tv nt eic kyf msh nnz uhz
Fr, 13:52 Uhr
08.07.2022
Vernissage im Kunsthaus

Kinder, Kinder!

Einem besonderen Bildmotiv ist die neueste Ausstellung im Nordhäuser Kunsthaus gewidmet: dem Kinderbildnis. Die Schau zeigt Werke aus 500 Jahren Kunstgeschichte, die zum Teil von sehr unterschiedlichen Ansichten zum Thema Kindheit geprägt waren...

Zur Vernissage, am 9. Juli, um 18 Uhr, werden die jungen Elevinnen des Tanzstudio Radeva aus Nordhausen auftreten.

Anzeige MSO digital
Die Darstellungsmöglichkeiten des Themas Kinder sind im Laufe der kunstgeschichtlichen Entwicklung sehr vielseitig geworden. Neben Stoffen aus Mythologie und Religion - wie „Madonna mit Jesuskind“, haben sich bereits sehr früh Darstellungen weltlicher Natur herausgebildet. Bereits seit dem 15. Jh. entstanden Kinderbildnisse sowie Familienbilder und allmählich auch Genreszenen spielender, lachender oder musizierender Kinder. Bis weit in die Neuzeit herrschte die Deutung des Kindes als kleiner Erwachsener vor und Kindheit als eigener Lebensabschnitt wurde erst seit dem 19. Jh. voll verstanden.

Die Ausstellung zeigt anhand von sehr unterschiedlichen Kunstwerken aus 500 Jahren, dass nicht alle Kunstepochen früher ein Verständnis für die Eigenart des Kinderbildes hatten und wie sich die Darstellung sowie damit verbunden die Stellung des Kindes in der Gesellschaft verändert haben.

Kunsthauschefin Susanne Hinsching beim Aufbau der neuen Ausstellung (Foto: Stadtverwaltung Nordhausen) Kunsthauschefin Susanne Hinsching beim Aufbau der neuen Ausstellung (Foto: Stadtverwaltung Nordhausen)


Die Ausstellung präsentiert in 100 Werken aus Malerei, Grafik, Plastik und Kunsthandwerk die kultur- und kunstgeschichtliche Entwicklung der Kinderdarstellungen bis in die Gegenwart. Die Kunstwerke sind nach verschiedenen Sachthemen, z.B. „Schule und Erziehung“, „Das Kind in der religiösen Darstellung“, „Familie“ und „Porträts“ geordnet.

Zu den Highlights der Ausstellung gehören die Radierungen von Max Klinger: „Mutter und Kind“ aus der Mappe „Vom Tode“ (1881), von Otto Dix das Porträt seiner Tochter „Nelly“ sowie barocke Szenerien von William Hogarth und Ludwig Richter.

Einen wichtigen Teil der Ausstellung nehmen auch die zeitgenössischen bzw. gesellschaftskritischen Grafiken und Gemälde von Tina Wohlfahrt und Heinz Balthes ein. Die Kunstwerke stammen zum Teil aus der städtischen Kunstsammlung Nordhausen und von Thüringer Privatsammlern.
Autor: red

Kommentare

Bisher gibt es keine Kommentare.

Kommentar hinzufügen
Es gibt kein Recht auf Veröffentlichung.
Beachten Sie, dass die Redaktion unpassende, inhaltlose oder beleidigende Kommentare entfernen kann und wird.
055

Cookies

Wir verwenden Cookies um die Zugriffe auf unsere Website zu analysieren und geben hierzu Informationen zu Ihrer Nutzung unserer Website an Partner weiter. Mehr Informationen hierzu finden Sie im Impressum und der Datenschutzerklärung.
Cookies akzeptieren
nur technisch notwendige
Javascript muss aktiviert sein.