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Do, 11:22 Uhr
01.07.2021
Details zur Sperrung der Wallrothstraße

Gefahr im Verzug

Die Wallrothstraße darf man seit heute nur noch bergab befahren. Das hatte die Stadtverwaltung bereits gestern bekannt gegeben. Nun gibt es weitere Details zu der kurzfristigen Entscheidungen. Bei fortlaufendem Fahrbetrieb bestünde die Gefahr, dass die Fahrbahn einen Abgang in Richtung Tal macht...

Auf Grund wiederholter Schadensfeststellungen am Asphaltbelag der talseitigen Fahrspur der Wallrothstraße in Nordhausen wurden im Februar 2021 Baugrunduntersuchungen durch die IHU Gesellschaft für Ingenieur-, Hydro- und Umweltgeologie mbH Nordhausen, mit 21 Rammkernsondierungen und Entnahme von Bodenproben bis in Tiefen von 2 bis 8 Meter und 8 schwere Rammsondierungen bis in Tiefen von 3,5 bis 8 Meter, durchgeführt.

Im Ergebnis dieser Untersuchungen wurde Gefahr im Verzug festgestellt, da der Baugrund in mehreren Bereichen nicht ausreichend tragfähig ist, um den Fahrzeugverkehr schadlos aufnehmen zu können. Schlimmer sei dies laut Gutachten noch unter Beibehaltung des Fahrzeugverkehrs auf der talseitigen Fahrspur, denn dann ist ein Versagen des Baugrundes und das Abrutschen der Böschungsbereiche nicht ausgeschlossen bzw. sehr wahrscheinlich.

Um diese Gefahren schnellstmöglich zu reduzieren wurde im ersten Schritt ein LKW-Verbot angeordnet. Der zweite Schritt ist die generelle Sperrung für den gesamten Fahrzeugverkehr der talseitigen Fahrspur ab dem 1. Juli 2021. Dies hat zur Folge, dass das Befahren der Wallrothstraße vom Beethovenring in Richtung Zentrum nur noch bis zur Hausnummer 29 im unteren Bereich der Wallrothstraße möglich sein wird. Der Verkehr in Richtung Zentrum muss über Beethovenring - Albert-Traeger-Straße - Riemannstraße erfolgen. Dazu wird temporär eine entsprechende Umleitung ausgeschildert.

Derzeit läuft die Prüfung, ob die gesperrte Fahrspur provisorisch hergerichtet und wenigstens für den Radverkehr freigegeben werden kann, um eine gesicherte Führung das Radverkehrs in Richtung Zentrum bereitstellen zu können.

Auf Grund der Schadensbilder wird es nicht möglich sein, die talseitige Spur wieder für den Kfz-Verkehr freizugeben, ohne dass ein grundhafter Straßenausbau mit entsprechender Baugrundverbesserung sowie Hangsicherung durchgeführt wurde.
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Kommentare

01.07.2021, 12.26 Uhr
Altstaedter | Das ist ja wieder .......
...... eine Meisterleistung unserer Stadtverwaltung, versagen auf ganzer Linie.
Das ist meiner Meinung nach das Resultat, weil die Verantwortlichen ohne Weitsicht handel, da reicht der Verstand wahrscheinlich nur von 12 Uhr bis Mittag.

Die Wallrothstraße ist nicht erst seit ein paar Tagen in so einem schlechtem Zustand, sondern war dies schon, bevor in der Grimmelallee begonnen wurde. Also hätte vor der Baumaßnahme in der Grimmelallee dort mal was gemacht werden müssen.
Wenn ich mir den Zustand der Umleitung ansehe, besonders Trägerstraße und Riemannstraße, dann frage ich mich, ob die Verantwortlichen sich die Straßen vorher mal angesehen haben.
Genau wie die Bochumer Straße, die war auch vorher schon kurz und klein und wird durch die Umleitung nicht besser. Vielleicht sollte man einfach in der Grimmelallee mal ein Zahn zulegen und den aktuellen Bauabschnitt fertig stellen, so dass man erstmal ringsum die Umleitungen instandsetzt, bevor man in der Grimmelallee weiter "spielt".

Aber unsere lokale Provinzregierung hat das ja voll unter Kontrolle, so dass alles gut durchdacht ist.

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01.07.2021, 13.36 Uhr
Gehard Gösebrecht | Kein Wunder
Jahrelang ein paar Flicken draufgeklebt.
Eine ganze Schule wurde über die Wallrothstrasse abtransportiert und wieder herangekarrt.
Ebenso das Gebäude am Hagentor herangekarrt.
Wieder nix gemacht, obwohl die Risse in der Fahrbahn immer sichtbarer wurden.
Im Bereich der Rothleimmühle bricht die Fahrbahn schon seit Jahren Talwärts ab, dass man mit einem PKW Angst haben muss, mit der Ölwanne aufzusetzen, weil sich schon eine Stufe in der Fahrbahn gebildet hat.
Seit Monaten/Jahren hängt man an der Grimmelallee herum.
Das wird so nix mehr.

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01.07.2021, 13.39 Uhr
Sprengmeister | NDH ist die Lachnummer
Dabei war die Stadt mal führend im Südharz. Traurig....

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01.07.2021, 13.48 Uhr
Kontrapost | Es fehlt die Transparenz in Nordhausen
Da völlige Transparenz fehlt aus dem Rathaus, wird der Bürger immer in letzter Minutevor vollendete Tatsachen gestellt, wie jetzt mit der Straßensperrung. Hätte maneinen Überblick wo, und was, marode ist in der Stadt könnte man zumindest eine Meinung abgeben. Aktuell heißt es immer: Haben wir nicht gewusst.... Es gibt keine Alternative... Andere sind verantwortlich...

Das ist Politikstil von vorgestern.

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01.07.2021, 18.50 Uhr
Stachlig | Straßen Sperrung
Wenn ich mich recht erinnere war die Straße früher einmal für Fahrzeuge über 7,5t gesperrt!
Ich denke das hatte einen Grund !
Es ist absolut nicht verwunderlich das so etwas passiert ! Obwohl ich bei der ersten Sperrung für LKW's die Vermutung hatte das es eine Verkehrsberuhigung für gewisse neu gebaute Miethäuser am Hagentor werden sollte!
So kann man sich irren !

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29.07.2021, 10.20 Uhr
Kontrapost | Wann macht die Gehegestraße wieder auf?
Keine Bauarbeiter zu sehen. Wie lange, soll sich der Verkehr hier in der Oberstadt über die Taeger und Riemannstraße quälen?

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