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Do, 12:05 Uhr
20.03.2014

Renaissance-Rathaus trug früher Putz

Zur Vorbereitung auf die geplante Sanierung der Fassade des Nordhäuser Rathauses haben gestern Fachleute der Bauhaus-Universität um Dr. Hans-Werner Zier Gesteins- und Mörtelproben vom Gebäude genommen...

Geprüft (Foto: Stadtverwaltung Nordhausen) Geprüft (Foto: Stadtverwaltung Nordhausen)
Bei der Probenentnahme wurde auch mit einem Kernbohrgerät gearbeitet. Im Bild von links nach rechts: Dr. Hans-Werner Zier von der Materialforschungs- und prüfanstalt an der Bauhausuniversität Weimar, sein Kollege Marko Krüger und Sandro Kleinschmidt von den Stadtwerken Nordhausen.

Dr. Zier sagte, „dass die Proben Orientierung geben zu den früher verwendeten Materialen, zu Feuchtigkeits- und Salzgehalt, zur Steinbeschaffenheit, Druckfestigkeit und Wasseraufnahmefähigkeit. Aufgrund der erhobenen Daten geben wir dann Empfehlungen, auf welche Art und Weise Ausbesserungen bzw. die Sanierung vorgenommen werden sollten.“ Trotz einiger Schäden an der Fassade gebe es keine Probleme mit der Standfestigkeit des Rathauses.

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Nordhauens Denkmalschutzbeauftragte Susanne Hinsching sagte, dass das Renaissance-Rathaus, gebaut in den Jahren von 1608 bis 1610, ursprünglich einen Putz getragen habe. „Das ist noch deutlich zu sehen an den Putzkanten entlang der roten Sandstein-Fenstergewände.“

Im 19. Jahrhundert dann, der Epoche der Neo-Gothik, „galt die Steinsichtigkeit von Gebäuden als zeitgemäß. In jener Zeit hat man den Putz aus ästhetischen Gründen abgetragen.“ Das Rathaus stehe unter Denkmalschutz. „Deshalb ist es sehr wichtig, dass man fachgerecht saniert. Und dabei ist die Materialverträglichkeit der alten Baustoffe mit den jetzt eingesetzten Sanierungsmitteln ausschlaggebend. Deshalb gibt es die aufwändigen Untersuchungen, um spätere Schäden auszuschließen“, sagte Frau Hinsching.
Autor: red

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