Mi, 15:08 Uhr
01.10.2008
Grab aus 11. Jahrhundert entdeckt
Bei den archäologischen Grabungen hinter dem Rathaus haben die Mitarbeiter des Landesamtes für Archäologie Weimar jetzt ein Kopfnischengrab aus dem 11. /12. Jahrhundert freigelegt. Dieses in Stein gesetzte Grab, bei dem der Kopf des Verstorbenen in einer Nische liegt, sei selten. Deshalb deute diese Bestattungsart auf die Beisetzung einer höher gestellten Persönlichkeit der damaligen Zeit hin, sagte Ausgrabungsleiter Peter Sukalla.
Peter Sukalla am Kopfnischengrab
Ein zweites Grab dieser Art sowie eine Gruft aus Ziegelsteinen für zwei Särge hat man ebenfalls bei den jüngsten Ausgrabungen im süd-östlichen Bereich der Kirche gefunden. Die Gruft, die er an Hand der Ziegelsteine in die Zeit zwischen 1750 und 1800 datiert, sei bereits beräumt gewesen. Wahrscheinlich ist das im Zuge der Abbrucharbeiten bei der Enttrümmerung nach dem 2. Weltkrieg geschehen, mutmaßt er.
In diesem süd-östlichen Ausgrabungsfeld haben die Fachleute auch den Chorbereich der Nicolaikirche, die im Jahr 1220 das erste Mal urkundlich erwähnt wurde, schon in den Ansätzen freigelegt. Bis Ende nächster Woche wolle man noch in diesem Areal graben. Danach werde der nächste Abschnitt in Richtung Engelsburg untersucht, kündigte Peter Sukalla an.
Alle ausgegrabenen Gebeine werden derzeit noch im Walkenrieder Hof zwischengelagert bis wir sie an einem würdigen Ort – denkbar wäre der Hauptfriedhof – wieder bestatten, sagt Stadtarchivar Hans-Jürgen Grönke. Die Recherche zur Herkunft, der vor zwei Wochen in einem Gemeinschaftsgrab gefundenen Kinderskeletten, erfolgt mit Hilfe unserer archivarischen Quellen und dauert zurzeit noch an, so Grönke. Eine mögliche Epidemie und die räumliche Nähe zum Waisenhaus könnten möglicherweise im Zusammenhang mit der Massenbestattung gestanden haben, sagt er.
Ende August haben die Ausgrabungsarbeiten auf dem Parkplatz hinter dem Nordhäuser Rathaus begonnen. Hier soll ein Mehrzweckgebäude mit Bürgersaal, Bibliothek, Cafe und einer weiteren Tiefgarage entstehen.
Autor: nnzPeter Sukalla am Kopfnischengrab
Ein zweites Grab dieser Art sowie eine Gruft aus Ziegelsteinen für zwei Särge hat man ebenfalls bei den jüngsten Ausgrabungen im süd-östlichen Bereich der Kirche gefunden. Die Gruft, die er an Hand der Ziegelsteine in die Zeit zwischen 1750 und 1800 datiert, sei bereits beräumt gewesen. Wahrscheinlich ist das im Zuge der Abbrucharbeiten bei der Enttrümmerung nach dem 2. Weltkrieg geschehen, mutmaßt er.
In diesem süd-östlichen Ausgrabungsfeld haben die Fachleute auch den Chorbereich der Nicolaikirche, die im Jahr 1220 das erste Mal urkundlich erwähnt wurde, schon in den Ansätzen freigelegt. Bis Ende nächster Woche wolle man noch in diesem Areal graben. Danach werde der nächste Abschnitt in Richtung Engelsburg untersucht, kündigte Peter Sukalla an.
Alle ausgegrabenen Gebeine werden derzeit noch im Walkenrieder Hof zwischengelagert bis wir sie an einem würdigen Ort – denkbar wäre der Hauptfriedhof – wieder bestatten, sagt Stadtarchivar Hans-Jürgen Grönke. Die Recherche zur Herkunft, der vor zwei Wochen in einem Gemeinschaftsgrab gefundenen Kinderskeletten, erfolgt mit Hilfe unserer archivarischen Quellen und dauert zurzeit noch an, so Grönke. Eine mögliche Epidemie und die räumliche Nähe zum Waisenhaus könnten möglicherweise im Zusammenhang mit der Massenbestattung gestanden haben, sagt er.
Ende August haben die Ausgrabungsarbeiten auf dem Parkplatz hinter dem Nordhäuser Rathaus begonnen. Hier soll ein Mehrzweckgebäude mit Bürgersaal, Bibliothek, Cafe und einer weiteren Tiefgarage entstehen.



