussteller auf dem Autodrom wieder mit faszinierenden Fahrzeugen, modernster Technik und mit zahlreichen Mitmach- und Selbstfahrangeboten.

vl.: Ralph Böttcher, Dietmar Vogler, Christoph Blanke  (Foto: Agentur für Arbeit Nordhausen) vl.: Ralph Böttcher, Dietmar Vogler, Christoph Blanke (Foto: Agentur für Arbeit Nordhausen)


Viele Unternehmen engagieren sich. Ralph Böttcher von der Spedition Kielholz & Rybicki, Dietmar Vogler von der Firma Zinner Nutzfahrzeuge und Christoph Blanke, Blanke Spedition, sind sich einig: „Wir sind froh, dass wir wieder mit viel praktischem Erleben für die Berufe in unserer Branche werben können. Mit dem Berufsaktionstag haben wir eine der bedeutendsten Kampagnen in Mitteldeutschland geschaffen, die sich großer Beliebtheit erfreut.“ In diesem Jahr habe man weitere Partner gewinnen können. Es werde ein buntes Rahmenprogramm geboten, für Essen und Trinken sei gesorgt. Parkmöglichkeiten sind vorhanden.

Arbeitslosigkeit in den Landkreisen


2.978 Arbeitslose waren im Juni im Landkreis Nordhausen registriert, 0,3 Prozent (-8) weniger als im Vorjahr. Die Arbeitslosenquote lag im letzten Monat bei 7,2 Prozent. Im Jahr zuvor betrug sie 7,1 Prozent.

Im Kyffhäuserkreis sank die Quote auf 7,1 Prozent. Die Zahl der Arbeitslosen ging zum Juni 2021 um 2,6 Prozent zurück. 2.571 Männer und Frauen waren Ende des Monats arbeitslos.

1.746 Personen waren im Landkreis Eichsfeld ohne Arbeit. Vor einem Jahr hatte der Eichsfeldkreis noch rund 2.210 Erwerbslose. Die Arbeitslosenquote liegt unverändert bei 3,3 Prozent.

Die ausführliche Statistik findet sich hier .
Autor: red

Kommentare
Marino50
30.06.2022, 11.12 Uhr
Ukraine Effekt
Was soll das denn. Die Ursache ist die Misswirtschaft unserer Regierung und die ausgesprochenen Embargos gegen Russland hinsichtlich Gas, Öl, Materialien usw., die Einfuhr von Waren überhaupt. Die Preiserhöhung in allen Branchen sind die Ursache, dass Firmen Leute entlassen müssen. Und das ist nur der Anfang. Die vielen Asylanten, die in unserem Land so herzlich aufgenommen werden, sind bei den Prozenten gar nicht mitgezählt, weil sie Sozialgeld bzw Hartz IV bekommen. Deutschland hängt am Tropf.
Undine
30.06.2022, 13.25 Uhr
Das verstehe ich nicht, wenn 1300 Ausländer im Landkreis arbeitslos sind,
und ich gehe ganz stark davon aus, dass sich das nicht nur auf den Nordhäuser Landkreis beschränkt, warum sollen dann noch mehr Ausländer ins Land geholt werden, um das Arbeitskräfteproblem zu lösen?!
Echter-Nordhaeuser
30.06.2022, 14.14 Uhr
"Stellen für Berufskraftfahrer nicht besetzt"
Hier wollen die Berufskraftfahrer auch Geld verdienen und nicht wie die
Polen,Litauer,Slowaken,Ukrainer..... für wenig Geld und wochenlang nicht nach Hause kommen durch halb Europa fahren.
Kobold2
30.06.2022, 17.47 Uhr
Ich lese schon
die Jammerkommentare, das ja alles teurer wird, weil die LKW Fahrer so viel verdienen, ääähhm bekommen.
Als Fahrer ist man schon seit Jahren immer komfortabel Situation, das man sich sein Unternehmen aussuchen kann.
Die Entlohnung ist das kleinere Übel, wenn man nicht gerade so unterbelichtet ist und mit seiner Entscheidung, die letzte Wald- und Wiesenbude am dahinvegitieren erhält.
Selbst seit Jahren gezahlte Kopfprämien, ( schon mal 4stellig) oder vom Unternehmen bezahlte Führerscheine für Neulinge und Quereinsteiger, andern die Situation nicht.
Es liegt nicht am Gehalt sondern gesamtgesellschaftlich.
Kann man hier häufig lesen, oder auch an dem Versuch seit über 15Jahren hier einen Autohof zu errichten, sehen.
Fangt bei euch selbst an, bevor die Schuld mal wieder bei "den andern" gesucht wird.
Aber so lange Transport, Logistik und Handwerk für die breite Masse nur billig zu sein hat, wird es hier noch lange offene Stellen geben.
Politik und Medien haben lange mit fragwürdigen Entscheidungen darauf hingearbeitet und die breite Masse hat es ohne zu hinterfragen und nachzudenken, dankend angenommen.
Kobold2
30.06.2022, 21.42 Uhr
Herrlich
Wie der Stammtisch erwartungsgemäß die eigenen Defizite und das fehlende Wissen für die Branche versucht weg zu drücken.
Das war ja anfangs der Kraftsoffpreissteigerung auch nicht besser.
Nur blieben die Meldungen über angeblich zunehmenden Dieseldiebstahl bisher aus.
Hauptsächlich Handwerk, Logistik und Pflege wird weiter und noch lange Personal suchen.
An der Entlohung liegst schon lange nicht mehr. Da ist medial politisch und vor allem gesellschaftlich in der Vergangenheit ( zu) viel Porzellan zerschlagen worden.
Glaubt dem Stammtisch nur weiter, damit eure Bequemlichskeitblase nicht platzt. Oder besetzt in eurer andauernden Unzufriedenheit eine der zahlreich offenen Stellen. Die Angebote fahren täglich reihenweise vor euch her, oder an euch vorbei.
fso2020
30.06.2022, 23.57 Uhr
Ukraine Effekt?
Unfähige deutsche und westeuropäische Regierungen, die sich seit Jahren blind und widerspruchslos vor den Karrren amerikanischer Interessen und Weltmachtgelüste spannen lassen, haben den Konflikt zwischen Russland und der Ukraine mit zu verantworten.
Ganz schlimm dabei: Die Grünen Kriegstreiber in unserer Regierung schreien am lautesten nach immer mehr und schwereren Waffen für die Ukraine, stürzen noch dazu mit einer von falscher Ideologie getriebenen Eneriegiepolitik die deutsche Wirtschaft in den Abgrund und die Bevölkerung in bisher ungekannnte persönliche Not.

Unser derzeitiger Wirtschaftsminister hat vor Jahren einmal in einem wenig beachteten Interwiew öffentlich erklärt, dass er mit Deutschland nichts anzufangen wisse. Das merkt man jetzt!

Es wird ihn also hoffentlich auch nicht verwundern, wenn sich in nicht allzu ferner Zukunft der noch selbstständig denkende Teil des deutschen Volkes der immer arroganteren politischen Elite dieses Landes mit breiten Protesten entgegenstellt, einfach nur um zu retten, was noch zu retten ist.
Viele "Ossis" wissen noch um die Macht der Proteste auf der Straße!

Herr Habeck und Co. sollten sich also ihrer abgehobenen Position nicht zu sicher sein.
Hochmut kommt bekanntlich vor dem Fall.
grobschmied56
01.07.2022, 00.24 Uhr
Was man halt so unter 'Flüchtlingen' versteht...
... da sind die LINKEN und GRÜNEN ja äußerst verständnisvoll. Und selbst CDU und CSU haben sich seit 2015 regelrecht überschlagen, wenn es darum ging, fremdländische INVASOREN in Futschland sehr nett und freundlich aufzunehmen.
Hauptsache - die richtige HALTUNG gezeigt! Ob das Ganze Sinn und Verstand hat - geschenkt.
Als Beleg für meine Meinung führe ich den Münchner Merkur an:
Zitat:
'Flüchtlinge aus der Ukraine: Bus zurück nach München geschickt - Sie wollten nicht in Turnhalle schlafen
Bereits auf der Fahrt hätten sie die Fahrerin bedrängt und den Innenraum des Busses beschädigt. Als sie in Miesbach dann sahen, dass sie in eine Turnhalle ziehen sollten, hätten sie entschieden interveniert, sich regelrecht „aufgeführt“. Ihnen gegenüber sei von einem Drei-Sterne-Hotel die Rede gewesen, berichteten sie gegenüber den Vertretern des Landratsamt. Hier wollten sie nicht bleiben. Landrat Olaf von Löwis (CSU) kam als Leiter des Krisenstabs selbst vorbei und entschied, den Bus wieder nach München zu schicken. Berichten zufolge hatten dies andere Landkreise zuvor ebenso gehandhabt.'
Zitat Ende.
Wenn ich Flüchtling bin, um mein Leben renne, um der Todesgefahr zu entgehen...
bin ich dann mäklig - ob ich in einer Turnhalle unterkomme oder in einem Drei-Sterne - Hotel? Bedränge ich eine deutsche Bus-Fahrerin und richte Schäden im Bus an, nur weil das Reiseziel kein Hotel, sondern eine Turnhalle ist?
(Eine inoffizielle Verlautbarung gab an, bei der 'Flüchtlingsgruppe' habe es sich nicht gerade um typische Ukrainer, sondern um eine GROSSFAMILIE gehandelt.)
Da muß man sich auch nicht wundern, wenn die Arbeitslosen-Zahlen ansteigen.
Die Leute, die hier als >UKRAINER< arbeitslos gemeldet sind, die haben vermutlich auch in der Ukraine nicht gerade als arbeitswütige Überstunden-Haie geglänzt.
hoecker1
01.07.2022, 07.40 Uhr
@ Kobold 2
in welcher völlig vedrehten Welt lebst du denn ? Also wenn Du selbst Kutscher bist,müsstet Du es besser wissen! Die meisten fahren nun mal im Mindestlohn Bereich!
Also totaler Quark was Du sagst!
Echter-Nordhaeuser
01.07.2022, 08.21 Uhr
Prima@hoecker1
Mehr ist eigentlich nicht hinzuzufügen!!!
@Kobold2 wenn man keine Ahnung hat einfach mal die Feder ruhig halten.
henry12
01.07.2022, 09.17 Uhr
@hoecker1
Daumen hoch, aber dafür muss man ja heutzutage auch noch Verständnis haben.
Ich glaube, die nennen das Inklusion, oder so.......;)
Kobold2
01.07.2022, 10.52 Uhr
Die verdrehte und ahnungslose Welt
Begann irgendwann vor ber 30 Jahren in einer Werkstatt, deren Leitung, der Verwaltung eines Fuhrparks, etwas Dispo, und mündete seit über 25 Jahren hauptsächlich im internationalen Fernverkehr. Letzteres, weil ich Defizite bestimmter Fahrer nicht mehr ausgleichen wollte.
Ofensichtlich habe ich wohl hier einige getroffen, die ich oben schon angesprochen hatte.
Wer hier immer noch meint, im Mindestlohnbereich manchen Laden unterstützen zu müssen, der sollte anderen nicht noch Ahnungslosigkeit und weltfremdheit unterstellen. Bedingt dadurch habe ich ne Menge Fahrer und Kollegen kennengelernt und weiß aus den Gesprächen auch wie es anderswo zu geht. Das ist jedenfalls aus meiner Erfahrung nicht der Mindestlohnbereich.
Nicht nur in meiner Firma ist es seit Jahren üblich das man 500€ und mehr (1000€ sind mir auch schon zu Ohren gekommen) Prämie bezahlt, wenn man einen Fahrer anwirbt. Nicht selten wird man in fremden Unternehmen angesprochen, ob man nicht wechseln möchte, oder jemanden kennt, der sich verändern möchte.
Nur der Fahrer-Markt ist leer. Gute Fahrer sind kaum zubekommen und sitzen in in ihren Unternehmen fest auf dem Sitz und wechseln kaum.
Nachwuchs kommt nicht nach, weil die Bedingungen außerhalb der Unternehmen schlecht sind, man mit fragwürdigen Entscheidungen zur Jobausführung belastet wird, die gesellschaftliche Wertschätzung nicht mal ein Mindestmaß erreicht. Politik, Medien und Gesellschaft, einschließlich einer Reihe Kommentatoren hier falsche Vorstellungen haben. Das alles hat in den vergangene Jahrzehnten nicht mal zur Beibehaltung, der Anfangs bestehenden Qualität geführt. Hier wiederhole ich gern noch mal das vor der eigenen Tür liegende Thema, Akzeptanz eines Autohofs im LK Ndh.
Mit nem bissle gerade ausfahren, ist es schon lange nicht getan und solche Diskussionen, wie die um den Autohof, politische, mediale und gesellschaftliche Drangsalierungen, lassen sich auch mit Fahrerlöhnen nicht ausgleichen.
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