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Sa, 08:29 Uhr
25.10.2014

Wie Sie Igeln über den Winter helfen können

Drei Viertel aller Igelbabys kommen in den Monaten August und September zur Welt. Im Herbst sind daher sehr viele kleine Igel unterwegs, um sich für den bevorstehenden Winter ein ausreichendes Fettpolster anzufressen...

Wer Igeln über den Winter helfen möchte, braucht Fachkenntnisse. (Foto: Silke Steinsdörfer/TASSO e.V) Wer Igeln über den Winter helfen möchte, braucht Fachkenntnisse. (Foto: Silke Steinsdörfer/TASSO e.V)

„Igel brauchen mindestens 500 Gramm Körpergewicht, um den Winter sicher überstehen zu können“, erklärt Philip McCreight von der Tierschutzorganisation TASSO.

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„Solange die Temperaturen deutlich über dem Gefrierpunkt liegen, haben die jungen Stacheltiere im Freien noch Gelegenheit, an Gewicht zuzulegen.“ Wenn die Nahrungstiere der Igel seltener werden, und Sie einen Igel im Garten haben, können Sie zufüttern.

„Für die Fütterung von Igeln gibt es im Fachhandel spezielles Igelfutter. Alternativen sind Katzenfeuchtfutter mit Haferflocken vermischt oder ungewürztes gegartes Rührei und Hackfleisch. Zum Trinken bieten Sie frisches Wasser an, aber keine Milch, die vertragen Igel nicht“, empfiehlt Dr. Anette Fach.

Wichtig: Nicht gleich jedes Igelkind anfassen und mitnehmen, sondern die Tiere erst einmal eine Zeit lang beobachten, um herauszufinden, ob sie wirklich menschliche Hilfe brauchen. Ausschließlich hilfsbedürftige Igel dürfen mitgenommen, gesund gepflegt, sachgemäß aufgezogen und im Frühjahr wieder ausgewildert werden. Hierfür sollte sich der Finder Hilfe holen, indem er eine Igelstation (beispielsweise unter www.pro-igel.de), ein Tierheim oder einen Tierarzt kontaktiert.

Macht das Stacheltier einen eher kläglichen Eindruck, rollt sich beim Kontakt nicht sofort zusammen, ist auffallend dünn und apathisch oder verletzt, dann ist menschliche Hilfe nötig. „Bitte nehmen Sie einen Igel aber nur dann für die Überwinterung bei sich zu Hause auf, wenn Sie auch ausreichend Sachkenntnis haben“, warnt Dr. Anette Fach.

Müsse das Tier mit menschlicher Hilfe über den Winter gebracht werden, eignet sich eine möglichst zwei Quadratmeter große, ausbruchsichere Unterbringung, ausgelegt mit Zeitungspapier und einem Schlafhaus. „Igel sind Einzelgänger, Sie können die Tiere also problemlos allein überwintern lassen“, weiß die Tierärztin.

TASSO-Tipp: Helfen Sie Igeln generell beim Überwintern, indem Sie Ihren Garten igelfreundlich gestalten: Trockenes Laub oder Reisig auf einem Haufen gesammelt bietet Igeln ebenso ein sicheres Zuhause für den Winter wie ein offener Komposthaufen. Auf den Einsatz von Laubsaugern sollte generell verzichtet werden, da sie neben dem Laub auch die Beutetiere der Igel aufsaugen.
Autor: red

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