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So, 10:38 Uhr
14.06.2026
Menschlichkeit und Völkerverständigung ausgezeichnet

Erika Schirmer erhält Thüringer Verdienstorden

Menschlichkeit und Völkerverständigung sind die Leitmotive, die das Leben und Wirken von Erika Schirmer über Jahrzehnte hinweg geprägt haben. Für ihr außergewöhnliches Engagement wird die Nordhäuserin nun mit dem Thüringer Verdienstorden geehrt...

Bild: Ehrenbürgerin Erika Schirmer übergab heute ihr gesammeltes Werk an die Stadt Nordhausen
Ehrenbürgerin Erika Schirmer erhält den Thüringer Verdienstorden. (Foto: Archivfoto: agl)
Ministerpräsident Mario Voigt (CDU) wird der hochbetagten Nordhäuserin die Auszeichnung am Mittwoch verleihen, wie die Thüringer Staatskanzlei mitteilte. Erika Schirmer, aus deren Feder das bekannte Lied „Kleine weiße Friedenstaube“ stammt, gehört zu insgesamt sechs Thüringerinnen und Thüringern, die in diesem Jahr mit dem Thüringer Verdienstorden ausgezeichnet werden.

Die Ehrung reiht sich in eine Reihe Auszeichnungen für die Nordhäuserin ein. Bereits 2013 wurde Erika Schirmer zur Ehrenbürgerin der Stadt Nordhausen ernannt. Drei Jahre später überreichte ihr der damalige Thüringer Ministerpräsident Bodo Ramelow (Linke) im Auftrag vom damaligen Bundespräsidenten Joachim Gauck das Verdienstkreuz am Bande des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland. Gewürdigt wurde damit ihr außerordentliches Engagement für Menschlichkeit, Frieden und die Verständigung zwischen den Völkern.

Mit dem Thüringer Verdienstorden erfährt dieses jahrzehntelange Wirken nun erneut eine besondere Anerkennung. Die Auszeichnung zählt zu den höchsten Ehrungen, die der Freistaat Thüringen zu vergeben hat.
Susanne Schedwill
Autor: ssc

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Kommentare
Bodo Schwarzberg
17.06.2026, 01:07 Uhr
Erika Schirmer: Preis ja, Vereinnahmung auch
Die Auszeichnungen für die Schöpferin des Liedes von der kleinen weißen Friedenstaube sind gerechtfertigt.

Die Frage ist jedoch, ob Erika Schirmer das Bundesverdienstkreuz oder die Nordhäuser Ehrenbürgerwürde auch erhalten hätte, wenn sie die aktuelle deutsche, von Kriegsrethorik und Aufrüstung gekennzeichnete, kaum auf Diplomatie setzende Außenpolitik öffentlich mehr kritisiert hätte.

Mir scheint eher, dass Frau Schirmer als bequemes Feigenblatt für eine nicht besonders stark auf Frieden bzw. Deeskalation ausgerichtete deutsche Außenpolitik genutzt wird.

Nach dem Motto: Seht her, wir ehren die Mutter dieses schönen Liedes von der kleinen weißen Friedenstaube, weil wir so sehr für den Frieden sind.

Dass der Westen in seiner Vergangenheit für hunderttausende Tote in einigen Angriffskriege ohne UN-Mandat, von Vietnam über Irak bis Kosovo verantwortlich ist, und eben nicht nur Putin für die Opfer in der Ukraine, das wird von einer solchen Ehrung überstrahlt.

Kriegerisch und aggressiv, das waren schon immer und ausschließlich die anderen. Mit Frau Schirmer als geehrte Person kann man das würdevoll bekräftigen.
Leser X
17.06.2026, 09:34 Uhr
Ich freue mich für Frau Schirmer
Aber ich ärgere mich gleichzeitig auf ähnliche Weise wie Herr Schwarzberg. Unsere Politiker reden unablässig vom schönen Frieden. Um mit ihren Taten das Gegenteil zu befördern, indem sie ein Klima weltweiter Konfrontationen schaffen, in dem der Frieden keine Chance hat.
RWE
17.06.2026, 12:39 Uhr
Wenn ich die Kommentare lese...
im Kindergarten wurde zwar von der kleinen weißen Friedenstaube gesungen, aber eben auch Panzer gemalt. In der Schule gab es dann die vormilitärischer Ausbildung, bevor es dann zur sehr strengen NVA ging. Heute wird sich aufgeregt, wenn die Bundeswehr Werbung für den (wohlgemerkt) freiwilligen Wehrdienst macht. Die westdeutschen Rekruten konnten öfter nach Hause, hatten einen kürzeren Dienst und konnten viel leichter verweigern. Jaja, die DDR war schon pazifistisch...
Ich will den Iwan nie wieder in Deutschland sehen und würde mich freuen, wenn wir uns von den Amerikanern unabhängig machen. Dazu brauchen wir eine funktionierende Bundeswehr. Das hat nichts mit Kriegpolitik zu tun.
Übrigens bringt es nichts Verbrechen gegeneinander aufzurechnen. Die damalige SU hatte auch kein UN Mandat für Finnland (vor dem 2. Weltkrieg), der CSSR, der DDR (da klingelt es beim heutigen Datum) und Ungarn oder Afghanistan.
Die UN hat nie funktioniert, weil die größten Gauner sich ein Vetorecht gesichert hatten. So einfach ist die Wahrheit.
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