Das Rolandsfest 2022 ist Geschichte. Nach zweijähriger Unterbrechung konnte in diesem Jahr endlich wieder gefeiert werden. Zum Schluss gab es noch Emotionen, einen Abschied und keinen Anstand...
Jörg Menge nimmt seinen Hut... (Foto: nnz)
Zur Übergabe des Schlüssels an das Nordhäuser Rathaus gaben die Vier der Rolandgruppe noch einmal alles, was sie so die drei Tage über in petto hatten: Kommunales und die große Politik wurden - nein nicht durch den Kakao gezogen - sie wurde nur ganz einfach reflektiert.
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Doch all die Pointen, sie sollten sich am Ende der Schlüsselrückgabe in Schall und Rauch auflösen: Jörg Menge, alias der Olle Ebersberg, hört auf. 15 Jahre lang prägte Menge das immer etwas mürrische Gesicht des einstigen Nordhäuser Schankwirtes. Jetzt macht er Schluss, das ist sein gutes Recht, auch wenn der Abschied überraschend kam.
Die Schlüsselrückgabe
Nur wenige waren eingeweiht. nnz-Informationen zufolge auch der Oberbürgermeister dieser Stadt, wie Winfried Schmitt der nnz auf mehrfache Nachfrage bestätigte. Dass es da kein Wort des Dankes an Jörg Menge gab, dieser Umstand verlässt das Feld des Anstandes und begibt sich in die Nähe der Gleichgültigkeit gegenüber Menschen. Dafür erhielt er langen Applaus der Zuschauer vor der Bühne.
Übrigens wurde heute am Rande der Schlüsselrückgabe auch bekannt, dass Michael Garke sein 15jähriges Jubiläum als Roland feiern konnte. Auch hierzu kein Wort dazu seitens der Stadtregierung. Peter-Stefan Greiner
Jeder Fototermin oder andere positiv berichtenden Medien, werden von unseren Oberbürgermeister genutzt. Aber wo Bitteschön, wäre das Problem gewesen einpaar Worte zum Abschied zu finden? Kann er keine frei Rede halten wenn niemand eine Rede für ihn schreibt? Oder war ganz und gar zu wenig Presse vor Ort?
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Gudrun1974
13.06.2022, 06:37 Uhr
Besser für Nordhausen
Wäre es sowieso nicht besser, wenn die Rolandsgruppe den Schlüssel behalten hätte? Der Herr Bürgermeister ist in verschiedener Hinsicht seiner Aufgabe nicht gewachsen. Theater und Feuerwehr werden im Bau immer teurer, die Schulden der Stadt liegen bei 40 Mio. EURO, Straßen und Wege sind im A...
Geht es ohne diesen Bürgermeister nicht besser? Zum Repräsentieren der Stadt taugt er auch nicht so recht. Er ist ja bei der Schlüsselrückgabe förmlich von der Brücke gerannt. Zu sagen hatte er ja auch nichts.... Höflichkeit, Anstand, Respekt vor anderen usw. Fehlanzeige....
Wenn man das Fest nachbetrachtet, gab es da sehr viele fröhliche und dankbare Menschen. Es kamen auch sehr viele Besucher von ausserhalb, um Nordhausens Traditionsfest bei zu wohnen. Das war eine schöne Veranstaltung, welche der Stadt Norhausen zur Ehre gereicht. Das der OB weniger der Redner als der Pragmat ist, mag in einigen Bereichen nicht gut ankommen. Aber bei der aktuellen Haushaltslage, welche nun wirklich nicht dem OB und seinen Mitarbeitern angelastet werden kann, den Universalschuldigen im Rathaus zu verorten, ist doch sehr gewagt. Wir hatten in Nordhausen schon so viele Luftschlösser. Was bleibt nach dem Fest sind schöne Erinnerungen und die üblichen Sticheleien. Denn wer mit dem Haar in der Suppe leben kann, wird auf jeden Fall satt !!
Genau, masters voice, der Bürger muss nur "satt" gemacht werden
... Sie haben Recht. Das Fest war gut, und es hat gezeigt, auch beim Festumzug, daß es ohne Bürger, Vereine, Unternehmen nicht gehen würde, die Politik / Bürgermeister wird nicht so tatsächlich nicht benötigt zum Gelingen. Schon gar nicht solche bei den man mehr als deutlich merkt daß sie so richtig eigentlich eher weniger Interesse an der Stadt und ihren Menschen haben. Der Bürgermeister hat ja auch öffentlich betont daß ihm 60 Stunden die Woche eher schwer fallen. Work-life Balance ist nicht zu unterschätzen.
Es reicht eben wenn der Bürger "satt" gemacht wird, masters voice. Das schafft man wirklich in 40 Stunden.
Absolut sprachlos über so wenig Dankesbereitschaft
Oh ja, es war ein tolles Rolandfest gewesen, mit einem wirklich gelungenen Umzug! Allerdings hat es einen Nachgeschmack für mich gegeben: Der "olle Eberschberg" verkündete zur Rückübergabe des Schlüssels an den OB seinen Abschied aus der Rolandgruppe. Vom OB, der über diesen Schritt von Jörg Menge eingeweiht war, keine extra Worte des Dankes, kein wenigstens kleines Präsent für die vielen Jahre der ehrenamtlichen Tätigkeit in der Rolandgruppe, NICHTS! Ich war sprachlos, denn die vielen Zuschauer dankten wenigstens Jörg Menge mit langanhaltendem Beifall für seine Auftritte. Der Abschied war für mich überraschend, aber unter solchen "Dankesreaktionen" seitens der Verantwortlichen der Stadt verständlich. Auch das 15. Jubiläum vom Roland wurde mit keiner Silbe gedankt! Sagt mal, was ist denn da im Rathaus für ein "Vollek und was für Beamte" die es nicht mal für nötig halten, der Rolandgruppe bei entsprechenden runden Dienstjubiläen und bei Verabschiedungen in einer anständigen Art zu danken? Ich bin fassungslos und kann das nicht nachvollziehen. Diese 4 Darsteller rocken ein riesiges Fest, schlagen sich viele Stunden um die Ohren und sind 3 Tage komplett nur unterwegs und erhalten dafür nicht einmal eine Anerkennung, wenn es nötig ist? Ich hoffe nur, dass die Rolandgruppe wegen so einer nicht nachvollziehbaren Reaktion der Verantwortlichen von der Stadt zerfällt und wir mal eine Rolandgruppe hatten. Ich könnte so eine Reaktion sehr gut nachvollziehen, doch dann ist die Geschichte der Rolandgruppe leider auch vorbei und ein Rolandsfest ohne diese Personen, ist wie eine Suppe ohne Würze... An dieser Stelle danke ich Jörg Menge für die 9 Jahre Ebersberg Darsteller und dem Roland für sein 15. Dienstjubiläum. Einen Schnaps haben wir schon darauf getrunken, ich würde Euch gern aber noch einen ausgeben und die vielen Nordhäuser Bürger sicher auch, wenn schon die Stadt nichts übrig hat für Euch...
Dein Abschied kommt für uns alle viel zu früh.
Hoffentlich bekommen wir es hin, dass Ihr zum historischen Festumzug in Ellrich mitlaufen könnt und wir uns standesgemäß verabschieden können.
Traditionsgemäß mit dem Kultgetränk der Klosterbrüder.