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Mi, 13:14 Uhr
08.04.2026
ADAC-Tankstellenbericht

Dieselpreis auf Allzeithoch

Die Kraftstoffpreise sind in der ersten Aprilwoche in Deutschland erneut dramatisch gestiegen. Wie die aktuelle ADAC-Auswertung zeigt, verteuerte sich Diesel gegenüber der Vorwoche um 13,1 Cent je Liter, Super E10 um 8,1 Cent...

Angesichts eines für beide Stichtage vergleichbaren Ölpreises und dennoch stark zulegender Kraftstoffpreise kann man das sogenannte Österreich-Modell als gescheitert ansehen. Es gilt in Deutschland seit dem 1. April 2026 und erlaubt es, den Tankstellen nur noch einmal täglich um 12 Uhr die Preise anzuheben, jedoch beliebig oft im Tagesverlauf zu senken.
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Wie die ADAC-Auswertung zeigt, kostet Super E10 derzeit 2,188 Euro, vor einer Woche lag der Preis noch bei 2,107 Euro. Für Diesel müssen die Autofahrerinnen und Autofahrer aktuell 2,447 Euro (Vorwoche: 2,316 Euro) bezahlen, so viel wie noch nie. Das bisherige Allzeithoch nach Beginn des Ukraine-Kriegs wurde mit Einführung des Österreich-Modells überschritten und im Laufe der vergangenen Woche an jedem Tag ein Stück weiter nach oben geschraubt. Das zeigt auch, dass das Österreich-Modell dazu geführt hat, dass die Dieselpreise jeden Tag um 12 Uhr mittags stärker gestiegen sind, als sie in den darauffolgenden 24 Stunden wieder gesunken sind. Auch der Preis von Super E10 hat fast an allen Tagen im Vergleich zum Vortag spürbar zugelegt.

Nach Einschätzung des ADAC kann die neue Preisregelung zwar möglicherweise für etwas mehr Planbarkeit bei den Verbrauchern sorgen, dies wird allerdings durch insgesamt steigende Preise und ein höheres Preisniveau teuer erkauft. Die Regelung wirkt aus Sicht des ADAC somit kontraproduktiv.

Nach der Verkündung des zweiwöchigen Waffenstillstands zwischen den USA und Iran ist der Ölpreis zeitweise um gut 15 Prozent auf aktuell etwa 95 US-Dollar abgestürzt. Dies muss nun von der Mineralölindustrie zügig an die Verbraucher weitergegeben werden. Die Kraftstoffpreise befinden sich auf einem sehr hohen Niveau. Der jetzt abgestürzte Rohölpreis sollte sich unverzüglich auch an den Zapfsäulen widerspiegeln.

Unterstützung bei der Suche nach preiswerten Tankstellen bietet die Spritpreis-App „ADAC Drive“: Hier lassen sich rund um die Uhr die aktuellen Preise an den mehr als 14.000 Tankstellen in Deutschland vergleichen.
Autor: ssc

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Kommentare
Echter Sundhäuser
08.04.2026, 19:47 Uhr
Eine Frage dazu hätte ich,oder zwei
Was machen eigentlich die Leute beim Bundeskartellamt so beruflich?
Oder ist das nur so ne Scheinbehörde, wo abgehalfterte und ausrangierte Berufspolitiker ihre Zeit absitzen bis zur üppigen Pension?
P.Burkhardt
08.04.2026, 21:58 Uhr
Tatsächlich...
...wäre es wahrscheinlich zielführender gewesen, einmal täglich eine Reduzierung der Spritpreise zu erlauben... ich erkläre:

Einen funktionierenden Markt vorausgesetzt (was man annehmen muss, da es kartellrechtlich bisher keinerlei Hinweise auf eine Oligopolbildung gab)...würde dadurch jeder Marktanbieter (Ölkonzern) bei der täglichen Senkung zwangsläufig an seine betriebswirtschaftliche Grenze gehen müssen... um dann nach und nach seinen Preis den Marktgegebenheiten anzupassen...

Aber... entweder funktioniert der Markt (unbelegter Weise) nicht, oder es gibt ideologische Einwände...und (nicht auszuschließen) habe ich auch einen Denkfehler... egal, alles davon rechtfertigt die Ablehnung, die ich hier gleich wieder genießen werde 😂.
Kobold2
08.04.2026, 22:08 Uhr
Fragen hab ich auch
Was hat man aus solchen Situationen, die es in der Vergangenheit ja schon mehrfach gegeben hat, mitgenommen? Was macht der Endkunde mit seiner Marktmacht?
Immerhin kann man sich jetzt sicher sein , wenn man nicht vor 12.00 Uhr zum Tanken losfährt und nach 12.00Uhr ankommt, dass es zu allen anderen Zeiten nicht noch teurer wird. Ein Punkt den man ja vor der 12.00Uhr Regel oft kritisiert hat.
KeinKreisverkehr
09.04.2026, 08:51 Uhr
Reiche, das K steht für Kompetenz
Dass das ÖsterREICHE Modell nur zu permanent höheren Preisen bei etwas weniger Fluktuation führen würde hätte man wissen können, wenn man sich die Daten aus Österreich angeschaut hätte.

Aber es wundert mich auch nicht, dass eine durch und durch von der fossilen Energiewirtschaft gesteuerte LobbyMinisterin Dinge macht, die den Ölkonzernen helfen.
adele
09.04.2026, 08:52 Uhr
Diesel Preis hoch
...oh dann können wir Dieselfahrer unsere hohe KFZ Steuer sicher halbieren, wurde ja mit dem "günstigen" Diesel schon beglichen...Ironie off!
diskobolos
09.04.2026, 10:10 Uhr
Das Kartellammt?
Ich weiß ja nicht, was Sie sich als Aufgaben des Kartellamtes so vorstellen, Sundhäuser. Na ja, da wurden ja auch durch (populistische) Politiker Illusionen genährt.
Soviel ich weiß, geht es darum, illegale Preisabsprachen aufzudecken und Fusionen, die zur Marktbeherrschung führen zu verbieten.
Beides liegt im Mineralölmarkt eher nicht vor.

Keineswegs gehört es (bisher) zu den Aufgaben des Kartellamtes festzulegen, was ein angemessener Gewinn eines Unternehmens ist. Das wäre die Einführung von sozialistischen Elementen in die Marktwirtschaft. Das halte ich, wie viele Ökonomen für falsch. Wer den Sozialismus wieder haben möchte, sollte das sagen . . .
Bierchen
09.04.2026, 12:02 Uhr
Kartellamt ohje.....
Zufälligerweise war neulich in der Onlineausgabe des Hamburger Nachrichtenmagazins ein Artikel über den Chef des Kartellamtes. Ergebnis der Recherche war eine Mischung aus Untätigkeit, Unwilligkeit etc. sich mit den Großen anzulegen. Bezeichnenderweise auch noch ein FDP Mitglied, da ist man ja nun nicht unbedingt der Anwalt des kleinen Mannes und klopft den Großkonzernen mit Hingabe auf die Finger. Der gute Mann steht in Sichtweite des Ruhestandes und möchte sicher nicht so kurz davor plötzlich durch Initiative, Kampfgeist usw. auffällig werden.
Kartellamt in der Form ist ein zahnloser Tiger....
Lautaro
09.04.2026, 14:26 Uhr
Es gibt da einen recht schönen Artikel beim SPIEGEL vom
ca...12.03.2026, 16.36 Uhr mit dem Titel ....Darum ist Sprit in Deutschland so viel teurer als in anderen EU-Ländern....
Das Ergebnis .....wenige Konzerne beherrschen den Markt für Mineralöl. Ob Raffinerien oder Tankstellen.
Natürlich sind Menschen, welche auf ihr KFZ angewiesen sind, eine Melkkuh. Aber das resultiert eben aus einer Zeit, bei welcher 50km mehr zum Arbeitsplatz auch für Geringverdiener kein Problem darstellten.
Aber das ist nun seit einigen Jahren vorbei.
Und Kartellamt.....erinnert mehr an den Weihnachtsmann....soll es geben, aber .....wann haben die Leute dort wirkliche Preisabsprachen verhindert ?
diskobolos
09.04.2026, 18:34 Uhr
Strafen für Verstöße gegen das Kartellrecht . . .
gab es immer wieder, Lautaro.

Bei Wikipedia werden unter dem Stichwort "Kartellamt" sieben aus den letzten 20 Jahren aufgezählt, bei denen die betreffenden Firmen meist zwei- bis dreistellige Milionenbeträge bezahlen mussten.

Es ist leicht sich über die Arbeit anderer aufzuregen, vor rallem wenn man davon keine Ahnung hat . . .

PS: Wer sich sicher ist, welche Konzerne zu hohe Gewinne haben, der kann sich ja einige Aktien kaufen . . .
Pe_rle
09.04.2026, 21:07 Uhr
Spritpreise
für mich sind die Hauptschuldigen am Spritpreis nicht alleine die Mineralölkonzerne, die gierigsten sitzen in Berlin und kassieren 3 Steuern auf jeden Liter Sprit.
Aber wie sagt man so schön, wie gewählt so erhalten.
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