Di, 14:51 Uhr
31.05.2011
nnz-Forum: Welche Straße?
Die Bündnisgrünen im Landkreis Nordhausen haben in einem Statement in der nnz einen Zusammenhang zwischen einer Straße in Ellrich und den Abwasserproblemen in Steigerthal hergestellt. Das versteht der Ellricher Bürgermeister nicht so richtig und hat einen offenen Brief geschrieben...
Liebe Bündnisgrünen, sehr geehrte Frau Hartmann,
es obliegt dem demokratisch gewählten Stadtrat der Stadt Ellrich, die Prioritäten in den Investitionsplanungen der Stadt Ellrich und ihrer Ortsteile zu setzen. Bei der geplanten grundhaften Sanierung und nicht Neubau der bestehenden Ortsverbindungsstraße Appenrode/Woffleben und nicht Transportweg zu den Steinbrüchen Rüsselsee, handelt es sich um eine kommunale Straße, für die die Stadt Ellrich verkehrssicherungspflichtig ist. Der Zustand der Straße gebietet es, dass eine grundhafte Sanierung vorgenommen wird, da sonst die Unterhaltskosten in den nächsten zehn Jahren den städtischen Haushalt immer mehr belasten werden.
Durch diese Straße werden seit Jahrzehnten auch schon vor dem Abbau des Rohstoffes Gips am Rüsselsee die Orte der Stadt Ellrich Appenrode-Woffleben verbunden und die Splittersiedlung Bischofferode (Teil von Appenrode) erschlossen. Ferner erfolgt über diese Straße der Schülertransport und der öffentliche Personennahverkehr, die Erschließung des Gewerbegebietes mit der Pilzzucht, der Stollenanlage und dem Sportplatz in Woffleben.
Dass der Stadt Ellrich die naturschutzfachlichen Belange sehr wichtig sind, zeigt die umfassende Begutachtung dieser Belange in Abstimmung mit der unteren Naturschutzbehörde im Rahmen des derzeit laufenden Planfeststellungsverfahrens. Die umweltfachlichen Untersuchungen umfassen dabei eine strategische artenschutzrechtliche Prüfung, faunistische Sonderuntersuchung Amphibien, Vögel, Fledermäuse, FFH Verträglichkeitsprüfung um hier nur die Wesentlichsten zu nennen.
An den vor genannten Ausführungen ist ersichtlich, dass es sich keinesfalls um ein Wünsch dir was Projekt handelt, sondern vielmehr um eine dringend notwendige Sanierung einer kommunalen Straße im Rahmen der Verkehrssicherungspflicht. Dieses Projekt lässt sich auch nicht mit dem seit über 20 Jahren geduldeten gesetzwidrigen Zustand der Abwasserbeseitigung in Steigerthal vergleichen. Die Beseitigung dieses gesetzwidrigen Zustandes nunmehr an einem Straßenneubau festzumachen ist mehr als fraglich. Wo waren hier die Bündnisgrünen und Umweltverwaltungen in den letzten 20 Jahren?
Matthias Ehrhold, Bürgermeister
Autor: nnzLiebe Bündnisgrünen, sehr geehrte Frau Hartmann,
es obliegt dem demokratisch gewählten Stadtrat der Stadt Ellrich, die Prioritäten in den Investitionsplanungen der Stadt Ellrich und ihrer Ortsteile zu setzen. Bei der geplanten grundhaften Sanierung und nicht Neubau der bestehenden Ortsverbindungsstraße Appenrode/Woffleben und nicht Transportweg zu den Steinbrüchen Rüsselsee, handelt es sich um eine kommunale Straße, für die die Stadt Ellrich verkehrssicherungspflichtig ist. Der Zustand der Straße gebietet es, dass eine grundhafte Sanierung vorgenommen wird, da sonst die Unterhaltskosten in den nächsten zehn Jahren den städtischen Haushalt immer mehr belasten werden.
Durch diese Straße werden seit Jahrzehnten auch schon vor dem Abbau des Rohstoffes Gips am Rüsselsee die Orte der Stadt Ellrich Appenrode-Woffleben verbunden und die Splittersiedlung Bischofferode (Teil von Appenrode) erschlossen. Ferner erfolgt über diese Straße der Schülertransport und der öffentliche Personennahverkehr, die Erschließung des Gewerbegebietes mit der Pilzzucht, der Stollenanlage und dem Sportplatz in Woffleben.
Dass der Stadt Ellrich die naturschutzfachlichen Belange sehr wichtig sind, zeigt die umfassende Begutachtung dieser Belange in Abstimmung mit der unteren Naturschutzbehörde im Rahmen des derzeit laufenden Planfeststellungsverfahrens. Die umweltfachlichen Untersuchungen umfassen dabei eine strategische artenschutzrechtliche Prüfung, faunistische Sonderuntersuchung Amphibien, Vögel, Fledermäuse, FFH Verträglichkeitsprüfung um hier nur die Wesentlichsten zu nennen.
An den vor genannten Ausführungen ist ersichtlich, dass es sich keinesfalls um ein Wünsch dir was Projekt handelt, sondern vielmehr um eine dringend notwendige Sanierung einer kommunalen Straße im Rahmen der Verkehrssicherungspflicht. Dieses Projekt lässt sich auch nicht mit dem seit über 20 Jahren geduldeten gesetzwidrigen Zustand der Abwasserbeseitigung in Steigerthal vergleichen. Die Beseitigung dieses gesetzwidrigen Zustandes nunmehr an einem Straßenneubau festzumachen ist mehr als fraglich. Wo waren hier die Bündnisgrünen und Umweltverwaltungen in den letzten 20 Jahren?
Matthias Ehrhold, Bürgermeister
Anmerkung der Redaktion:
Die im Forum dargestellten Äußerungen und Meinungen sind nicht unbedingt mit denen der Redaktion identisch. Für den Inhalt ist der Verfasser verantwortlich. Die Redaktion behält sich das Recht auf Kürzungen vor.
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