Seit 2012 hat die Stadt Nordhausen ein "Spielplatzentwicklungskonzept". Das will man nun aktualisieren. Welcher Nordhäuser Stadtteil bei zukünftigen Investitionen im Fokus liegen soll...
Der "Nordpark" in Nordhausen-Nord ist die neueste Spiel- und Freizeitanlage in der Stadt. (Foto: ssc)Mehr inklusive Angebote und Bewegungsflächen für Jung und Alt: Mit einem Spielraumkonzept 2040 will die Stadt Nordhausen festlegen, wie sich Spiel-, Freizeit- und Bewegungsangebote in den kommenden Jahren entwickeln sollen. Dabei sieht die Stadt vor allem in der Unterstadt Handlungsbedarf.
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Nach Angaben der Verwaltung leben dort überdurchschnittlich viele Kinder, gleichzeitig gibt es zu wenige öffentliche Spielmöglichkeiten. In der Unterstadt müssen wir unbedingt etwas tun, sagte Sven Gerwien, Mitarbeiter im Grünamt, im jüngsten Stadtentwicklungsausschuss. Neue Spielplätze zu schaffen, sei allerdings leichter gesagt als getan. Denn die Stadt hat in der Unterstadt nur wenige eigene Flächen.
Ein Ziel: ein neuer inklusiver Spielplatz in der Unterstadt. Im Zuge der Erarbeitung des neuen Spielraumkonzeptes sei man dazu bereits mit der Lebenshilfe im Gespräch, sagte Gerwien.
46 Spiel- und Freizeitanlagen in Nordhausen
Derzeit unterhält die Stadt in der Kernstadt und den Ortsteilen 46 öffentliche Spiel- und Freizeitanlagen. Hinzu kommen ein Bewegungsparcours sowie zwei Freiluft-Fitness-Anlagen. Weitere Spielmöglichkeiten werden von den Wohnungsunternehmen WBG und SWG angeboten. Nach Angaben der Verwaltung halten die beiden Wohnungsanbieter rund 50 Spielplätze und Spielstationen, jedoch eher für jüngere Kinder, in ihren Quartieren vor.
Blick auf den Nordpark. Hier sollen alle Generationen sich bewegen können. (Foto: ssc)In den vergangenen Jahren hat die Stadt bereits zahlreiche Vorhaben aus dem bisherigen Spielplatzentwicklungskonzept umgesetzt. Dazu zählen neben anderen der generationenübergreifende "Nordpark" in Nordhausen-Nord, die Erweiterung des Spielplatzes im Stadtpark sowie der Neubau des Spielplatzes auf dem Petersberg.
Mit dem neuen Konzept will die Stadt auf veränderte Anforderungen reagieren. Neben Kindern und Jugendlichen rücken zunehmend auch ältere Menschen in Blick.
Externe Analyse des Ist-Zustandes
Für die Erarbeitung des Spielraumkonzeptes will die Stadt ein externes Planungsbüro beauftragen. Dafür stehen nach Angaben der Verwaltung bis zu 25.000 Euro laut einem Stadtratsbeschluss zur Verfügung. Wir wollen einen Blick von außen, begründete Gerwien. Das Büro soll die bestehenden Anlagen bewerten, die Umsetzung des bisherigen Konzeptes analysieren und Nordhausen mit vergleichbaren Städten zwischen 35.000 und 45.000 Einwohnern vergleichen. Untersucht werden sollen unter anderem Zustand, Ausstattung, Erreichbarkeit und Nutzung der Spiel- und Freizeitanlagen. Zudem soll geprüft werden, ob in einzelnen Stadtteilen Über- oder Unterangebote bestehen.
Kinder und Eltern sollen beteiligt werden
Auch die Öffentlichkeit soll in den Prozess einbezogen werden. Ausschussvorsitzender Pascal Leibbrandt (Grüne) sprach sich dafür aus, direkt auf den Spielplätzen mit Eltern und Kindern ins Gespräch zu kommen, um deren Erfahrungen und Anregungen in die Planung einfließen zu lassen.
Bis Ende 2027 will das Amt für Stadtentwicklung dem Stadtrat ein gesamtstädtisches Handlungskonzept vorlegen. Susanne Schedwill