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Mo, 18:53 Uhr
05.07.2004

Bestandsaufnahme

Nordhausen (nnz). Zwei Tage nach dem Debakel um das „noiseGarden“-Festival erfolgte heute im Nordhäuser Rathaus eine erste Bestandsaufnahme. Was dabei herauskam, das hat die nnz erfahren.


Eigentlich können die Mitarbeiter des städtischen Kulturamtes einem Leid tun. Sie hatten seit rund anderthalb Jahren die Idee, ein Rock-Festival in Nordhausen zu organisieren. Nicht für sich selbst, sondern sie wollten der Jugend ein Angebot unterbreiten, das es nicht alle Tage, ja nicht mal alle Jahre in der Rolandstadt gibt. Und so wurde im Rathaus die Idee von „noiseGarden“ geboren. Die Realität, das Ergebnis, die Resonanz – all das zusammen war so niederschmetternd, daß dieses Projekt für Dr. Cornelia Klose „beerdigt“ ist. Man wolle als Kulturamt gern Jugendgruppen und Initiativen unterstützen, doch selbst als Veranstalter auftreten – nein danke.

Trotzdem lobte Klose ausdrücklich die Organisation des Festivals vor Ort, dort auf dem Gelände des Segelflugplatzes. Und gerade dieser Ort, der nach der Absage auf dem Albert-Kuntz-Sportpark die Alternativlösung war, der war vermutlich ein Grund des Floppens. Nur mit einem fahrbaren Untersatz war das Areal zu erreichen, keine Chance zu Fuß oder mit öffentlichen Verkehrsmitteln.

Sicher spielte auch das Wetter nicht mit, doch die Jugend aus Nordhausen oder Umgebung hätte man vor der riesigen Bühne wenigstens erwartet. Und dann habe es noch die „relativen Probleme im Zusammenwirken mit der beauftragten Agentur“ gegeben, so Dr. Klose. Mehr wird zu diesem Thema nicht gesagt.

Warum aber habe es keine Resonanz auf den bundesweit organisierten Vorverkauf für das Festival gegeben? Nur rund 100 Karten wurde abgesetzt. Darauf hat auch die Agenur „Dezibel Promotion“ keine Antwort. Eventuell sei der Preis von 34 Euro zu hoch gewesen, konstatiert Agentur-Chef Jörn Menge. Er lobt jedoch die Zusammenarbeit mit der Stadtverwaltung und könne deren Enttäuschung verstehen.

Fakt ist, eine zweite Auflage von „noiseGarden“ wird es mit der Stadt Nordhausen als Veranstalter nicht geben. Das, was nicht ausgesprochen wurde, schwingt doch in leisen Untertönen mit: Die Jugend nimmt diese Angebote nicht an. Warum? Eine Antwort daruf zu finden, ist schier unmöglich. Es gibt vermutlich zu viele.

Wenn Sie uns Ihre Meinung oder Anregungen dazu schreiben wollen, dann bitte eine Mail an redaktion@nnz-online.de
Autor: nnz

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