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Di, 16:25 Uhr
31.05.2011

Kita-Bedarf diskutiert

In erster Lesung hat der Jugendhilfeausschuss in seiner gestrigen Sitzung die Kita-Bedarfsplanung für das Schuljahr 2011/12 diskutiert. Das Ergebnis der Aussprache gibt es in Ihrer nnz...


Interessierte können die Planung ab kommenden Montag, 6. Juni, bei allen kommunalen und freien Trägern von Kindertageseinrichtungen, bei den Verwaltungsgemeinschaften und im Landratsamt Nordhausen, Fachbereich Jugend und Soziales, in der Behringstraße 3 einsehen. Zusätzlich wird der Plan auf der Internetseite des Landkreises unter www.landratsamt-nordhausen.de veröffentlicht. Eventuelle Einwände können dem Landratsamt, Fachbereich Jugend und Soziales bis zum 25. Juni mitgeteilt werden.

Die Planung beschreibt den Bedarf an Betreuungsplätzen für Kinder von null bis zehn Jahren. Das betrifft gut 7.000 Kinder im Landkreis (Stand 1.1.2011). Parallel zum Ist-Stand wird die Bevölkerungsentwicklung einbezogen, um den zukünftigen Bedarf zu beleuchten.

Im Jahr 2020 wird der Bedarf 27 Prozent geringer ausfallen als jetzt. Doch die freiwerdenden Kapazitäten müssten nicht dazu führen, dass Einrichtungen geschlossen werden, sondern sollten dafür genutzt werden, das Angebot qualitativ und räumlich auszubauen, heißt es in der Planung.

„Bei den Kitas sind aktuell einige Erweiterungen der Kapazitäten geplant, so wird beispielsweise das Guthaus in Bielen im Sommer fertig, das Abenteuerland in Werther schon jetzt, die Kita in Auleben plant eine Erweiterung für Kleinkinder, hierfür wurden bereits die Bedingungen geschaffen. Auch die Kita am Lohmarkt plant eine Erweiterung im Krippenbereich und die Kita Spielkiste in Nordhausen-Ost möchte die Vorschulgruppe auch im neuen Kindergartenjahr in der benachbarte Grundschule belassen“, erläuterte Heike Kopischke vom Fachbereich Jugend und Soziales des Landratsamtes.

Aktuell gibt es 49 Kitas im Landkreis, davon 30 in Trägerschaft einer der sieben freien Träger. Insgesamt bemisst sich die Kapazität gemäß der Betrieberlaubnisse auf 3.627 Plätze. Die reichen rein rechnerisch für den Bedarf von 3.261 Plätzen aus, der anhand der Kita-Cards errechnet wurde. Allerdings könnte es dennoch stellenweise knapp bei den Plätzen werden. Dann weichen die Eltern beispielsweise auf Nachbargemeinden aus, so Heike Kopischke.

Der Bedarf an einem Betreuungsplatz betrifft in der Regel Kinder ab einem Jahr – ab dann gilt auch der Rechtsanspruch. Rund 670 Kinder werden in diesem Sommer eingeschult.

Außerdem beschäftigten sich die Ausschussmitglieder mit den Fortschritten bei der Umsetzung der neuen Kita-Fachberatung, die das geänderte Thüringer Kita-Gesetz jetzt vorschreibt. Dafür hat das Landratsamt ein Team gebildet, an dem auch eine Mitarbeiterin des JugendSozialwerkes Nordhausen, der größte freie Kita-Träger, beteiligt ist. Weitere freie Träger können sich ebenfalls in die Fachberatung einbringen. Die Kita-Fachberatung fungiert als fester Ansprechpartner bei Problemen, will Veränderungsprozesse und Weiterentwicklungen anstoßen und die Qualität der Betreuung steigern.

Dafür sollen angepasst auf die Situation in den einzelnen Kommunen Qualitätskriterien entwickelt werden. Außerdem soll die Netzwerkarbeit vor Ort und der Einrichtungen untereinander gestärkt werden. Passend zu den diskutierten Themen tagte der Ausschuss im Ökumenischen Kindergarten Nordhausen, den der gleichnamige Verein betreibt. Die einzige Kita im Landkreis, die aus einer Elterninitiative Anfang der 90er Jahre hervorgegangenen ist, hat ein christliches Konzept und betreut 200 Kinder. Geplant ist, dass der Jugendhilfeausschuss in den kommenden Sitzungen weitere Kitas besucht, um dort jeweils mehr über die inhaltliche Arbeit zu erfahren.
Autor: nnz

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