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So, 13:23 Uhr
01.08.2021
Drohnen als Wetterbeeinflusser

Mehr Regen mit "Elektroschocks"

In den Vereinigten Arabischen Emiraten regnet es zu wenig. Daher setzen die Scheichs auf künstlichen Regen. Diese Art der Wetterbeeinflussung gibt es schon lange, neu ist nur die Methode...

Drohnen als Regenmacher
Mehr als 90 Prozent der Gesamtfläche Dubais ist Wüste. Folglich regnet es wenig. Und genau das soll mittels einer neuen Technologie geändert werden. In Dubai wird aktuell eine neue Methode ausprobiert, die mithilfe der britischen Universität Reading entwickelt wurde. Dabei werden Drohnen eingesetzt.

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Björn Goldhausen, Pressesprecher und Meteorologe von WetterOnline, erklärt: „Voraussetzung zu dieser Art der künstlichen Erzeugung von Regen sind allerdings Wolken, die es selbst in den Emiraten immer wieder gibt. Ziel ist es, die kleinen Wolkentropfen mittels Drohnen elektrisch aufzuladen, sodass sie sich gegenseitig anziehen und zu größeren Tropfen zusammenwachsen. Diese sind dann groß genug, um als Regen zu Boden zu fallen, ohne dabei zu verdunsten.“

Nachweis erfolgreicher Wettermanipulation fraglich
Laut Berichten des dortigen Wetterdienstes sind in Dubai die Regenfälle Mitte Juli 2021 auf das "cloud seeding" (Wolkenimpfen) zurückzuführen. „Zumindest wurden Videos mit Regenfällen mit dem Hinweis auf die Wolkenimpfung veröffentlicht. Ob der Regen aber mittels Wettermanipulation entstanden ist oder auch ohne diese gefallen wäre, lässt sich schwer nachweisen“, merkt Goldhausen an und erklärt, wie viel es vor Ort ohne Fremdeinwirkung regnet: „Dubai als Teil der Vereinigten Arabischen Emirate kommt gerade einmal auf knapp 100 Liter pro Quadratmeter an Regen im Jahr. Zum Vergleich: Bei uns sind es meistens 500 bis 800 Liter.“

Forschungsgegenstand Regenerzeugung
Das Projekt der elektrostatischen Aufladung der Wolkentropfen ist übrigens nur ein Teil von insgesamt neun Projekten zur künstlichen Regenerzeugung in den Vereinigten Arabischen Emiraten. Goldhausen erläutert: „Wie viele andere Länder auch, erproben die Emirate schon seit Jahrzehnten Technologien, Regen künstlich zu erzeugen. Besonders verbreitet ist dabei das Wolkenimpfen mittels Silberjodid, Trockeneis oder Stickstoff. In vielen Ländern, wird Geld in die künstliche Regengewinnung gesteckt. Darunter sind zum Beispiel die USA und China. Auch bei uns wird versucht, das Wetter zum Beispiel mittels Hagelfliegern zu manipulieren. Nachweisbar ist der Nutzen jedoch nicht.“
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Kommentare

01.08.2021, 13.30 Uhr
tannhäuser | Ach was...
...galt "Wettermachen" nicht mal ebenso wie "Kartoffelkäferabwerfen" als Verschwörungstheorie?

Wenn die Scheichs dort solchen Rotz in den Köpfen und Geld übrig haben sollten sie lieber Ihre muslimischen Brüder und Schwestern aus dem Mittelmeer retten und beköstigen, anstatt tatenlos zuzusehen, wie sich die Europäer um die Fachkräfte prügeln und die "sichersten Häfen" im Endeffekt in Deutschland zu finden sind.

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01.08.2021, 13.35 Uhr
pseudonym | Zählte
soetwas bis dato nicht unter Verschwörungstheorien?

5   |  4     Login für Vote
01.08.2021, 15.53 Uhr
Rob2000 | Ach und das
Ist gesund mit Technik in den lauf der Natur einzugreifen?!
Vielleicht sollten Sie da unten auch nur mit dreckigen diesels rumheizen, da bekommen Sie dann soviel Regen wie in westdeutschland.

5   |  7     Login für Vote
01.08.2021, 22.49 Uhr
DonaldT | Mehr Regen mit "Elektroschocks"
Den regen kann man ev. beeinflussen, aber offenbar nicht, wo er fällt.
Kann da NRW und RPF nicht Schadenersatz fordern?

Also Klimawandel doch nicht ein rein deutsches Problem?

Wer macht da den Bär zum Bck?

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