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Do, 17:32 Uhr
09.04.2026
nnz-Forum:

Ein Märchen aus nicht allzu ferner Zeit

Die Tiere im Wald hatten einst die Angewohnheit, sich immer mal zu treffen und miteinander zu debattieren. Doch vorher trafen sich die blauen Adler zu einer Besprechung. Dazu Anmerkungen einer Leserin der nnz aus dem Südharz…


„Lasst uns mal mit den Kindern der Menschen reden und ihnen zeigen, wie die Welt von oben aussieht!“, schlug ein Adler vor. Die Adler beschlossen, sich mit den Menschenkindern in der Nähe eines Kinderspielplatzes zu treffen, weil man da die meisten Kinder erreichen könne.

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„Oh ja“, rief Adolf, der alternde Adler und schlug dafür den 20. April vor. „Nein“, sagten die anderen Adler, „nachher denken die Menschen noch, wir essen gern kleine Kinder!“

Es wurde der 21. April vorgeschlagen. Da kam Alexandra, die ängstliche Ameise, hervor und sagte: „Nein, der 21. April geht gar nicht! Da war Gründungsparteitag der SED, wir waren dabei und ihr nicht!“

„Nun, dann machen wir es am 22. April“, schlug ein anderer Adler vor. „Nein“, riefen Burkhardt, der boshafte Biber, und Kobold, der kümmerliche Kleine im Chor. „Am 22. April wurde Lenin geboren, da habt ihr nichts zu suchen!“ Also legten die Adler den 23. April fest und beantragten den Termin beim König.

Dieser prüfte und genehmigte ihn, weil er gegen keinen seiner Erlasse verstieß. Jetzt meldete sich Donald, der diktatorische...nein, Donald, der diplomatische Dino zu Wort und sagte: „Ich finde, Kinder müssen nicht wissen, wie die Welt von oben aussieht! Sie sind ja noch klein und werden nicht begreifen, wie sich die Welt hinter dem Horizont zeigt!“

Auch die rote Rotte mit Heiko, dem hämischen Hamster, und der grüne Glibber geiferten: „Was geht es die Kinder an, wie die Welt von oben aussieht! Sie können ja doch nicht fliegen und wir werden dafür sorgen, dass sie immer am Boden bleiben!“ Da kam ein Kind (zugegeben, es war schon ein etwas größeres Kind) vom Spielplatz und sagte: „Warum wollt ihr darüber bestimmen, was wir sehen sollen und was nicht? Meint ihr nicht, dass wir uns unsere eigene Meinung bilden können? Es bleibt euch doch unbelassen, uns auch zu besuchen. Wir möchten selbst entscheiden, wo wir hingehen wollen und wohin nicht!“

Und die Tiere des Waldes verstummten und sahen sich verschämt an. An die Meinung der Kinder hatten sie nicht gedacht...
Anna Lüst
Autor: psg

Anmerkung der Redaktion:
Die im Forum dargestellten Äußerungen und Meinungen sind nicht unbedingt mit denen der Redaktion identisch. Für den Inhalt ist der Verfasser verantwortlich. Die Redaktion behält sich das Recht auf Kürzungen vor.
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Kommentare
BerndLuky
09.04.2026, 18:48 Uhr
kleine Frag in die Runde
Ab welchem Alter sollte man wählen dürfen, wenn es nach den Die Linke und anderen geht? Warum also nicht einfach einmal schauen, was Schülerinnen und Schüler wirklich auf dem Herzen haben?
Und weshalb nennen sich einige Akteure in Nordhausen eigentlich „Nordhausen zusammen“? Meiner Meinung nach handelt es sich dabei eher um Außendarsteller, die Nordhausen in keiner Weise authentisch repräsentieren.
Tom der ungläubige
09.04.2026, 19:05 Uhr
Köstlich
Köstliche Fabel!
Marino50
09.04.2026, 19:07 Uhr
Die Grimms würden blass werden...
Eine sehr schöne Geschichte. Danke dafür, Anna Lüst.
Besser und mehr kann die Situation hier in Nordhausen und sicher auch anderswo nicht umschrieben werden. Und nun schämt euch oder noch besser, denkt mal nach.
P.Burkhardt
09.04.2026, 20:31 Uhr
wenn ich (so als boshafter Bieber) Ihr Gleichnis richtig verstehe, Frau Lüst...
...dann wollen die Blauen, (den Kiddies am Stand vor der Schule - weil die Kinder und Jugendlichen dort ja so gut erreichbar sind) die Welt erklären.

Wie soll das denn (um Ihre kleine Geschichte zu bemühen) von weit oben richtig sein - ohne die Details am Boden und darunter zu erkennen ? Ich sehe die Gefahr, dass die Adler, den unbedarften Kinderchen erklären: Seht, die Welt ist eine Scheibe ! (was normalerweise in einem Gymnasium auch passiert)

Um den Kleinen zu erklären, was die Welt ist und wie sie in ihrer Komplexität funktioniert, reicht eben kein entfernter Blick aus dem rechten Auge, da muss man ganz dicht ran und beide Augen aufsperren !

Ihre Geschichte beschreibt also ganz gut, wie die Blauen so ticken - Respekt ! Andererseits....vielleicht war Ihnen das ja gar nicht bewusst.... wer weiß das schon...

nagende Grüße
P.Burkhardt
09.04.2026, 21:35 Uhr
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