AfD zu Abbruch eines Wohnblocks in Nordhausen-Nord:
Auftakt für eher unbekanntes Mega-Projekt?
Die Nordhäuser AfD sieht den bevorstehenden Abriss des ehemaligen Schwesternwohnheims an der Kreuzung Beethovenring/Albert-Traeger-Straße weiter kritisch. Zugleich fordert die Partei eine erneute Bürgerbeteiligung für das Projekt, für das der Abbruch des Wohnblocks der Auftakt sein soll: Die 80-Millionen teuren Energiegerechte Quartiersentwicklung in Nordhausen-Nord mit dem Bau des Nordhäuser Stadtloops als einem Schwerpunkt update:1.3....
Dieses Mehrfamilienhaus, das ehemalige Schwesternwohnheim, soll abgerissen, weil sein Umbau angeblich zu teuer und technisch nicht möglich wäre. (Foto: privat)
Gut gemeint ist nicht immer gut gemacht. Der Abriss eines völlig intakten Gebäudes für den Bau eines Mehrfamilienhauses an gleicher Stelle ist für uns weder ökologisch noch ökonomisch sinnvoll. Doch die einsetzenden Rodungen der Bäume durch die SWG zeigen, dass das Haus jetzt offenbar tatsächlich fallen wird. An seiner Stelle soll laut SWG ein ökologisch wertvolleres Gebäude entstehen, dessen Bau vermeintlich billiger sei als der Umbau des bestehenden Hauses. Bis heute hat man uns aber die abgeforderte Alternativkalkulation verwehrt, so AfD-Fraktionsvorsitzender Jörg Prophet in einer heute verbreiteten Pressemitteilung der Partei.
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Die hier fehlende Transparenz sieht die AfD auch gegeben bei dem nächsten Projekt, für das der Abriss der Startschuss sein soll: Es ist die so genannte ‚Klimagerechte Quartiersentwicklung in Nordhausen Nord‘, mit dem so genannten ‚Nordhäuser Stadtloop‘ als wichtigem Kernstück. Ich denke, wenig Bürger können mit diesen versponnenen Begrifflichkeiten überhaupt etwas anfangen. Mit Gesamtkosten von 80 Millionen Euro – Stadt und SWG tragen mit mehr als 40 Millionen Euro mehr als die Hälfte - ist es für Nordhäuser Verhältnisse ein Mega-Projekt. Doch was hat die Bürgerschaft konkret davon?
Die AfD befürchtet, dass mit den Bautätigkeiten die sanierungsbedürftige Infrastruktur naturgemäß hintenangestellt werde. Warum beginnt man nicht mit den Straßen, den fehlenden Kreiseln für den Verkehrsfluss und dann konkrete Planungen für die Parkhäuser mit kalkulierbaren Kosten für die Bürger? In Nordhausen-Nord werden erst Tatsachen geschaffen und dann nach Lösungen gesucht, erst Garagen und Parkplätze gekündigt und dann nach anderen Möglichkeiten gesucht. Das alles erinnert sehr an Schilda und seine Bürger, so der Stadtrat.
Der Projektname ‚Stadtloop‘ sei nicht fassbar und dem Bürger unbekannt. Es habe keine aktuelle, breite und ernst gemeinte Bürgerbeteiligung gegeben. Der konkrete Nutzen für die Bürger sei daher nicht klar. Insgesamt sieht Jörg Prophet das Projekt als weder gerecht noch nachhaltig an.
Quartiersentwicklung Ja, Investitionen in die Stadt JA, aber 80 Millionen Euro sind viel Steuergeld, ohne bestätigten B Plan 113 bleibt es bei grünbemalten Zeichnungen, ohne belastbare Planungen ohne Umsetzungskontrolle. Die Neubauten im Gumpetal lassen böse Ahnungen aufkommen. Großflächige Bodenversiegelungen ohne Bäume. Ausgleichsflanzungen gibt es im Umfeld der Stadt, aber eben nicht im Baugebiet. Und 80 Millionen Euro in nur einen Stadtteil von Nordhausen zu investieren, ist nicht verhältnismäßig. Salza oder Niedersalza, der Süden der Stadt und die Nordhäuser Ortsteile, hätten auch einen Teil der Aufmerksamkeit und des Geldes verdient. Gerade in Zeiten einer äußerst knappen Haushaltslage muss man ausgewogener investieren, so Prophet.
Die finanziellen Dimensionen würden immerhin an jene der Landesgartenschau 2004 heranreichen. Gleichzeitig gebe es in Niedersalza keine Einkaufsmöglichkeiten mehr. Da seien massive Investitionen nur in einem Stadtteil aus Sicht der AfD schwer zu vermitteln. Die 2017 abgehaltene Bürgerbeteiligung durch die SWG und Stadt habe nie die wirkliche Breite erreicht. Sollte es wohl auch nicht, so Jörg Prophet. Inzwischen sind seitdem auch schon wieder vier Jahre vergangen. Deshalb werden wir im Stadtrat eine erneute breite Öffentlichkeitsbeteiligung beantragen und einen auch in die öffentliche Breite gehende Information zum Projektstand. Vielleicht erschließt sich dann die Sinnhaftigkeit, heißt es in der Pressemitteilung abschließend.
update:1.3. Im Rahmenplan Nordhausen Nord - Klimagerechte Quartiersentwicklung ist unter Punkt 5. die Finanzierung des Projekts wie folgt erläutert: "Für die Umsetzung der Rahmenplanung wurden mit Stand September 2018 die Kosten (brutto) für den Umbau geschätzt. Die Verteilung der Maßnahmekosten erfolgte gemäß der Grund- und Flurstückssituation vom 07.09.2018.
Die Gesamtinvestitionen belaufen sich auf rd. 83 Mio. €, davon beträgt der kommunale Anteil rd. 4,8 Mio. €. Für die kommunalen Maßnahmen im Stadtumbaugebiet können Zuschüsse aus der Städtebauförderung bean- tragt werden. Der Zuschuss beträgt i.d.R. 2/3 der förderfähigen, unrentier- lichen Kosten. Auch die Wohnungsunternehmen / Privaten können für den wohnungsnahen Freiraum und die Umgestaltung von öffentlich zugängli- chen Räumen Zuschüsse aus der Städtebauförderung erhalten. Umfang und Höhe müssen im Einzelfall geprüft werden.
Für den ersten Meilenstein mit dem Umsetzungsziel bis 2025 ist mit Ge- samtkosten in Höhe von rd. 34 Mio. € zu rechnen. Der städtische Anteil daran beträgt 2,7 Mio. €. Die größte Investition wird voraussichtlich durch die SWG getätigt, die mit dem Realisierungswettbewerb Multitalent ge- sucht – Umbau Ossietzky-Hof im Rahmen der Internationalen Bauausstel- lung Thüringen den ersten Wohnhof beispielhaft und klimagerecht umbau- en wird."
Untermauert wird die Kalkulation mit dieser Tabelle auf Seite 67 des Rahmenplans:
Kostenaufstellung (Foto: Klimagerechte Quartiersentwicklung Rahmenplan Nordhausen Nord (Stadt Nordhausen))
wenn ich bisher relativ ruhig, wie Herr Prophet dort hinten gewohnt habe. Jetzt besteht die "Gefahr" dass es dort lauter wird und damit die Grundstücke an Wert verlieren!
1. Seit wann verbaut die SWG Steuergelder? 2. Was kann die Stadt dafür, wenn sich in Salza kein Einzelhändler ansiedeln will 3. Über den Wegfall der Bäume im Stadtgebiet wird sich beklagt, aber der Errichtung von Gebäuden, die energieeffizient sind somit einen erheblichen Umweltbeitrag leisten steht man negativ gegenüber. 3. Straßenbau/-Instandhaltung ist Aufgabe der Stadt, nicht der SWG. 4. GießkannenInvestition gefordert? Ein Unternehmer investiert eigentlich dort, wo es (aus seiner Sicht) notwendig ist nicht überall ein bisschen.
Beteiligungsverfahren kann im Suchmodus der NNZ nachgeschaut werden.
Wo steht die Zahl 80 Mio. ?
Ist die AfD denn nicht in den Gremien der SWG vertreten?
Warum will die AfD eine Weiterentwicklung des Quartiers verhindern? Weil man in der Nachbarschaft wohnt? Wo ist da der Bürgersinn? Ist das die Alternative?
Erst mal grundsätzlich dagegen. Das Projekt gibt es schon so lange und jetzt zum Baustart kommen die Kameraden aus ihren Löchern. Da das Projekt ein Bestandteil der internationalen Bauausstellung ist macht es natürlich Sinn erst mal Investitionen in Straßen zu fordern. Leute Leute Leute
bin aber total enttäuscht. Außer meckern und
stänkern kommt nicht , wirklich nicht viel an
Sachlichkeit rüber. Ich habe dieser Partei geholfen
eine starke Fraktion in Nordhausen zu werden. Ich
empfinde bei allen Aktivitäten nur warme Luft.
Für mich ist es leider so,
schade !
Porschefahrer bleiben halt gerne unter sich. Da darf auch schon mal gerne die Parteipolitik herhalten, selbst bei der angeblich "volksverbundenen" AfD!
Es macht bereits in der kleinen Kommunalpolitik halt jeder sogenannte "Volksvertreter" am liebsten das, was er für sich selbst reinholen kann.
Ich kann diesen Dummsülz der AFD und besonders deren Nordhäuser Vertreter nicht mehr ertragen.
Ohne die Informationsvereitelung durch die NNZ würden diese heuchlerischen und grauenhaft recherchierten Sätze dort bleiben wo sie hingehören - In die Bierrunden unserer Dauerarbeitslosen.
Nie gehört, kann mir auch nix vorstellen???
Ja und Nordhausen Nord scheint tatsächlich die LieblIngsbaustelle der SWG und Stadt zu sein. Alles, ab Uferstraße südlich interessiert die Politik und SWG nicht. Hauptsache, vom Jobcenter die Miete überwiesen bekommen und die Menschen dort sich selbst überlassen. Gehen eh nicht zur Wahl.... Die Leute sind aber nicht dumm...
Auch ich habe diese Partei gewählt, auch auf Bundes- und Landesebene.
Es war ein Fehler die Stimmen der AfD zu geben..
Man sieht es hier, was Sie von sich geben. Und auch vor allem in der aktuellen Situation der Pandemie, was sie da auf Bundesebene von sich geben.
Irgendwie ist es traurig, denn ich dachte, es ist eine Alternative für Stadt, Land und Bund.
Zuweilen schaffen es Kommentatoren, fehlende Infos zu Artikeln nachzuliefern. Bisher beschränken sich sich die Wortmeldungen jedoch vornehmlich auf Wahlbekenntnisse und AfD-Bashing.
Wenn also irgendjemand noch etwas Substanzielles zur Erhellung der Sache oder Situation beizutragen hätte ... ?!
wenn es um nicht stattfindende Nachpflanzungen geht, um Müllhaufen und Dreck in Nordhausen und andernorts? Schweigen im Walde...Wundert auch nicht, eine Riege aus Ja-Sagern, von CDU bis ganz-links. Zur Belohnung liest man immer dieselben Namen in allen möglichen Ämtern und Positionen. Und wenn die AfD als einzige Fraktion bei 80 Mio. Investitionsvolumen hinterfragt, dann gibt`s Schnappatmung. Verstehe ich nicht.