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Mo, 18:30 Uhr
26.04.2021
Eine Retrospektive zur Modellregion

Testen, testen, testen und nochmal testen

Die zaghaften Öffnungsversuche im Kreis sind erst einmal Geschichte, die Inzidenzwerte so hoch wie lange nicht. Hat man die Situation im Modellversuch „herbeigetestet“? Die Zahlen geben das eher nicht her. Langfristig sollte sich der Testmarathon sogar positiv auswirken. Fortsetzung wünschenswert…



Für den Moment kratzt der Landkreis mit einem Wert von 146,3 an der Inzidenz-Marke von 150. Das ist deutlich mehr als am 6. April, dem Tag an dem das Vorhaben „Modellregion“ begann und der Einzelhandel für zwei Wochen geöffnet wurde. Damals lag der Wert noch bei komfortablen 56,3. Nun mag man von Inzidenzwerten und ihrer Aussagekraft halten was man will, sie sind der Maßstab nach dem bundesweit entschieden wird was geht und was nicht. Daran ist auch der Landkreis gebunden. Punkt.

Eine Fortführung des Modellversuches steht in Anbetracht dieser Zahlen aktuell nicht im Raum und das ist nicht nur für die Einzelhändler und Shoppingfreunde schade, es ist eigentlich eine Schande. Denn der Versuch hat mehr gebracht als die Öffnungen. Die Leute haben sich testen lassen. Massenweise. Und das ist, auf lange Sicht, eine gute Sache.

31 von 15.000, 31 von 218
Die Ergebnisse des „Testmarathons“ kann man aus mindestens zwei Blickwinkeln betrachten. Erstens: von rund 15.000 Tests fielen lediglich 31 positiv aus. Bei rund 84.000 Einwohnern im Landkreis wäre das ein ansehnlicher Prozentsatz der Gesamtbevölkerung, aber es gibt keine Erhebung ob und wie häufig sich Einzelpersonen mehrfach haben testen lassen, oder wieviele Personen aus den Nachbarkreisen die Nordhäuser Teststationen angesteuert haben. Einen Rückschluss auf die Gesamtlast im Kreis macht das schwierig. Und 31 von 15.000 - das ist so ein kleiner Anteil positiver Fälle, was soll der Aufwand?

Die Frage relativiert sich, wenn man die zweite Betrachtungsweise heranzieht. In den 14 Tagen des Modellversuchs wurden insgesamt 218 Corona-Infektionen bei Bewohnern des Kreises festgestellt. 31 von 218 ist ein deutlich saftigerer Anteil. Nicht genug um die allgemeine Inzidenz-Entwicklung dem Modellvorhaben anzulasten, wohl aber signifikant genug um die Entwicklung langfristig zu drücken. 31 aller Wahrscheinlichkeit nach asymptomatische Virusträger wurden aus der Infektionskette genommen die man ohne die Ladenöffnungen und die damit verbundenen Tests vielleicht gar nicht oder erst sehr viel später gefunden hätte. Zeit, in der aus 31 Fällen schnell 60, 90 oder mehr hätten werden können.

So sich die positiven Fälle an ihre Quarantäne-Maßnahmen halten, bleibt es bei den 31 plus, je nach Einzelfall, ein paar familiären Folgefälle, die man dann aber schon unter Kontrolle haben sollte.

Testen und testen lassen
In der vergangenen Woche, ohne Öffnungen und „Modellregion“, kam man zum Stand Donnerstag, immerhin noch auf 2017 Schnelltests und 15 vorläufig positive Fälle. Auch das zwei Werte, die man noch einmal in Relation setzen kann und die zeigen dass die allgemeine Viruslast über die letzten Wochen zugenommen hat (weniger Tests bei prozentual mehr positiven Befunden). Im Landratsamt sprach man zuletzt von der „Osterwelle“. Also theoretisch noch einmal 15 Fälle, die ihre Infektionsketten nicht im Büro, auf dem Bau, beim Kaffeekränzchen mit Oma, in der Schule oder im Kindergarten, weiter tragen können.

Mehr Tests und mehr Testwillige gehen mit einem Anstieg der Fallzahlen einher, ja. Aber das ist nur die kurzfristige Betrachtung. Langfristig sollte daraus eine positive Tendenz für den Landkreis erwachsen. Je mehr Fälle gefunden werden desto besser. Je mehr Leute aus der Kette genommen werden könnten, desto besser.

Dazu ein kleiner Vergleich am Rande. Im Kyffhäuserkreis zählt man aktuell 331 „aktive Fälle“ und rund 420 Kontaktpersonen in Quarantäne. In Nordhausen sind es 210 aktive Fälle rund 900 Personen (Stand Donnerstag) in Quarantäne. Bei den Nachbarn liegt die Inzidenz über 200 und die Schulen werden dicht gemacht. Die Entwicklung der beiden Kreise unter derart unterschiedlichen Bedingungen sollte man in den kommenden Wochen im Auge behalten. Und noch ein interessantes Detail am Rande: die Inzidenz unter Kindern zwischen 5 und 14 Jahren liegt RKI-Daten zufolge in Nordhausen mit einem Wert von rund 172 deutlich über der allgemeinen Inzidenz, bei den Nachbarn im Kyffhäuserkreis mit einem Wert von 185 deutlich unter dem der Allgemeinheit.

Zurück zur „Modellregion“ oder vielmehr ihrem fehlen. Möglich waren die relativ hohen Testzahlen der vergangenen Woche auch, weil man die in der Modellphase aufgebauten Kapazitäten größtenteils offen gehalten hat und mit verlängerten Öffnungszeiten weiter offen halten will. Und weil Leute gewillt waren sich testen zu lassen. Und da liegt der Hase im sprichwörtlichen Pfeffer.

In der Modellphase hatten viele Leute einen Anreiz, sich ein Stäbchen in die Nase stecken zu lassen und im Kreis hatte man die Chance, mehr Virusträger aufzuspüren. Beides, der Anreiz und die Chance, fallen nun weg. Es ließe sich also durchaus argumentieren, dass wir dem Virus ohne die Öffnungen mehr Zeit und Raum geben sich zu verbreiten. Warum also das Projekt nicht fortführen? Die Gefahr sich bei dem einen Trip im Klamottenladen in der Marktpassage unter getesteten Maskenträgern anzustecken ist der Logik nach geringer, als zwischen den „Massen“ potentiell nicht getesteter Personen, denen man mehrmals die Woche in der Kaufhalle begegnet. Insofern „ja“ zur Modellregion: geringes Risiko, langfristiger Nutzen. Ohne ein „Ja“ aus Erfurt bleibt da freilich der Wunsch der Vater des Gedanken.

Davon ab bleibt die Frage, wie lange die jüngsten Anreize auch bei einer Fortführung vorhalten würden. Schließlich braucht man nicht jede Woche neue Hosen oder Schuhe. Es könnte sinnvoll sein, im Sinne der Anreize, vielleicht noch ein Stück weiter zugehen. Warum nicht kleine Konzerte mit negativen Test, Abstand und Maske zulassen? Gastronomie unter freiem Himmel in kleinen Gruppen mit negativem Test? Die Temperaturen würden es langsam hergeben. Das sich die Leute von einer Testpflicht nicht schrecken lassen, hat der Bücherflohmarkt auf dem Blasii-Kirchplatz am vergangenen Wochenende deutlich gezeigt.

An anderer Stelle muss man rigoroser werden oder es zumindest bleiben. Der Blick auf die Inzidenz unter den 5 bis 14jährigen spricht da eine eindeutige Sprache. Ja, die Tests können unangenehm sein, mehr aber auch nicht. Je mehr Fälle gefunden werden, je mehr Ansteckungen verhindert werden, desto eher geht es wieder runter mit den Zahlen und zurück zu einer Ahnung von Normalität. Und das heißt: Testen, testen, testen. Nicht nur vor dem Einkauf, auch in der Schule und im Kindergarten und im beruflichen Alltag. Für letzteres sind die Unternehmen zuständig, denen der Bund, in seiner unendlichen Weisheit, keine Pflicht auferlegt hat genau das auch zu tun. Es ist also an jedem Einzelnen dafür Sorge zu tragen, dass die Entwicklung wieder eingefangen werden kann. Wieder einmal.

Der finale Weg raus aus dem elendigen Corona-Jahr wird nur über die Impfungen führen und da sieht man langsam aber sicher ein wenig Licht am Horizont und darf hoffen, immerhin hoffen, dass die Inkompetenz der letzten Monate vielleicht ein Ende hat. Bis dahin wäre es schön wenn die Nordhäuserinnen und Nordhäuser es schaffen würden die Zahlen soweit zu drücken, dass man zumindest zum Projekt Modellregion und ihrem "Testregime" zurückkehren kann. Noch schöner wäre es, wenn man das vor den nächsten Feiertagen schaffen würde, denn dann bestünde die Chance das die Entwicklung im Nachgang weniger hässlich wird, als das nach Ostern der Fall war. Also: testen lassen, Maske auf und ein wenig Solidarität gezeigt, dann geht es zumindest vor der eigenen Haustür bald wieder vorwärts.
Angelo Glashagel

Bild von Hermann Kollinger auf Pixabay
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Kommentare

26.04.2021, 19.39 Uhr
Halssteckenbleib | Wenn's doch so einfach ginge
Testen lassen Maske auf und Solidarität. Alles gut und schön aber vorwärts da glaube ich so schnelle nicht dran. Da sind auch noch die viel aggressiveren Mutationen. Wenn Pech dann trotz impfen geht's dann rückwärts. Wahlen stehen ja auch noch an... alles Kacke.

1   |  11     Login für Vote
26.04.2021, 20.52 Uhr
Junge21 | Hommage für Testungen und Impfung
Zum Glück gibt es bisher keine Pflicht. Auch wenn der Trend dahin geht, dass pausenloses Testen und letztendlich das Impfen zur Realität gehören soll. Soll! Solange ich noch selbst über meinen Körper entscheiden kann, meine Gesundheit und mein Befinden selbst einschätzen kann, lasse ich mich nicht aus Gründen testen, die andere für wichtig halten.

12   |  8     Login für Vote
26.04.2021, 21.22 Uhr
Paul | Testen???
Was soll dieses sinnlose Geteste? Erstmal sind die Tests sehr unzuverlässig. Das sage nicht ich sondern Fachärzte die aus der Branche kommen. Diese Tests zeigen was weiß ich nicht an und wenn heißt es Corona. Naja was sollen sie auch sonst anzeigen, sind ja Corona Tests. Müll, es wurden durch die Tests schon so manche unter Quarantäne gesetzt, die dann garkeine Corona hatten. Also was sagt das? Test ist Unsinn. Statt dessen sollten sich die Verantwortlichen Nietenzieher im Bundestag endlich mal ernste Gedanken machen, wo ausreichend Impfstoff herkommt. Mein Vorschlag: Sputnik V, also ich würde mich damit sofort impfen lassen !

8   |  10     Login für Vote
26.04.2021, 21.44 Uhr
Kritiker2010 | Und genau deshalb treten wir auf der Stelle ...
Testen, finden, Ansteckungen verhindern. Damit verschwindet das Virus und alles ist wieder gut.
Nein! Mit dieser Idee, bleiben wir im Dauerlockdown!

Wir brauchen einen kollektiv hohen Immunstatus, der aktuell nur durch eine schleichende Durchseuchung mit den aktiven Stämmen zu erreichen ist.
Dies sollte in diesem Sommer passieren, weil wir jetzt viele Ältere geimpft haben und die Impfstoffe gegen die hier aktiven Stämme gerade noch wirksam zu sein scheinen und so bei diesen gefährdeten Personen die Symptome abmildern können.

Die Impfungen selbst helfen nicht dauerhaft und umfänglich. Mutationen und Abbau der Immunität (auch gegen andere Viren) arbeiten permanent gegen uns.

Auch Geimpfte und Genesene können positiv auf das Virus getestet werden und halten so die Begründung für den Lockdown aufrecht, selbst wenn keine Gefahr mehr besteht, weil das Virus endemisch ist und kaum noch auffällige Symptome auslöst.

7   |  8     Login für Vote
27.04.2021, 07.28 Uhr
geloescht 20210614 | schade um die Liebesmühe Kritiker2010 .Die Leute hier verstehen garnicht
was eine Durchseuchung ist.Ich habe es aufgegeben .
Es funktioniert nun mal nur durch eine schnelle Durchseuchung und zusätzliche Impfung.
Beides wird/ist durch Unfähigkeit verhindert.
Uns wird nur ständig was zu schwachsinnigen Mutationen erzählt.
Diese zusätzliche Impfung hätte schon viel viel früher stattfinden müssen.
So wie ein Herr Trump für die USA sehr rechtzeitig Impfmaterial bestellt hat und Biden jetzt profitiert. Die vielen Ansteckungen und eine wieder Genesung hat das Übrige getan.
So hat es auch vor hundert Jahren funktioniert.Allerdings hatte man da noch keinen zusätzlichen Impfstoff .
Alles war nach relativ kurzer Zeit trotzdem vorbei.
Virus ist Virus.Ich habe gestern gelesen,dass der Corona Virus schon vor 25.000 Jahren in Genmaterial bei im Permafrost konservierten Eskimos gefunden wurde.
Ich habe gestern die massgebliche Kurve zur Anzahl der Toten Schweden/Deutschland gesehen.Kein Unterschied.
Es gibt eben noch fähigere Leute als Merkel und Lauterbach.

2   |  7     Login für Vote
27.04.2021, 08.01 Uhr
Kritiker2010 | Testen, testen, testen
Bitte mehr testen, jeden Tag. Bitte auch Testverweigerer zwangsweise zuführen oder wegsperren.

Auch auf Ebola und alle anderen bekannten Viruserkrankungen müssen wir testen. Diese könnten jederzeit zu einer Pandemie führen. Es geht darum, alle denkbaren Gefahren abzuwenden. In diesem Zuge müssen täglich auch alle auf Influenza getestet werden.

Es ist unverantwortlich, dies zu unterlassen und außerdem unmoralisch und es verhöhnt die Opfer der anderen Infektionen und deren Angehörige und natürlich das medizinische Personal.

Das gesamte Volkseinkommen darf nur für Grundnahrungsmittel, Impfstoffe und Klopapier verwendet werden.

In diesem Zuge sollte auch das Infektionsschutzgesetzt noch einmal nachgeschärft werden, um der dramatisch unsicheren Lage gerecht zu werden. Demnach sollte jeder verpflichtet werden, seinen Impfausweis und die tägliche Testkarte gut sichtbar vor sich her zutragen.

Frage mich, wie die Menschheit bisher ohne Tests überleben konnte. Wir sollten einfach Ansammlungen von Politikern verbieten, die irgendetwas beschließen wollen. Die daraus resultierende Gefahr für das Volk ist offensichtlich.

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27.04.2021, 09.08 Uhr
diskobolos | Durchseuchung?
Klasse-Idee. Am besten durch sofortiges Abschaffen aller Maßnahmen. Wie lange würde das dauern bis sich dann alle infiziert haben?
Wagen Sie auch eine Prognose, wie viele Menschen dabei sterben würden und wie lange die Intensivstationen das durchhalten können?

5   |  4     Login für Vote
27.04.2021, 09.42 Uhr
geloescht 20210614 | es gibt Leute denen kann man nichts erklären.Weil es zwecklos ist
Bedanken sie sich bei der unfähigen Frau Merkel....Disco...
Dann hätten viele Alte einen Impfschutz gehabt.Wären garnicht gestorben.Und die Millionen infizierten sind ja wieder gesundet und haben Immunschutz
Übrigens gibts auch welche die sich garnicht infizieren und wo auch nichts zusammenbricht,wie Schweden.Sogar noch etwas weniger Menschen gestorben sind und sterben.
Da haben doch Ökonomen an Hand von 80 Fallbeispielen nachgewiesen,dass die Lockdowns nichts gegen das Virus gebracht haben ausser Schäden für die Wirtschaft.
Dann habe ich eben in T.-Online gelesen.
"Sein Beschluss sorgte bundesweit für Wirbel: Nach seiner Anordnung zur Aussetzung der Maskenpflicht wird gegen einen Weimarer Familienrichter ermittelt. Auch eine Hausdurchsuchung gab es."
Gute Nacht Rechtsstaat Merkeldeutschland.

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27.04.2021, 10.05 Uhr
Kritiker2010 | Inhaber des Bundesverdienstkreuzes ...
... dürfen sich vor den Intensivstationen postieren und die Triage durchführen. Kriterium für die Aufnahme ist ein Gewissensnachweis, der auf einer Liste der NNZ-Kommentare basiert.

Um eine dauerhafte Belastung - Überlastung ist bisher nicht belegbar - mit Covid-19-Erkrankten zu verhindern ist es erforderlich, die Pandemie schnellst möglich zu beenden und hierfür die vorhandenen Kapazitäten zu nutzen. Eine finanzielle Motivation für ITS-Personal wäre deutlich hilfreicher, als Milliarden für Impfstoffe für ungefährdete Personen auszugeben.

Durch Förderung des Bundes wurden im Jahr 2020 ca. 13.700 zusätzliche ITS-Plätze bezahlt. Warum wurden sie nie geschaffen?
Warum sind die vorhandenen ITS-Kapazitäten in den vergangenen 11 Monaten um 22% gesunken? ... und das alles unter der Regie unserer Gesundheits-Experten.
Ist nicht allein das ein deutlicher Beleg, dass wir auf dem falschen Weg sind?

Der weitaus größte Teil der Bevölkerung ist ungefährdet und entwickelt keine oder nur milde Symptome, die keiner medizinischen Versorgung bedürfen. Medial getriebene Hypochondrie ist das größere Problem.

Risikogruppen sind hinreichend definiert und sollten weitgehend im Impfprozess oder bereits geimpft sein, um gefährliche Symptome zu reduzieren.

Um uns aber dauerhaft zu schützen, ist es notwendig, schnell eine hinreichende Durchseuchung zu erreichen - jeder infizierte ohne oder mit schwachen Symptomen ist ein erfolgreicher Schritt zum Ende der Pandemie. Nur so fällt "R" dauerhaft unter 1.

Die Zahl der Opfer ist am geringsten, wenn wir genau jetzt den Bug in den Sturm drehen. Versucht man davor weg zu fahren, gehen nach und nach immer mehr Leute über Bord - auch durch Kollateralschäden.

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27.04.2021, 10.08 Uhr
Jörg Thümmel | Das Testen gesunder Menschen
ist nichts anderes als eine schleichende Beweislastumkehr.

Es gilt zukünftig nicht mehr der als gesund, der sich gesund fühlt oder keine Symptome irgendeiner Ekrankung zeigt, sondern es gilt als gesund, wer sich täglich das Stäbchen in die Nase stecken lässt um zu belegen dass man gesund ist.

Also nicht wundern, wenn das dann zukünftig auch auf andere Bereiche des Lebens ausgedehnt wird. Also z.B. es gilt nicht mehr der solange als unschuldig den man seine Schuld nicht bewiesen hat, sonder er gilt dann per se als schuldig, bis er seine Unschuld bewiesen hat.

Brave new world, der Mensch als Feind.

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27.04.2021, 10.22 Uhr
Oberstudienrat | klasse erkannt !
Genau das ist ja das Problem seit mehr als einem Jahr:

Menschen sind krank, ohne es zu merken. Corona kann für manche ohne jedes Symptom verlaufen. Diese Menschen WISSEN nicht, dass sie andere (bei denen dann Corona ggf. am Beatmungsgerät endet) infizieren können, da sie nicht wissen, dass sie selbst infiziert sind.

Deswegen testen, testen, testen ... um Oma und Opa, Kranke und weniger abwehrstarke Menschen zu schützen.

Also, schwer zu verstehen ist das eigentlich nicht. Bei manchen dauert es eben etwas länger als ein Jahr.

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27.04.2021, 11.05 Uhr
autodruli | Angebote locken Schnäppchejäger öfter zum Einkauf
Jeder soll seinen Beitrag leisten, um Kontakte zu vermeiden! Läden, die nur einmal in Wochen von getesteten Personen betreten werden müssen schließen. Die Supermärkte denken gar nicht daran, die Kundenansammlungen einzuschränken. Weiterhin locken sie die Kunden an mehreren Tagen pro Woche mit ihren versetzt gültigen Angeboten in die Supermärkte. Wo eigentlich oft ein Einkauf pro Familie in der Woche ausreichen würde, werden so an mehreren Tagen die Leute ins ungetestete Gewimmel gelockt. Dann sollen sie doch die "Angebote" lieber in ausreichender Anzahl bevorraten, um einen Massenansturm am ersten Tag zu vermeiden.

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27.04.2021, 11.45 Uhr
Kritiker2010 | Frische Luft statt Einzelhaft
Jeder Todesfall ist ein Schicksalsschlag.
Obwohl die Lebenserwartung jedes Menschen variiert, kennen wir seit Jahrzehnten eine Zahl:
Das durchschnittliche Sterbealter
Dieses stieg in den vergangenen Dekaden immer weiter an. (nicht gefühlt, sondern belegt)

Ich versuche es kurz zu machen:
Seit Anfang der Pandemie ist bekannt, dass das durchschnittliche Sterbealter Corona-infizierter Patienten sogar geringfügig höher liegt, als jenes Nicht-Infizierter. Im Einzelfall sieht das anders aus.
Zumindest STATISTISCH sterben also Menschen in Deutschland mit oder durch Corona NICHT FRÜHER.

Und noch eine Info für den Oberstudienrat:
Personen ohne oder mit schwachen Symptomen sind entsprechend weniger ansteckend, da sie eine geringere Viruslast in sich tragen.
Einen maßgeblichen Beitrag zum milden Verlauf und zur schnellen Gesundung verspricht Bewegung an frischer Luft (ohne Maske, denn diese erhöht bei Infizierten die Viruskonzentration in den Atemwegen).
Im Freien ist das Virus nur sehr kurz lebensfähig, da die Luftfeuchtigkeit der ausgeatmeten Luft sofort stark absinkt und das Virus austrocknet.

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27.04.2021, 12.03 Uhr
Ra1n3R | @Oberstudienrat
Herr Oberstudienrat, mit der Wahl Ihres Nicknames wollen Sie ja offensichtlich auf etwas hinweisen. Dann lassen Sie mich bitte einmal an Sie eine Frage richten, welche Sie ja beantworten können sollten. Dazu muss ich aber beim Thema "Test" etwas ausholen, mir fehlt eventuell das gewisse Etwas an "Intelligenz", um das kürzer zu fassen. Sie stellen (für mich) aber die falschen Fragen, bzw. fokussieren sich auf ein (wenn auch nicht unwichtiges) Thema. Mag daran liegen, dass ich als gelernter Krankenpfleger, nicht so weit in der Materie stecke, wie Sie - als Oberstudienrat.

Als Risikopatient mit multiplen Erkrankungen, alleinerz. mit einem schulpfl. Kind, habe ich mich entschieden, das erste Impfangebot im März anzunehmen. Mein Kind nimmt das Testangebot seit Tag 1 in der Schule regelmäßig an. Ich wurde bis zur Impfung nicht 1x getestet. Warum nicht? Als letzte Antwort im Impfzentrum entgegnete mir der Arzt - nicht nötig. OK, kann ich mit leben. Ich hatte erhebliche Probleme nach dem Pieks, die ich fein säuberlich in der PEI App dokumentiert habe. Nach 3 Wochen habe ich den Kontakt zur HA-Praxis gesucht. Antwort dort - alles OK, ist "ein gutes Zeichen". Nun denn. Dann wurde AstraZeneca bekanntlich wieder für bestimmte Personengruppen gesperrt, was auch mich betraf und mein Termin für die Zweitimpfung (dann mit mRNA Impfstoff) auf das Maximum von 12 Wochen verschoben.

Niemand kann mir bis heute eine Antwort geben, warum jetzt Erst- u. Zweitdosis unterschiedl. Bauart / Hersteller einen vollen Schutz entwickeln. Dies auch noch völlig gestreckt auf das Maximum von 12 Wochen (was die Gabe 2er Dosen eines Herstellers betraf zu dem Zeitpunkt). OK, alles Neu. AstraZeneca zu nehmen (als Zweitdosis) ist eine Möglichkeit. Nur warum steht dann im Schreiben an mich dazu - "nur unter Haftungsausschluss"? Mir gehen die Zeichen hier leider aus, deshalb zum Ende.

Haben Sie - als Oberstudienrat eine Antwort für mich, warum es keine verpflichtenden Titer-Tests nach Impfungen gibt? Woher wissen denn alle, dass 2x Geimpfte ausreichend Antikörper gebildet haben? Suche nach Erkrankten (Testzentren) = wichtiger als Kontrolle auf realen Schutz? Oder sagen Blut-Laborwerte dann evtl. etwas Unangenehmes aus?

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27.04.2021, 12.21 Uhr
ndh65 | So ein Schwachsinn,
wenn das Testen etwas bringen sollte, müsste sich jeder Mensch täglich testen lassen.
Denn wenn ich heute in ein Testzentrum gehe oder durch den Arbeitgeber den Test über mich ergehen lassen muss, heißt es nicht, dass ich kein Corona habe oder bekomme, es handelt sich nur um eine Momentaufnahme. Außerdem sollte man die falsch Positiven Tests berücksichtigen.
Wenn ich nach dem Testen einer angeblich Positiven Person begegne und mich "anstecke", habe ich zwar einen Negativ-Bescheid in der Tasche kann aber Überträger sein.
Diese Testerei widerspricht jeglicher Logik und soll den Menschen nur Angst machen und sie dengeln, das gleiche ist mit den Impfungen, wenn man überlegt, wie lange Medikamente in der Testphase sind bis sie zugelassen werden und dann wird ein Impfstoff an einem Tag entwickelt für einen Virus, den es vorher noch nicht gab, dass ist schon sehr abenteuerlich.
Aber vielleicht steht ja auf den Einwilligungsformularen zur Impfung " Sie stellen sich freiwillig als Versuchsobjekt zur Verfügung, bei Folgeschäden übernehmen wir keine Haftung".
Na dann viel Spaß!

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27.04.2021, 13.47 Uhr
Oberstudienrat
Der Beitrag wurde deaktiviert – Kommentarfunktion ist kein Chatraum
27.04.2021, 14.38 Uhr
Oberstudienrat | ich beantworte gerne Fragen...
...jeder darf mich anschreiben (anchatten) - jedoch darf ich nicht darauf reagieren. Schade. Daher jetzt ohne offensichtlichen persönlichen Bezug:

...offenbar sind einige noch recht neu hier im Forum, so dass sie die Geschichte meines Nicknames nicht kennen. Er sagt nichts über meinen Beruf, meinen Intellekt oder meine Person aus - was wäre das auch für eine Hybris, sondern wurde mir hier von einer anderen Kommentatorin verpasst - ich habe das angenommen um der Dame (die ich im Übrigen mittlerweile zu schätzen gelernt habe) etwas den Wind aus den Segeln zu nehmen.

Dem entsprechend kann ich sehr detaillierte Fragen nicht mit ausreichend medizinischem Sachverstand beantworten. Ich habe den Eindruck, einige haben sich bereits eingehend mit dem Thema Impfschutz befasst.

Ich kann hier nur meine (möglicherweise nicht genügend tiefgehende) Sicht darstellen. Jeder verfügbare Impfstoff regt den Körper an, sich selbst gegen Corona-Viren zu schützen....sie tun es nur auf verschiedene Weise. Das Ergebnis - der Körper produziert Antikörper - ist jeweils das Gleiche.

Folgendes ist wohl (laut Presseberichten) mittlerweile belegt:

- Geimpfte infizieren sich seltener als Ungeimpfte
- infizierte Geimpfte haben so gut wie nie einen schweren Krankheitsverlauf
- infizierte Geimpfte können weiterhin Überträger des Virus sein
- bisher wirken die Impfungen auch gegen Mutante

Ich hoffe, vielleicht wenigstens ein bisschen geholfen zu haben und wünsche allen Risikogruppen weiterhin alles Gute und den Erhalt Ihrer Gesundheit.

Ich finde es sehr gut, dass man sich selbst und seine Angehörigen (die bedingt durch den eigenen Risikostatus) ebenfalls schnell geimpft werden dürften) vor Infektionen schützt. Die Tests sollen helfen, eine mögliche Infektion zu erkennen, so dass jeder in der Lage ist andere zu schützen, in dem man sich separieren und einfach im Umgang mit anderen zurückhaltender sein kann.

Ich gebe jedem auch Recht - es läuft bei weitem nicht perfekt. Angefangen mit der Impfstoffbeschaffung durch die EU über die "Lockerungen" bis hin zu der erst spät entwickelten Teststrategie...aber es läuft...und das offenbar besser als in manchen unserer Nachbarländer.

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27.04.2021, 15.18 Uhr
Paulinchen | Welch Wunder?
Hier wird heftig diskutiert und gestritten über die Sinnhaftigkeit der Testerei in Sachen Corona. Nun sollte doch irgendwann mal jeder begriffen haben, dass das Testen nur zum Ziel hat, dass Infizierte gefunden und mittels häuslicher Isolation erreicht werden kann, dass diese Person weitere Personen ansteckt. Nach dem Test, der hoffentlich negativ ist, besteht aber in jedem Fall die Möglichkeit, das nach nur wenigen Stunden, der nächste Test positiv ist. Denn eine Schutzwirkung hat der Test keine.

Was mich aber wundert ist, diese Tests sind kostenlos für alle. Hingegen ist das Testen von E Autos für jeden, der so ein Ding erwirbt, sündhaft teuer. Denn letztendlich sind alle derzeitigen Besitzer solcher Autos auch nur Testpersonen. Denn total ausgereift ist diese Technik offensichtlich auch nicht. Nur darüber regt sich niemand auf, obwohl es am Ende nicht ganz ausgeschlossen ist, dass die Regierenden in einigen Jahren eingestehen werden, wir haben uns leider geirrt, die Verbrennerautos waren nicht Schuld an der Klimaerwaermung. Was dann? Der Kredit für das E Auto ist noch nicht getilgt und das Auto schon wertlos. Setzt dann das Sterben an Herzinfarkten ein........ Dagegen gibt es aber leider keinen Impfstoff.

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27.04.2021, 16.39 Uhr
Ismael | Danke Herr Glashagel...
... für diesen Artikel. So viele wertungsfreiheit bei dem Thema hätte ich in der nnz inzwischen nicht mehr erwartet.
Bitte weiter so.

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27.04.2021, 18.23 Uhr
DDR-Facharbeiter | Ausschluss AstraZeneca-Impfstoff für Frauen mit Thrombose-Risiko.
Frau Ra1n3R fragte am 27.4. 2021 den - von seiner Freundin ernannten- "Oberstudienrat":
"Niemand kann mir bis heute eine Antwort geben, warum jetzt Erst- u. Zweitdosis unterschiedl. Bauart / Hersteller einen vollen Schutz entwickeln."
Nach meinen Informationen* haben die Impfbehörden erst nach den ersten Impfungen erfahren, dass der Impfstoff von AstraSeneca bei jüngeren Frauen vor dem Ende der Empfängnisfähigkeit Gehirnthrombosen auslösen kann. Deshalb hat man flugs die Risiko-Gruppe der jüngeren Frauen vor Ende der Empfängnis-Fähigkeit aus der Erst- und Zweit-Impfung mit Astra-Zeneca rausgenommen.
*Übrigens, ich nenne mich nicht "Professor", obwohl meine Frau mich manchmal so genannt hat. Das würden wir in unserm Kreis von ehrsamen Leuten mit und ohne Akademische Ausbildung als "Hochstapelei " empfinden.
Ich muss mich jetzt auch von dem Impfstoff der BioNTech verabschieden, weil die Israelis bei mit BioNTech geimpften jungen Männern Herzmuskel-Schäden feststellten. Bin zwar kein junger Mann mehr, aber mein Herzmuskel schmerzt ab und zu.

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27.04.2021, 19.46 Uhr
Paulinchen | Wie heißt es so schön...
... zu Risiken und Nebenwirkungen, Fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.
Wer Fragen zu den in Deutschland verwendeten Impfstoffen hat, sollte sich an die Stiko oder den Gesundheitsminister wenden und nicht hier schwafeln oder spekulieren. Leider müssen wir uns auf diese hochqualifizierten Granden verlassen.
Vielleicht hilft ja auch mal Dr. Google, bevor man hier beginnt, unter dem Tisch zu treten. Wundere mich an dieser Stelle schon, dass derartige Äußerungen von der Redaktion durchgewunken werden. Gibt es denn dafür nicht die AGB s?

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