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Di, 09:09 Uhr
07.04.2026
Spiel Wacker Nordhausen gegen Wismut Gera

Polizeipräsenz sorgt für Kritik

Beim jüngsten Spiel zwischen Wacker Nordhausen und Wismut Gera am Ostersamstag gab es nicht nur eine hohe Niederlage für die Nordhäuser, sondern auch umfangreiche Sicherheitsmaßnahmen. Für einige Anlieger waren diese aber etwas übertrieben…

Symbolbild AKS (Foto: nnz-archiv) Symbolbild AKS (Foto: nnz-archiv)
Vor mehr als 1000 Zuschauern musste sich Wacker Nordhausen im heimischen Albert-Kuntz-Sportpark (AKS) deutlich mit 0:5 gegen Wismut Gera geschlagen geben. Begleitet wurde die Partie von einem großen Polizeiaufgebot: Schätzungsweise rund 100 Beamte sicherten das Spiel ab, da die Fanlager beider Vereine als verfeindet gelten.
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Die umfangreichen Sicherheitsmaßnahmen hatten auch Auswirkungen auf Anwohner und Besitzer von Gärten, die sich hinter dem AKS befinden. Für einige Anlieger war es während des Spiels nicht möglich, ihre Grundstücke mit dem Fahrzeug zu erreichen.

Kritik daran äußerte unter anderem Anlieger Uwe Hempowitz in einem Schreiben an die Redaktion. Er bemängelt, dass Grundstückseigentümer und Gartenpächter ihre Flächen nicht anfahren konnten und stattdessen von der Polizei aufgefordert wurden, weiter entfernt zu parken. Dabei sei nicht berücksichtigt worden, ob Betroffene beispielsweise gehbehindert seien oder schwere Gegenstände transportieren mussten. Solche Einschränkungen habe es laut Hempowitz selbst zu Zeiten höherklassiger Spiele nicht gegeben. Für künftige Partien wünschten sich die Anlieger daher eine bessere Lösung.

Polizeisprecher Kevin Clemen erklärte auf Nachfrage, dass die Begegnung als Risikospiel eingestuft worden sei. Insbesondere die Verbindung der Fanszene aus Gera mit Anhängern aus Sondershausen habe zusätzliche Gefahrenpotenziale mit sich gebracht, da auch die Anreise von Sondershäuser Ultra-Fans erwartet worden sei. Deshalb seien mehrere geschlossene Einheiten im Einsatz gewesen.

Die Sperrung des Grenztriftwegs im Bereich des dortigen Hotels sei aus polizeilicher Sicht notwendig gewesen, betonte Clemen. Es habe sich um eine temporäre Maßnahme von rund drei Stunden gehandelt. Er bat die betroffenen Anwohner um Verständnis für die Sicherheitsvorkehrungen und die Polizeiarbeit. Weitere Spiele mit vergleichbarem Sicherheitsbedarf werden nach Einschätzung der Polizei derzeit nicht erwartet.
Autor: ssc

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Kommentare
Flitzpiepe
07.04.2026, 09:55 Uhr
Nicht übertrieben!
Wie man dann am Abend beim Spiel Dresden gegen Hertha sehen konnte, ist bei den sogenannten 'Ultras' kein Polizeieinsatz übertrieben.
Die sind einfach nur auf Krawall aus. Das Fußballspiel interessiert die überhaupt nicht.
Auch beim Spiel in Nordhausen kam es zu Problemen, die nur durch die Polizeipräsenz deeskaliert werden konnten.
Kritiker2010
07.04.2026, 10:09 Uhr
Minigolf birgt weniger Risiken und keine Polizeieinsätze
Man sollte sich wirklich fragen, ob Fußball und aggressive "Fans" zusammen gehören. Eigentlich ist Fußball doch nur ein sportlicher Zeitvertreib - wie Tischtennis oder Kanufahren.

Dies kann wohl kaum Rechtfertigung dafür sein, dass sich einige Leute, die vielleicht selbst nicht einmal den Ball mit dem Fuß treffen würden, deshalb gegenseitig auf die Mütze hauen, überall ihre primitiven Schmierereien hinterlassen und für Großeinsätze der Polizei sorgen.

Wenn man es schon nicht geregelt bekommt, den Vereinen die Kosten für die durch ihren Sport verursachten Einsätze aufzuerlegen, wäre der nächste logische Schritt, zumindest Risiko-Spiele nur noch ohne Publikum durchzuführen, bis die so genannten Fans gelernt haben, wie man sich benimmt.

In Anbetracht der anhaltenden Blamage appelliere ich noch einmal an Wacker, sich auf Minigolf zu verlegen. Dort scheint eine deutlich friedlichere Atmosphäre zu herrschen und dank eher geringer Verbreitung steht dort vielleicht sogar der eine oder andere Titelgewinn in Aussicht.
Lautaro
07.04.2026, 10:16 Uhr
So unschön es für die betroffenen Anwohner und Gartenpächter war....
Aber Zitat.....Polizeisprecher Kevin Clemen erklärte auf Nachfrage, dass die Begegnung als Risikospiel eingestuft worden sei. ....
Wenn es also geknallt hätte und Anwohner oder Pächter ökonomische oder gesundheitliche Nachteile erfahren hätten....?
Hätte jeder auf die Polizei gezeigt, welche dem Schutz der Bürger nicht nachgekommen ist.
Fussball ist eine interessante und populäre Sportart. Aber keine andere ist bei ihren Begegnungen von soviel Krawall begleitet.
Vielleicht sollten die Fans dieser die Krawallmacher mal ein wenig mehr erziehen ?
Manche Vereine zeigen in den letzten Jahren da ganz gute Ansätze..
Ostseefan
07.04.2026, 11:06 Uhr
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