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Mo, 19:10 Uhr
31.10.2011

nnz-Forum: Info-Abend

Enttäuschung über einen Informationsabend zu Themen Hartz IV oder Bürgerarbeit. Harald Buntfuß hat seine Eindrücke im Forum der nnz aufgeschrieben...


Herr Meyer vom DGB verantwortlich für Hartz-IV-Beratung und Frau Bielawski vom Hartz-IV-Hilfe und Förderverein, führten ihren turnusmäßigen Info-Abend durch. Enttäuscht war man schon - in den Aktenschränken der beiden Berater stapeln sich mittlerweile schon hunderte Akten von Ratsuchenden. Zu der Info-Veranstaltung kamen die wenigsten. In einer Zeit, in der die Arbeitsministerin Frau Leyen das Volk fast wöchentlich mit Gesetzesänderungen (Hiobsbotschaften) überrascht.

Karikatur (Foto: Harald Buntfuß) Karikatur (Foto: Harald Buntfuß)

Wie die Regierung verbreiten lässt, tritt die Kanzlerin für eine Art von Mindestlohn ein, sie nennt es, Lohnuntergrenze. Das ja klar, die Kanzlerin kann nicht vom Mindestlohn sprechen, gegen den sie sich jahrelang gesperrt hat. Da muss ein neuer Ausspruch herhalten, dass allein zeigt schon die Verwirrtheit der Regierung, sie ist nicht mehr Herr der Situation. Jeder sollte aber wissen, dass was die Kanzlerin sagt und das was die Wirtschaft macht, sind zwei Paar Schuhe.

Jedem ist doch klar das die Gesetze, die nicht selber von der Wirtschaft kommen, auch keinen direkten Einfluss auf die Wirtschaft haben. Oder sollte ich mich irren? Das schlimme daran ist die Tatsache, dass sich das Volk dies alles bieten lässt, ohne zu murren. Ja am Stammtisch werden diese Tatsachen verteufelt, aber zum Ende kriecht man doch wieder zu Kreuze, mit der Ausrede, ja was sollen wir denn machen. Die da oben machen ja doch was sie wollen. Hier sollten sie daran denken, dass sie es sind, die den da oben erst durch ihre Wahl erlauben, so zu handeln, als wären sie die Allmächtigen.

Was glauben sie, warum die Kanzlerin so einen Sinneswandel hinlegt. Es stehen Wahlen vor der Tür, auch wenn die Politiker so tun, als wäre noch viel Zeit. Hinter den Türen ist der harte Wahlkampf schon lange entbrannt. Auf der einen Seite steht die Kanzlerin und auf der anderen die Arbeitsministerin, die Geld sparen soll. Beide zusammen spielen sie guter Cop und böser Cop.
Die Kanzlerin stellt einen Mindestlohn in Aussicht, währenddessen Frau Leyen an einem Gesetz basteln lässt, welches ihr erlaubt, jeden Hartz-IV-Empfänger in Arbeit zu bringen und die Mittel die sie dafür benötigt, sind nicht die Feinsten.

Man könnte fast von einer Art von Versklavung sprechen, so wie ich das sehe. Natürlich sehen das die sogenannten „Arbeitgeber" nicht so, für die sind solche Gesetze nur eine Einladung zum weiteren Dumpinglohn.

Warum kommt die Kanzlerin gerade jetzt mit dem Mindestlohn an die Öffentlichkeit? Ich glaube die Regierenden werden von der Angst vor ihrem eigenen Volk, förmlich angepeitscht. Denken sie einmal zurück an die Zeit der großen Hartz-IV-Demos. Wissen sie noch, welche Angst die Regierenden, die Wirtschaftsbosse und selbst die Gewerkschaftsbosse vor diesen Demos hatten? Wenn nicht dann schauen sie sich einmal die Dokumentationen von jener Zeit an, oder fragen sie einfach die Politiker von damals, zum Beispiel einen Herrn Struck (SPD).

Ein Thema des Info-Abends war die so genannte Eingliederung. Hier sollte jeder aufpassen, was er da unterschreibt. Da es sich bei diesem Papier um einen Vertrag zwischen dem Jobcenter und der jeweiligen zu unterschreibenden Person handelt, sollte man genau darauf achten, was dieser Vertragt beinhaltet. Vor allem ist es wichtig, dass auch die eigenen Vorstellung im Vertragt Berücksichtigung finden und nicht nur die Forderungen des Jobcenters.

Sollte es Unstimmigkeiten geben, unterschreiben sie den Vertrag einfach nicht. Sie haben dadurch keine Nachteile oder Sanktionen zu befürchten. Das einzige was geschieht, man macht aus dem Vertrag einen Verwaltungsakt und der wird ihnen zugeschickt. Dadurch haben sie aber den Vorteil den Akt gegebenenfalls vor Gericht anfechten zu können.

Die Bürgerarbeit war ein weiteres Thema. Hier kann man auch nur von einer Mogelpackung ala Leyen sprechen. So überwältigend, wie die Arbeitsministerin das ganze darstellt, ist es bei weitem nicht. Das ganze soll sich über drei Jahre abspielen und zwar nur im sozialen Bereich und hier liegt der Hase im Pfeffer. Viele werden versuchen das zu umgehen, auf Beispiele möchte ich verzichten. Der Zweite Aspekt ist die Bezahlung.

Es soll 900 Euro für eine 30 Stundenwoche geben, von den allerdings 180 Euro abgezogen werden für Versicherungen. Das heißt, es kann passieren, das man trotz Vollzeitarbeit Hartz-IV beantragen muss. Des weiteren ist zu erwarten, dass die 30 Stunden nicht eingehalten werden. Und spätestens hier stellt sich die Frage, was ist so gut an der Bürgerarbeit? Ich sage es ihnen die Wirtschaft bekommt Arbeitskräfte fast zum Nulltarif.

Ein wichtigen Punkt gibt es noch, dass Bundesverfassungsgericht hat Hartz-IV als Existenzminimum eingestuft. Wie ist es dann möglich, dass man Hartz-IV-Empfängern noch 30 B.z.w. 60 und sogar 100 Prozent von der Leistung streichen darf. Ich glaube, dass Phänomen kann nicht einmal von der Leyen erklären. Jeder Hartz-IV-Empfänger sollte darüber nachdenken, ob er das sogenannte P-Konto ( Pfändungssicheres Konto ) in Anspruch nehmen sollte.

Noch eine Nachricht, die der Kanzlerin zu denken geben sollte. Zwei Drittel der Menschen sind ohne soziale Sicherheit. Vielleicht sollten sich die Regierende einmal darüber klar werden, was das für eine tickende Zeitbombe das ist. Davor können sie sich auf keinen Ort der Welt verstecken, da auch sie abhängig sind von den Arbeitern, Dienstboten und vieles mehr.

Das Zitat darf nicht fehlen: „Dieses Jahrhundert ist ein Jahrhundert der vollkommenen Mittel und der unvollkommenen Ziele." - Albert Einstein -
Harald Buntfuß, Nordhausen
Autor: nnz

Anmerkung der Redaktion:
Die im Forum dargestellten Äußerungen und Meinungen sind nicht unbedingt mit denen der Redaktion identisch. Für den Inhalt ist der Verfasser verantwortlich. Die Redaktion behält sich das Recht auf Kürzungen vor.
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Kommentare
Eckenblitz
31.10.2011, 19:40 Uhr
Merkel versprochen oder versprochen?
Was hat uns die NOCH-KANZLERIN nun schon alles Versprochen. denken wir nur an den Rettungsschirm. Alle paar Wochen tischte sie uns etwas anderes auf. Warum sollten wir ihr jetzt glauben.

Das ganze Gerede von der Lohnuntergrenze ist nur dem Wahlkampf geschuldet. Ich könnte darauf wetten, wenn Die Kanzlerin wider Erwarten die Wahlen gewinnen sollte, dass heißt ihre Partei, dann wird man sich an nichts mehr erinnern.

Sie will zwar die Lohnuntergrenze noch vor der Wahl, wer`s glaubt.
geloescht.20220913
31.10.2011, 20:02 Uhr
Keine
Wäre ja ein Wunder, wenn Herr Buntfuß mal nicht von etwas enttäuscht wäre.
Alex Gösel
31.10.2011, 20:06 Uhr
Die Karikatur...
sagt alles wie unsere Arbeitsministerin "Beifuß" steht!

Gut finde ich auch den Tipp mit der Eingliederungsvereinbarung!
Bodo Schwarzberg
31.10.2011, 22:52 Uhr
Hartz IV - Nicht Jammern! Tun Sie was!
Gerade weil ich eher links und grün eingestellt bin, gehört der Blick über den Tellerrand zu meinen Grundbeschäftigungen. Und dieser fehlt mir in Deutschland grundsätzlich, wenn es um Hartz IV im Besonderen und um unser Sozialsystem im Allgemeinen geht.

Der gesamte Beitrag von Herrn Buntfuß bezieht sich ausschließlich auf den rein finanziellen Status der Hartz IV-Empfänger. Dass es aber keinesfalls selbstverständlich ist, dass es ein derartiges soziales Netz gibt, das schreibt er nicht.

Er setzt dieses Glück, dass im Weltmaßstab nur einer Minderheit arbeitsloser Menschen zuteil wird, einfach voraus. Das ist eine Form von Wohlstands- und Anspruchsdenken, mit der ich persönlich wenig anfangen kann.

Natürlich sollen die Hartz-IV-Empfänger auf ihren Rechten bestehen und für diese eintreten. Aber sie sollten nie aus den Auge verlieren, dass hier ein Staat in der Lage ist, Menschen ohne Arbeit eine nicht immer leichte, aber immerhin eine komplette Existenz zu ermöglichen! Seien Sie froh, dass Sie in DEUTSCHLAND keine Arbeit haben und nicht etwa in Argentinien, Haiti oder Nigeria.

Die Menschen dort wären froh, auch sie nur die Hälfte von dem bekommen könnte, was unsere Harz IV-Empfänger jeden Monat sicher haben, sofern sie bestimmte Regeln einhalten. Sie wären froh, warmes Wasser, einen Kühlschrank, ein Auto oder gar ein Haus trotz Arbeitslosigkeit haben zu können!

Dasss es überhaupt zur Situation der Arbeitslosigkeit kommt, hat bekanntlich verschiedene Ursachen. Die wesentlichste wird seit der Wende kaum noch erwähnt, und auch Herr Buntfuß schreibt nichts darüber: Sie liegt in unserem System der Marktwirtschaft begründet.

Warum, lieber herr Buntfuß, packen Sie das Problem nicht an der Wurzel an, einer nachhaltig-dauerhaften Lösung willen? Warum brandmarken sie nicht das entsetzliche Ungleichgewicht von Arm und Reich, das von Merkel, Gabriel, Weterwelle & Co gepflegt und gehätschelt wird, statt es zu reformieren?

Solange sich zigtausende Arbeitslose nur im Klein-Klein des alltäglichen Hick-Hacks um jeden einzelnen Euro ergehen, lachen sich die Regierenden und die Multis ins Fäustchen. Dann nämlich kommen nur Demonstratiönchen heraus, statt Demonstrationen.

Sie beklagen ja in Ihrem Beitrag das fehlende Murren in der Bevölkerung. Aber warum murrt sie denn nicht? Ganz einfach weil die Deutschen die europäischen Cheflamentierer sind und weil sie um so lauter jammern,je besser es den meisten geht.

Die Unzufriedenheit reicht noch nicht, lieber Herr Buntfuß. Es geht allen nämlich genau besehen sehr gut. Und wenn sie gern mehr Aktionen herbeisehnen: Warum nehmen Sie denn das Heft des Handelns nicht einfach in die Hand? Dann würden sie sich schon einmal deutlich von den ganzen Jammerern unterscheiden.

Warum rufen Sie nicht zu einer Montagsdemo all der Nordhäuser Hartz-IV-Empfänger auf? Da es ja allen so schlecht geht, wie sie anklingen lassen, wird der Bebel-Platz doch garantiert wie 1989 voll werden.
Ich hingegen bin mir in zwei Punkten sicher: 1.) Sie werden nicht zu einer solchen Demo aufrufen und 2.) Sollten Sie es doch tun, kommen weniger als 50 Personen.

Und noch etwas: Die Angst ist in unserer Gesellschaft weit verbreitet. Sie wird nicht mehr von Berlin ausgeübt, sondern eher von Arbeitgebern, Ämtern und Behörden. Denn die größte Angst ist die, etwas, zu verlieren, vor allem Geld, Arbeit, Ansehen. Trotz verfassungsmäßig verbriefter Freiheit haben die Leute Angst, zu protestieren.

Gewiss kommt auch eine etwas nordische Behäbigkeit hinzu, denn bekanntermaßen gingen gerade in Spanien Hunderttausende gegen Armut auf die Straße. Auch in Frankreich ist so etwas immer möglich, in Rom waren es jüngst 100.000 gegen die Raffgier der Finanzoligarchen.

Es gibt viel zu tun in Deutschland Herr Buntfuß, um die Situation der Hartz IV-Empfänger zu ändern, wenn diese meinen, sie ändern zu müssen. Mein wichtigster Tipp: Packen sie das Problem an der Wurzel: Denn sonst bekommt Frau Merkel noch nicht einmal einen roten Kopf - und für die Hartz-IV-Empfängeer wird sich nichts, aber auch gar nichts ändern.
Retupmoc
01.11.2011, 07:57 Uhr
Unsägliche Diskussion
Und wieder einmal geht die Diskussion zwischen Arm und Reich los, ausgelöst durch einen - wie ich finde - informativen Beitrag des Herrn Buntfuß. Und schon kommen die Beispiele... " wenn man in Nigeria oder Hamudistan leben würde " - dann ! Warum sehr geehrter Herr Schwarzberg führen Sie nicht als Beispiel vergleichbare europäische Länder an? In der Schweiz bekommt man zu der Wohnung und der Versicherung(en) noch 869 EUR zum Leben in Frankreich 464 EUR und wenn man 7 Jahre in Dänemark lebt dann ca. 1,300 EUR.

Nur mal, um richtig zu informieren. Wir leben doch angeblih im besten Land der Erde, dann bitte keine Vergleiche mit Afrika und Co. Und dann denken Sie doch mal darüber nach, das man in Deutschland ab dem 17. Lebensjahr Arbeitslosenversicherung zahlt. Zahlt man die, um den Banken Kredite zu leihen, oder im Fall der Arbeitslosigkeit geschützt zu sein?

Die Regierung betreibt seit ein paar Wochen Wahlkampf, weil selbst Frau Merkel sieht, wie ihr die Felle wegschwimmen. Ein Paar Euro an die Rentner, ein paar Euro an die H4-Empfänger und eine Mindestlohndebatte, die die gute Frau vor 3 Wochen noch kategorisch ausgeschlossen hat. Da muss man sich schon einmal bei den Piraten bedanken, denn deren Umfragewerte machen es erst möglich.

Was ich allerdings befürworte, sind die Montagsdemos. Ich befürchte aber, wenn es Ausmaße in bestimmten Größenordnungen haben könnte, das man diese niederschlägt wie die Demos in Stuttgart.

Bis dahin ist es ja gut wenn reich auf arm (und umgekehrt) hetzt, dann haben Merkel und Leyen genau das was sie wollen!
Nordhäuserin
01.11.2011, 08:04 Uhr
Für wahr -
- eine unsägliche Diskussion. Anstatt hier zu lamentieren und in der Hängematte hängen zu bleiben und sich einen gemütlichen Tag machen - dann geht doch arbeiten, zahlt in die Sozialsysteme ein, anstatt sie zu schröpfen oder geht demonstrieren oder wandert aus in die Schweiz oder nach Dänemark.

Ihr habt doch die Wahl - Eure Entscheidung kenne ich aber bereits.
Retupmoc
01.11.2011, 09:26 Uhr
Aufruf
@ Nordhäuserin, genau das wollte ich vermeiden - das Leute wie Sie auf anderen rumhetzen und hacken !

Ich gehe übrigens jeden Morgen um 7 Uhr arbeiten und muss mir Ihren regierungstreuen Kommentar somit nicht zu Herzen nehmen. Ihre Aufforderung an die H4 - Bezieher arbeiten zu gehen ist allerdings witzlos.

Nehmen wir mal als Erstes die knapp 4 Millionen Menschen, die arbeiten gehen und mit H4 aufstocken. Meinen Sie, das diese Leute Ihre Beleidigungen verdient haben. Stundenlohn 3 Euro 50 ( ein Euro übrigens der inflationär bald nichts mehr wert ist ), aber 32 oder 40 - Stunden - Woche !

Und nehmen wir mal als Zweites die Arbeitslosen. Glauben wir einmal ( Sie wissen aber genauso gut wie ich das diese Zahlen Makulatur sind ) das die Angaben der Regierung stimmen. Dann hätten wir 3 Millionen Arbeitslose und 800000 offene Stellen. Wo bitte sollen dann die restlichen 2,2 Millionen Menschen arbeiten?

Und Drittens. Der Staat hat ja nun 55 Milliarden ( 55 000 000 000 ) Euro gespart. Bin mal gespannt, ob er diese Summe jetzt in Förderung von Arbeitsplätzen packt oder mehr für die Bildung tut.

PS: In die genannten Länder auszuwandern, ist nicht so einfach wie Sie sich das denken. Die haben nämlich andere Einwanderungsgesetze und auch daher weniger Arbeitslose. Aber das ist dann ein anderes Thema.
Herr Taft
01.11.2011, 13:01 Uhr
Hebe meine Hände zum Applause
...für Herrn Schwarzberg UND für die Nordhäuserin !

Dennoch eine Anmerkung: Herr Buntfuß, Ihre Bemerkung:" Jedem ist doch klar das die Gesetze, die nicht selber von der Wirtschaft kommen, auch keinen direkten Einfluss auf die Wirtschaft haben. Oder sollte ich mich irren? " - zeigt jedem hier, der geradeaus denken kann, wie wenig fundiert Ihre Artikel sind - oder war die Aussage ironisch gemeint? Gerade WEIL die Politik die Wirtschaft beeinflusst, haben wir hier noch Arbeitsplätze und das beste Sozialsystem der Welt!

@RWE: Jetzt hauen Sie bitte nicht in die Zuwanderer-Kerbe. Diese Diskussion geht in eine ganz falsche Richtung - die hier zweifelsfrei niemand will. Gerade hier in Nordhausen sind wir bestimmt nicht mit Migranten überhäuft. Außerdem - wer hindert Sie daran, eine Döner-Bude aufzumachen ?
Jean Fairtique
01.11.2011, 13:49 Uhr
Kopfbatsch
Die Volksverdummung schreitet unaufhörlich voran. Einfach mal destatis (Bundestatistik Deutschland) lesen (ersatzweise die Meldungen der BA).
7,5 Mio im Hartz IV Bezug. 0,5 Mio freie Stellen (davon viele doppelt!).
Noch Fragen?
Dass man dann großzügig mit Mindestlohn lockt und sich die Gewerkschaften dem auch noch anschließen, zeigt die verkommene Lobbykultur (5000 Mann in Berlin), der man sich mittlerweile zu beugen hat. 7,50 Mindestlohn auf 45 Jahre entsprechen nach einem ereignisreichen Arbeitsleben einer Rente von 620.-- Euro.

Mit dem Resultat: Ab auf´s Sozialamt und um Hilfe bitten, die dann wer bezahlt?
Richtig: Der Steuerzahler!
Der somit Unternehmers Billig-Löhne finanziert. Schon mal nachgedacht?

Oder glaubt wirklich jemand ernsthaft an die nach China ausgelagerte Putzhilfe oder den Altenpfleger aus Indien???
Retupmoc
01.11.2011, 14:08 Uhr
Imbiss
Was mich hindert eine Döner - Bude aufzumachen? Ich kann Döner (geschmacklich) nicht ausstehen! Geht mir bei diesen amerikanischen Brötchen mit Füllung übrigens ähnlich! Also keine Rechtsdebatte bitte.

Aber wenn Sie mich schon etwas fragen, dann frage ich Sie auch etwas. Von Ihnen kam als Beitrag eigentlich nur wieder BlaBlaBla. Mich würde nun aber Ihre Antwort zu meiner Frage ( 3 Millionen AL, 800000 offene Stellen - Was machen die restlichen 2,2 Millionen ? ) interessieren. Vorausgesetzt die 800000 Stellen sind auch wirklich offen.

Und wir haben das beste Sozialsystem der Welt? Wollen Sie als Stand - up - Komödiant gehen? Was haben denn dann Länder wie Dänemark und Co.? Ich habe am Donnerstag zum Beispiel 3 1/2 Stunden beim Arzt gesessen, weil wir hier bei bestimmten Ärzten einen Ärztemangel haben. Dafür habe ich zehn Euro bezahlt und anschließend noch eine schöne Selbstbeteiligung für die Medikamente. Der Standard ist schon fast 5 Sterne ! Und ich sage es Ihnen nochmal zum mitschreiben. Dieses Sozialsystem wird nicht vom Staat, sondern vom Bürger finanziert. Wenn jemand ALG bekommt, hat er im Normalfall ( und sein Arbeitgeber ) fleißig über ein paar Jahre eingezahlt. Das nennt sich deshalb Arbeitslosenversicherung, weil man sich damit gegen Arbeitslosigkeit versichert. Und - ich weiss ja nicht wie das bei Ihnen ist - wenn Sie eine Versicherung gegen irgendetwas haben, dann möchten Sie im Schadensfall auch etwas wieder bekommen? Oder etwa nicht? Deshalb haben die Leute, die ( meist ) ohne ihr Verschulden auf die Straße gesetzt werden auch ein RECHT darauf. Dieses Sozialsystem wird jedoch einzig und allein vom Bürger getragen.

Deshalb auch nochmal für Sie meine zweite Frage: ( Ohne das es einen rassistischen Hintergrund hat ) Wie denken Sie darüber, das unsere ausländischen Mitbürger die gleichen Sozialleistungen bekommen, ohne das sie dafür in das Steuersäckel einbezahlt haben. Und sorry - das ist ein Republikweites Problem, keines des Landkreises.

Obwohl: ich bin guter Dinge, das unsere Regierung von den eingesparten 55 Mrd. ein paar Milliardchen für unser Sozialnetz locker macht?
TeeEff
01.11.2011, 15:06 Uhr
Der Staat hat keine...
55 Milliarden ( 55 000 000 000 ) gespart - er hat nur 55 Mrd. weniger SCHULDEN. Was bei rund 2000 Mrd. nicht viel ist...(halt dann noch immer 1945 Miese)

Diese 55 Mrd. kann man also nicht wirklich wo anders einsetzen, aber wenn wir das jetzt noch 36x soviel finden wären die Finanzen immerhin AUSGEGLICHEN.
Herr Taft
01.11.2011, 16:57 Uhr
immer das Selbe @RWE
eine Antwort an die Adresse RWE sei mir gestattet. Nur um meinem unfundierten BlaBla etwas hinzuzufügen: Ein Unternehmer schafft Arbeitsplätze, wenn die Beschäftigung weniger kostet, als er an der mehr geleisteten Arbeit verdient (Nutzenmaximierer) Nun ist es so, dass der Nutzen jeder weiteren Arbeitskraft abnimmt (abnehmender Grenznutzen), weil die Produktionskurve nicht linear steigt. Es muss also die Produktivität gesteigert werden, damit ein Unternehmer Arbeitsplätze schafft. Produktivität kann man steigern, indem man den Absatz erhöht, oder die Kosten senkt. Da wir einen Käufermarkt haben, ist das mit der Absatzsteigerung nicht ganz einfach - leichter ist es Kosten zu reduzieren. Den volkswirtschaftlich größten Anteil an den Produktionskosten haben Personal und Energie (was natürlich branchenabhängig ist...). Hier geht's um Jobs, also lassen wir die Energie mal außen vor. Um Arbeit für Arbeitgeber attraktiver zu machen, müssen also die Arbeitskosten (gerne als Lohnstückkosten veröffentlicht) sinken. Die Lohnstückkosten beinhalten neben dem eigentlichen Entgelt des Arbeitnehmers auch die Arbeitgeberanteile zu Arbeitslosen, Renten und Krankenversicherung. Diese Beiträge sind in Deutschland exorbitant hoch. Wollen wissen warum ? Weil unser weltbestes Sozialsystem so teuer ist. Man kann den Umfang eines Sozialsystemes nicht daran messen, wieviele Arbeitslose es gibt, verehrter RWE, sondern daran, wie es den Arbeitslosen geht - dazu verweise ich an Herrn Schwarzberg. Unseres ist schlicht überdimensioniert und damit zu teuer. Nebenbei erwähnt: Auch erscheint eine Umverteilung der Steuerlast sinnvoll.

Einkommenssteuer runter (oder eben den Soli), im Gegenzug können Bruttolöhne niedriger werden, was für die Arbeitgeber die Arbeit verbilligt, so dass sie mehr verdienen (die Bösen, was sollte sie denn auch sonst motivieren ?) und mehr Jobs schaffen können und werden (um noch mehr zu verdienen - Stichwort Grenznutzen). In der Theorie ganz einfach - jedenfalls erklärt Ihnen diesen Zusammenhang jedes VWL 1-Semester - in der Praxis schwer umzusetzen, da das geBILDete Volk immer weiter nach höheren Sozialleistungen und Mindestlöhnen schreit und die Politiker darauf eingehen müssen um gewählt zu werden - ein Teufelskreis.

Wie Migranten in unser Sozialsystem integriert werden, weiss ich nicht - daher kann ich dazu nichts sagen. Ich halte die Auswirkungen alleine wegen des geringen Bevölkerungsanteils für eher gering.

Sollten Sie diesem BlaBla etwas hinzuzufügen zu haben, tun Sie das bitte mit etwas mehr Tiefgang und vor allem in einem anderen Ton. Bis dahin, gucken Sie weiter Fussball. Herzlichst...
Mister X
01.11.2011, 18:26 Uhr
Die Wahrheit.......
ist schwer zu verkraften, noch dazu wenn der Wahlkampf angebrochen ist. Da spürt man die Wut einiger Artikelschreiber. Da werden aus den Hartz-IV-Empfängern Trinker, die in der sozialen Hängematte liegen. Ich kennen Leute, die haben einen guten Job und kommen nicht ohne Alkohol aus, diese Leute stellt keiner an den Pranger, weil man Angst vor ihnen hat.

Es könnte ja den eigenen Arbeitsplatz kosten, also müssen die Bedürftigen herhalten. Herr Schwarzberg, Sie kennen Herrn Buntfuß sicher, anderen die ihn nicht kennen, möchte ich sagen, dass sich dieser Mann sehr wohl darum kümmert, dass sich etwas ändert. Nur geht er damit nicht hausieren, so wie es viele andere tun. Ja, die geben sich den Anschein, etwas zu tun, das ist aber auch schon alles.

Nehmen sie doch einmal DIE LINKEN, was tun sie gegen Hartz-IV außer dumm reden? Waren es nicht gerade DIE LINKEN die erst zu den Demos gestoßen sind, als die schon in vollen Gange waren. Gehen sie einmal zu den LINKEN und versuchen sie etwas für die Bedürftigen zu erreichen. Die Antwort erspare ich mir, versuchen sie es selbst. DIE LINKEN haben keine Interesse mehr an Hartz-IV, sie haben mit den Rechten und sich selbst genug zu tun.

Auswandern, ist auch so ein beliebtes Thema. Ich selber habe Abitur, machte den Berufsabschluss in Informatiions und Telekommunikationstechnik, zur Zeit studiere ich, mein Fach, Erneuerbare Energien. Ich frage mich aber wofür, dass ich dann für 7,50 € arbeiten gehe? Ich habe mir bereits überlegt, das Land nach dem Studium zu verlassen. Ein Land in dem es immer weiter bergab geht, haben junge Berufsanfänger keinerlei Chancen. Es sei denn die Eltern haben einen großen Betrieb, oder haben gute Bekannte in der Wirtschaft.

In diesem Staat zählt nicht das Wissen, sondern wer sind deine Eltern und wen kennen sie. Warum glauben sie geht es so bergab mit uns? Meiner Meinung nach sitzen zu viele Dilettanten an den Schalthebeln. Eine Frage, wie viel Milliarden gibt der Staat jährlich für die Hartz-IV-Empfängern aus? Sind es über 30 Milliarden? Die geben die Politiker, ihre Beamten und verschiedene Mitarbeiter nämlich Jahr für Jahr für den Pfusch aus, den sie verzapfen (siehe Schwarzbuch).

Aber darüber wird in der Öffentlichkeit nicht geredet, der Bürger könnte ja merken, was in Deutschland so abgeht. Ich könnte fast darauf wetten, dass an dieser Steuerverschwendung die Hartz-IV-Empfänger die Schuld tragen, nicht war liebe Nordhäuserin?
Franz Tabak
01.11.2011, 21:57 Uhr
Der Beitrag wurde deaktiviert – Gehört nicht zum Thema des Beitrags
TeeEff
01.11.2011, 22:44 Uhr
Der Beitrag wurde deaktiviert – Gehört nicht zum Thema des Beitrags
Harzer_Wolf
02.11.2011, 08:02 Uhr
Eigentlich wollte ich nicht,
doch nach dem ich gestern abend im TV wieder mal eine Diskussionsrunde gesehen habe, muss ich doch etwas zum Thema sagen.

In dieser Diskussion ging es um das Thema, das den sehr geehrten Herrn Buntfuß hier bewegt. Es wurde gesagt, das 10 Prozent der deutschen Bevölkerung 70 Prozent des Volksvermögens besitzen. Eine sehr interessante Zahl. Und dann gab Herr Laurenz Meyer (CDU) eine interessante Zahl in die Runde. Er behauptete, das in Deutschland ein Single ein Durchschnittsverdienst von 54000 Euro im Jahr hat. Da kommt bei mir die Frage auf, wieviel Personen in Nordhausen diesen Durchschnittsverdienst haben? Und dann bin ich beim Thema Mindestlohn.

Eine Friseuse, eine Kellnerin oder die Damen an der Kasse im Supermarkt haben im Höchstfall ein Fünftel dieses Verdienstes. Aber Sie arbeiten den ganzen Tag. Hier muss etwas faul sein. Und wenn selbst Frau Merkel nun erkennt, das da etwas faul ist, ist es eine späte, aber nicht eine zu späte Einsicht.

Ich werde als Antwort wieder bekommen: Das wäre eine Neiddebatte. Ja und ich gebe zu, das ist sie auch. Ich sehe nicht ein, warum z.B. eine Kassierin in einer großen zweigeteilten Einkaufskette (Nord/Süd) mit unter 1000 Euro Monatslohn abgespeist wird und der Chef Süd ein Vermögen von 25,5 Mrd US - Dollar und der Chef Nord immerhin noch 14,4 Mrd US - Dollar hat. Soviel Geld braucht kein Mensch. Aber die Angestellten werden nicht menschenwürdig bezahlt.

Das nächste Argument wird sein: Aber nicht alle Unternehmer sind so geldgierig. Das ist auch meine Meinung. Der Handwerksmeister (vor allem im Osten) oder der Taxiunternehmer haben langsam Angst, die soziale Stufe herabzusteigen. Durch hohe Belastungen und weniger Aufträge (durch weniger Kaufkraft) ist er gezwungen, Arbeitnehmer zu entlassen oder nicht nach Tarif zu entlohnen.

Ich bin mir sicher, das viele Mittelständler damit auch nicht zufrieden sind. Das trifft auf Albrecht und Co. allerdings nicht zu. Deshalb Mindestlohn: jetzt und sofort. Und gleich noch Hartz4 abschaffen, und wieder zur Sozialhilfe oder zum Bürgergeld kommen.

Noch eine persönliche Meinung an Herrn Buntfuß sei mir bitte gestattet: Ich finde Ihre Beitzräge immer informativ und richtig gut. Sie sehen jedoch wie bestimmte Leute dann diese Artikel zur Hetze gegen die Armen mißbrauchen. Vielleicht ist es an der Zeit, den Protest nicht mehr auf das Papier sondern zu den Regierenden und Reichen zu bringen.

Bringen Sie doch die Leute zusammen, denen es nicht mehr gut geht in diesem Land - die Arbeitslosen, die Zeit - und Bürgerarbeiter, die Niedriglohnverdiener, die Mittelständler !

Wenn diese Menschen sich einig wären und sich nicht bekriegen würden, dann ja dann könnte man etwas erreichen. Sie mit Ihren guten Gedanken wären jemand, der das zumindest in diesem Landkreis erreichen könnte. Denken Sie mal darüber nach.

Guten Morgen Nordhausen
Flitzpiepe
02.11.2011, 09:31 Uhr
Ost- und West-Mindestlohn !?
Der Wahlkampf hat begonnen und Frau Merkel schwenkt in den Mindestlohn ein. Soweit so gut.

Aber was ich nicht mehr akzeptiere ist die Tatsache, dass dann immer noch nach Ost- und West-Mindestlohn unterschieden werden soll. Mit welcher Berechtigung macht man das nach über 20 Jahren der Einheit noch? Sollte die 'Regierung' nicht einfach mal ein Zeichen setzen und von EINEM Mindestlohn sprechen?
H.Buntfuß
02.11.2011, 14:16 Uhr
Nicht verstehen?
Man kann nicht verstehen, dass es immer noch unterschiedliche Löhne zwischen Ost und West gibt. Ganz einfach, die Kanzlerin hat für die Macht ihr eigenes Volk verraten.

Von der FDJ-Agitprop-Chefin zur Wirtschaftshure, wie sie Der Komiker Urban Priol einst nannte. Man merkt sehr deutlich, dass diese Frau Vom Altkanzler Kohl in die verlogene Kunst der Politik eingeführt wurde.

Nicht umsonst hieß es Kohl´s Mädchen.
Wolfi65
02.11.2011, 17:35 Uhr
Keine Beleidigungen
Also ich bin mit Frau Merkel und anderen politischen Größen auch nicht einverstanden, aber Beleidigungen der Bundeskanzlerin gehen doch zu weit. @Werner Ich habe auch nicht all zuviel mit dieser Regierung am Hut, aber die Staatschefin als Wirtschafthure zu bezeichnen, ist unterste Schublade. Selbst in meinen politischen Kreisen, sind solche Ausdrücke nicht unbedingt an der Tagesordnung. Zum Beispiel habe ich meinem politischen Gegenüber immer versucht, vernüftig zu begegnen.

Ein Herr Mathias M. kann das bezeugen, obwohl man sich politisch nicht einen Zentimeter auf der Landkarte gönnt. Vernünftig miteinander Leben und Umgehen, ist auch ein Merkmal einer Demokratie.
Schnakenhascher
03.11.2011, 05:45 Uhr
Der geplante Mindestlohn ist eine Farce
Wir haben uns auch einmal zu diesem Mindestlohn Gedanken gemacht: http://schnakenhascher.square7.ch/wp/?p=4611

Und Nussbaum und Nordhäuserin sollten mal das hier lesen: http://schnakenhascher.square7.ch/wp/?p=4562

und auch das: http://schnakenhascher.square7.ch/wp/?p=4594
Herr Taft
03.11.2011, 09:00 Uhr
...alles gut und schön
...nur weil Schnakenhascher (cooler Nick übrigens) hier noch mehr meinungsgeBILDeten Senf in Form von URLs veröffentlicht wird es nicht richtiger. Betrügereien gibt es überall - Sozialbetrüger auf der einen, veruntreuende Beamte auf der anderen Seite.

In Deutschland gibt es das Problem, dass anfänglich gute Ideen mit einer klaren sozialen Zielsetzung durch zuviel Kompromisse, Zugeständnisse und Ausnahmen derart verunstaltet werden, dass das Endergebnis für niemanden mehr befriedigend ist.
Es wird ständig versucht, es ALLEN Recht zu machen - bloß niemandem auf die Füße treten - und das funktioniert nicht.

Interessant dazu gestern die Talk-Runde "Stern-TV" zum Thema Bildungspaket. Guter Ansatz - schlecht gemacht.
Retupmoc
03.11.2011, 09:56 Uhr
Der Beitrag wurde deaktiviert – Gehört nicht zum Thema des Beitrags
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