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Di, 10:38 Uhr
27.01.2026
Versicherungsschnäppchen adé:

Hälfte der Tarife für E-Autos teurer als für Verbrenner

Lange war die Versicherung für Elektroautos pauschal günstiger als für Verbrenner. Nun zeigen Modellrechnungen von Verivox, dass Versicherer bei etwa der Hälfte der Vollkaskotarife für die Stromer höhere Preise verlangen als für vergleichbare Verbrenner...

E-Auto (Symbolbild) (Foto: Stefan Schweihofer auf Pixabay) E-Auto (Symbolbild) (Foto: Stefan Schweihofer auf Pixabay)
Die Versicherungsbeiträge für Elektroautos sind unter sonst gleichen Bedingungen bis zu 44 Prozent teurer als derselbe Tarif für das Pendant mit Verbrennungsmotor.

Teurere Prämie für E-Autos trotz gleicher Bedingungen
In Verivox-Modellrechnungen sind Vollkaskotarife für einen BMW X3 mit Elektroantrieb bis zu 44 Prozent teurer als für das gleiche Modell mit Verbrennungsmotor – obwohl beide in denselben Typklassen liegen. Von den Tarifen, die der Modellfahrer für beide Modelle wählen kann, sind knapp die Hälfte (rund 49 Prozent) für das E-Modell teurer. Günstiger ist die Versicherung für den Stromer nur bei rund 32 Prozent der Tarife. Bei 19 Prozent der Angebote liegen die Kosten gleichauf.

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Für das Elektro-SUV Skoda Enyaq sind die Tarife bis zu 18 Prozent teurer als für den „Kodiaq“, seinen typklassengleichen Benzin-Zwilling. Insgesamt sind rund 40 Prozent der Angebote teurer und nur 35 Prozent günstiger. Gleichstand erreichen die beiden bei rund 26 Prozent der Tarife.

„Versicherer haben E-Autos lange Zeit per se günstiger bepreist als Benziner“, sagt Aljoscha Ziller, Geschäftsführer der Verivox Versicherungsvergleich GmbH. „Zum einen lagen nicht ausreichend Schadensdaten vor und zum anderen wollten Versicherer sich auf einem jungen Wachstumsmarkt positionieren. Doch die Zeit der pauschalen Vorschusslorbeeren für E-Autos ist vorbei.“

Noch gibt es sie: Prämienvorzüge fürs E-Auto
Mittlerweile zeigen Langzeitdaten, dass Elektroautos zwar seltener Schäden verursachen, diese dann jedoch oft teurer sind. Das schlägt insbesondere in der Vollkasko zu Buche. Die Vertriebsstrategien der Versicherer unterscheiden sich jedoch: Einige Versicherer wollen nach wie vor ihren Kundenstamm unter E-Auto-Fahrern erweitern. Dafür nutzen sie günstige Preise als Vertriebsinstrument.

Wie unterschiedlich Versicherer bei der Tarifierung für Elektroautos vorgehen, zeigen auch die Verivox-Modellrechnungen. Im besten Fall zahlt der Fahrer 23 Prozent weniger. Bei den Skoda Enyaq-Kodiaq-Geschwistern beträgt der Kostenvorteil gegenüber dem Verbrenner bis zu 18 Prozent.

„E-Auto-Fahrer sollten Versicherungen gründlich vergleichen, bevor sie sich für eine Police entscheiden“, rät Aljoscha Ziller. „Neben dem Preis sollten sie auch darauf achten, dass wichtige Leistungen enthalten sind – insbesondere zum Schutz des teuren Akkus. Hier unterscheiden sich die Tarife noch stark.“

Methodik
Für die Analyse hat Verivox die Vollkasko-Versicherung berechnet für einen 45-jährigen Berliner mit einer jährlichen Fahrleistung von 12.000 km, Schadenfreiheitsklasse 15. Die Auswertung umfasst über 400 Tarife von rund 70 Versicherern.
Autor: psg

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Kommentare
P.Burkhardt
27.01.2026, 20:39 Uhr
erstaunlich...
...und auf den ersten Blick schwer nachvollziehbar. Laut Statistik (vgl. "Die Versicherer", "auto-news" und "unfall-magazin") sind die häufigsten von den Versicherungen bezahlten Schäden:

1,3 Mrd Euro (2024) Unwetterschäden
114 Mio. Euro (2022) Teilediebstähle (Navi, Radio, Katalysator, usw.)
>100 Mio. Euro (2022) Marderbisse
außerdem Glasbruch, Vandalismus und Wildunfälle...

Warum sind diese Schäden bei einem E-Auto teurer, als bei einem Verbrenner ? (Artikel) Wegen des großen Batzens "Unwetterschaden", der häufig als Totalschaden endet vielleicht. Eher neue (oder junge) E-Autos haben i.d.R. einen höheren zu ersetzenden Restwert als häufig betagte Verbrenner.

Was sagt uns das ? Die Prämien für E-Auto-Versicherungen werden sinken, je älter die Kisten werden....jedenfalls prophezeie ich das mal auf Basis der oben genannten Daten.

Ein Bekannter von mir hat vor zwei Wochen seinen MB GLA gegen einen MB EQA getauscht. Die Versicherungsprämie beim gleichen Versicherer ist dabei nahezu gleich geblieben - vielleicht hängt es auch sehr vom Modell und dem Versicherer ab.
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