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Mi, 12:08 Uhr
09.06.2021
Heute wurde der Kantinenbetrieb wieder aufgenommen

Endlich wieder warmes Mittagessen!

Zum Satz des Monats wird im Juni sicherlich „Es geht wieder los!“ gekürt werden und gerade im Gastronomiebereich kommen die Lockerungen keinen Tag zu früh. Seit heute sind auch die Kantinen in der Rolandstadt wieder geöffnet. Gelegenheit, bei Lars Gottert einmal nachzufragen, wie sich die Lage darstellt …

Kantine in der Halleschen Straße (Foto: Gottert) Kantine in der Halleschen Straße (Foto: Gottert)

Der Kantinenbetreiber in der Halleschen Straße konnte heute Morgen nach sage und schreibe siebeneinhalb Monaten das erste Mal wieder Gäste in seinem Kantinenkomplex begrüßen. „Wir sind natürlich heilfroh, dass wir endlich wieder für unsere Kunden da sein können. Und viele unserer Gäste haben schon gesagt, wie sehr sie sich freuen, wieder zu uns kommen zu dürfen.“

Natürlich alles noch mit dem gebührenden Abstand und den Masken bis zum Tisch und von da an wieder, aber im Außenbereich müssen dank der niedrigen Inzidenzzahlen schon nicht mal mehr die Kontaktdaten erfasst werden.

Für Gotterts war es eine schwere Zeit, die nun zu Ende geht. Kollegen mussten in Kurzarbeit geschickt werden, obwohl der normale Kochbetrieb für Seniorenangebote und die Schulspeisung weiterlief. Hier kam es zu weiteren Ausfällen, wenn die Landesregierung von heute auf morgen Schulschließungen anordnete, die Kantinenküche aber schon für die nächsten Tage alle Zutaten gekauft hatte, die dann entsorgt werden mussten. Entschädigungen gab es dafür keine und Lars Gotterts Briefe an das Bildungsministerium mit der Bitte um Unterstützung blieben unbeantwortet.

Das „Essen auf Rädern“ wurde dagegen in der ganzen Pandemiezeit fortgesetzt. „Wir haben ja auch eine soziale Verantwortung unseren älteren Mitbürgern gegenüber“, betont Lars Gottert, „die hätten ja sonst gar keine Möglichkeit gehabt, sich zu versorgen.“

All die Sorgen der letzten 15 Monate sind jedoch vergessen und die Gotterts hoffen so wie alle ihre Kollegen in den Kantinen der Stadt, dass der Corona-Spuk nun vorbei ist und alle wieder zur Normalität zurückkehren können.
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Kommentare

09.06.2021, 12.27 Uhr
Heimathistoriker | Ihr wolltet es doch so, oder?
Wenn ich das lese wirds mir ehrlich gesagt anders, immer dieses Gejammere von den Gastronomen, wobei der Großteil einen Lieferdienst hat.

Euch ist doch kein Verlust entstanden! Im Gegenteil, manche Gastronomen haben sich durch die Corona-Hilfsgelder sogar noch richtig saniert!

Anders sieht es da bei den vielen Kleinst-, Klein- und Einzelunternehmern, die sog. Solo-Selbstständigen aus. Hier sind mir Sachen bekannt, dass diese Unternehmen absolut KEINE(!) Hilfsgelder bekommen haben oder gar in Anspruch nehmen konnten!

Außerdem: Sie alle habeb doch jahrelang gefordert, dass sich der Staat nicht in Ihr Unternehmen einzumischen hat und jetzt riefen und rufen fast alle nach Hilfe von "Vater Staat"!

Tja, werte kapitalistischen Unternehmer, jetzt sehen sie, was man von über 30 Jahren CDU-SPD Diktatokratie im östlichen teil Deutschlands hat. Und auch der Westen sieht dies nach über 70 Jahren selbiges!

ottO treberT

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09.06.2021, 15.14 Uhr
Marino50 | Mittagessen/ Heimathistoriker
Ihr Kommentar ist einfach nur Müll! Wir Rentner sind froh, dass es solche Kantinen gibt. Die Kantine Gottert gab es schon vor der Wende. Natürlich ist es ein Unterschied, ob ich das Essen in einer Verpackung bekomme oder frisch auf den Teller. Sicherlich waren Sie dort noch nicht Essen und wissen nicht, dass die Kantine immer sehr gut besucht ist, auch durch sehr viele Angehörige von Firmen aus dem gesamten Einzugsgebiet und ehemalige Arbeitnehmer aus der NOBAS. Gleichzeitig ist es ein "Treffpunkt" vieler Alter und man freut sich, dass man sich beim Mittag sieht
Es schon nicht einfach, wenn Schulen oder andere Einrichtungen von jetzt auf gleich geschlossen werden. Die Zutaten sind ja alle schon gekauft und es gibt dort eine Menge Rohkost als Beigabe.
Ich wünsche allen Kantinen, dass sie sich erholen und die Kunden wieder preiswert zum leckeren Essen gehen können

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09.06.2021, 16.00 Uhr
Betrachter | Heimathistoriker
ich glaube kaum, das sich so viele mit den Corona-Geldern saniert haben, denn ganz so üppig dürften die auch nicht ausfallen. An dieser Stelle auch ein Dankeschön an Gottert. In den ganzen Wochen der Schließung konnte man sich dort zumindest immer Essen abholen, sämtliche Mitarbeiter waren immer sehr freundlich und entgegenkommend. Und man hat ihnen angesehen, dass sie froh waren, das es doch trotz aller Umstände und Verordnungen irgendwie weiter geht. Ich wünsche jedenfalls alles Gute für den Weiterbetrieb!

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09.06.2021, 16.43 Uhr
Oberstudienrat | Coronahilfen...
...bekamen nur Unternehmen, die einen entsprechenden Umsatzverlust nachweisen konnten. Auch wurde dieser Nachteil nur zum Teil ersetzt. Gesundgestoßen hat sich daran garantiert niemand. Im Gegenteil: Viele haben nicht überlebt - auch und gerade Kantinenbetreiber.

Umso schöner ist es, dass Gottert es geschafft hat und nun wieder arbeiten kann.

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09.06.2021, 20.08 Uhr
gosalianer | Die Wahrheit liegt irgendwo dazwischen.
Gefiltert wird erst, sobald Hilfen und Kurzarbeit wegfallen, dann werden wir sehen was noch übrig bleibt. Bis jetzt ist die Stopptaste gedrückt und jeder kann sich mit den Hilfen einigermaßen über Wasser halten. Wobei die Gastronomie sich mit Sicherheit erholen wird, für den lokalen Einzelhandel sehe ich jedoch schwarz. Der Onlinehandel hat vor der Krise schon viel kaputt gemacht und Corona erledigt jetzt den Rest - traurig aber wahr. Man muss sich nur mal die Südharz Galerie anschauen, dann erkennt man das Trauerspiel. Ramsch- und Spittelläden scheinen sich noch zu halten, der Rest stirbt aus.

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09.06.2021, 21.35 Uhr
Oberstudienrat | stimmt, der Einzelhandel ist hart getroffen
in meinem persönlichen Umfeld gibt es den Inhaber eines Modehauses, der nur überlebt hat, weil er innerhalb kürzester Zeit einen Onlinehandel aufgezogen hat. Er hat seine Kunden angeschrieben, Anzeigen geschaltet und Flyer verteilt, eine App programmiert und einen Liefer- und Rückholservice aus dem Boden gestampft. So hat er wenigstens seine Stammkunden gehalten. Das kann natürlich nicht jeder leisten.

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09.06.2021, 23.01 Uhr
Rogerg | Durch Corona-Hilfen saniert???
Ich denke mal, hier liegt der Heimathysteriker aber total daneben.
Ausserdem hat sich der Staat eingemischt indem er mit Massnahmen alle Bereiche kastriert hat, da kann man ja wohl vom Staat eine Unterstützung erwarten.
Mit Lieferdiensten haben die Gastronomen gerade mal so überlebt, mit mehr Aufwand aber weniger oder keinen Gewinn.
Der Inhaber bekommt auch kein Kurzarbeitergeld darf lediglich bei über 50% Umsatzeinbusse 60% Fixkostenzuschuss erbetteln. Die großzügige Hilfe für die ersten 3 Coronamonate 2020 mussten viele wieder zurück überweisen.
Ein Einzelhandelsgeschäft mit 10 Mitarbeitern konnte bis 5 T Euro je Monat beantragen. Kann dieses Geschäft keine Kreditbelastung sondern nur eine Miete von 6 TEuro als Kosten vorweisen, muss er das Geld zurück zahlen, wenn er doch noch einen einen "Umsatz" von 6 TEuro in dem Monat gemacht hat.
Und Gastronomen hatten ab Januar 2021
das Problem, Überbrückungshilfe jedoch nur über Ihren Steuerberater beantragen zu können. Der kostet aber Geld. Stellenweise waren dann die Kosten dann genau so hoch wie die Hilfen.

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12.06.2021, 14.20 Uhr
Heimathistoriker | Staat hat sich eingemischt
Na sowas Rogerg, das ist aber auch eine der Aufgaben des Staates sich in (wichtige) Dinge einzumischen.

Nur ein Beispiel: Wenn ich ein KFZ führen / bedienen möchte im öffentlichen Straßenverkehr, benötige ich eine Fahrerlaubniss. Wenn ich am ÖPNV teilnehmen möchte, benötige ich einen Fahrschein / ein Ticket. Wenn ich mit meinem KFZ auf einem (kostenpflichtigen) Parkplatz parken möchte, benötige ich einen Parkschein. Und so weiter, und sofort. Natürlich könnte man jetzt sagen:"Aber im straßenverkehr geht es um Sicherheit!" Allerdings kann ich auch dieses Argument widerlegen: Auch bei Corona geht es um sicherheit, nicht um deine, nicht um meine, sondern um unseraller Sicherheit! Was hat das größte Wirtschaftsunternehmen von "Freiheiten", wenn es verkaufen darf, aber es keine Kundschaft mehr gibt weil diese weggestorben ist?

Außerdem: Warum mussten denn viele der Coronahilfsgelder zurück gezahlt werden? Laut Medienberichten wurde ja damit auch sehr viel Schindluder getrieben, oder?

Nebenbei: Ich denke, dass viele der Unternehmen und Unternehmer auch Stuern in der Zeit "gespart" haben, oder?

@Oberstudienrat: Wenn der Ihnen bekannte Inhaber des Modehauses so ein "Tausendsassa" (Zitat:" Er hat seine Kunden angeschrieben, Anzeigen geschaltet und Flyer verteilt, eine App programmiert und einen Liefer- und Rückholservice aus dem Boden gestampft.") ist, frage ich mich, warum dieser Herr sich immernoch mit "analogen Klamottenverkauf" beschäftigt. Die Zukunft gehört doch dem Internet, oder?

ottO treberT

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