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Di, 07:17 Uhr
21.09.2021
Das TransEuropean Quintet gastiert mit Nordhäuser Beteiligung

Über Grenzen hinaus in der Cyriaci-Kapelle

Das TransEuropean Quintet ist ein deutsch-englisch-französisch-schwedische Ensemble und lotet die Wurzeln eigener Folkmusik-Traditionen aus. Dabei geht es auch um die Zusammenführung diverser Genres und musikalischer Traditionen, von denen eine durch eine echte Nordhäuserin beigesteuert wird …

Das Trans European Quintet (Foto: Agentur) Das Trans European Quintet (Foto: Agentur)

Kennengelernt haben sich die Musiker in den letzten Jahren über die Jazzmesse jazzahead! in Bremen. So entstand  die Idee, eine gemeinsame Tournee mit eigenem Material zu spielen und diese spezielle Art der Musik als Grenzgang bzw. Grenzübergang einer breiten Öffentlichkeit zu präsentieren.

„Das Fatale an Grenzen ist, dass wir sie brauchen, um uns zurechtzufinden, um uns und andere einordnen zu können, um handlungsfähig zu sein. Aber jede Grenze begrenzt uns auch in unserer Flexibilität, in unserem Denken, in unseren Möglichkeiten“ sagt die gebürtige Nordhäuserin Regina Mudrich, Geigerin des TransEuropean Quintet, die eine Schülerin der Kreismusikschule war und dort ihre ersten musikalischen Schritte absolvierte.

„Wir kennen uns seit vielen Jahren und während der coronabedingten Zwangspause für Künstler waren wir über die Ländergrenzen hinweg immer in Kontakt, wie es denn im jeweils anderen Land so steht. Eric Ford, unser Schlagzeuger ist Brite. Die coronabedingten Auswirkungen auf die Londoner Musikszene können wir uns kaum vorstellen. Örjan Hultén ist Schwede und schwedische Musiker sind darauf angewiesen in andern Ländern zu spielen, denn viele Bühnen hat das Land nicht. Filipe Monteiro, Gitarrist aus Nizza, litt ebenfalls sehr unter den fehlende Auftrittsmöglichkeiten. Wir alle brauchten ein bisschen Hoffnung, wieder aktiv werden zu können“, erzählt Regina Mudrich der nnz.

Gemeinsam mit dem Bassisten Martin Zemke, dem Organisator des Quintetts, schrieb sie im Laufe der Pandemie wahrscheinlich über zwanzig verschiedene Anträge, um das Projekt am Leben zu erhalten. Die ehemalige Schülerin der Käthe-Kollwitz-Schule studierte Musik, Geschichte und Kunst in Weimar, Hannover und Oldenburg. Heute lebt und arbeitet Mudrich in Bremen als Musikerin und Leiterin der Künstler- und Konzertagentur ARTgenossen.

„Wir verarbeiten viele Lieder und Traditionals, die im weitesten Sinne Volksmusik sind, alte Melodien, die in ihrer kulturellen Tradition bis heute Einflüsse auf unseren Hörgeschmack ausüben - also auch in den Pop- und Rockmusik hinein. Musik ist eine universelle Sprache. Wir machen kein Techno, keinen Schlager, keinen Rock’n’Roll. Häufig werden mit „Weltmusik“ eher afrikanische Klänge assoziiert, mit „Folk" Fidel und Banjo und mit „Jazz“ irgendwas Intellektuelles. Aber die Welt ist nicht nur Afrika, Folk nicht nur irisch und Jazz ist eigentlich gar nicht abgrenzbar. Das TransEuropean Quintet resultiert auch aus unterschiedlicher musikalischer Prägung: von Klassik bis Avantgarde, von modern Jazz bis Progressive Rock, von Folk bis Blues. All das wird in der Cyriaci-Kapelle mehr oder weniger in einem spannenden Mix zu hören sein.“

Am nächsten Dienstag, dem 28. September um 20 Uhr wird das Quintet ein Konzert in der Cyriaci-Kapelle in Nordhausen geben.

Die Tickets zur Veranstaltung gibt es beim Ticketshop Thüringen, bei eventim, bei der Stadtinformation Nordhausen, im Buchhaus Rose, bei Spezialitäten Brettschneider und im Sekretariat der Kreismusikschule Nordhausen.
Autor: red

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